Vornamen: Beliebte Namen für Mädchen & Jungen + Bedeutung

Vornamen begleiten uns das gesamte Leben und senden sofort Signale. An wen denken Sie bei Kevin, Chantal oder Jaqueline im Vergleich zu Justus, Vincent oder Franziska? Solche Assoziationen und Vorurteilen haben mit der Wahrheit oft nichts zu tun – bestehen aber trotzdem. Frei nach dem Motto: Sag mir, wie du heißt und ich sage dir, wie intelligent du bist. Kinder mit wohlklingenden Vornamen haben im Leben Startvorteile. Hier finden Sie eine Liste der beliebtesten Vornamen für Jungen und Mädchen sowie eine Übersicht mit Namen und deren Bedeutungen…

Vornamen: Beliebte Namen für Mädchen & Jungen + Bedeutung

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Beliebteste Vornamen des Jahres für Mädchen und Jungen

Die Auswahl eines Namens für den eigenen Nachwuchs ist eine Entscheidung, die Eltern sich nicht leicht machen. So suchen viele lang und breit nach Möglichkeiten und Inspiration. Beliebte Informationsquellen sind dabei Listen zu den beliebtesten Vornamen des Jahres, die regelmäßig für Jungen und Mädchen erstellt werden.

Ausgewertet werden Angaben aus Geburtsmeldungen, um die häufigsten Namen zu identifizieren. Herausgekommen ist laut Babelli diese Liste für die beliebtesten Vornamen im vergangenen Jahr:

Mädchen Vornamen: Die Top 10 mit Bedeutung

  1. Mia
    (Bedeutung: „Die Widerspenstige“)
  2. Emilia
    (Bedeutung: „Die Eifrige“)
  3. Sophia
    (Bedeutung: „Die Weise“)
  4. Hannah
    (Bedeutung: „Die Begnadete, die Anmutige“)
  5. Emma
    (Bedeutung: „Die alles Umfassende“)
  6. Lina
    (Bedeutung: „Die Büßerin, die Sanfte“)
  7. Mila
    (Bedeutung: „Die Liebe, die Liebenswerte“)
  8. Lea
    (Bedeutung: „Die Löwin, aber auch die Ermüdete“)
  9. Marie
    (Bedeutung: „Die Ungezähmte, die von Gott Geliebte“)
  10. Ella
    (Bedeutung: „Die Strahlende“)

Jungen Vornamen: Die Top 10 mit Bedeutung

  1. Leon
    (Bedeutung: „Der Löwe“)
  2. Ben
    (Bedeutung: „Der Sohn des Glücks“, Abkürzung von Benjamin)
  3. Noah
    (Bedeutung: „Der Ruhebringende, der Trostspendende“)
  4. Finn
    (Bedeutung: „Der Finne, der Blonde“)
  5. Paul
    (Bedeutung: „Der Kleine, der Junge“)
  6. Elias
    (Bedeutung: „Mein Gott ist Jahwe, Kind der Sonne“)
  7. Felix
    (Bedeutung: „Der Glückliche“)
  8. Luis
    (Bedeutung: „Der berühmte Kämpfer“, abgewandelte Form von Ludwig)
  9. Henry
    (Bedeutung: „Der Mächtige, der Herrscher“)
  10. Luka
    (Bedeutung: „Der ins Licht Geborene, der Helle, der aus Lucania Stammende“)

In der Beliebtheit gestiegen sind auch Luisa (auf Platz 11 der Mädchen), Amelie (Platz 13) und Matteo (Platz 19 der Jungen). Zu beachten ist allerdings, dass es zwischen Statistiken und Auswertungen zu Vornamen teils größere Unterschiede geben kann. Da nicht alle Meldungen, sondern nur Stichproben analysiert werden, können die Ergebnisse abweichen.

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Nomen est omen: Botschaften in Vornamen

Der sogenannte Namensvorteil beginnt schon in der Grundschule. Herbert Harari und John W. McDavid erforschten schon 1973 die Klischees hinter Vornamen mit bemerkenswerten Ergebnissen: Aufgaben von Kindern mit positiv besetzten Namen wurden bessern beurteilt – obwohl die Namen willkürlich den Aufgaben zugeordnet wurden.

Dazu können Sie selbst ein kurzes Experiment machen: Es gibt Namen, mit denen verbinden wir bestimmte Stereotype. Diese schwanken zwar von Mensch zu Mensch, doch bei einigen Vornamen sind ähnliche Assoziationen verbreitet:

  • Benjamin zum Beispiel wirkt sofort klein
  • Gabi ist vermutlich Frisörin
  • Jessica vermutlich auch
  • Maria ist bestimmt katholisch
  • Marie-Luise etwas Etepetete und
  • Pamela ist nackt
  • Paul wiederum trägt sicher Brille
  • Wolfgang hat einen Bart
  • Wilfried trägt eher Pollunder und
  • Maik kommt aus dem Osten

Extrembeispiele sind Kevin und Chantal, die sogar den passenden Begriff „Chantalismus“ beziehungsweise „Kevinismus“ prägen. Einige Vornamen werden mit einer bestimmten sozialen Herkunft, weniger Intelligenz und geringerer Leistungsfähigkeit verbunden. Das gilt etwa für die beiden genannten, aber auch für Mandy, Justin, Cedric oder Angelina.

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Vornamen Liste: Die klügsten Vornamen für Ihr Kind

Umso wichtiger, dass Eltern die Chancen eines Kindes nicht schon durch die Namensgebung negativ beeinflussen. Zwar kann nicht genau vorhergesagt werden, welche Vornamen in Zukunft besonders beliebt und angesehen sind – aus aktuellen Vorlieben und Entwicklungen sind jedoch Rückschlüsse möglich.

Als kleine Orientierungshilfe (und unabhängig von den jeweiligen Hitlisten der beliebtesten Vornamen) zeigen wir zwei Listen mit Vornamen, die sowohl positive Bedeutungen haben, deren Träger(innen) aber auch für besonders klug gehalten werden…

Kluge Mädchen Vornamen (mit Bedeutung)

In alphabetischer Reihenfolge…

  • Aline (Bedeutung: „Edles Wesen“, von Adelheid)
  • Alisa (Bedeutung: „Die Erhabene“, von Alice)
  • Alessa (Bedeutung: „Die Verteidigerin“, von Alexandra)
  • Anastasia (Bedeutung: „Auferstehung“)
  • Antonia (Bedeutung: „Die Unschätzbare, aus dem Geschlecht der Antonier“)
  • Amalia (Bedeutung: „Die Tapfere“)
  • Charlotte (Bedeutung: „Die Freie“)
  • Elina (Bedeutung: „Sonnenschein“, von Helena)
  • Emilia (Bedeutung: „Die Eifrige“)
  • Esther (Bedeutung: „Stern“)
  • Franziska (Bedeutung: „Von den Franken abstammend“)
  • Hannah (Bedeutung: „Die Anmutige“)
  • Helen (Bedeutung: „Licht, Glanz“)
  • Ina (Bedeutung: „Königin, Herrscherin“, von Regina)
  • Iphigenie (Bedeutung: „Die Kraftvolle“)
  • Irina (Bedeutung: „Die Friedensbringerin“, von Irene)
  • Isabell (Bedeutung: „Die Gott verehrt, die Gott geweiht ist“)
  • Kristin (Bedeutung: „Die Gesalbte“)
  • Josefine (Bedeutung: „Jahwe füge hinzu“)
  • Juliane (Bedeutung: „Die dem Jupiter Geweihte, die aus dem Geschlecht der Julier“)
  • Leonie (Bedeutung: „Die Löwin“, wie auch Leonora)
  • Liv (Bedeutung: „Wehr, Schutz“)
  • Maja (Bedeutung: „Wunderkraft, Wachstum“)
  • Marie (Bedeutung: „Die Widerspenstige, die Ungezähmte“)
  • Marlena (Bedeutung: „von Magdala/See Genezareth“, von Maria Magdalena)
  • Martha (Bedeutung: „Herrin“)
  • Mira (Bedeutung: „Die Palme“)
  • Miriam (Bedeutung: „Gottesgeschenk“)
  • Nicole (Bedeutung: „Die Siegerin“)
  • Sophie (Bedeutung: „Die Kluge, die Weise“)
  • Theresa (Bedeutung: „Die Jägerin“)
  • Veronika (Bedeutung: „Die Siegbringerin“)
  • Vivien (Bedeutung: „Die Lebendige, die Lebhafte“)

Kluge Jungen Vornamen (mit Bedeutung)

In alphabetischer Reihenfolge…

  • Alexander (Bedeutung: „Der Schütze, der Verteidiger“)
  • Constantin (Bedeutung: „Der Feststehende, der Beständige“)
  • Elias (Bedeutung: „Mein Gott ist Jahwe“, wie Elijah oder Lias)
  • Friedrich (Bedeutung: „Der Herrscher, der Mächtige, der Reiche“)
  • Jakob (Bedeutung: „Gott möge schützen, der Überlister“)
  • Jaron (Bedeutung: „Der Ernste“)
  • Johannes (Bedeutung: „Der Herr ist gütig“)
  • Joel (Bedeutung: „Jehova ist Gott“)
  • Jonathan (Bedeutung: „Geschenk Gottes“)
  • Julien (Bedeutung: „Dem Gott Jupiter Geweiht“)
  • Julius (Bedeutung: Vom Geschlecht der Julier, dem Gott Jupiter geweiht)
  • Lars (Bedeutung: „Lorbeerkranz“)
  • Lennard (Bedeutung: „Der Löwe“, wie Leo oder Leonard)
  • Levi (Bedeutung: „Der Treue“)
  • Liam (Bedeutung: „Der willenstarke Beschützer“)
  • Lian (Bedeutung: „Anmutiger Weidenbaum“)
  • Lothar (Bedeutung: „Der Berühmte“)
  • Lukas (Bedeutung: „Der ins Licht Geborene, der Helle, der aus Lucania Stammende“)
  • Magnus (Bedeutung: „Groß im Ansehen“)
  • Matthias (Bedeutung: „Gabe des Herrn“, wie Mattes)
  • Maximilian (Bedeutung: „Der Große“)
  • Michael (Bedeutung: „Wer ist wie Gott?“)
  • Miro (Bedeutung: „Ruhm und Ehre“)
  • Neo (Bedeutung: „Der Wiedergeborene“)
  • Patrick (Bedeutung: „Der Angesehene“)
  • Raphael (Bedeutung: „Gott heilt“)
  • Samuel (Bedeutung: „Ich bin von Gott erhört“)
  • Simon (Bedeutung: „Der von Gott Erhörte“)
  • Timo (Bedeutung: „Der Geschätzte, der Geehrte“)
  • Tristan (Bedeutung: „Herr über…“)
  • Vincent (Bedeutung: „Der Siegreiche“)
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Seltene und besondere Vornamen

Als Gegenpol zur großen Beliebtheit einiger Vornamen suchen viele Eltern nach seltenen und besonderen Vornamen. Der Name als Alleinstellungsmerkmal. Kein Kind möchte in einer Schulklasse mit fünf gleichen Namen sitzen – doch ist auch Vorsicht geboten.

Einige Eltern nutzen die Geburtsurkunde als Mittel zur Selbstinszenierung. Ein normaler Vorname reicht nicht aus, es muss außergewöhnlich und einzigartig sein. Hollywood macht es vor. Kinder von Stars heißen River Phoenix, Liberty, Rainbow, Summer oder Summer. Auf die Spitze treibt es wohl Koch Jamie Oliver mit seinen Kindern Buddy Bear Maurice, Daisy Boo Pamela, River Rocket, Poppy Honey Rosie und Petal Blossom. (PDF mit weiteren Kindernamen prominenter Eltern)

Risiko seltener Vornamen

Das Bedürfnis nach Besonderem führt heute jedoch auch zu grotesken Taufgesuchen und kuriosen Vornamen. Standesbeamte berichten von Fällen, bei denen Eltern ihren Nachwuchs „Pepsi Cola“, „Karl der Große“ oder „Nicht Vaters Wunsch“ taufen wollten. Solch hoffentlich nicht ganz ernst gemeinten Anträge werden kategorisch abgewiesen.

Wichtige Regel dahinter: Vornamen dürfen ihre Träger nicht der Lächerlichkeit preisgeben. Gerade das ist ein Risiko bei allzu ausgefallenen und seltenen Vornamen. Kinder müssen sich später möglicherweise mit Spott und Hänseleien herumschlagen.

Was ist bei der Namensgebung erlaubt?

Die Vergabe von Vornamen ist in Deutschland nicht gesetzlich, sondern nur durch eine Verwaltungsvorschrift geregelt. Zu den wichtigsten Regelungen zählen:

  • Innerhalb von vier Wochen nach der Geburt des Kindes muss der Vorname beim Standesamt festgelegt werden.
  • Der Name des Kindes sollte eindeutig weiblich oder männlich sein. Wird ein neutraler Name vergeben, muss ein zweiter Vorname das Geschlecht deutlich machen.
  • Markennamen – sofern sie nicht zuvor auf Vornamen zurückgehen (wie bei Mercedes) – dürfen nicht als Vornamen verwendet werden.
  • Ebenfalls nicht erlaubt sind geographische Namen. Ausnahmen: ausländische geografische Namen, die sich hier eingebürgert haben. „Brooklyn“ ist danach erlaubt, „Sylt“ aber nicht. Der Einzelfall entscheidet.

Was geht und nicht ist ist aber nur schwer eindeutig zu definieren, was auch die folgenden Beispiele zeigen:

  • Erlaubte Vornamen sind zum Beispiel: Apple, Azalee, Bavaria, Chelsea, Cheyenne, Europa, Jazz, Momo, Oleander, Pumuckl, Sexana, Sunshine, Taiga oder Winnetou.
  • Nicht erlaubte Vornamen sind dagegen: Borussia, Che, Gin, Grammophon, Möwe, Judas, Kain, Teufel, Moon, November, Pfefferminza oder Wiesengrund.

Spannende Studien zu Vornamen

Rund um Vornamen, deren Wirkung und Zusammenhänge wird viel geforscht. Zum Abschluss zeigen wir einige spannende, wissenschaftlich belegte Erkenntnisse zu Namen:

  • Noble Namen verbessern die Bewerbungschancen
    Ein Adelstitel – oder ein Name, der adelig klingt – ist ein enormer Vorteil in der Bewerbung. Eine Studie der Universität Osnabrück konnte zeigen, dass Personaler einen Lebenslauf mit entsprechendem Vornamen positiver bewerten und häufiger zum Vorstellungsgespräch einladen – auch wenn die Inhalte fachlich identisch waren.
  • Thomas und Stefan sind Top-Managern
    Wer sitzt im Vorstand von DAX-Unternehmen? Vor einigen Jahren wurde herausgefunden, dass Thomas und Stefan die häufigsten Vornamen unter den Top-Managern waren. Ebenfalls häufiger vertreten waren Bernd oder Bernhard und Michael. Erschreckend: Zum Zeitpunkt der Studie gab es mehr Vorstände, die Thomas, Stefan oder Michael heißen, als Frauen insgesamt in DAX-Vorständen.
  • Alexandra und Lutz sind Top-Verdiener
    Das Portal Adzuna hat analysiert, welche Vornamen zu den Bestverdienern in Deutschland zählen. Auf den ersten Plätzen der weiblichen Namen landen Alexandra (83.000 Euro), Judith (83.000 Euro) und Andrea (82.000 Euro). Männliche Top-Verdiener heißen demnach Lutz (118.000 Euro), Rolf (115.000 Euro) oder Rainer (111.000 Euro). Die Ergebnisse zeigen auch das Gender Pay Gap.
  • Führungskräfte haben kurze Namen
    Das Business-Netzwerk Linkedin führte bereits vor einiger Zeit eine Studie mit mehr als 100 Millionen Nutzerprofilen durch. Ergebnis: Die Namen der Chefs waren überwiegend kurz, oft nur eine Silbe. Die Vermutung : Männer in Führungspositionen nutzen gerne kurze Spitznamen, um freundlicher und offener zu wirken.

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[Bildnachweis: Andrii Zastrozhnov by Shutterstock.com]

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