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Watercooler-Effekt: Lästern steigert Produktivität

Nein, charmant ist gemeinsames Lästern nicht – aber es hilft. Und steigert sogar die Produktivität. Dahinter steckt der sogenannte Watercooler-Effekt. Über die Bedeutung und Beispiele für den psychologischen Effekt und warum Klatsch und Tratsch besser sind als gedacht…



Watercooler-Effekt: Lästern steigert Produktivität

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Definition: Was ist der Watercooler-Effekt?

Der Watercooler-Effekt (deutsch: Wasserspender-Effekt) ist ein Psychoeffekt, der besonders auf der Arbeit auftritt. Er beschreibt die positiven Auswirkungen von Klatsch und Tratsch im Büro auf die Produktivität. Die verbessert sich, laut Studien, dadurch um bis zu 15 Prozent.

Der Name des Watercooler-Effekts leitet sich von den typischen Wasserspendern in US-amerikanischen Großraumbüros ab. Dort treffen sich Arbeitnehmer regelmäßig zum Plausch – oder gemeinsamen Lästern über die Arbeit. Der Effekt funktioniert aber genauso in der Kaffeeküche oder im Flur.

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Lästern: Menschliches Bedürfnis oder mehr?

Umfragen zufolge lästern 50 Prozent der Arbeitnehmer regelmäßig im Job, 25 Prozent sogar mehrmals pro Woche. Ob über Neuigkeiten, Gerüchte oder Nörgeleien gesprochen wird, ist egal. Hinter dem Flurfunk im Büro steckt ein menschliches Bedürfnis.

Der US-Psychologe und Gerüchteforscher Nicholas DiFonzo sagt, dass Klatsch und Tratsch die sozialen Bindungen stärkt und uns zugleich Zugehörigkeit vermittelt: Wer mitlästern darf, ist in; wer Thema des Gossip ist, ist out. Laut dem britischen Psychologen Robin Dunbar ist Lästern sogar überlebenswichtig: Wer frühzeitig erfährt, dass ein anderer hinterlistig oder boshaft ist, kann sich besser davor schützen. Klatsch erfülle die Aufgabe eines „sozialen Warnsystems“.

Überdies hilft der informelle Austausch unter Kollegen, allgemeine Regeln zu kommunizieren und dem Team eine Orientierung für akzeptiertes Verhalten zu geben, weil beim Lästern oft moralische Fehltritte thematisiert werden. Auch das schweißt zusammen.

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Welche Vorteile hat der Watercooler-Effekt?

Neben den positiven Effekten auf Produktivität und Teamgeist hat der Watercooler-Effekt noch weitere Vorteile:

  • Lästern baut Frust und Stress ab
  • Austausch schafft neue Perspektiven
  • Gespräche verhindern Tunnelblick
  • Getuschel wirkt als sozialer Klebstoff
  • Kooperationsbereitschaft wird gestärkt
  • Teamdenken steigert Solidarität
  • Plaudern sorgt für kreatives Wohlfühlklima
  • Zugehörigkeit fördert Zufriedenheit
  • Zusammenhalt senkt Mitarbeiterfluktuation

Die negativen Seiten des Flurfunks

Natürlich gelten die Watercooler-Effekt Vorteile nicht für das Verbreiten von Falschinformationen oder gar für Mobbing und gezielte Ausgrenzung von Mitarbeitern. In dem Fall führt der bösartige Flurfunk zu Gruppenbildung und einer toxischen Misstrauens-Kultur. In extremen Fällen droht den Lästerern sogar eine Abmahnung wegen übler Nachrede.

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Gibt es den Watercooler-Effekt auch im Homeoffice?

Viele Arbeitnehmer arbeiten heute „remote“ oder im Homeoffice. Der informelle Austausch mit Kollegen findet dann mehrheitlich über Videokonferenzen oder Messenger-Dienste statt. Die lockeren Plaudereien in der Kaffee- oder Teeküche fallen weg. Gibt es dann überhaupt noch einen Watercooler-Effekt?

„Durchaus!“, sagen Experten. Auch im Onlinemeeting via Zoom oder Microsoft Teams lassen sich im Anschluss an den offiziellen Teil Neuigkeiten austauschen, aktuelle Veränderungen diskutieren oder Ärgernisse besprechen. Außerdem gibt es bei den hybriden Arbeitsformen immer noch die gemeinsamen Meetings im Büro – Lästern in der Büroküche oder am Watercooler inklusive.


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