Dankbarkeit lernen: 6 gute Gründe + 5 geniale Tipps

Mehr Dankbarkeit lernen – das ist nicht nur der edelste Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit. Dankbarer zu werden, ist das perfekte Gegenmittel gegen Frust, Neid und Ärger. Dankbarkeit ist das, wonach wir uns selbst am meisten sehnen: nach Anerkennung und Wertschätzung für Geleistetes, ein simples „Danke“ für eine gute, großherzige Tat. Zu Recht ermahnen uns Schriftsteller, Philosophen und Großmütter regelmäßig, dankbar zu werden: Es ist ein wesentlicher Schlüssel zu Erfolg und einem erfüllten Leben. Warum Dankbarkeit so wichtig ist und wie Sie lernen und ausdrücken können…

Dankbarkeit lernen: 6 gute Gründe + 5 geniale Tipps

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Was ist Dankbarkeit?

Dankbarkeit ist mehr als ein „Dankeschön“, weil uns jemand einen Gefallen getan hat. Dankbar zu sein, ist eine Haltung. Ein Lebensgefühl. „Dankbarkeit ist das Gefühl des Staunens, des Dankbar-Seins und der Feier des Lebens“, sagt zum Beispiel Robert Emmons, eine der Koryphäen in der Dankbarkeitsforschung. Dahinter stecke zutiefst empfundene Wertschätzung und tiefe Anerkennung für einen Zustand oder eine Zuwendung. Oder wie ein Zitat von Jean-Baptiste Massillon sagt: „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.“

Schon die Freude über die kleinen Dinge des Lebens führt nachweislich zu mehr Glück. Wer eine dankbare Haltung in seinem Leben etabliert, der gibt sich Zeit zum Innehalten, zur geistigen Rast und Besinnung. Dankbarkeit ist dann wie Durchatmen: Wir blicken auf unser Leben und erkennen dessen wahren (!) Reichtum. Fragen Sie sich selbst, wofür Sie dankbar sein können! Sie werden sicher mehr finden als in der folgenden Liste…

Wofür wir (mehr) dankbar sein können

  • Die eigene Gesundheit.
  • Unseren Partner und eine stabile Beziehung.
  • (Gesunde) Kinder.
  • Unsere Freunde.
  • Ein gemütliches Zuhause.
  • Die Gnade in einem freien und friedlichen Land geboren zu sein.
  • Genug zu essen und zu trinken zu haben.
  • Unsere Besitztümer (Wohnung, Auto, Kleidung, …).
  • Unseren Wohlstand und Reichtum.
  • Die verfügbare Freizeit.
  • Unseren Job.
  • Die baldige Beförderung.
  • Ein Lächeln.
  • Überhaupt unser Leben (bisher).
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Warum ist Dankbarkeit so wichtig? 7 Gründe

In Wissenschaft und Psychologie wird eine dankbare Haltung längst als „wirkungsintensive Lebenseinstellung“ bezeichnet. Es gibt zahlreiche Studien, die die positive Wirkung der Dankbarkeit auf Gehirn, Gesundheit und Lebenszufriedenheit nachweisen: Dankbare Menschen sind optimistischer, glücklicher, einfühlsamer, fitter und belastbarer als andere. Beispiele aus der Psychologie und Medizin-Forschung:

  1. Dankbarkeit macht glücklich.
    Für die Experimente teilten Robert Emmons und Michael McCullough ihre Probanden in zwei Gruppen ein: Die einen ließen sie ein paar Minuten darüber nachsinnen, wofür sie in ihrem Leben dankbar sind. Die anderen sollten einfach an irgendetwas denken. Die Reflexionsübungen wiederholten die Forscher jede Woche – zehn Wochen lang. Resultat: Die Dankbaren zeigten über den gesamten Zeitraum mehr Motivation, größeren Optimismus, sogar ihre Gesundheitswerte und die Immunabwehr verbesserten sich. Kurz: Die dankbaren Gedanken machten sie glücklicher und gesünder.
  2. Dankbarkeit verbessert Beziehungen.
    Die Psychologie-Professorin Sara Algoe von der Universität von North Carolina in Chapel Hill ließ frisch verliebte Paare zwei Wochen lang ein Tagebuch schreiben, in dem diese abends festhalten sollten, ob sie ihrem Partner an dem Tag etwas Gutes getan hatten; ob ihr Partner ihnen selbst etwas Gutes getan hatte und wie sie sich gefühlt hatten und wie sie über die Partnerschaft dachten. Ergebnis: Die Paare notierten erkannten nicht nur, wie gut ihr Partner zu ihnen war. Sie wurden für die Partnerschaft insgesamt dankbarer und fühlten sich mit ihrem Partner verbundener.
  3. Dankbarkeit stärkt das Herz.
    Manche Studien zeigen sogar, dass durch eine dankbare Haltung das Risiko für einen Herzinfarkt sinkt. Bei den medizinischen Untersuchungen erhöhte sich die Herzfrequenzvariabilität, die Beschwerden von Patienten mit Herzinsuffizienz verringerten sich.
  4. Dankbarkeit hilft gegen Schlafstörungen.
    Das ist das Ergebnis von Studien um Alex M. Wood von der Universität von Manchester, einem weltweit renommierten Dankbarkeitsforscher. Sein Team konnte ermitteln, dass Dankbare besser und tiefer schlafen und auch leichter einschlafen. Kurz: Sie litten im Vergleich zu Kontrollgruppen weniger unter Schlafstörungen und waren insgesamt leistungsfähiger.
  5. Dankbarkeit senkt Stress.
    Dankbarkeit macht resistenter gegenüber Stress. Das konnten Untersuchungen von Martin Seligman und Tracy Stehen von der Universität von Pennsylvania nachweisen. Ihre – dankbaren – Probanden konnten den empfundenen Stress reduzieren und zeigten sich widerstandsfähiger gegenüber psychischen Erkrankungen.
  6. Dankbarkeit hilft gegen Depression.
    Dankbar zu sein, hat sogar enormen Einfluss in der Therapie von Depressionen und Angststörungen. Bei Studien von Forschern um Prathik Kini von der Universität von Indiana ließen sie Patienten dreimal pro Woche für 20 Minuten Dankesbriefe schreiben. Drei Monate später zeigte sich: Die Dankschreiben hatten zahlreiche Gehirnregionen aktiviert. Je öfter und regelmäßiger die Probanden das Gefühl der Dankbarkeit verinnerlichten, desto nachhaltiger veränderte es ihr Gehirn und gab ihnen ein (neues) positives Lebensgefühl.
  7. Dankbarkeit schützt vor Versuchungen.
    Selbstbeherrschung beziehungsweise die Fähigkeit zum Gratifikationsverzicht gilt als starkes Indiz für langfristigen Erfolg im Leben. Die meisten Menschen ziehen allerdings die sofortige Belohnung vor: „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach…“ Instant-Lust statt vernünftige Vorausschau. Laut Studien an der Northeastern Universität wirkt Dankbarkeit jedoch wie ein Impfstoff gegen Versuchungen aller Art. Die Dankbaren bewiesen mehr Geduld und waren bereit, auf Sofort-Belohnungen zu verzichten, was ihnen langfristig höhere Gewinne bescherte.

Das alles ändert sich, wenn wir dankbar werden

Nicht jeder Tag ist gut, aber jeder Tag hat etwas Gutes – man muss es nur erkennen (wollen). Tatsächlich ist es so, dass Dankbarkeit unser Leben verändern kann: Wer dankbar ist, der erlebt nicht nur kurzfristig ein tiefes Gefühl des Glücks, der Befriedigung und Freude. Es wird mit der Zeit zum Zustand. Die insgesamt günstige Grundstimmung, die Dankbarkeit erzeugt, führt zu einem sogenannten „Broaden-and-Built-Effekt“, wie es Wissenschaftlerin Barbara Fredrickson nennt. Kurz gesagt bedeutet der, dass gelebte Dankbarkeit immer weitere positive Effekte nach sich zieht.

  • Wir wertschätzen unser Leben wieder mehr.
  • Vor allem die kleinen Dinge.
  • Wir werden selbstbewusster.
  • Wir strahlen mehr Zufriedenheit aus und wirken so anziehender auf andere.
  • Wir können Versuchungen besser widerstehen, weil wir weniger brauchen.
  • Wir reagieren auf Veränderungen mit weniger Stress.
  • Wir haben weniger Ängste.
  • Wir erkennen mehr Chancen und Möglichkeiten.
  • Wir werden gelassener gegenüber Krisen und können diese schneller bewältigen.
  • Wir werden resilienter.
  • Wir stärken unser Wohlbefinden und Selbstwertgefühl.
  • Wir ebnen die Bahn für ein erfülltes Leben.

Fehlende Dankbarkeit: Undank ist ein Karrierekiller

Ohne Dankbarkeit hingegen entwickelt sich oft eine Mängelsicht: Das Leben – es besteht vor allem aus Lücken, Fehlendem, Leere. Wer sich und seine Umwelt so wahrnimmt, kann nur unzufrieden, neidisch und unglücklich werden. Für diese Menschen ist das Gras nebenan immer grüner, der Himmel nebenan blauer und das Auto des Nachbarn sowieso schöner. Derlei Undank ist gefährlich! Schon Goethe betonte, er habe nie gesehen, „dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären“. Die Geschichte gibt ihm recht: Nicht diejenigen, die viel hatten, waren die Erfolgreichen, sondern die Dankbaren. Oder wie es ein anderes Zitat sagt: „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ Kein Mensch wird für künftige Erfolge dankbar sein, wenn er das nicht schon bei gegenwärtigen sein kann.

Mehr noch: Undank kann zum Karrierekiller mutieren. Undank ist mangelnde Erkenntlichkeit und fehlende Dankbarkeit für Unterstützung. Zum Beispiel indem sich manche den Erfolg ans eigene Revers heften und verschweigen, dass daran andere beteiligt waren. Vergesslichkeit wiegt allerdings noch schwerer. Kein Mensch erwartet eine sofortige Gegenleistung für einen Gefallen. Nur wer diese Schuld vergisst, der betreibt Selbstsabotage erster Güte. Undank ist kein Kavaliersdelikt, sondern der grobe Verstoß gegen ein ehernes Berufsgesetz: Eine Hand wäscht die andere.

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Dankbarkeit lernen: 5 Tipps

Dankbarkeit ist wie ein Muskel: Wird sie nicht regelmäßig trainiert, erschlafft sie. Wir Menschen neigen dazu, kaum wertzuschätzen, was wir haben. Wir werden sprichwörtlich blind für vorhandenen Reichtum und halten ihn für selbstverständlich. Damit verpufft die positive Wirkung der Dankbarkeit. Ein klassischer Gewöhnungseffekt. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder bewusst zu machen, wofür wir dankbar sein können und sollten. Wie aber lässt sich Dankbarkeit lernen und verstärken? Dazu gibt es zahlreiche Empfehlungen und Tipps. Die 5 genialsten stellen wir Ihnen hier vor:

Die 5-Finger-Methode: Ein Dankeschön mit jedem Finger

Unter den verschiedenen Tipps und Methoden, sich daran zu erinnern, wofür man dankbar sein könnte, gibt es eine besonders schöne von Elsbeth Martindale. Die Psychologin empfiehlt: „Wenn Sie mal wieder unzufrieden sind oder einen Motivationskick brauchen, zählen Sie einfach Ihre Finger durch und erinnern Sie sich an schöne, befriedigende und ermutigende Dinge in Ihrem Leben.“ Zum Beispiel so:

  • Daumen (hoch): Benennen Sie etwas, worauf Sie stolz sind. Machen Sie sich Ihre Stärken und Talente bewusst – und seien Sie stolz auf sich.
  • Zeigefinger: Zeigen Sie auf etwas Schönes in der Natur. Entdecken Sie etwas in Ihrem Umfeld, das Sie inspiriert und begeistert.
  • Mittelfinger: Nennen Sie eine Sache, die Sie für einen anderen Menschen getan haben und wofür Sie sich gut fühlen. Überlegen Sie sich, bei wem Sie das wiederholen können. Zum Beispiel heute.
  • Ringfinger: Erinnern Sie sich an eine Zeit und einen Menschen, den Sie aus tiefsten Herzen lieben oder geliebt haben sowie andere Menschen für die Sie innige Gefühle haben.
  • Kleiner Finger: Nennen Sie eine Sache, für die Sie in Ihrem Leben zutiefst dankbar sind.

Die Handidee hat deshalb Charme, weil sie erstens eingängig ist und sich zweitens jederzeit wiederholen lässt. „Wer stets den ganzen Kuchen für sich alleine haben will, bekommt davon nur Bauchschmerzen“, lautet ein schönes Sprichwort und Zitat. Die selbstlose Tat und ein „Dankeschön“ dagegen zahlen sich langfristig aus.

Das Dankbarkeits-Tagebuch

Dabei handelt es sich um eine Variante des Erfolgstagebuchs – nur beantworten Sie darin täglich die Frage: „Wofür bin ich heute dankbar?“ Sinn und Zweck dieser Übung ist, sich mithilfe eines positiven Tagesrückblicks bewusst zu machen, wie gut es einem geht sowie die Sinne dafür zu schärfen, wofür es sich lohnt, dankbar zu sein. Der Effekt ist, dass wir die Beziehungen und Erfahrungen im Alltag künftig mehr genießen und bewusster erleben – ein freundliches Wort, ein geschenktes Lächeln, ein wunderschöner Sonnenuntergang.

Empfohlen wird das Dankbarkeitstagebuch in Form eines Abendrituals zu pflegen. Sie können das aber ebenso als Teil Ihrer Morgenroutine schreiben. Oder Sie formulieren eine sogenannte Juhu-Liste (zum kostenlosen Herunterladen einfach auf das Bild klicken). Allein Sie entscheiden, wie es Ihnen mehr und besser hilft.

Juhu Liste Beispiel Muster Herunterladen

Der 5-Münzen-Trick

„Es kostet nicht viel, dankbar zu sein. Aber es verändert viel: dich selbst und dein Leben.“ – So lautet ein anderes Dankbarkeit-Zitat. Und es stimmt – wie der sogenannte 5-Münzen-Trick von Hyler Bracey, dem CEO der Atlanta Consulting Group beweist. Bracey steckt sich dazu jeden Tag fünf Münzen in die Tasche seiner Anzugjacke. Jedes Mal, wenn er im Laufe des Tages einen Mitarbeiter für seine gute Arbeit lobt, steckt er eine Münze in die andere Tasche. Alle Münzen müssen täglich die Tasche wechseln. Die Technik habe ihm geholfen, das Loben zur Gewohnheit zu machen, sagt Bracey. Der Trick lässt sich aber ebenso adaptieren, um die eigene Dankbarkeit zu verstärken: Stecken Sie sich ebenfalls fünf Münzen in eine Tasche und trainieren Sie am Tag mindestens fünf Erlebnisse bewusst zu erkennen, für die Sie dankbar sein können.

Das Gute im Schlechten sehen

Wer gerade in einer Lebenskrise steckt, sieht meist nur das Negative um sich herum. Das ist menschlich, aber belastend. Tatsächlich können wir unseren Blickwinkel bewusst ändern und den Fokus auf die positiven Dinge in unserem Leben lenken. Diese einfache Methode nennt sich auch „Das Gute im Schlechten sehen“: Indem Sie einen bewussten Perspektivwechsel herbeiführen, gewinnen Sie nicht nur neue Einsichten, sondern verändern Ihr Leben. Das Genie Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Wahr!

Das Gute im Schlechten sehen - Dankbarkeit lernen - Beispiel Glas halb voll

Achtsamkeits-Übungen

Das Konzept der (dialogischen) Achtsamkeit sieht vor, den einzelnen Augenblick bewusst zu erleben – im Hier und Jetzt. Es ist vergleichbar mit der sogenannten „Stop-Look-Go-Technik“, also dem kurzen Innehalten und Gewahrwerden des Augenblicks sowie (schönen) Momenten, bevor wir gleich wieder zum nächsten hetzen.

Wenn Sie beispielsweise etwas Leerlauf im Job haben, gönnen Sie sich drei Minuten Pause und schauen Sie sich bewusst um: den Arbeitsplatz, den Schreibtisch, die Pflanzen im Büro – achten Sie auf Details und lassen Sie sich Zeit, diese einzeln zu betrachten, am besten noch zu berühren und zu fühlen. Folgen Sie spontanen Impulsen: Was Ihnen vor die Sinne kommt, dem schenken Sie Ihre volle Aufmerksamkeit. Hauptsache, Sie lassen in dem Moment alles andere (im Job) los – und werden dankbar für die guten Gefühle, die Sie hier und jetzt erleben.

Wissenschaftler sind sich heute sicher, dass solche Dankbarkeitsübungen das Glücksniveau um 25 Prozent steigern, sowie stressbedingte Erkrankungen lindern können. Wer Dankbarkeit übt und trainiert tut sich und seiner (mentalen) Gesundheit also einen Gefallen. Seinen Mitmenschen meist ebenfalls.

Dankbare Menschen Sprueche Dankbarkeit Grafik

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Dankbarkeit ausdrücken – per Brief oder Karte

Dankbarkeit zu zeigen, zum Beispiel in schriftlicher Form, ist heute eine zunehmend seltene Form. Sogenannte Dankschreiben (in Briefform) wirken auf manche wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Sind sie aber nicht! „Dankbarkeit gehört zu den Schulden, die jeder Mensch hat, aber nur wenige tragen sie ab“, lautet ein schöner Spruch zur Dankbarkeit. Gut gemachte Dankschreiben oder Dankeskarten verfehlen nie ihr Ziel. Sie können Sympathien wecken, Beziehungen stärken und nicht zuletzt den Ausschlag geben, ob jemand den Auftrag oder Job bekommt oder nicht.

Haben Sie jemals ein Dankschreiben wutschnaubend zerrissen und den Verfasser als heuchlerischen Zeitdieb beschimpft? Eben. Versuchen Sie es doch auch mit einem Dankschreiben, einer Dankeskarte oder einem kurzen Zweizeiler. Die folgenden Formulierungen und Sprüche dürfen Ihnen gerne zur Inspiration beim Verfassen dienen:

  • „Danke, für dein Lächeln am Morgen.
    Danke, für deinen Rat habe ich mal Sorgen.
    Danke, dass du auch über dich selber lachst.
    Und mich so immer wieder glücklich machst.“
  • „Manchmal braucht es 1000 Worte.
    Manchmal besucht man 1000 Orte.
    Manchmal redet man um den heißen Brei.
    Und manchmal braucht‘s der Worte nur drei:
    Vielen lieben Dank!“
  • „DANKE für all die kleinen Wunder des Alltags, die durch Dich Realität geworden sind.“
  • „Mercy, für das offene Ohr.
    Thanks für die lieben Worte.
    Danke für die helfende Hand.“
  • „Die Jahre sind so schnell vergangen.
    Gemeinsam sind wir weit gegangen,
    haben viel erlebt und gelacht.
    Dankbar blicke ich auf den Weg mit dir zurück,
    du bist mein allergrößtes Glück.“
  • „Ich danke Dir. Du weißt wofür.
    Es wäre zu viel, jetzt alles zu nennen.
    Einfach DANKE dafür, dass wir uns kennen.“
  • „Es ist an der Zeit, dass die Dankbarkeit Flügel bekommt und sich auf den Weg zu Dir macht: Aus vollem Herzen sage ich dir DANKE. Für Dich. Deine Hilfe. Deine Zeit.“
  • „Das magische Wort, das jeder kennt. Aber nicht immer beim Namen nennt. Das will ich heute sagen zu Dir: Es heißt „Danke“ – und kommt von mir.“
  • „Wir reden oft um den heißen Brei.
    Das Wichtigste ist nicht dabei.
    Doch heute ist es anders,
    heute sag ich’s dir:
    Du bist so wundervoll.
    Ich danke dir.“

Kostenloser Download: Dankessprüche aller Art

Sagen Sie Danke – aber mit Stil. Dazu können Sie sich hier eine umfangreiche Liste und Sammlung mit Sprüchen und Zitaten zum Danke sagen kostenlos als PDF herunterladen.

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Dankschreiben Vorlagen: Einfach Dankbarkeit zeigen

Falls Sie weitere Anregungen suchen, wie Sie einen Dankesbrief formulieren, finden Sie im Folgenden einige Muster und Vorlagen dazu. Diese können Sie gleich hier online im Browser umformulieren und individuell anpassen. Dazu einfach auf den Kasten klicken, den Text um- oder überschreiben, kopieren, in eine Textverarbeitung einfügen und ausdrucken.

Dankschreiben als Geschäftsbrief

Lieber Herr __________,

hiermit möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken – für Ihre Unterstützung bei unserem gemeinsamen Projekt, für die vielen guten Anregungen, Ihre kritischen Hinweise, aber auch Ihre wertvollen Erfahrungen, die sie beigesteuert und so das Projekt maßgeblich mit zum Erfolg geführt haben.

Wir planen in den kommenden Monaten ein zweites Projekt und würden uns freuen, wenn wir Sie auch hierfür für unser Team gewinnen könnten. Ich werde Sie dazu demnächst noch einmal persönlich anrufen.

Noch einmal meinen herzlichen Dank für die professionelle Arbeit, die Sie geleistet haben!

Mit besten Grüßen

Dankschreiben an Mitarbeiter

Liebe Frau __________,

es ist eigentlich längst überfällig: Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz und Ihre hervorragenden Leistungen im Team zu bedanken.

Sie sind das, was man einen echten Teamplayer nennt. Ihr vorbildliches Engagement und die permanent gute Laune, die Sie im Büro versprühen, haben entscheidend zu der guten Atmosphäre in unserer Abteilung beigetragen. Und mir ist auch sehr bewusst, dass Ihre Leistungen weit über das erforderliche Maß hinausgehen.

Dafür möchte ich mich bei Ihnen nicht nur herzlich und mit diesen Zeilen bedanken. Anbei finden Sie außerdem einen Essensgutschein für Sie und Ihren Partner im 5-Sterne Restaurant __________. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend – und nehmen Sie sich bitte auch den Rest des Tages frei!

Ich bin dankbar dafür, Sie an Bord haben zu dürfen!

Mit freundlichen Grüßen

Dankschreiben an den Chef

Sehr geehrter Herr __________,

ich möchte Ihnen für Ihr Verständnis danken. Die Situation ist für mich zurzeit nicht leicht. Umso mehr hat es mich beeindruckt, wie viel Entgegenkommen und Fürsorge Sie hier bewiesen haben.

Ich bedanke mich besonders für Ihr großzügiges Angebot bei den Arbeitszeiten und verspreche Ihnen, dass ich mich in der verbleibenden Zeit umso mehr reinhängen werde.

Auch wenn das vielleicht ein wenig anbiedernd wirkt, so möchte ich Ihnen dennoch sagen, dass Sie der beste Chef sind, den ich je hatte. Auch für dieses Vorbild ein herzliches Dankeschön!

Mit den allerbesten Grüßen

Dankschreiben als Kurzmail

Liebe __________,

es war wundervoll, Dich gestern wiedergesehen und mit Dir gesprochen zu haben. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Deine Anregungen zu meiner beruflichen Entwicklung haben mich nachdenklich gemacht, mich aber auch inspiriert und mir viel Mut gegeben. Dafür möchte ich mich bei Dir von Herzen bedanken. Insbesondere für die Zeit, die Du Dir dafür genommen hast und für deine offenen Ohren.

Danke!

Liebe Grüße

Follow-Up-Dankschreiben nach einem Event

Sehr geehrter Herr __________,

ich habe mich sehr gefreut, Sie gestern auf der __________ Veranstaltung kennengelernt zu haben. Ich habe unser anregendes Gespräch noch lebhaft in Erinnerung und würde mich sehr freuen, wenn wir tatsächlich einen Weg finden, wir unsere beiden Unternehmen künftig kooperieren. Hierzu finden Sie anbei bereits einige konkrete Vorschläge:

(…)

Übrigens: Vielen herzlichen Dank für Ihre guten Ideen zu unserem Projekt __________ und den Kontakt, den Sie gestern gleich vermittelt haben. Ich habe diesen heute direkt an den Projektleiter weitergegeben, der sich darüber nicht nur sehr gefreut hat, sondern sich dazu noch mal direkt mit Ihnen in Verbindung setzen wird, um sich persönlich zu bedanken.

Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe dankend

mit den besten Grüßen

Dankschreiben nach der Bewerbung

Sehr geehrte Frau __________,

herzlichen Dank für die Einladung zum Vorstellungsgespräch und die Chance, mich bei Ihnen noch einmal persönlich vorzustellen. Ich habe unser Gespräch als sehr angenehm empfunden und selten ein so kollegiales Betriebsklima erlebt, wie bei Ihnen.

Bei der Frage nach __________ war ich zuerst ein wenig verunsichert, jetzt aber bin ich mir sicher, dass ich Sie vor allem mit meinen Erfahrungen als __________ bei künftigen Projekten unterstützen kann.

Besonders gut hat mir an Ihrem Unternehmen gefallen, dass __________. Die Zeit bei und mit Ihnen hat daher meinen Wunsch noch einmal verstärkt, für Ihr Unternehmen zu arbeiten.

Ich hoffe darauf, bald von Ihnen zu hören – vorzugsweise mit einem konkreten Termin, wann wir uns wiedersehen und ich bei Ihnen anfangen kann. Darüber würde ich mich sehr freuen. Bis dahin verbleibe ich

mit herzlichen Grüßen

Dankbarkeit Fehler: So bitte nicht

Falls Sie anderen gegenüber Ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wollen, sollten Sie die folgenden Fehler vermeiden:

➠ Über 48 Stunden mit dem Danke warten.
➠ Unpersönliche Anrede.
➠ Namen falsch schreiben.
➠ Erkennbare Massenmail.
➠ Floskeln nutzen.
➠ Überschwänglichkeit statt klarer Worte.


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Ein Dankeschön richtig annehmen: 3 Schritte

Laut allgemeinen Umgangsformen oder Etikette-Regeln wird auch ein „Dankeschön“ kommentiert. Diese Antwort-Choreographie wird auch „Sprechakte“ genannt. Entsprechend antworten wir mit einer gewissen Symmetrie auf…

„Danke“ ➠ mit: „Bitte“ (oder „Gern geschehen“)
„Dankeschön“ ➠ mit: „Bitteschön“
„Danke sehr“ ➠ mit: „Bitte sehr“

Das kann zwar floskelhaft und automatisiert klingen. Ist aber notwendig. Nicht nur aus Höflichkeit. Ob in Beziehung, Familie oder im Beruf: Ein ehrliches „Danke“ ist jedes Mal ein kleines Geschenk. Wertvoller als irgendein Goodie, Blumen oder Gekauftes. Das sollten wir würdigen. Wenn Sie also jemanden hilfsbereit und selbstlos unterstützt haben, und der sich bei Ihnen dafür bedankt, dürfen Sie das ohne schlechtes Gewissen annehmen. Aber bitte nicht lapidar, sondern anerkennend. Wer weiß: Vielleicht hat Ihr Gegenüber viel Scham überwinden müssen, um sich zu bedanken. Folgende drei Schritte sind dann essenziell:

  1. Annehmen
    Wenn sich jemand bei Ihnen bedankt, zieren Sie sich nicht – vorausgesetzt das Dankeschön war berechtigt. Nehmen Sie es an. Einfach so, ohne große Geste oder viele Worte.
  2. Freuen
    Zeigen Sie, dass Sie sich über die nette Geste und das „Dankeschön“ freuen. Schon aus Höflichkeit. Ein Lächeln genügt oft. Oder Sie quittieren das mit „Gern geschehen“ oder „Gerne wieder“.
  3. Danken
    Leider kommt Dankbarkeit selten vor. Ermutigen Sie daher all jene, die es dennoch tun. Und bedanken Sie sich für das Dankeschön. Ein herzliches „Danke“ reicht wieder. Oder wie es Jean-Jacques Rousseau einmal ausgedrückt hat: „Dankbarkeit ist eine Pflicht, die erfüllt werden sollte, die aber zu erwarten keiner das Recht hat.“

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PS: Auch unsere Leser haben sich intensiv mit dem Thema Dankbarkeit beschäftigt und uns dazu einige Leserbriefe und Mails geschrieben. Hier eine Auswahl der schönsten Leserbriefe zur Dankbarkeit als PDF.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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28. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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