Morgenroutine: Tipps für den perfekten Start in den Tag

Einen wunderschönen guten Morgen! – Den wünscht man sich am besten nicht nur, sondern sorgt dafür: mit einer perfekten Morgenroutine. Damit gelingt der optimale Start in den Tag. Die Motivation steigt, der Stress sinkt. Zusätzlicher Vorteil der Morgenroutine: Wer den Tag richtig beginnt, ist im besten Fall früher fertig. Wir zeigen Ihnen hier, was eine Morgenroutine ist und wie Sie dieser erfolgreich für sich nutzen – inklusive Tipps und Anregungen…

Morgenroutine: Tipps für den perfekten Start in den Tag

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Erklärung: Was ist eine Morgenroutine?

Morgenroutine? Die meisten sind bereits froh, wenn sie mit halb geschlossenen Augen den ersten Kaffee des Tages schlürfen können und dabei möglichst wenig gestört werden. Auf eine Art und Weise ist zwar auch das eine Routine, doch mit einer nützlichen und durchdachten Morgenroutine hat es nur wenig gemeinsam.

Eine Morgenroutine ist Ihr selbst und bewusst gestalteter Ablauf der ersten Stunden eines Tages. Und zwar eines jeden Tages, bis es zur Gewohnheit wird.

Eigenschaften einer erfolgreichen Morgenroutine

Dabei zeichnet sich eine wahre Morgenroutine durch verschiedene Faktoren aus.

  • Sie ist selbst gewählt.
  • Sie wird gezielt gestaltet.
  • Sie wird täglich umgesetzt.
  • Sie ist auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.
  • Sie wirkt positiv auf Sie.
  • Sie wird langfristig beibehalten.

Vor allem die Anpassung auf die eigenen Bedürfnisse ist wichtig. Die Morgenroutine muss keine Stunden dauern. 10 Minuten reichen häufig schon. Die Dauer der Morgenroutine und der morgendlichen Abläufe richtet sich allein danach, wie viel Zeit Sie haben und brauchen, um die Routine zu nutzen. Wer mit dem Gedanken startet „Jetzt muss ich auch noch 30 Minuten für meine Morgenroutine einplanen!“, verkehrt deren Sinn. Solche Vorgaben bremsen und demotivieren nur. Die Morgenroutine muss vor allem Spaß machen.

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Darum ist eine Morgenroutine so wichtig

Die ersten Stunden nach dem Aufstehen sind für viele Menschen eines: Stress pur. Alles muss schnell gehen: duschen, umziehen, frühstücken, dann zur Bahn oder in den Stau auf der Autobahn und ab zur Arbeit… Gut in den Tag starten? Geht anders.

Doppelter Nachteil: Die Stimmung des Morgens geht auf den Tag über. Wer morgens schon gestresst und genervt ist, bleibt das meist für einen erheblichen Teil des Tages. Oft sinkt das Energielevel sogar und führt so zu Stimmungstiefs am Nachmittag. Merke: Ohne Morgenroutine beginnt der Tag schon schlecht – und wird dann nur noch schlimmer.

Vorteile der Morgenroutine

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das nutzt die Morgenroutine aus: Gelingt es Ihnen, schon am Morgen entspannende und motivierende Gewohnheiten zu etablieren, starten Sie nicht nur besser in den Tag. Es wirken gleich mehrere positive Effekte und Vorteile:

  • Sie gehen den Tag richtig an
    Sie können sich jeden Morgen aus dem Haus schleppen, schlecht gelaunt den Arbeitsweg hinter sich bringen und sich dann lustlos an die Arbeit machen. Eine Morgenroutine kann helfen, die Einstellung in den frühen Stunden zu ändern und den Tag gleich richtig anzugehen.
  • Sie schaffen mehr
    Die wirkliche Leistungsfähigkeit beginnt bei vielen erst nach einigen Stunden, ein großer Teil des Tages bleibt mehr oder weniger ungenutzt. Mit einer entsprechenden Morgenroutine lässt sich die Produktivität steigern und Sie haben am Ende mehr vom Tag.
  • Sie nutzen die wichtigste Zeit des Tages
    Das Phänomen der Morgenroutine und die damit verbundenen positiven Effekte sind inzwischen auch in der Wissenschaft angelangt: „Normalerweise haben wir ein Zeitfenster von ungefähr drei Stunden, in denen wir wirklich fokussiert sind“, sagt zum Beispiel Sozialpsychologe Ron Friedman. Fehlt eine Morgenroutine, bleibt diese energiereiche Zeit des Tages ungenutzt. Entwickeln Sie eine persönliche Morgenroutine, können Sie die wertvollen Stunden besser nutzen.
  • Sie stecken andere an
    Treffen morgens mehrere schlecht gelaunte Menschen aufeinander, sind Streit und schlechte Laune programmiert. Diese überträgt und potenziert sich. Der Effekt funktioniert aber auch in die Gegenrichtung: Gehen Sie mit gutem Beispiel und guter Laune voran, sorgen Sie für ein positives Umfeld.
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Häufige Fehler bei der Morgenroutine

Leider werden bei der Morgenroutine viele Fehler gemacht. Dadurch bleibt eine Menge des Potenzials ungenutzt. Wir haben die häufigsten Fehler bei der Morgenroutine identifiziert. Diese sollten Sie bitte vermeiden:

  • Ausreden
    „Heute bleibe ich ausnahmsweise ein bisschen länger liegen…“ oder „Bei dem Wetter gehe ich nicht raus…“ Einmal mit solchen Ausreden angefangen, wird die Morgenroutine immer häufiger ausgesetzt, bis sie gänzlich verschwindet. Disziplin und konsequentes Beibehalten der Abläufe sind Grundvoraussetzungen.
  • Ablenkungen
    Während Ihrer Morgenroutine sollten Sie sich auf das konzentrieren, was Sie gerade tun. Lassen Sie sich in dieser Zeit nicht durch andere Dinge ablenken und schalten Sie Störquellen wie das Telefon bewusst aus.
  • Hektik
    In Ihrer Morgenroutine sollen Sie zur Ruhe kommen und in den Tag starten. Dabei sollten Sie sich nicht hetzen müssen. Beachten Sie diesen Punkt bereits bei der Planung Ihrer Gewohnheiten. Berücksichtigen Sie von Anfang an, wie viel Zeit Ihnen zur Verfügung steht und planen Sie realistisch. Wenn Sie in Ihrer Morgenroutine mehr schaffen wollen, brauchen Sie dafür auch mehr Zeit.
  • Planlosigkeit
    Motivation ist gut, blinder Aktionismus hingegen nur wenig hilfreich. Sie sollten sich im Klaren darüber sein, welche Ziele Sie mit Ihrer Morgenroutine verfolgen und wie diese entsprechend gestaltet und aufgebaut werden sollte.
  • Nachmachen
    Es gibt zahlreiche Beispiele, die zeigen, welche Morgenroutinen erfolgreiche Menschen pflegen. Diese können Inspiration sein, sollten allerdings nicht einfach nur kopiert werden. Was für jemand anderen der perfekte Start in den Tag ist, bringt Ihnen vielleicht überhaupt nichts.
  • Sprunghaftigkeit
    Zwei Tage versuche ich mal dies und dann mache ich etwas anderes. Für den Anfang kann dies der richtige Einstieg sein, doch irgendwann sollten Sie sich auf eine Routine festlegen und diese etablieren.
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Wie kann ich meine individuelle Morgenroutine finden?

Wie Ihre persönliche Morgenroutine aussieht, wissen wir natürlich nicht. Womit Sie sich motivieren oder einen Produktivitätsschub für den Tag bekommen, ist höchst individuell. Der perfekte Start in den Tag sieht für jeden Menschen anders aus. Kaffee oder Tee? Frühsport oder meditieren und zur Ruhe kommen? Schon um 5 Uhr aufstehen oder erst die Zeit ab 7 Uhr nutzen? Je detaillierter es wird, desto unterschiedlicher werden die Präferenzen. Die folgende Grafik zeigt Ihnen, wie schon eine einfache Morgenroutine aussehen kann:

Morgenrotine Perfekter Start In Den Tag Grafik

Beispiele für Ihre Morgenroutine

Um Ihren persönlichen Ablauf, Ihre individuelle Morgenroutine zu finden, stehen Ihnen zahlreiche Optionen offen. Zur Inspiration finden Sie eine Liste der häufigsten und beliebtesten Morgenrituale:

  • Früher aufstehen
  • Ausgiebig frühstücken
  • Sportliche Aktivität
  • Ein Glas Wasser trinken
  • Kaffee oder Tee zubereiten
  • Dehn- oder Muskelübungen
  • Musik oder Radio hören
  • Smartphone bewusst auslassen
  • Zeit für Kreativität und Inspiration
  • Keine E-Mails lesen
  • Die Zeitung oder ein Buch lesen
  • Dankbarkeit praktizieren
  • Meditation und Selbstreflexion
  • Erfolgstagebuch führen
  • Tagesplanung und Vorbereitung
  • Tasche und Unterlagen zusammenräumen und packen
  • Ein Spaziergang mit dem Hund
  • Erledigung erster kleiner Aufgaben des Tages

TIPP: Probieren Sie ein paar der Tipps und Anregungen aus. Verfeinern Sie die Ideen, stellen Sie die Reihenfolge um – solange, bis Sie die perfekte Morgenroutine für sich gefunden haben. Nur Mut! Dabei können Sie nichts falsch machen. Entscheidend ist, dass Sie sich das Ziel der Morgenroutine vor Augen halten. Diese erfüllt ja keinen Selbstzweck, sondern soll Ihnen mehr Motivation und Struktur im Tagesablauf geben sowie Stress reduzieren. Das Ziel entscheidet maßgeblich über Ablauf und Gestaltung der Morgenroutine.

Morgenroutine beibehalten: Am Ball bleiben

Mit der Morgenroutine anfangen, kostet nur Überwindung. Schwieriger wird es, diese zur Gewohnheit zu machen und am Ball zu bleiben. Viele lassen es nach ein paar Tagen doch wieder bleiben und kehren in den alten Trott zurück. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir hier noch Tipps, wie Sie Ihre Morgenroutine beibehalten:

Machen Sie keine Ausnahmen

Ausnahmen werden leider schneller zur Regel, als Ihnen lieb ist. Deshalb sollten Sie am besten erst gar nicht damit anfangen und Ihre Routine falls möglich jeden Tag beibehalten. Sie können allerdings bewusst einplanen, dass Ihre Morgenroutine am Wochenende etwas anders aussieht und sich an den Umstand anpasst, dass Sie nicht zur Arbeit müssen.

Suchen Sie sich einen Partner

Mitstreiter schaffen Verbindlichkeit. Es ist leicht, sich selbst zu belügen und die Morgenroutine doch nicht so ernst zu nehmen. Sobald Sie sich beispielsweise jeden Morgen zum Sport verabreden, kommen Sie nicht mehr so leicht aus der Nummer raus.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

Es kann ungemein motivierend und anspornend wirken, wenn Sie anderen von Ihren Erfolgen berichten. Erzählen Sie Ihren Freunden und Kollegen von Ihrer Morgenroutine und was Sie damit alles verbessert haben. Sie können Ihre Erfahrungen auch im Internet teilen und so andere daran teilhaben lassen.

Übertreiben Sie es nicht

Gerade am Anfang sollten Sie es nicht übertreiben, auch wenn Sie voller Tatendrang stecken. Versuchen Sie nicht gleich eine Morgenroutine mit 10 Punkten einzuführen, sondern fangen Sie klein an und fügen anschließend langsam weitere Gewohnheiten hinzu.

Lassen Sie sich nicht entmutigen

Sie haben es nicht geschafft, Ihre übliche Morgenroutine durchzuziehen? Kein Grund gleich aufzugeben und das Vorhaben an den Nagel zu hängen. Gerade am Anfang fällt es schwer, alte Gewohnheiten abzulegen und neue zu etablieren. Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen, sondern bleiben Sie motiviert und versuchen es am nächsten Morgen erneut.

Tipps für eine erfolgreiche Morgenroutine

Sie wollen mit Ihrer Morgenroutine nicht nur gut in den Tag starten, sondern die Zeit bereits produktiv nutzen, Aufgaben erledigen und den Startschuss für einen erfolgreichen Tag geben? Dann haben wir zum Abschluss noch wichtige Tipps und Hinweise zur Morgenroutine zusammengefasst, mit denen Sie das Optimum an Produktivität und Erfolg aus den frühen Stunden des Tages herausholen können:

Prioritäten

Oberste Maxime: Erledigen Sie das Wichtigste zuerst. Sie beginnen morgens mit der Aufgabe, die auf Ihrer To-do-Liste höchste Priorität hat und arbeiten sich dann immer weiter vor. Ihre Kreativität, Energie, Leistungskraft ist jetzt, direkt nach dem Aufstehen, am größten. Warum also für nebensächliche Nichtigkeiten verschwenden? Fokus halten!

Helfen kann dabei auch die 90-90-1-Regel von Buchautor Robin Sharma. Sie besagt: Widmen Sie sich in den nächsten 90 Tagen in den jeweils ersten 90 Minuten Ihres Arbeitstages ausschließlich dem Projekt, das Ihnen die größten Perspektiven eröffnet. Nur diesem einen. Sonst keinem, basta.

Ablenkungen

Ihr Handy ist tabu, wenn Sie die Morgenroutine für Produktivität nutzen wollen. Sie checken NICHT Ihr E-Mail-Postfach (kein einziges Mal), spielen nicht mit Social Media herum, lesen noch nicht mal die Nachrichten im Netz. Keine Ablenkungen zulassen! Das verschieben Sie alles auf später.

Einmal abgelenkt, ist fällt es sehr schwer, wieder in den produktiven und konzentrierten Status zurückzukommen. Bringen Sie sich erst gar nicht in Versuchung, sondern lassen Sie das Smartphone beiseite, den Fernseher aus und auch beim Radio sollten Sie wenn nur zur Hintergrundmusik greifen, um nicht abgelenkt zu werden.

Meetings

Ihre Morgenroutine muss nicht ausschließlich zuhause stattfinden, Sie können diese auch im Büro weiterführen. Hier gilt bei Meetings besondere Aufmerksamkeit. Viele finden vormittags statt, was dafür sorgt, dass die besten Stunden des Tages in meist unnötigen und vollkommen unproduktiven Meetings verschwendet werden.

Kurz: Sie kosten wertvolle Körner, von denen Sie gerade doch (noch) so viele haben. Ihre Energie sollte nicht für Meetings draufgehen. Legen Sie die Zusammenkünfte auf den Mittag oder Nachmittag, um in der Morgenroutine mit voller Aufmerksamkeit und Energie wirklich Projekte voranzubringen.

Sport

Bewegung tut gut, fördert den Kreislauf, ist gesund. Sportliche Aktivität in die Tagesplanung integrieren? Unbedingt! Allerdings sollten Sie herausfinden, ob Sie ein Morgensportler sind.

Manche bringt Frühsport in Schwung, andere laugt er eher aus und fegt die frische Energie sofort wieder aus den Knochen. Falls Sie in die zweite Kategorie fallen, verlegen Sie den Sport lieber in die Abendstunden. Dies gilt wohlgemerkt vor allem dann, wenn Sie die Morgenroutine für produktives Arbeiten nutzen wollen – bei anderen Zielen kann Sport am Morgen sehr gut passen.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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4. November 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.

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