Anzeige
Anzeige

Valins-Effekt: Erregung ist Ansichtssache

Erinnern Sie sich noch an Anna Nicole Smith? Das texanische Playmate wurde hierzulande durch zwei Dinge bekannt: Durch ihre Hochzeit mit dem 89-jährigen Milliardär J. Howard Marshall (Sie selbst war damals erst 26) – und die H&M-Plakatwerbung im Jahr 1993. Damals ließ der schwedische Textilhersteller an so ziemlich jeder Bushaltestelle in Deutschland Dessous-Bilder von Anna Nicole Smith aufstellen. Mal räkelte sich die da noch 25-Jährige in einer schwarzen Korsage auf dem Rücken, die bestrapsten Beine keck in den Himmel gestreckt; mal saß sie im weißen Spitzen-BH samt Miederhöschen auf der Seite und strich sich lasziv über die Beine. Die Kampagne tat ihre Wirkung: 1993 kam es laut Polizeistatistik zu einem ungewöhnlichen Anstieg von Plakatdiebstahldelikten, insbesondere an Bushaltestellen. Gleichzeitig nahm die Verkehrsunfalldichte im Sichtbereich der Wäschewerbung zu: typisch Mann am Steuer, könnte man sagen. Die Diagnose könnte allerdings auch anders lauten: typisch Valins-Effekt


Valins-Effekt: Erregung ist Ansichtssache

Anzeige
Jetzt Karrierebibel Insider werden + Vorteile sichern!
Noch mehr kostenlose News und Impuls für deinen Erfolg. Dazu exklusive Vorteils-Rabatte für Coachings & Bücher sowie Bonus-Videos zum Durchstarten!
Success message

Mit der Anmeldung zum Newsletter erhältst du in den nächsten 5 Tagen täglich eine neue Folge unseres exklusiven Video-Kurses zur Bewerbung sowie unseren Newsletter mit wertvollen Karrierehacks und Hinweisen zu exklusiven Deals und Rabatten für dich. Du kannst die Einwilligung zum Empfang jederzeit widerrufen. Dazu findest du am Ende jeder Mail einen Abmeldelink. Die Angabe des Vornamens ist freiwillig und dient nur zur Personalisierung. Deine Anmeldedaten, deren Protokollierung, der Versand und eine Auswertung des Leseverhaltens werden über ActiveCampaign, USA verarbeitet. Mehr Infos dazu findest du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Valins-Effekt: Erregung beginnt im Kopf

Schon ein Jahr bevor Anna Nicole Smith geboren wurde, also 1966, ging der Psychologe Stuart Valins einer interessanten Frage nach: Welche Faktoren beeinflussen, wie wir Bilder bewerten?

  • Ist es das Motiv selbst oder
  • spielen vielleicht auch unsere Emotionen und unsere Erregung dabei eine Rolle?

Um das herauszufinden, startete Valins ein für damalige Verhältnisse reichlich unzüchtiges Experiment. Er zeigte seinen männlichen Probanden Bilder attraktiver aber halbnackter Frauen. Kurz: Er zeigte ihnen Bilder aus dem Playboy – immerhin im Dienste der Wissenschaft.

Gleichzeitig zeichnete er den Pulsschlag der Männer auf und spielte ihnen die Herzfrequenz über einen Kopfhörer wieder ein. Dachten die. Tatsächlich kam die akustische Rückmeldung von einem Tonband. Nur bei der Kontrollgruppe handelte es sich um die eigene Pulsrate – der Rest bekam entweder verlangsamte oder beschleunigte Herztöne zu hören.

In Wahrheit ging es Valins darum, seine Probanden über ihren Erregungszustand zu täuschen. Anschließend sollten die Teilnehmer die Fotos bewerten und sogar eines davon auswählen, das sie behalten wollten.

Das Ergebnis ist ein weiteres Dokument für den dezentralen Aufbau männlicher Denkorgane: Am besten schnitten jene Bilder ab, bei denen die Probanden dachten, sie seien besonders erregt gewesen, obwohl ihnen die Forscher den rasenden Herzrhythmus lediglich simuliert hatten.

Mit anderen Worten: Männliche Erregung ist Ansichtssache. Es reicht schon aus, zu denken „Wow, diese Wäsche macht mich irre scharf!“, um diesen Verdacht tatsächlich zu erhärten.

Oder um seinem Vordermann in die Knautschzone zu brettern…

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

Anzeige
KarriereBibel Channels IFrame
Weiter zur Startseite