Vorstellungsgespräch Vorbereitung: 10 Tipps für 5 Phasen

Das Vorstellungsgespräch ist die letzte Hürde vor dem Traumjob. Gute Vorbereitung ist dabei das A und O und steigert Ihre Bewerbungschancen enorm. Lebenslauf und Anschreiben können Sie immer wieder überarbeiten. Für das Bewerbungsgespräch aber gibt es keine zweite Chance. Der Schuss muss sitzen. Und das wird er auch: Im Folgenden finden Sie die besten Tipps zur Vorstellungsgespräch Vorbereitung. Denn Vorstellungsgespräche verlaufen meist in 5 typischen Phasen – und die können Sie perfekt und professionell vorbereiten…

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: 10 Tipps für 5 Phasen

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Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Nutzen Sie die Chance!

Herzlichen Glückwunsch! Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist schon ein Teilsieg: Ihre Bewerbungsunterlagen haben überzeugt. Die Qualifikationen passen. Nun will man Sie persönlich kennenlernen. Bedeutet aber zugleich: Hinter hübschen Formulierungen können Sie sich nicht mehr verstecken. Jetzt geht es um Sie – Ihre Motivation, Ihre Arbeitsweise und Attitüde.

Das Vorstellungsgespräch ist zugleich eine Chance für Sie! Sie haben sich beworben, weil Sie Lust auf diesen Beruf und Arbeitgeber haben. Vielleicht Ihr Traumjob. Aber stimmt das auch? Oder ist es nur Ihre Hoffnung? Nutzen Sie die Vorstellungsgespräch Vorbereitung und das Jobinterview dazu, hinter die Fassade des Unternehmens zu blicken und mehr über den Job, dessen Herausforderungen und Perspektiven zu erfahren. Nicht nur der Arbeitgeber kann hinterher absagen – Sie können das auch!

Vorstellungsgespräch Ablauf: 5 typische Phasen

Gut für Ihre Vorbereitung: Die meisten Vorstellungsgespräche verlaufen nach einem klassischen Muster. Das gliedert sich in fünf typische Gesprächsphasen:

  1. Phase 1: Smalltalk
    Dauer: ca. 5 Minuten
    ➠ Kurze Begrüßung
    ➠ Namentliche Vorstellung
    ➠ Frage nach Anreise & Befinden / Getränke
  2. Phase 2: Kennenlernen
    Dauer: ca. 15 Minuten
    ➠ Arbeitgeber stellt sich vor
    ➠ Unternehmen / Kultur / Produkte
    ➠ Beschreibung der Position und Stelle
  3. Phase 3: Selbstpräsentation
    Dauer: ca. 10 Minuten
    ➠ Bisheriger beruflicher Werdegang
    ➠ Wesentliche Meilensteine und Erfolge
    ➠ Stärken mit Bezug zur Stelle
  4. Phase 4: Rückfragen
    Dauer: ca. 10 Minuten
    ➠ Fragen zu Inhalten & Anforderungen des Jobs
    ➠ Fragen zu Erwartungen & Leistungsmessung
    ➠ Fragen zu Entwicklungschancen
  5. Phase 5: Abschluss
    Dauer: ca. 5 Minuten
    ➠ Dank für das Gespräch
    ➠ Weitere Schritte / Fristen
    ➠ Verabschiedung

Um Sie bei der Vorbereitung zum Bewerbungsgespräch zu unterstützen, können Sie sich die 5 Phasen hier noch einmal als Grafik und PDF kostenlos herunterladen.

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Vorstellungsgespräch vorbereiten: 10 Tipps

Klasse! Sie wissen jetzt, was Sie im Vorstellungsgespräch erwartet. Das ist schon der wichtigste Teil der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch. Sie können weniger überrascht werden und deshalb mehr Ruhe bewahren. Um sich zusätzlich von der besten Seite zu präsentieren und Personaler zu überzeugen, dass Sie die Bestbesetzung sind, finden Sie im Folgenden zahlreiche bewährte Tipps, die schon vielen Lesern der Karrierebibel geholfen haben. So sind Sie optimal auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet:

1. Hintergründe recherchieren

Bevor Sie ins Gespräch gehen, recherchieren Sie Informationen über Arbeitgeber und Gesprächsteilnehmer. Indem Sie zum Beispiel den Termin für das Vorstellungsgespräch bestätigen, können Sie fragen, wer alles daran teilnimmt. Die Namen und Profile können Sie anschließend im Internet oder auf Linkedin suchen. Finden Sie Gemeinsamkeiten, sind das erstklassige Gesprächseinstiege für den Smalltalk.

Auch über das Unternehmen sollten Sie Informationen sammeln. Erstens können Sie die Personaler besser überzeugen, wenn Sie wissen, wen diese suchen oder wohin sich das Unternehmen entwickelt. Zweitens gewinnen Sie so Erkenntnisse für mögliche Rückfragen. Je mehr Sie wissen, desto besser. Sie wollen dort arbeiten? Dann sollten Sie Ihren Arbeitgeber in spe kennen!

Bei der Recherche über Ihren Wunscharbeitgeber helfen folgende wichtige Fragen:

  • Welche Firmenstandorte gibt es? Wo sitzt die Zentrale?
  • Wie viele Mitarbeiter hat der Arbeitgeber?
  • Welche Produkt oder Dienstleistungen bietet die Firma an?
  • Wie erfolgreich ist das Unternehmen?
  • Wer sind die wichtigsten Wettbewerber?
  • Wie viele neue Mitarbeiter werden aktuell gesucht?
  • In welchen Bereichen und warum?
  • Wohin will sich der Arbeitgeber entwickeln?
  • Welche Rolle spielt dabei Ihre Wunschstelle?
  • Was braucht der perfekte Kandidat für diese Position?
  • Was davon bringen Sie mit?

Viele Informationen dazu finden Sie auf der Firmenhomepage, in Jobbörsen oder generell im Internet via Google und in der Presse.

2. Selbstpräsentation vorbereiten

In JEDEM Vorstellungsgespräch kommt sie vor – die Selbstpräsentation. Hier stellen Sie sich – kurz und prägnant – vor (maximal 3 Minuten), ohne jedoch den Lebenslauf zu wiederholen. Vielmehr geht es darum einen überzeugenden Bezug zur Stelle und zum Unternehmen herzustellen. Einsteigen können sie zum Beispiel so:

Vielen Dank für die Einladung und die Chance, mich hier vorzustellen. Mein Name ist Maria Muster, ich bin 27 und würde gerne drei Erfahrungen ins Zentrum meiner Selbstpräsentation stellen. Diese zeigen aus meiner Sicht am deutlichsten, warum ich zur Stelle passe: 1. …

Eine weitere bewährte Formel für den Aufbau der Selbstvorstellung lautet: „Ich bin – ich kann – ich will“ Im ersten Teil sagen Sie kurz wer Sie sind, nennen ein paar Hintergründe zu Ausbildung und Berufserfahrung. Danach nennen Sie Ihre drei wichtigsten Stärken oder Alleinstellungsmerkmale. Schließlich zeigen Sie, wie Sie diese (gewinnbringend) für das Unternehmen im angestrebten Job einsetzen wollen, um einen Mehrwert zu schaffen.

Vorsicht: Bei der Vorstellungsgespräch Vorbereitung sollten Sie nicht alles Wort für Wort auswendig lernen. Das gibt Ihnen zwar ein Gefühl der Sicherheit, wirkt aber später meist steif und aufgesetzt. Eben nicht authentisch. Der Idealfall ist eine freie Rede.

3. Notizen machen

Es ist leider ein weit verbreiteter Irrglaube: Bewerber dürfen zum Vorstellungsgespräch keine Notizen mitbringen… Blödsinn! Das Gegenteil ist richtig: Sie beweisen damit erst recht gründliche Vorbereitung und hohes Interesse. Mehr noch: Sie sollten sich gleich einen Stift und Block mitnehmen und auch IM Vorstellungsgespräch Notizen machen. Zum Beispiel, um sich wichtige Aussagen zu merken oder um darauf später noch einmal einzugehen.

Nur eines sollten Sie natürlich nicht: Immer nur auf den Block starren oder stur ablesen. Sympathiepunkte sammelt, wer überwiegend den Blickkontakt zu seinen Gesprächspartnern sucht und hält. Die Notizen dienen bitte nur der Unterstützung.

4. Bewerbungsunterlagen kennen

Gehen Sie bitte davon aus, dass Ihr Gesprächspartner sich ebenfalls auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet. Heißt: Man kennt Ihr Bewerbungsschreiben und den tabellarischen Lebenslauf. Vielleicht liegen beide sogar auf dem Tisch.

Für Ihre Vorstellungsgespräch Vorbereitung bedeutet das zugleich: Kennen Sie Ihre eigene Bewerbung! Es wäre ungünstig, wenn Sie sich in Widersprüche verstricken, Stationen im Werdegang durcheinander bringen oder plötzlich nichts mehr von Hobbys wissen, die Sie angegeben haben.

5. Bewerbungsunterlagen mitbringen

Der Tipps zur Vorstellungsgespräch Vorbereitung schließt unmittelbar an den vorherigen an. Es durchaus vorkommen, dass der Personaler gerade nicht vorbereitet ist – etwa, weil er oder sie heute von Meeting zu Meeting hetzt. Gut, wenn Sie umso besser vorbereitet sind und wichtige Unterlagen dabei haben – sozusagen als „Handout“.

Eine solche Geste hat gleich mehrere Vorteile: Sie demonstrieren Professionalität, Einfühlungsvermögen und eben das: gute Vorbereitung. Sollten Sie die Kopien nicht benötigen, bleiben sie einfach in der Tasche. Oder Sie nutzen ein Muster Ihrer Bewerbung und legen es vor sich selbst auf den Tisch – als Gedächtnisstütze. So oder so: Sie denken mit und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Top!

6. Fragen vorbereiten

Dass man Ihnen Fragen im Vorstellungsgespräch stellen wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Dazu zählen Klassiker wie „Was sind Ihre Schwächen?“ Oder: „Warum sollten wir Sie einstellen?„. Es gibt aber auch schon mal Stressfragen, Fangfragen, Brainteaser oder illegale Fragen. Zumindest auf die meisten davon können Sie sich vorbereiten und gute Antworten oder Reaktionen üben.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der häufigsten Fragen von Personalern. Um das Vorstellungsgespräch vorbereiten zu können, müssen Sie nicht zu jeder eine perfekte Antwort formulieren. Oft reicht es schon, wenn Sie sich Gedanken dazu machen.

Gern genutzte Gesprächsöffner

  • Erzählen Sie etwas über sich.
  • Warum sollten wir Sie einstellen?
  • Was können Sie für uns tun, was andere nicht können?
  • Warum möchten Sie diesen Job?

Fragen zur Bewerbungsmotivation

  • Welche Ziele verfolgen Sie mit diesem Job?
  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  • Was wissen Sie über unsere Branche?
  • Was haben Sie vorher verdient?
  • Welches Gehalt haben Sie im Sinn?
  • Wären Sie bereit, umzuziehen?

Persönlichkeit, Stärken-Schwächen-Profil

  • Was sind Ihre Stärken?
  • Nennen Sie drei positive Dinge, die Ihnen andere zuschreiben.
  • Was würde man Negatives über Sie sagen?
  • Was haben Sie bisher umgesetzt und wie?
  • Was ist Ihr größter Fehler – und was haben Sie daraus gelernt?
  • Welche drei positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen?
  • Wohin möchten Sie sich beruflich entwickeln?
  • Was sind Ihre Lebensträume?

Fragen zur Arbeitsweise

  • Wie motivieren Sie sich?
  • Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil beschreiben?
  • Was nutzen Sie, um sich selbst zu organisieren?
  • Wie stellen Sie Ihre Vertrauenswürdigkeit im Team unter Beweis?
  • Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ein „Nein“ als Antwort erhalten?
  • Wie gehen Sie mit Veränderungen um?
  • Was werden Sie in den ersten 100 Tagen dieses Jobs unternehmen?

Eine vollständige Liste von mehr als 100 typischen Vorstellungsgespräch Fragen können Sie sich HIER kostenlos als PDF herunterladen.

7. Körpersprache trainieren

Unterschätzen Sie nicht die Macht der Körpersprache, der Gestik, Mimik und Körperhaltung im Vorstellungsgespräch. Alles zusammen prägt entscheidend den ersten Eindruck – aber auch den bleibenden. Umfragen unter Personalern zeigen: Fehlender Blickkontakt, fehlendes Lächeln oder ein schlaffer Händedruck sind Bewerbungskiller.

Trainieren Sie daher unbedingt im Vorfeld Ihre Körpersprache. Vor dem Spiegel oder mithilfe eine Handy-Videos. Wer nicht weiß, wohin mit den Händen im Vorstellungsgespräch, sollte sich Alternativen überlegen. Mikrogesten wie nervöses Nesteln an Fingern oder Ringen senden ungute Signale. Besser: aufrechte Haltung, Körperspannung und langsame Bewegungen gepaart mit ruhiger Stimme. All das strahlt perfektes Selbstbewusstsein aus.

8. Rückfragen vorbereiten

Wann immer Sie die Chance erhalten, Rückfragen zu stellen: Ergreifen Sie diese! Kluge Rückfragen dokumentieren echtes Interesse und beweisen erneut Ihre gründliche Vorbereitung. Zudem erfahren Sie dadurch mehr über den Job und das Unternehmen. Merke: Wer fragt, der führt – auch das Gespräch!

Wieder haben wir für Sie zur Vorstellungsgespräch Vorbereitung eine Auswahl der besten Rückfragen vorbereitet. Dazu gehören:

  • Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?
  • Was erwarten Sie von dem idealen Kandidaten?
  • Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?
  • Was könnte mich an diesem Job am meisten frustrieren?
  • Wie würden Sie den Führungsstil meines Chefs beschreiben?
  • Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?
  • Wie wird bei Ihnen Leistung gemessen und bewertet?
  • Wie werden bei Ihnen Talente und Stärken gefördert?
  • Warum arbeiten Sie gerne für dieses Unternehmen?
  • Wann kann ich mit Ihrer Entscheidung rechnen?

Auch hierzu können Sie sich eine ausführliche Liste mit mehr als 80 cleveren eigenen Fragen HIER kostenlos als PDF herunterladen.

9. Dresscode beachten

Wer im Vorstellungsgespräch falsch gekleidet erscheint, hat von Anfang an schlechte Karten. Zeigt der oder die Bewerberin doch damit, dass er oder sie nicht zum Arbeitgeber passt. Oder sich keine Gedanken gemacht hat. Die Kleidung im Vorstellungsgespräch ist keinesfalls eine Nebensache. Sie dokumentieren damit – subtil – Respekt, Zugehörigkeit, Empathie und nicht zuletzt auch eigenen Anspruch. Ein wahres Bonmot lautet: „Kleiden Sie sich immer für den Job, den Sie wollen – nicht für den, den Sie schon haben!“

Ihr Dresscode sollte daher zur Branche passen und der Position angemessen sein. Natürlich sollten Sie sich in dem Outfit auch wohlfühlen und nicht verkleidet wirken. Aber im Zweifel gilt: Lieber overdressed als underdressed! Hier ein paar Grundregeln:

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10. Anreise klären

Am Tag des Vorstellungsgesprächs sind Sie nervös. Das ist normal. Sollte Sie aber nicht blockieren. Um unnötigen Stress zu vermeiden, sollten Sie sich im Vorfeld ebenso über die genaue Anreise informieren. Das zählt zur Vorstellungsgespräch Vorbereitung unbedingt dazu: Anfahrtswege und -zeiten, Ausweichrouten, ÖPNV-Alternativen, Parkplätze. Idealerweise kommen Sie ein paar Minuten vor dem Termin an – aber bitte nicht mehr als 10 Minuten. Das sieht sonst wieder bedürftig aus.

Vorstellungsgespräch auf Englisch vorbereiten

In internationalen Firmen ist es mittlerweile üblich, das Interview oder einen Teil des Vorstellungsgesprächs auf Englisch zu führen. In dem Fall gelten bei der Vorstellungsgespräch Vorbereitung zwar auch die obigen Tipps. Hinzu kommen aber:

  • Übersetzen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen ins Englische. So lernen Sie gleich alle wichtigen Vokabeln für den Werdegang und die Stationen im Lebenslauf auf Englisch.
  • Schauen Sie sich die englischsprachige Website des Unternehmens an. Damit komplementieren Sie Ihre deutschsprachige Recherche und sammeln weitere wichtige Vokabeln.
  • Überhaupt: Eignen Sie sich das Fachvokabular Ihrer Branche an. Blättern Sie Fachbeiträge, Fachblogs oder Fachlexika durch und schreiben Sie sich eine Übersicht mit den wichtigsten Begriffen heraus.


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Vorstellungsgespräch Tabus: Diese Themen nicht ansprechen

Überdies gibt es Themen, die Sie im Vorstellungsgespräch besser auslassen oder gar nicht erst ansprechen sollten. Hierzu gehören:

  • Das Privatleben
    Solange der Personaler nicht danach fragt, bleiben Ihr Privatleben und die Freizeit unerwähnt. Erstens, weil das den Arbeitgeber nichts angeht. Zweitens, weil Sie damit in der Regel kaum punkten können. Über Hobbys zu sprechen, hat nur Sinn, wenn Sie damit relevante Soft Skills belegen, die im Beruf gefragt sind.
  • Eine Kündigung
    Wenn Sie gefeuert wurden, ist das nichts, was SIE ansprechen sollten. Fragt der Personaler aber nach, seien Sie ebenso ehrlich wie konstruktiv: Wurden Sie Opfer von Personalabbau und betriebsbedingten Kündigungen? Dann sagen Sie das ruhig – nicht Ihr Fehler. Gleiches gilt, falls Sie sich mit dem Arbeitgeber auf eine Kündigung geeinigt haben, weil Sie unterschiedliche Ziele verfolgen. Haben Sie selbst den Jobverlust verursacht, sollten Sie die Kündigung begründen, indem Sie zeigen, was Sie daraus gelernt haben und warum Ihnen derselbe Fehler nicht nochmal passiert.
  • Die Bezahlung
    Es kommt vor, dass man im Jobinterview über Ihre Gehaltsvorstellungen spricht. Falls der Arbeitgeber jedoch deutlich unter Ihrem Gehaltswunsch bleibt, sollten Sie das noch nicht kommentieren. Sie schlagen sonst vorzeitig eine Tür zu, durch die Sie noch gehen könnten. Fragen Sie lieber nach Zusatzleistungen, wie Boni oder Dienstwagen. Abwägen können Sie daheim immer noch.
  • Schlechte Erfahrungen
    Etwa mit Kollegen, Chef oder Kunden. Solche Geschichten fallen unter die Rubrik Klatsch und Tratsch – oder schlimmer: unter üble Nachrede. Sprechen Sie nie negativ über bisherige Jobs oder Arbeitgeber! Das hinterlässt immer einen schalen Beigeschmack. Zumal Ihr künftiger Arbeitgeber auch mal Ex-Arbeitgeber sein kann. Dann will der auch nicht, dass Sie so über ihn reden. Zeigen Sie lieber Dankbarkeit für viele Gelegenheiten zu lernen. Das ist zweideutig, klingt aber professioneller.
  • Den Chef
    Das eben Gesagte gilt umso mehr für ehemalige Vorgesetzte. Auch wenn diese Quälgeister, Menschenschinder, Hundertsassas waren – sprechen Sie nicht über deren Untaten, sondern betonen Sie die guten Seiten der Zusammenarbeit. Im Ernst: Auch dem schlimmsten Tyrannen kann man eine positive Seite abgewinnen. Der Rest ist Schweigen.

4 Fauxpas in Vorstellungsgesprächen

Diese Verhaltens-Fauxpas‘ sollten Sie überdies vermeiden:

  • Auf die Uhr schauen
    Wenn Sie ständig auf die Uhr sehen, sagt das entweder, dass Sie sich langweilen oder wünschten, das Interview sei endlich vorbei. Beides unhöflich.
  • Das Handy anlassen
    Klingelt das Handy während des Jobinterviews, gibt es dreierlei zu tun: sich entschuldigen, Anruf sofort wegdrücken, Handy ausschalten. Besser aber Sie erledigen den letzten Punkt schon vorher.
  • Labern
    Kommen Sie bitte zum Punkt. Wer lang und breit ausholt, wirkt wenig fokussiert und stiehlt Zeit. Solche Kollegen mag auch im Meeting keiner. Daher: Niemanden zutexten, sondern präzise und prägnant formulieren.
  • Arroganz
    Der Grat zwischen Selbstvertrauen und Arroganz ist schmal. Um nicht für Letzteres gehalten zu werden, sollten Bewerber stets aufmerksam und aktiv zuhören. Das schließt kluge Rückfragen ebenso ein wie Reaktionen auf Stimmungen im Raum.
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Vorstellungsgespräch beenden: Tipps für den Abgang

Wie Sie das Vorstellungsgespräch beenden prägt den letzten Eindruck. Und der hallt nach. Daher: Machen Sie sich bei der Vorstellungsgespräch Vorbereitung unbedingt auch Gedanken zum Abschied und Schluss.

Optimal ist: Bedanken Sie sich nochmal für die Einladung, das nette Gespräch und die angenehme Atmosphäre (selbst wenn das nicht stimmt). Gehen Sie jedem noch einmal die Hand und sprechen Sie die Anwesenden persönlich mit Namen an (vorher notieren und merken!). Zum Beispiel: „Frau Muster, es hat mich gefreut, Sie kennenzulernen.“ Oder „Her Beispiel, danke für die aufschlussreichen Antworten und Erklärungen.“ Das macht den Abschied enorm persönlich. Überdies können (und sollten) Sie Sie den Wunsch bekräftigen, für das Unternehmen arbeiten zu wollen.

Nur bitte nicht zu dick auftragen, sonst sehen Sie gleich wieder verzweifelt aus. Eleganter sind folgende Formulierungen:

  • Direkt: „Ich bin mir inzwischen sicher: Das ist der Job, den ich wirklich will. Was kann ich noch tun, um Sie davon zu überzeugen, dass ich die beste Besetzung bin?“
  • Fragend: „…aus diesen Gründen denke ich, der beste Kandidat für diese Position zu sein. Brauchen Sie noch weitere Informationen, um mir ein konkretes Jobangebot zu machen?“
  • Offensiv: „Ich bin an diesem Job wirklich sehr interessiert. Was würde Sie noch davon abhalten, mir die Position anzubieten?“
  • Defensiv: „Ich könnte den Job schon nächste Woche antreten. Was wäre der nächste Schritt dafür? Was brauchen Sie noch, um sich zu entscheiden?“
  • Verständnisvoll: „Ich würde mich freuen, für Sie zu arbeiten. Sie sehen ja, meine Stärken liegen vor allem in _____ und _____. Was wären die nächsten Schritte in Ihrem Auswahlprozess?“
  • Emotional: „Nachdem, was ich heute über Ihren Betrieb gelernt habe, bin ich noch begeisterter, für Sie zu arbeiten. Ich hoffe, bald von Ihnen eine positive Nachricht zu erhalten.“

Das sind freilich nur Formulierungsvorschläge. Idealerweise knüpfen solche Schlussbemerkungen an das Gesagte an. Aber auch lässt sich vorbereiten, indem Sie sich ein paar eigene Schlusssätze überlegen. Wir wünschen bei der Vorstellungsgespräch Vorbereitung und darüber hinaus: viel Erfolg!

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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