Guten Morgen: Simpler Gruß, große Wirkung

Guten Morgen! Wenn einem so schon die Begrüßung entgegenschallt, kann man doch gar keine schlechte Laune haben, oder? Na gut, die Morgenmuffel unter Ihnen vermutlich schon. Aber bis 11 Uhr ist es ja völlig legitim, die Mitarbeiter und Kollegen mit guten Morgen zu begrüßen. Um diese Zeit dürften die ersten Tassen Kaffee bereits geschlürft und die grauen Zellen in Wallung gebracht worden sein. Die Art und Weise, wie wir unsere Mitmenschen begrüßen, sagt eine Menge aus und hat Auswirkungen auf unsere Beziehungen. Welcher Art, erfahren Sie hier…

Guten Morgen: Simpler Gruß, große Wirkung

Guten Morgen zur Begrüßung

Mit „Guten Morgen“ wählen Sie die förmliche und gleichzeitig freundliche Variante einer Begrüßung. Schließlich wünschen Sie jemanden etwas Positives – da kann keiner etwas gegen einwenden. Nicht immer ist klar, wer wen wann begrüßt. Dafür gibt es verschiedene Regeln.

Die Hierarchie spielt eine Rolle, ebenso gut aber auch, ob jemand zu einer Gruppe stößt oder bereits im Raum anwesend ist. Im Arbeitsleben gilt, dass der Rangniedere den Ranghöheren zuerst grüßt. Begegnen Sie auf dem Weg zu Ihrem Büro Ihrem Chef, sagen Sie als Erster guten Morgen.

Eine Ausnahme beim Rang macht das Vorstellungsgespräch: Hier eröffnet der Ranghöhere mit einem „Guten Morgen“ das Gespräch und reicht dem Bewerber zur Begrüßung die Hand.

Eine weitere Regel besagt, dass derjenige zuerst guten Morgen sagt, der als erster den Raum betritt. Kommt jemand in Ihr Büro während Sie am Arbeitsplatz sitzen, grüßt diese Person Sie zuerst – ganz gleich, ob es sich dabei um einen Kollegen oder Ihren Chef handelt.

So wünschen Sie einen schönen guten Morgen

Guten Morgen SprücheSelbst wenn Sie sich auf bekannten Terrain bewegen – die Art und Weise, wie Sie andere Menschen begrüßen, sagt etwas über Sie aus und hat eine Wirkung. Der Morgen als Tageszeit spaltet die Gemüter. Da gibt es die Morgenmuffel einerseits und die Morgenmenschen andererseits.

Wer morgens um 6.30 Uhr bereits fit wie ein Turnschuh am Schreibtisch sitzt, gehört vermutlich eher zur letzten Kategorie. Bei einem echten Nachtmenschen empfiehlt es sich, etwas behutsamer guten Morgen zu wünschen und lieber zu warten, bis dieser das Gespräch beginnt.

Mit lustigen Guten-Morgen-Sprüchen sorgen Sie auf jeden Fall für Erheiterung – das kann an einem verregneten Montagmorgen im November genau das Richtige sein.

Wir haben hier einige Sprüche für Sie gesammelt, mit denen Sie guten Morgen sagen können – ob wörtlich, per Whatsapp oder via Facebook, bleibt dabei natürlich Ihnen überlassen.

Lustige Sprüche

Heute ist so ein Tag, da braucht selbst mein Kaffee einen Kaffee.

Kann heute nicht aufstehen! Meine Kissen haben mich als Rudelmitglied akzeptiert und wenn ich gehe, verliere ich ihr Vertrauen…

Sag dem Kaffee, dass er jetzt ganz stark sein muss.

Es heißt ja nur „Guten Morgen“, weil „Halt die Fresse!“ gesellschaftlich nicht so akzeptiert ist.

Guten Morgen. Der Kaffee läuft. Sportlicher wird’s heute nicht.

Allgemeine Sprüche

Ich wünsche einen guten Morgen und einen guten Start in die neue Woche.

Guten Morgen, ich schicke eine virtuelle Tasse Kaffee vorbei – ich bin noch völlig müde.

Ich kann gar nicht so viel gähnen, wie ich müde bin – guten Morgen.

Guten Morgen. Ich hoffe, Du hattest ein schönes Wochenende und wünsche Dir einen tollen Tag.

Ich schicke einen Guten-Morgen-Gruß und wünsche Dir einen sonnigen Tag mit viel Spaß bei allem, was Du tust.

Guten Morgen Spruchbild

Guten Morgen: Groß oder klein?

Falls Sie sich fragen: Wie schreibt sich guten Morgen denn richtig? Sie als Leser und Leserin haben natürlich direkt eine Vorstellung, aber wer seinerseits diesen Gruß in eine Geschäftsmail schreiben möchte, sollte es mit Gewissheit wissen.

  • Großschreibung

    Handelt es sich bei „Morgen“ um ein Substantiv, mit dem Sie den Beginn des Tages, die Tageszeit beschreiben wollen, wird es groß geschrieben. In diesem Fall ganz klar: Ich wünsche einen guten Morgen! Oder auch: An diesem Morgen scheint die Sonne besonders hell.

  • Kleinschreibung

    Wollen Sie beispielsweise ausdrücken, dass etwas am nächsten Tag stattfindet, hat das Wort „morgen“ die Funktion eines Adverbs. Sie drücken damit etwas aus, dass in absehbarer Zukunft stattfindet oder bedeutsam ist. Also: Das Meeting findet morgen um 10 Uhr statt. Oder auch: Lass uns das Meeting auf morgen Nachmittag verschieben.

Wollen Sie allerdings auf etwas hinweisen, das regelmäßig jeden Morgen passiert, nutzen Sie das Wort adverbial, das heißt, es wird wieder kleingeschrieben: Ich bin morgens immer gut gelaunt.

Das Gleiche gilt übrigens auch für Wochentage oder andere Tageszeiten, also: Ich bin montags immer müde vom Wochenende. Oder: Ich brauche nachmittags immer zwei Tassen Kaffee zum Wachbleiben.

Elfmal guten Morgen gewünscht

Guten Morgen Fremdsprache ÜbersetzungAuf Deutsch wissen Sie, wie Sie guten Morgen sagen. Wer interkulturelle Kompetenz beweisen möchte, der sollte allerdings auch das Pendant in der jeweiligen Fremdsprache parat haben.

Das kommt bei Ihrem spanischen oder polnischen Kollegen genauso gut an wie bei Ihrem chinesischen oder türkischen Geschäftspartner. Daher haben wir nachfolgend alphabetisch „Guten Morgen“ in den wichtigsten Sprachen nebst Aussprache aufgeführt:

  • Arabisch: Sabah alkhyr gesprochen wie: sabba alcheri
  • Chinesisch: Zǎo ān gesprochen wie:za(o) ann
  • Englisch: Good morning gesprochen wie: gud morning
  • Französisch: Bonjour gesprochen wie: bo(n)dschur
  • Griechisch: Kaliméra gesprochen wie: kalimehra
  • Italienisch: Buongiorno gesprochen wie: bondschorno
  • Niederländisch: Goedemorgen gesprochen wie: chudemorche
  • Polnisch: Dzień dobry gesprochen wie: dschin dobri
  • Russisch: Dobroye utro gesprochen wie: dobre utra
  • Spanisch: Buenos dias gesprochen wie: buenos dias
  • Türkisch: Günaydın gesprochen wie: Gün eiden

Wann beginnt eigentlich der Morgen?

Bis wann ist „Guten Morgen“ eigentlich angebracht? Kann man das um 11 Uhr noch sagen? Darüber ließe sich aus verschiedensten Gründen streiten, denn das Zeitgefühl ist nicht bei jedem gleichermaßen ausgeprägt. Hinzu kommen die unterschiedlichen Arbeitszeiten je nach Branche und kulturelle Unterschiede.

Einigermaßen klar ist: Es gibt die Begrüßungen guten Morgen, guten Tag und guten Abend. Eine gute Nacht wünscht man eher seinem Partner oder Kind, innerhalb der Familie – aber als Begrüßung kommt es gesellschaftlich nicht vor.

Wann und zu welcher Uhrzeit wir was sagen, hängt tatsächlich auch vom Tageslicht und dem persönlichen Zeitempfinden ab. Die Helligkeit im Sommer lässt uns auch später am Tag noch den „Tag“ empfinden, während es im Winter zur selben Zeit bereits stockdunkel ist.

Folgende Einteilungen sind verbreitet:

  • Tageszeit im Winter mit Uhrzeiten

    • Morgen: 6 bis 10 Uhr
    • Vormittag: 10 bis 12 Uhr
    • Mittag: 12 bis 14 Uhr
    • Nachmittag: 14 bis 17 Uhr
    • Abend: 17 bis 21 Uhr
    • Nacht: 21 bis 6 Uhr
  • Tageszeit im Sommer mit Uhrzeiten

    • Morgen: 7 bis 11 Uhr
    • Vormittag: 11 bis 13 Uhr
    • Mittag: 13 bis 15 Uhr
    • Nachmittag: 15 bis 18 Uhr
    • Abend: 18 bis 22 Uhr
    • Nacht: 22 bis 7 Uhr

Diese Zeiten sind wie gesagt nicht in Stein gemeißelt, sondern lassen sich als Vorschläge in verschiedenen Konversationslexika finden. Situationsbedingt können diese Zeiten abweichen, so dass Sie bei einem Einkauf in der Stadt auch um 11 Uhr noch guten Morgen sagen können, wenn das Geschäft gerade mal anderthalb Stunden geöffnet hat.

„Guten Vormittag“ als Begrüßung gibt es ohnehin nicht, und wenn Sie einen guten Tag wünschen, wird Ihnen niemand den Kopf abreißen. Das wird Ihnen auch nicht passieren, wenn Sie einen Maurer um 11 Uhr noch mit guten Morgen begrüßen. Aber vielleicht guckt er Sie irritiert an, weil für ihn bereits der halbe Arbeitstag vorbei ist.

Für Telefonate mit Geschäftspartnern etwa, sollten Sie daher Folgendes bedenken: In Branchen, die traditionell früh beginnen – also vor allem im Handwerk und im Baugewerbe – liegen Sie nicht falsch, wenn Sie ab 10 Uhr morgens einen guten Tag wünschen.

[Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]
25. September 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.



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