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Qwerty-Effekt: Bessere Namen mit rechter Tastaturhälfte

Wir bewerten Wörter unterschiedlich – je nachdem, ob sie sich aus Buchstaben der rechten oder linken Tastatur-Seite zusammensetzen. Das sagen die Forscher, die den sogenannten Qwerty-Effekt entdeckt haben. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen der Wirkung eines Namens und der Art wie dieser getippt wird nachweisen. Kurz: Rechtslastige Namen werden mit positiveren Emotionen verbunden…



Qwerty-Effekt: Bessere Namen mit rechter Tastaturhälfte

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Definition: Was ist der Qwerty-Effekt?

Der Qwerty-Effekt beschreibt einen psychologischen Zusammenhang zwischen der Anordnung der Buchstaben auf einer Tastatur und der Bewertung von Produktnamen oder Vornamen.

Der Begriff „QWERTY“ stammt von der englischen Tastatur. Dort ergeben die ersten sechs Buchstaben der oberen linken Zeile das Wort „Qwerty“ – in Deutschland wäre es entsprechend der „Qwertz-Effekt“ und in Frankreich der „Azerty-Effekt“.

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Bedeutung: Wie wirkt der Qwerty-Effekt?

Die Anordnung der Buchstaben auf einer Tastatur ist zwar von Sprachraum zu Sprachraum verschieden. Doch hat das großen Einfluss auf die Wirkung von Worten, die wir darauf eintippen. Manche Wörter enthalten mehr Buchstaben der rechten Tastaturseite, andere mehr von der linken. Das verursacht schließlich den Qwerty-Effekt…

Studien um den Kognitionswissenschaftler Kyle Jasmin vom University College London sowie Daniel Casasanto von der New School for Social Research in New York fanden heraus: Wortlänge oder Buchstabenhäufigkeit spielen kaum eine Rolle – aber Wörter oder Namen, die überwiegend mit Buchstaben der rechten Seite geschrieben werden, finden wir unterbewusst sympathischer. Am deutlichsten wurde der QWERTY-Effekt bei (Kunst-)Wörtern, wie zum Beispiel „pleek“ und „LOL“ (positiv) oder „greenwash“ (negativ).

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Erklärung: Warum ist die Position der Tasten von Bedeutung?

Die Wissenschaftler vermuten: Da es mehr Buchstaben links von der Tastaturmitte gibt (rechts sind mehr Sonderzeichen), könnten die Buchstaben auf der rechten Seite leichter zu tippen sein – daher die positiven Assoziationen. Ihr Empfehlung an Eltern, die noch einen Jungennamen oder Mädchennamen suchen: „Molly“ sei positiver als „Sara“ und „Jimmy“ besser als „Fred“.

Der Qwerty-Effekt lässt sich ebenso auf Produktnamen, Firmen- oder Projektnamen übertragen: „Auf der Suche nach Namen für neue Produkte oder Marken ist man gut beraten, an die Tastaturbesonderheiten im jeweiligen Zielgruppen-Land zu denken“, sagt Daniel Casasanto. Ein „rechtslastiger“ Name sei definitiv besser. Sein eigener Name ist allerdings eher linkslastig…


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