Dankbarkeit: 6 gute Gründe + 5 Tipps dankbarer zu werden

Mehr Dankbarkeit zeigen – das klingt altmodisch oder nach positiver Psychologie. Doch nie war es aktueller als heute.

Dankbarkeit ist der beste und zugleich edelste Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit. Sie ist das perfekte Gegenmittel gegen Frust, Neid und Ärger. Letztlich ist Dankbarkeit sogar das, wonach wir uns selbst am meisten sehnen: nach Anerkennung und Wertschätzung für Geleistetes, ein simples „Danke“ für eine gute, großherzige Tat.

Zu Recht ermahnen uns Schriftsteller, Philosophen und Großmütter regelmäßig, dankbar zu sein oder den Tag mit einem positiven Rückblick ausklingen zu lassen. Dankbarkeit ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg und zu einem erfüllten Leben. Das belegen gleich mehrere Studien…

Dankbarkeit: 6 gute Gründe + 5 Tipps dankbarer zu werden

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Was ist Dankbarkeit?

Dankbarkeit ist mehr als ein simples „Dankeschön“. Selbst wenn uns jemand einen Gefallen getan hat. „Dankbarkeit ist das Gefühl des Staunens, des Dankbar-Seins und der Feier des Lebens.“ Das sagt zum Beispiel Robert Emmons, eine der Koryphäen in der Dankbarkeitsforschung.

Dankbar zu sein, ist eine Haltung. Ein Lebensgefühl. Dahinter steckt zutiefst empfundene Wertschätzung und tiefe Anerkennung für einen Zustand oder eine Zuwendung.

Oder wie ein Bonmot sagt:


Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.

Jean-Baptiste Massillon



Schon die Freude über die kleinen Dinge des Lebens führt nachweislich zu mehr Glück.

Wer eine dankbare Haltung in seinem Leben etabliert, der gibt sich Zeit zum Innehalten, zur geistigen Rast und Besinnung. Dankbarkeit ist dann wie durchatmen.

Und es gibt eine Menge, wofür wir dankbar sein können – im Guten wie im Schlechten:

  • Die eigene Gesundheit.
  • Unseren Partner und eine stabile Beziehung.
  • (Gesunde) Kinder.
  • Unsere Freunde.
  • Ein gemütliches Zuhause.
  • Die Gnade in einem freien und friedlichen Land geboren zu sein.
  • Genug zu essen und zu trinken zu haben.
  • Unsere Besitztümer (Wohnung, Auto, Kleidung, …).
  • Unseren Wohlstand und Reichtum.
  • Die verfügbare Freizeit.
  • Unseren Job.
  • Die baldige Beförderung.
  • Ein Lächeln.
  • Überhaupt unser Leben (bisher).

Fragen Sie sich selbst, wofür Sie dankbar sein können! Sie werden sicher noch mehr finden…


Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.



Ohne Dankbarkeit hingegen entwickelt sich oft eine Mängelsicht: Das Leben – es besteht vor allem aus Lücken, Fehlendem, Leere. Wer sich und seine Umwelt nur noch so wahrnimmt, kann nur unzufrieden, neidisch und unglücklich werden.

Sicher, nicht jeder Tag ist gut, aber jeder Tag hat etwas Gutes – man muss es nur erkennen (wollen).

Tatsächlich ist es so, dass Dankbarkeit unser Leben verändern kann: Wer dankbar ist, der erlebt nicht nur kurzfristig ein tiefes Gefühl des Glücks, der Befriedigung und Freude. Es wird mit der Zeit zum Zustand.

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Dankessprüche aller Art

Sagen Sie Danke – aber mit Stil. Dazu können Sie sich hier eine umfangreiche Liste und Sammlung mit Sprüchen und Zitaten zum Danke sagen kostenlos als PDF herunterladen.

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Warum ist Dankbarkeit so wichtig? 6 Gründe

In der modernen Wissenschaft, insbesondere in der positiven Psychologie, ist eine dankbare Haltung als wirkungsintensive Lebenseinstellung längst angekommen.

So gibt es inzwischen zahlreiche empirische Untersuchungen, die sich mit der Frage beschäftigen, ob und wie Dankbarkeit auf unser Leben insgesamt und die Gesundheit und unser Wohlbefinden im Besonderen wirkt.

Um es kurz zu machen: Sie wirkt – uns zwar auf unser Physis genauso wie auf unsere Psyche.

Dankbarkeit als Grundhaltung hat zahlreiche Auswirkungen auf Gehirn, Gesundheit und Lebenszufriedenheit: Dankbare Menschen sind optimistischer, glücklicher, einfühlsamer, gesünder und belastbarer als andere.


Es kostet nicht viel, dankbar zu sein. Aber es verändert viel: dich selbst und dein Leben.



Ein paar Beispiele aus der Psychologie und Medizin-Forschung:

  1. Dankbarkeit macht glücklich.
    Für ihre Experimente teilten Robert Emmons und Michael McCullough die Probanden in zwei Gruppen ein: Die einen ließen sie ein paar Minuten darüber nachsinnen, wofür sie in ihrem Leben dankbar sind, die anderen sollten einfach an irgendetwas denken. Diese kurzen Reflexionsübungen wiederholten die Forscher jede Woche, ganze zehn Wochen lang.

    Resultat: Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten die Dankbaren über den gesamten Zeitraum des Experiments mehr Motivation, größeren Optimismus, sogar ihre Gesundheitswerte und die Immunabwehr verbesserten sich. Kurz: Die regelmäßigen, dankbaren Gedanken machten die Probanden glücklicher und gesünder.

  2. Dankbarkeit verbessert Beziehungen.
    Die Psychologie-Professorin Sara Algoe von der Universität von North Carolina in Chapel Hill ließ frisch verliebte Paare zwei Wochen lang ein Tagebuch schreiben, in dem diese abends festhalten sollten, ob sie ihrem Partner an dem Tag etwas Gutes getan hatten; ob ihr Partner ihnen selbst etwas Gutes getan hatte und wie sie sich dabei gefühlt hatten sowie wie sie sich mit ihrem Partner an dem Tag verbunden fühlten und über die Partnerschaft dachten.

    Ergebnis: Die Paare notierten, dass sie ihrem Partner zu 35 Prozent des Tages einen Gefallen taten oder zuvorkommend waren. Umgekehrt hatten sie zu 40 Prozent des Tages das Gefühl, ihr Liebster oder ihre Liebste würde mit ihnen genauso verfahren. Beide berichteten dabei jedes Mal, wie dankbar sie dafür waren und dass sie sich mit ihrem Partner besonders verbunden fühlten.

  3. Dankbarkeit stärkt das Herz.
    Laut Studien sinkt Dank einer dankbaren Haltung das Risiko für einen Herzinfarkt; die Herzfrequenzvariabilität erhöht sich; die Beschwerden von Patienten mit Herzinsuffizienz verringern sich.

  4. Dankbarkeit hilft gegen Schlafstörungen.
    Das wiederum ist das Ergebnis von Studien um Alex M. Wood von der Universität von Manchester, einem der weltweit renommiertesten Dankbarkeitsforscher. Sein Forscherteam konnte zeigen, dass Dankbare besser und tiefer schlafen und auch leichter einschlafen.

    Kurz: Sie litten im Vergleich zu Kontrollgruppen signifikant weniger unter Schlafstörungen und waren dadurch insgesamt leistungsfähiger.

  5. Dankbarkeit senkt Stress.
    Dankbarkeit macht sogar resistenter gegenüber Stress. Das konnten Untersuchungen von Martin Seligman und Tracy Stehen von der Universität von Pennsylvania nachweisen.

    Ihre – dankbaren – Probanden konnten so den empfundenen Stress reduzieren und zeigten sich auch widerstandsfähiger gegenüber psychischen Erkrankungen.

  6. Dankbarkeit hilft gegen Depression.
    Dankbar zu sein, hat heute sogar enormen Einfluss in der Therapie von Depressionen und Angststörungen.

    Bei Studien von Forschern um Prathik Kini von der Universität von Indiana ließen sie Patienten dreimal pro Woche für 20 Minuten Dankesbriefe schreiben. Drei Monate später zeigte sich: Die Dankschreiben hatten zahlreiche Gehirnregionen aktiviert. Je öfter und regelmäßiger die Probanden das Gefühl der Dankbarkeit übten und verinnerlichten, desto dauerhafter und intensiver veränderte es ihr Gehirn und gab ihnen ein (neues) positives Lebensgefühl.

Die insgesamt günstige Grundstimmung, die Dankbarkeit erzeugt, führt zu einem sogenannten Broaden-and-Built-Effekt, wie es Wissenschaftlerin Barbara Fredrickson nennt. Kurz gesagt bedeutet der, dass gelebte Dankbarkeit immer weitere positive Effekte nach sich zieht.


Das alles ändert sich, wenn wir dankbar werden:

  • Wir wertschätzen unser Leben wieder mehr.
  • Vor allem die kleinen Dinge.
  • Wir werden selbstbewusster.
  • Wir strahlen mehr Zufriedenheit aus und wirken so anziehender auf andere.
  • Wir können Versuchungen besser widerstehen, weil wir weniger brauchen.
  • Wir reagieren auf Veränderungen mit weniger Stress.
  • Wir haben weniger Ängste.
  • Wir erkennen mehr Chancen und Möglichkeiten.
  • Wir werden gelassener gegenüber Krisen und können diese schneller bewältigen.
  • Wir werden resilienter.
  • Wir stärken unser Wohlbefinden und Selbstwertgefühl.
  • Wir ebnen die Bahn für ein erfülltes Leben.


Fehlende Dankbarkeit: Undank ist ein Karrierekiller

Umgekehrt gibt es Menschen, die stöhnen über zu viel Arbeit und zu wenig Gehalt. Oft behaupten sie, dass sie zufriedener wären, wenn sie nur mehr Geld, Einfluss, dies und das hätten… Für sie ist das Gras nebenan immer grüner, der Himmel blauer und das Auto des Nachbarn sowieso viel schöner.

Derlei Undank ist gefährlich!

Schon Goethe betonte, er habe nie gesehen, „dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären“. Die Geschichte gibt ihm recht: Nicht diejenigen, die viel hatten, waren die Erfolgreichen, sondern die Dankbaren. Kein Mensch wird für künftige Erfolge dankbar sein, wenn er das nicht schon bei gegenwärtigen sein kann.

Mehr noch: Undank kann zum Karrierekiller mutieren.

Damit ist nicht das fehlende „Dankeschön“ gemeint, falls der Kollege einen Kaffee ausgibt oder die Tür aufhält – obwohl selbst das, laut Umfragen, selten ist (56 Prozent der Deutschen glauben, dass es mehr undankbare als dankbare Menschen gibt, Quelle: Allensbach).

Bei Undank geht es um mangelnde Erkenntlichkeit. Die wird unterschieden in zwei Arten:

  • fehlende Dankbarkeit für Unterstützung
  • Vergesslichkeit.

Der erste Punkt ist ein Klassiker: Selbst Genies sind bisweilen auf die Hilfe anderer angewiesen. Sei es, dass diese sie mit nützlichen Informationen versorgen, sie rechtzeitig warnen oder aktiv protegieren. Je mehr Mentoren einer hat, desto besser. Ein funktionierendes Beziehungsnetz wirkt wie ein Karriereturbo.

Es wird aber auch leicht zum Killer, wenn man es sich mit seinen Kontakten verscherzt. Und das geht ganz leicht: Einfach den Erfolg ans eigene Revers heften und verschweigen, dass daran andere beteiligt waren…

Vergesslichkeit wiederum wiegt noch schwerer.

Kein Mensch erwartet eine sofortige Gegenleistung für einen Gefallen. Nur wer diese Schuld vergisst, der betreibt Selbstsabotage erster Güte.

Undank ist kein Kavaliersdelikt, sondern der grobe Verstoß gegen ein ehernes Berufsgesetz: Eine Hand wäscht die andere.

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Dankbarkeit lernen: 5 Tipps

Leider verhält es sich mit der Dankbarkeit wie mit einem Muskel: Wird sie nicht regelmäßig trainiert, erschlafft sie.

Wir Menschen neigen dazu, kaum noch wertzuschätzen, was wir schon haben. Wir werden sprichwörtlich blind für vorhandenen Reichtum und halten ihn für selbstverständlich.

Damit verpufft zugleich die positive Wirkung der Dankbarkeit. Ein klassischer Gewöhnungseffekt.

Es ist wie mit der Gesundheit: Wie wertvoll sie ist und eben keine Selbstverständlichkeit, merken wir erst, wenn wir krank werden.

Umso wichtiger ist es, sich immer wieder bewusst zu machen, wofür wir dankbar sein können und sollten. Denn dabei verändern wir auch uns.

Wie aber lässt sich Dankbarkeit lernen und verstärken?

Auch dazu gibt es inzwischen zahlreiche Empfehlungen und Tipps, die wir Ihnen gerne vorstellen…

  1. Die 5-Finger-Methode: Ein Dankeschön mit jedem Finger

    Unter den verschiedenen Tipps und Methoden, sich daran zu erinnern, wofür man dankbar sein könnte, gibt es eine besonders schöne von Elsbeth Martindale, die – statt sich irgendwelche Knoten ins Taschentuch zu machen – nur eine Hand braucht und eine kleine Fingerübung.

    So empfiehlt die Psychologin:

    Wenn Sie mal wieder unzufrieden sind oder einen kleinen Motivationskick brauchen, dann zählen Sie einfach Ihre Finger durch und erinnern Sie sich dabei an schöne, befriedigende und ermutigende Dinge in Ihrem Leben…

    5-Finger Methode Dankbarkeit in einer Hand
    Daumen (hoch) Benennen Sie etwas, worauf Sie stolz sind. Machen Sie sich Ihre Stärken und Talente bewusst – und seien Sie stolz auf sich.
    Zeigefinger Zeigen Sie auf etwas Schönes in der Natur. Entdecken Sie etwas in Ihrem Umfeld, das Sie inspiriert und begeistert.
    Mittelfinger Nennen Sie eine Sache, die Sie für einen anderen Menschen getan haben und wofür Sie sich gut fühlen. Überlegen Sie sich, bei wem Sie das wiederholen können. Zum Beispiel heute.
    Ringfinger Erinnern Sie sich an eine Zeit und einen Menschen, den Sie aus tiefsten Herzen lieben oder geliebt haben sowie andere Menschen für die Sie innige Gefühle haben.
    Kleiner Finger Nennen Sie eine Sache, für die Sie in Ihrem Leben zutiefst dankbar sind.



    Die Handidee hat vor allem deshalb Charme, weil sie erstens eingängig ist und sich zweitens jederzeit wiederholen lässt. Und sie verfehlt nie ihre Wirkung.

    Denn sie sorgt dafür, dass wir uns vergegenwärtigen, wie wichtig es ist etwas weiterzugeben und zu teilen. „Wer stets den ganzen Kuchen für sich alleine haben will, bekommt davon nur Bauchschmerzen“, lautet ein schönes Sprichwort. Die selbstlose Tat und ein „Dankeschön“ dagegen zahlen sich viel mehr aus.

  2. Das Dankbarkeits-Tagebuch

    Dabei handelt es sich im Grunde um eine Variante des Erfolgstagebuchs – mit dem Unterschied, dass Sie darin täglich die Frage beantworten: Wofür bin ich heute dankbar?

    Sinn und Zweck dieser Übung ist es, sich mithilfe dieses positiven Tagesrückblicks nicht nur bewusst zu machen, wie gut es uns eigentlich geht, sondern auch die Sinne dafür zu schärfen, wofür es sich lohnt, dankbar zu sein. Der Effekt ist, dass wir die Beziehungen und Erfahrungen im Alltag so künftig mehr genießen und bewusster erleben. Und meist sind es eben die kleinen, aber vergessenen Dinge des Alltags – ein freundliches Wort, ein geschenktes Lächeln, ein wunderschöner Sonnenuntergang.

    Empfohlen wird in der Regel, das Dankbarkeitstagebuch in Form eines Abendrituals zu pflegen. Sie können das aber genauso gut als Teil Ihrer Morgenroutine etablieren. Oder Sie formulieren dazu eine sogenannte Juhu-Liste (zum Herunterladen als PDF einfach auf das Bild klicken). Allein Sie entscheiden, wann es Ihnen mehr und besser hilft.

    Juhu Liste Beispiel Muster Herunterladen

  3. Der 5-Münzen-Trick

    Von Hyler Bracey, dem Vorsitzender und CEO der Atlanta Consulting Group, stammt der sogenannte 5-Münzen-Trick. Bracey steckt sich dazu jeden Tag fünf Münzen in die Tasche seiner Anzugjacke. Jedes Mal, wenn er im Laufe des Tages einen Mitarbeiter für seine gute Arbeit lobt, steckt er eine Münze in die andere Tasche. Diese Technik hat ihm dabei geholfen, das Loben zur Gewohnheit zu machen. Denn alle Münzen müssen täglich die Tasche wechseln.

    Der Trick lässt sich aber ebenso gut adaptieren, um die eigene Dankbarkeit zu verstärken: Stecken Sie sich ebenfalls fünf Münzen in eine Tasche und trainieren Sie am Tag mindestens fünf Erlebnisse bewusst zu erkennen, für die Sie dankbar sein können.


    Wer reich werden will, sollte zuerst dankbar sein. Im Herzen liegt der wahre Reichtum.

  4. Das Gute im Schlechten sehen

    Wer gerade in einer schwierigen Lebensphase steckt, sieht meist nur das Negative um sich herum. Das ist menschlich, aber auch belastend. Tatsächlich können wir unseren Blickwinkel bewusst ändern und den Fokus auf die positiven Dinge in unserem Leben lenken. Diese einfache Methode nennt sich auch „Das Gute im Schlechten sehen“.

    Indem Sie einen bewussten Perspektivwechsel herbeiführen, gewinnen Sie nicht nur neue Einsichten, sondern verändern auch gleich Ihr Leben. Das Genie Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Klug!

    Perspektivwechsel So kann man es auch sehen…
    Optimist „Das Glas ist halb voll.“
    Pessimist „Das Glas ist halb leer.
    Ingenieur „Das Glas ist doppelt so groß, wie es sein müsste.
    Realist „Das Glas ist voll – je halb mit Wasser und Luft.“
    Idealist „Es gibt bestimmt noch mehr für alle.“
    Opportunist „Hauptsache, ich hab genug zu trinken.“
    Kapitalist „Das Glas ist mir egal. Wo ist die Flasche???“
    Kommunist „Das Wasser im Glas gehört allen!“
    Sexist „Das Glas füllt sich nicht von allein, Baby!“
    Nihilist „Das Glas existiert nur in diesem Artikel.“
  5. Achtsamkeits-Übungen

    Das Konzept der (dialogischen) Achtsamkeit sieht vor, den einzelnen Augenblick bewusst zu erleben – im Hier und Jetzt. Es ist vergleichbar mit der sogenannten Stop-Look-Go-Technik, also dem kurzen Innehalten und Gewahrwerden des Augenblicks und (schönen) Moments, bevor wir gleich wieder zum nächsten hetzen.

    Wenn Sie beispielsweise mal wieder etwas Leerlauf im Büro haben, gönnen Sie sich drei Minuten Pause und schauen Sie sich bewusst um: den Arbeitsplatz, den Schreibtisch, die Pflanzen im Büro – achten Sie auf kleine Details und lassen Sie sich Zeit, diese einzeln zu betrachten, am besten sogar noch zu berühren, abzutasten und zu fühlen.

    Folgen Sie dabei nur spontanen Impulsen: Was Ihnen vor die Sinne kommt, dem schenken Sie Ihre volle Aufmerksamkeit. Hauptsache, Sie lassen in dem Moment alles andere (im Job) los – und werden dankbar für die guten Gefühle, die Sie dabei erleben.


    Was dankbare Menschen glauben:

    Jeder neue Tag ist ein Geschenk.
    Jeder ist gesegnet – nur jeder anders.
    Jede Herausforderung ist auch eine Chance.
    Fehler sind Teil des Lebens.
    Man braucht viel weniger, um glücklich zu sein.
    Vielen Menschen geht es schlechter als mir.
    Das Leben selbst ist ein Geschenk.

Wissenschaftler sind sich heute sicher, dass solche Dankbarkeitsübungen das Glücksniveau um 25 Prozent steigern, sowie stressbedingte Erkrankungen lindern können.

Wer Dankbarkeit übt und trainiert tut sich und seiner (mentalen) Gesundheit also einen Gefallen. Und seinen Mitmenschen womöglich auch.

Erfolgsschlüssel Dankbarkeit: Schutz vor Versuchungen

„Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach…“ Die meisten Menschen denken so und ziehen die sofortige Belohnung einer künftigen vor – selbst wenn diese größer ausfällt.

Deshalb fällt uns zum Beispiel Sparen so schwer und Konsum so leicht. Und deshalb sind wir auch so leicht zu verführen – sei es mit riskanten Aktiengeschäften an der Börse, mit ungesundem Essen oder sexuell mit einer Affäre trotz intakter Beziehung.

Die Instant-Lust obsiegt über die vernünftige Vorausschau.

Wissenschaftler beschäftigen sich schon seit vielen Jahren mit der Fähigkeit zur Selbstbeherrschung – oder wie es im Fachjargon heißt: der Fähigkeit zum Gratifikationsverzicht. Sie gilt als starkes Indiz für langfristigen Erfolg.

Es gibt allerdings noch einen weiteren wissenschaftlich gesicherten Impfstoff gegen Versuchungen aller Art: Dankbarkeit.

Als zum Beispiel der Psychologe David DeSteno von der Northeastern Universität mit seinen Kollegen von der Universität von Kalifornien in Riverside und der Harvard Kennedy School dazu Studien anstellte, fanden die Forscher heraus: Die Dankbaren unter ihren Probanden bewiesen mehr Geduld und waren auch bereit, auf Instantbelohnungen zu verzichten, was ihnen – nebenbei bemerkt – deutlich höhere Gewinne bescherte.

Sagen wir es, wie es ist:

Dankbarkeit ist ein Schlüssel zum Erfolg. Sie verbessert sowohl die Beziehungen zu anderen Menschen, wie auch unsere Einstellung und Lebensfreude.

Was einleuchtend klingt, wird jedoch immer wieder dort vergessen, wo es am stärksten wirkt: im Berufsleben. Dort, wo Aufträge und Anweisungen zum Alltag gehören, unterstreichen „Bitte“ und „Danke“ gegenseitigen Respekt.

Wer immer nur nimmt, ohne wenigstens ein Danke zurückzugeben, der manipuliert. Der wahre Profi hingegen schafft sogar, dass der Dank nicht nur wie eine hohle Phrase klingt.

Es gibt dazu ein wunderbares Zitat, das ein wenig in Vergessenheit geraten ist, im Job aber genau deshalb große (positive) Überraschung und Wirkung entfaltet:

Wenn dir jemand ein Geschenk gibt – schicke ihm ein Dankeschön!
Wenn dir jemand einen Gefallen tut – schicke ihm ein Dankeschön!
Wenn dir jemand etwas Nettes sagt – schicke ihm ein Dankeschön!

Kleine Gesten ermuntern und ermutigen. Warum also nicht ab und an einem netten Menschen, einem Kollegen oder gar dem Chef ein kurzes Dankeschön per Mail oder Karte schicken? Oder morgens an den Schreibtisch kommen – und eine Tasse Kaffee mitbringen?

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Dankbarkeit zeigen: Danke sagen per Brief oder Karte

Dankbarkeit, vor allem in schriftlicher Form, verkommt in der rauen Realität des Geschäftslebens immer mehr zur Ausnahme. Dankschreiben, besonders die in Briefform, wirken auf manche wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Sind sie aber nicht!

Gut gemachte Dankschreiben oder Dankeskarten verfehlen nie ihr Ziel.

Sie können Sympathien wecken, Beziehungen stärken und nicht zuletzt den Ausschlag geben, ob einer den Auftrag oder Job bekommt oder nicht.

Haben Sie jemals ein Dankschreiben wutschnaubend zerrissen und den Verfasser als heuchlerischen Zeitdieb beschimpft? Eben.


Dankbarkeit gehört zu den Schulden, die jeder Mensch hat, aber nur wenige tragen sie ab.



Versuchen Sie es doch auch einmal mit einem Dankschreiben, einer Dankeskarte oder einem kurzen Zweizeiler. Die folgenden Formulierungen und Sprüche dürfen Ihnen gerne zur Inspiration beim Verfassen dienen:


Danke, für dein Lächeln am Morgen.
Danke, für deinen Rat habe ich mal Sorgen.
Danke, dass du auch über dich selber lachst.
Und mich so immer wieder glücklich machst.


Manchmal braucht es 1000 Worte.
Manchmal besucht man 1000 Orte.
Manchmal redet man um den heißen Brei.
Und manchmal braucht‘s der Worte nur drei:
Vielen lieben Dank!


DANKE für all die kleinen Wunder des Alltags, die durch Dich Realität geworden sind.


Mercy, für das offene Ohr.
Thanks für die lieben Worte.
Danke für die helfende Hand.


Die Jahre sind so schnell vergangen.
Gemeinsam sind wir weit gegangen,
haben viel erlebt und gelacht.
Dankbar blicke ich auf den Weg mit dir zurück,
du bist mein allergrößtes Glück.


Ich danke Dir. Du weißt wofür.
Es wäre zu viel, jetzt alles zu nennen.
Einfach DANKE dafür, dass wir uns kennen.


Es ist an der Zeit, dass die Dankbarkeit Flügel bekommt und sich auf den Weg zu Dir macht: Aus vollem Herzen sage ich dir DANKE. Für Dich. Deine Hilfe. Deine Zeit.


Das magische Wort, das jeder kennt. Aber nicht immer beim Namen nennt. Das will ich heute sagen zu Dir: Es heißt „Danke“ – und kommt von mir.


Wir reden oft um den heißen Brei.
Das Wichtigste ist nicht dabei.
Doch heute ist es anders,
heute sag ich’s dir:
Du bist so wundervoll.
Ich danke dir.


Dankschreiben Vorlagen: Formulierungen für den Dankesbrief

Falls Sie noch weitere Anregungen suchen, wie Sie einen solchen Dankesbrief formulieren könnten, haben wir noch weitere Muster und Vorlagen vorbereitet.

Diese sollten Sie aber bitte nie 1:1 kopieren, sondern mindestens etwas umformulieren und individuell anpassen. Übrigens gleich hier online im Browser! Dazu einfach auf den Kasten klicken, den Text um- oder überschreiben, kopieren, in eine Textverarbeitung einfügen und ausdrucken.


Dankschreiben als Geschäftsbrief

Lieber Herr __________,

hiermit möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken – für Ihre Unterstützung bei unserem gemeinsamen Projekt, für die vielen guten Anregungen, Ihre kritischen Hinweise, aber auch Ihre wertvollen Erfahrungen, die sie beigesteuert und so das Projekt maßgeblich mit zum Erfolg geführt haben.

Wir planen in den kommenden Monaten ein zweites Projekt und würden uns freuen, wenn wir Sie auch hierfür für unser Team gewinnen könnten. Ich werde Sie dazu demnächst noch einmal persönlich anrufen.

Noch einmal meinen herzlichen Dank für die professionelle Arbeit, die Sie geleistet haben!

Mit besten Grüßen



Dankschreiben an Mitarbeiter

Liebe Frau __________,

es ist eigentlich längst überfällig: Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz und Ihre hervorragenden Leistungen im Team zu bedanken.

Sie sind das, was man einen echten Teamplayer nennt. Ihr vorbildliches Engagement und die permanent gute Laune, die Sie im Büro versprühen, haben entscheidend zu der guten Atmosphäre in unserer Abteilung beigetragen. Und mir ist auch sehr bewusst, dass Ihre Leistungen weit über das erforderliche Maß hinausgehen.

Dafür möchte ich mich bei Ihnen nicht nur herzlich und mit diesen Zeilen bedanken. Anbei finden Sie außerdem einen Essensgutschein für Sie und Ihren Partner im 5-Sterne Restaurant __________. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend – und nehmen Sie sich bitte auch den Rest des Tages frei!

Ich bin dankbar dafür, Sie an Bord haben zu dürfen!

Mit freundlichen Grüßen



Dankschreiben an den Chef

Sehr geehrter Herr __________,

ich möchte Ihnen für Ihr Verständnis danken. Die Situation ist für mich zurzeit nicht leicht. Umso mehr hat es mich beeindruckt, wie viel Entgegenkommen und Fürsorge Sie hier bewiesen haben.

Ich bedanke mich besonders für Ihr großzügiges Angebot bei den Arbeitszeiten und verspreche Ihnen, dass ich mich in der verbleibenden Zeit umso mehr reinhängen werde.

Auch wenn das vielleicht ein wenig anbiedernd wirkt, so möchte ich Ihnen dennoch sagen, dass Sie der beste Chef sind, den ich je hatte. Auch für dieses Vorbild ein herzliches Dankeschön!

Mit den allerbesten Grüßen



Dankschreiben als Kurzmail

Liebe __________,

es war wundervoll, Dich gestern wiedergesehen und mit Dir gesprochen zu haben. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Deine Anregungen zu meiner beruflichen Entwicklung haben mich nachdenklich gemacht, mich aber auch inspiriert und mir viel Mut gegeben. Dafür möchte ich mich bei Dir von Herzen bedanken. Insbesondere für die Zeit, die Du Dir dafür genommen hast und für deine offenen Ohren.

Danke!

Liebe Grüße



Follow-Up-Dankschreiben nach einem Event

Sehr geehrter Herr __________,

ich habe mich sehr gefreut, Sie gestern auf der __________ Veranstaltung kennengelernt zu haben. Ich habe unser anregendes Gespräch noch lebhaft in Erinnerung und würde mich sehr freuen, wenn wir tatsächlich einen Weg finden, wir unsere beiden Unternehmen künftig kooperieren. Hierzu finden Sie anbei bereits einige konkrete Vorschläge:

(…)

Übrigens: Vielen herzlichen Dank für Ihre guten Ideen zu unserem Projekt __________ und den Kontakt, den Sie gestern gleich vermittelt haben. Ich habe diesen heute direkt an den Projektleiter weitergegeben, der sich darüber nicht nur sehr gefreut hat, sondern sich dazu noch mal direkt mit Ihnen in Verbindung setzen wird, um sich persönlich zu bedanken.

Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe dankend

mit den besten Grüßen



Dankschreiben nach der Bewerbung

Sehr geehrte Frau __________,

herzlichen Dank für die Einladung zum Vorstellungsgespräch und die Chance, mich bei Ihnen noch einmal persönlich vorzustellen. Ich habe unser Gespräch als sehr angenehm empfunden und selten ein so kollegiales Betriebsklima erlebt, wie bei Ihnen.

Bei der Frage nach __________ war ich zuerst ein wenig verunsichert, jetzt aber bin ich mir sicher, dass ich Sie vor allem mit meinen Erfahrungen als __________ bei künftigen Projekten unterstützen kann.

Besonders gut hat mir an Ihrem Unternehmen gefallen, dass __________. Die Zeit bei und mit Ihnen hat daher meinen Wunsch noch einmal verstärkt, für Ihr Unternehmen zu arbeiten.

Ich hoffe darauf, bald von Ihnen zu hören – vorzugsweise mit einem konkreten Termin, wann wir uns wiedersehen und ich bei Ihnen anfangen kann. Darüber würde ich mich sehr freuen.

Bis dahin verbleibe ich
mit herzlichen Grüßen



Dankbarkeit Fehler: So bitte nicht

Falls Sie anderen gegenüber Ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wollen, sollten Sie die folgenden Fehler vermeiden:

Über 48 Stunden mit dem Danke warten.
Unpersönliche Anrede.
Namen falsch schreiben.
Erkennbare Massenmail.
Floskeln nutzen.
Überschwänglichkeit statt klarer Worte.

PS: Auch unsere Leser haben sich intensiv mit dem Thema Dankbarkeit beschäftigt und uns dazu einige Leserbriefe und Mails geschrieben. Hier eine Auswahl der schönsten Leserbriefe zur Dankbarkeit als PDF.


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So reagieren Sie richtig auf ein Dankeschön

Es gehört zu den allgemeinen Umgangsformen, der Etikette und den Konventionen, auch das „Dankeschön“ zu kommentieren. Diese Antwort-Choreographie wird auch „Sprechakte“ genannt. So antworten wir meist mit einer gewissen Symmetrie auf…

  • „Danke“ – mit: „Bitte“ (oder „Gern geschehen“)
  • „Dankeschön“ – mit: „Bitteschön“
  • „Danke sehr“ – mit: „Bitte sehr“

Gewiss, das kann schnell floskelhaft und automatisiert klingen. Ist aber notwendig. Nicht nur aus Höflichkeit. Ob in Beziehung, Familie oder im Beruf: Ein ehrliches „Danke“ ist jedes Mal ein kleines Geschenk. Nicht selten wertvoller als irgendein Goodie, Blumen, Gekauftes oder eine Dankeskarte. Das sollten wir entsprechend würdigen.

Wenn Sie also jemanden hilfsbereit und selbstlos unterstützt haben, und der sich bei Ihnen dafür bedankt, dürfen Sie das ohne schlechtes Gewissen annehmen. Aber bitte auch nicht lapidar, sondern ebenfalls anerkennend. Wer weiß: Vielleicht hat Ihr Gegenüber viel Scham überwinden müssen, um sich zu bedanken.

Folgende drei Schritte sind dann essenziell:

  1. Annehmen
    Wenn sich jemand bei Ihnen bedankt, zieren Sie sich nicht – vorausgesetzt das Dankeschön war berechtigt. Nehmen Sie es an. Einfach so, ohne große Geste oder viele Worte.
  2. Freuen
    Zeigen Sie, dass Sie sich über die nette Geste und das „Dankeschön“ freuen. Schon aus Höflichkeit. Ein Lächeln genügt oft. Oder Sie quittieren das mit „Gern geschehen“ oder „Gerne wieder“.
  3. Danken
    Leider kommt Dankbarkeit selten vor. Ermutigen Sie daher all jene, die es dennoch tun. Und bedanken Sie sich für das Dankeschön. Ein herzliches „Danke“ reicht wieder. Oder wie es Jean-Jacques Rousseau einmal ausgedrückt hat: „Dankbarkeit ist eine Pflicht, die erfüllt werden sollte, die aber zu erwarten keiner das Recht hat.“

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Hier können Sie sich noch alle Dankbarkeit Sprüche und Bilder aus dem Artikel als PDF kostenlos herunterladen.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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23. September 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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