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Schnitzelkoma: Müde nach dem Mittagessen – was tun?

Zwischen 12 und 14 Uhr kommt das Leistungsloch: Erst gähnen wir, dann tritt dieser bleierne Zustand ein, in dem der Bewegungsapparat erlahmt, als würden wir durch Zement stapfen und sich die Oberstube anfühlt wie in Watte gewickelt. Weil das Phänomen so weit verbreitet ist, hat es gleich mehrere Namen: „Schnitzelkoma“ oder „Fressnarkose“ oder international: „Post-Lunch-Dip“. Blutdruck und Körpertemperatur sacken dann einfach weg, unser Gehirn braucht eine Pause… Was tun?



Schnitzelkoma: Müde nach dem Mittagessen - was tun?

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Was ist das Schnitzelkoma?

Das Schnitzelkoma (Fachbegriff: postprandiale Müdigkeit) beschreibt die typische Schlappheit nach dem Mittagessen – meist in der Zeit zwischen 12 und 14 Uhr. Der Grund dafür ist meist eine starke Durchblutung der Verdauungsorgane sowie ein Mangel an Sauerstoff im Gehirn. Die Folge: Akute Müdigkeit und Konzentrationsmangel.

Mit Kaffee lässt sich das Schnitzelkoma und Mittagstief zwar kurzfristig vertreiben. Sobald die aufputschende Wirkung aber nachlässt, fühlen sich die meisten noch matter.

Schnitzelkoma und Mittagstief Chronobiologie Leistungskurve Tageszeit Chronotyp

Schnitzelkoma Symptome und Folgen

Das weit verbreitete Mittagstief (auch „Suppenkoma“) kündigt sich in der Regel durch erste Symptome an. Zwar könnten wir uns zusammenreißen und gegen die Natur ankämpfen, aber das rächt sich durch weitere Folgen:

Statistisch lässt sich nachweisen, dass die Zahl der übermüdungsbedingten Verkehrsunfälle nachmittags deutlich ansteigt. Ähnliches gilt für Arbeitsunfälle.

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Ursachen: Warum so müde nach dem Essen?

Hauptursache für das Schnitzelkoma sind schwere Mahlzeiten in der Mittagspause. Viele Kohlehydrate machen müde. Gehirn und Nervensystem schalten um auf Rast und Ruhe, das Blut wird vom Hirn in den Magen gelenkt. Der Verdauungsprozess hat jetzt Vorrang, um wichtige Nährstoffe in die Leber zu transportieren.

Hinzu kommt: Bei Essen mit vielen Kohlenhydraten (Pizza, Pasta, …) steigt der Glukosespiegel im Blut zuerst stark an. Das bremst die Produktion des Botenstoffs Orexin – das Hormon regelt den Schlaf-Wachrhythmus. Dessen Mangel aber führt ebenfalls wieder zu mehr Müdigkeit am Mittag.

Der Effekt ist so oder so: Wir werden müde und schlapp, sind unkonzentriert und so cremig im Kopf, dass nichts mehr geht. Was jetzt hilft, ist allein: Pause machen. Aber das ist gut so: Wer nachmittags kurz einnickt, nutzt im Prinzip nur einen ohnehin toten Zeitraum – den aber höchst effektiv.

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Was tun gegen das Schnitzelkoma?

Zunächst: Das Schnitzelkoma ist völlig normal. So ziemlich jeder Arbeitnehmer kennt es. Schuld daran sind nicht zuletzt die klassischen und beliebten Kantinengerichte: Currywurst mit Pommes, Wieder Schnitzel, Pizza, Lasagne, Rinderroulade mit Rotkohl und Kartoffeln… Allesamt echte Vitalitätssenker und Müdemacher.

Wer das Schnitzelkoma vermeiden will, sollte auch derlei Kost verzichten und mehr auf eine leichte Ernährung am Mittag achten: mehr Salat statt Nudeln und Kartoffeln, mehr Hühnchenfleisch und Fisch statt Rinderbraten und Hamburger. Was ebenfalls gegen das Schnitzelkoma hilft ist Bewegung: Tanken Sie frische Luft und machen Sie einen kurzen Spaziergang durch den Park oder um den Block. Der belebt Körper und Geist schon nach 20 Minuten.

Mittagsschlaf gegen Schnitzelkoma?

Noch besser wirkt ein kurzer Mittagsschlaf gegen das Schnitzlkoma – Fachbegriff: Powernap. Schon 10 bis 20 Minuten reichen, um das Leistungstief am Nachmittag zu überwinden. Schlafforscher bestätigen sogar: Powernaps sind gesund!

Ein 20-minütiger Kurzschlaf am Nachmittag gibt deutlich mehr Kraft als morgens 20 Minuten länger zu schlafen. Eine Studie um Avi Karni von der Universität Haifa zeigte, dass der Kurzschlaf sogar das Erinnerungsvermögen stärkt. Bei einer Studie der medizinischen Hochschule in Athen kam heraus, dass eine halbe Stunde Mittagsschlaf das Herzinfarktrisiko um 37 Prozent senken kann. Und Versuche am Wiener Institut für Schlaf-Wach-Forschung offenbarten: Wer nur 3 Minuten schlummert, ist hinterher aufmerksamer; wer 10 Minuten döst, hat beim Aufwachen prompt bessere Laune.

Angesichts zahlreicher Argumente wundert man sich, warum der Mittagsschlaf in Deutschland noch immer verpönt ist und ein schlechtes Image hat. Anderswo ist er deutlich populärer: In Japan zum Beispiel kennt man die Tradition des Nickerchens als „Inemuri“, in Spanien heißt es schlicht „Siesta“. Hierzulande gilt dagegen als Faulpelz, wer mittags im Büro wegdämmert. Manche müde Mitarbeiter dösen deshalb heimlich auf der Toilette (Fachjargon: Closet Napper), in der Tiefgarage im Auto oder getarnt am Schreibtisch – so als würden sie gerade etwas auf dem Boden suchen…

Dann vielleicht doch lieber mit dem Chef sprechen oder einfach leichter zu Mittag essen? Es bringt ohnehin nichts, gegen den Körper zu arbeiten – nur mit ihm werden Sie produktiver und überwinden ein Schnitzelkoma schneller.


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