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Romeo-und-Julia-Effekt: Bedeutung + wie vermeiden?

Verbotene Liebe ist besonders intensiv. Das bestätigt der Romeo-und-Julia-Effekt. Werden einem Liebespaar Hindernisse in den Weg gelegt, werden die Gefühle zueinander noch intensiver. Emotional eine romantische Geste, wissenschaftlich steht dahinter sie sogenannte Reaktanztheorie. Wir erklären den Romeo-und-Julia-Effekt und zeigen Beispiele aus anderen Bereichen – und warum Sie den Effekt besser vermeiden sollten…



Romeo-und-Julia-Effekt: Bedeutung + wie vermeiden?

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Was ist der Romeo-und-Julia-Effekt?

Der Romeo-und-Julia-Effekt beschreibt die Verstärkung von Liebesgefühlen und der Zuneigung zueinander, wenn eine Beziehung von außen sabotiert wird und verhindert werden soll. Ein klassisches Trotzverhalten: Um Autonomie und die eigene (Entscheidungs-)Freiheit zu wahren, verhalten sich Betroffene genau gegensätzlich zum Druck von außen. Die Wissenschaft spricht auch von einem Reaktanzphänomen.

Namensgeber des Phänomens ist das Liebespaar Romeo und Julia im gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. Darin werden die beiden von ihren rivalisierenden Familien zur Trennung gedrängt – woraufhin sie sich nur noch unsterblicher ineinander verlieben.

Definition: Was ist Reaktanz?

Reaktanz ist der Wunsch, die eigene Freiheit zu schützen. Es ist eine Trotz- und Abwehrreaktion, sobald sich Menschen unterdrückt oder eingeschränkt fühlen. Betroffene entwickeln dann eine starke Motivation, sich über das Verbot hinwegzusetzen.

Reaktantes Verhalten kann unterschiedlichste Formen haben: Beim Romeo-und-Julia-Effekt verstärken sich die Gefühle zueinander durch die Ablehnung von außen. Dasselbe oppositionelle Verhalten entsteht bei einer Abwertung durch Kritiker oder bei Jugendlichen, die sich einem elterlichen Verbot widersetzen, um ihre Unabhängigkeit zu betonen. Motto: „Jetzt erst recht!“


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Beispiele für den Romeo-und-Julia-Effekt

Der Romeo-und-Julia-Effekt findet auf rein emotionaler Ebene statt und hat keine kognitive Komponente. Rationale Argumente werden ignoriert – auch wenn Betroffene ihre Beziehung selber kritisch sehen. Wir zeigen, wann der Effekt der Reaktanz auftritt:

1. Reaktanz in Liebesbeziehungen

Das häufigste Beispiel für den Effekt: Ist eine Liebesbeziehung ungewöhnlich und wird gesellschaftlich nicht akzeptiert, werden die Gefühle noch intensiver. Die Betroffenen tun genau das Gegenteil von dem, was die Gesellschaft erwartet. Bei Romeo und Julia führte das bis in den Tod der beiden Protagonisten.

Auch heute existieren Konstellationen und Beziehungen, die gesellschaftlich nicht anerkannt werden. Zum Beispiel bei großen Altersunterschieden oder Beziehungen zwischen Autoritätspersonen und Untergebenen. Hier wird die Romanze oft von Eltern, Kollegen oder dem Freundeskreis sabotiert oder sanktioniert – meist mit gegenteiligem Effekt.

2. Reaktanz in der Jugend

Studien belegen, dass Jugendliche mit Gegenwehr reagieren, wenn ihnen die Eltern den Umgang mit anderen Personen verbieten. In diesem Fall treffen sie sich erst recht mit diesen Bekannten und lehnen sich gegen die Autorität der Eltern auf. Dabei kann es sich um Freunde oder um Liebschaften handeln.

3. Reaktanz bei Verkäufern

Den Romeo-und-Julia-Effekt machen sich ebenso Unternehmen und Verkäufer zunutze. Beispiele:

  • Künstliche Verknappung

    Angebote vom Typ „nur solange Vorrat reicht“ spielen mit dem Reaktanzeffekt: Wird etwas knapp und werden wir einer Option beraubt, erscheint uns die Option besonders attraktiv. Künstliche Verknappung führt zu einem Verlustgefühl, und das Begehren steigt.

  • Unsinnige Einkäufe

    Bei Aktionstagen wie dem „Black Friday“ sind viele Produkte günstiger als sonst. Dies verführt viele Menschen dazu, eine Reihe von Dingen zu kaufen, die sie gar nicht brauchen. Die rationale Auswahl wird durch einen emotionalen Kaufimpuls ersetzt.

  • Vorhandene Konkurrenz

    Ein weiterer Trick von Verkäufern: Sie nennen andere Interessenten als potenzielle Konkurrenz. In der Immobilienbranche ein beliebtes Vorgehen, die Botschaft: „Sofort kaufen, sonst schlägt jemand anders zu!“ Manipulation pur: Entweder besteht Interesse oder nicht – unabhängig von anderen Käufern.

4. Reaktanz im Job

Auch im Arbeitsleben nutzen viele den Reaktanz-Effekt. Verkündet der Chef Umstrukturierungen im Unternehmen oder den Einsatz neuer Technik, regt sich bei Mitarbeitern oft Widerstand. Dieser fällt umso stärker aus, je weniger die Belegschaft in den Veränderungsprozess einbezogen wurde. Wird etwas „von oben herab“ bestimmt, halten Mitarbeiter dagegen.

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Romeo-und-Julia-Effekt vermeiden: 4 Tipps

Der Romeo-und-Julia-Effekt klingt nach einer romantischen Geste, ist aber ein Denkfehler und führt zu irrationalem Handeln. Besser ist es, eine objektive und rationale Entscheidung zu treffen und danach zu handeln – statt sich nur als Reaktion auf andere trotzig in einer bestimmten Art zu verhalten. 4 Tipps, wie Sie den Effekt vermeiden:

  • Bewusstsein

    Der erste Schritt ist Wissen über den Effekt. Machen Sie sich klar, dass Sie auf Einschränkungen, Verbote oder Knappheit mit Reaktanz reagieren. Heben Sie den emotionalen Vorgang wieder auf eine rationale Ebene.

  • Reflexion

    Spüren Sie eine Reaktanzreaktion, sollten Sie Abstand nehmen und reflektieren. Fragen Sie sich: Ist Ihr Verhalten angemessen oder werde ich gerade von einer anderen Motivation geleitet? Handeln Sie erst nach dieser Selbstreflexion. Das verhindert voreilige Entscheidungen.

  • Kommunikation

    Gerade bei Jugendlichen ist eine klare, konsistente Erziehung wichtig. Sind Eltern wankelmütig, kann das den Romeo-und-Julia-Effekt verstärken. Ebenso entscheidend: die Art der Kommunikation. Auf Reizworte wie „Du musst“ oder „Du sollst“ reagieren die meisten Menschen allergisch – in jedem Alter.

  • Beteiligung

    Je stärker Sie andere an Entscheidungen beteiligen, desto geringer fallen Widerstände aus. Das gilt bei Kindern oder Jugendlichen genauso wie bei Mitarbeitern im Job. Setzen Sie niemanden vor vollendete Tatsachen oder verkünden Sie einfach eine Entscheidung. Binden Sie die Betroffenen in den Prozess ein und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Grundregel: Je mehr Autonomie und Handlungsspielraum, desto weniger wirkt der Rome-und-Julia-Effekt.


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