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Notizen im Vorstellungsgespräch: Erlaubt und nützlich

Irgendwie, irgendwo und irgendwann tauchte der unselige Tipp in einem Bewerbungsratgeber auf: „Machen Sie sich im Vorstellungsgespräch bloß keine Notizen!“ Das sähe unaufmerksam aus, unkonzentriert, so als könne man sich keine sieben Sachen merken. Lieber solle man aufmerksam zuhören, den Personaler anschauen und anlächeln… Bullshit! Zuhören, Anschauen und Anlächeln sind zwar keine Fehler. Was das Verbot für Notizen im Vorstellungsgespräch anbelangt: Die sind auch kein Fehler – im Gegenteil. Wer nicht gerade über ein Tonbandgedächtnis verfügt, dem ist es kaum möglich jedes Detail zu erinnern, weder im Gespräch, noch danach…



Notizen im Vorstellungsgespräch: Erlaubt und nützlich

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Machen Sie sich ruhig Notizen im Jobinterview

Gerade auf die Details kommt es im Bewerbungsgespräch an. Das Interview ist ja nicht nur eine einseitige Casting-Show vom Typ „Deutschland sucht den Super-Bewerber“, sondern ein gegenseitiges Vorstellen und Kennenlernen. Wenn das Gespräch auf Augenhöhe geführt wird (was es ohnehin sollte), gibt es im Verlauf des Gesprächs meist einige Punkte, die Bewerber später vertiefen oder darauf zurück kommen und nachfragen wollen.

Genau dazu sind Notizen gut: Sie dienen als Gedächtnisstütze und helfen, Wichtiges nicht zu vergessen. Entscheidend ist nur, dass Sie nicht die ganze Zeit auf Ihren Notizblock und die Aufzeichnungen starren, sondern mehrheitlich den Blickkontakt zu den Gesprächsteilnehmern halten.

Merkhilfe: Wie Sie Notizen richtig nutzen

Natürlich ist mit dem Notizen machen nicht gemeint, dass Kandidaten das Gespräch permanent mitstenographieren. Schreiben Sie bitte keine ausführliche Mitschrift. Ein Wortlaut-Manuskript ginge zu weit. Stichpunkte reichen. Insbesondere wenn der Dialog sonst darunter leidet und ins Stocken gerät.

Sie können Notizen aber immer dann nutzen, wenn Sie zum Beispiel…

  • ein paar Eckdaten notieren wollen.
  • Fragen haben, die offen geblieben sind.
  • Zahlen hören, die Sie noch einmal ansprechen möchten.

All das zeugt von hoher Aufmerksamkeit, von großem Interesse, vor allem von Ernsthaftigkeit und Gründlichkeit. Allesamt lobenswerte Eigenschaften.

Stift und Papier statt Smartphone

Nutzen Sie für Ihre Notizen nach Möglichkeit einen Stift und Schreibblock. Trotz Digitalisierung wirkt es übertrieben bis störend, wenn Sie Ihre Notizen parallel ins Handy oder ein Tablet tippen.


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Spickzettel sind erlaubt

Wir empfehlen Ihnen sogar, Ihre Bewerbungsunterlagen ausgedruckt mit ins Vorstellungsgespräch zu nehmen. Der Grund: So haben Sie Ihren Werdegang nochmal vor Augen und können weniger durcheinander bringen. Und falls ein Personaler mal unvorbereitet ist, können Sie ihm die Bewerbungsmappe überlassen.

Mehr noch: Auch „Spickzettel“ – etwa mit cleveren Rückfragen -, die Sie vorbereitet haben, sind ausdrücklich erlaubt. Auch das dokumentiert doch nur Ihre gründliche und intensive Vorbereitung.

Die meisten Personaler und Recruiter machen sich während des Gesprächs ebenfalls Notizen. Da wäre es schon ziemlich herablassend, dem Bewerber dieses Recht im Jobinterview zu verweigern. Überdies können Notizen bei der Nachbereitung des Vorstellungsgesprächs helfen. Zum Beispiel um zu reflektieren, was gut oder schlecht gelaufen ist.

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