Made my day: Was uns den Tag verschönt

Wie wir in den Tag starten, trägt bereits erheblich dazu bei, wie sich unsere Laune entwickelt. Oft sind es Kleinigkeiten, positive Begegnungen oder Erlebnisse, die unsere Stimmung heben und so den ganzen Tag aufhellen und überstrahlen. Im englischsprachigen Raum gibt es hierfür eine Redewendung, die auch hierzulande immer häufiger zu hören ist: Made my day. Mit dem Ausdruck quittieren Menschen, wenn ihnen etwas besonders Schönes oder Bemerkenswertes widerfahren ist. Was es damit auf sich hat und wie Sie Ihren Tag verschönern können…

Made my day: Was uns den Tag verschönt

Welche Bedeutung hat „made my day“?

Made my day Bedeutung meaningDurch diverse Chatforen und Social-Media-Kanäle hat es die Redewendung bis hierher zu enormer Popularität geschafft: „Made my day“ – gerne auch mit einem Smiley oder Emoji dahinter – ist eine beliebte Formulierung, wenn sich jemand über etwas so sehr freut, dass es den ganzen Tag überstrahlt.

Wortwörtlich würde „made my day“ mit „(etwas/das) machte meinen Tag“ übersetzt. Sinngemäß steht es für:

  • Das hat mir den Tag gerettet.
  • Das hat mir den Tag versüßt.
  • Das hat mich absolut glücklich gemacht.
  • Das hat mich wahnsinnig gefreut.

„Made my day“ findet man zwar nicht unbedingt wörtlich als Redewendung im Job. Aber die Bürosprache verwendet in Mails gerne auch englischsprachige Kürzel, sodass „made my day“ inzwischen als YMMD eine Erwiderung oder ein Kommentar sein kann.

YMMD ist genau genommen die Abkürzung für die Langfassung des Ausspruches „you made my day“, also Du hast mir den Tag versüßt/gerettet und so weiter. Es ist also ein kurzes Dankeschön an einen Kollegen oder eine Person, die uns einen schönen Moment geschenkt hat.

Woher kommt „made my day“ eigentlich?

Herkunft made my dayIm Netz kursieren unterschiedliche Ansichten darüber, wie die Redewendung „made my day“ zustande gekommen ist. Einen Hinweis gibt ein Brauch im britischen Kulturbereich: Die Briten schreiben Karten für alles und jeden. Die Kartenabteilung eines schnöden Supermarktes würde so manches Schreibwarenfachgeschäft hierzulande vor Neid erblassen lassen.

Kein Anlass zu nichtig, keine Person zu fremd, um nicht mit einer Dankeskarte gewürdigt zu werden. Diese Karten enthalten gerne den Schriftzug „You made my day – thank you!“ oder „Thank you for making my day!“ Das mag mit der den Briten häufig nachgesagten Höflichkeit zusammenhängen, ist aber in jedem Fall ein netter Zug.

Andere vermuten niemand Geringeren als den Schauspieler Clint Eastwood als Urheber von „made my day“. Dazu muss man wissen, dass der in der Rolle des Cops „Dirty Harry“ im Film gerne den Ausspruch „make my day“ an seine Kontrahenten richtete.

Hier ist der Spruch (man beachte das Präsens) aber weniger Ausdruck eines Dankes, als vielmehr eine Drohung, dass der andere ruhig seinen Revolver ziehen möge: Clint Eastwood als Held ist natürlich in jedem Fall schneller und triumphiert – am Ende gibt es einen Bösewicht weniger!

Made My Day (MMD) unterhält auf Social Media

Klar ist: Das Internet dürfte zur Verbreitung des Ausspruchs und Kultstatus beigetragen haben. Dazu gehört nicht nur, dass sich im digitalen Zeitalter via Chatrooms viel leichter Interessensgruppen zusammenschließen können als noch vor 30 Jahren.

Sogenannte Social Publisher, also Betreiber von Webseiten wie die gleichnamige Seite Made My Day (MMD) aus Österreich, bedienen äußerst erfolgreich verschiedene Social-Media-Kanäle:

  • Made My Day auf Facebook
  • Made My Day TV auf Facebook
  • mademyday.official auf Instagram
  • mademyday.tv auf Instagram
  • Made My Day auf Youtube

Seiten wie Made My Day, aber ebenso Wordporn oder Unnützes Wissen bieten ihren Konsumenten ein buntes Sammelsurium aus Lifehacks (beispielsweise bei Youtube-Videos), interessanten Fakten, absurden Alltagsgeschichten, unglaublicher Situationskomik und Witzen.

Lustige Bildchen und Sprüche, aber auch Lebensweisheiten zum Nachdenken werden mit Hingabe geteilt.

Schnell ein Bild über Whatsapp verschickt und wieder jemanden die Laune gerettet – es kann so leicht sein, Gutes zu tun.

Einige der schönsten Sprüche haben wir hier ausgewählt:



Made My Day Spruchbild1

Made My Day Spruchbild2

Made My Day Spruchbild3

Made My Day Spruchbild4

Made My Day Spruchbild5




Kleinigkeiten wieder wertschätzen lernen

Wie oft sind Menschen in ihrem Alltagstrott gefangen, gehen tagein, tagaus arbeiten, funktionieren einfach nur? Hat der Tag keine erkennbaren Höhepunkte, wird er schnell als trüb, langweilig oder sogar schlecht eingeordnet. Natürlich sind nicht alle Tage fantastisch.

Wir stehen mit dem falschen Bein auf, der Chef ist knurrig, der Kunde unzufrieden – Shit happens. Allerdings spielt auch die eigene Erwartungshaltung eine Rolle: Nicht jeder Tag hält einen Lottogewinn parat.

Viel wichtiger ist es also, die eigene Lebenseinstellung zu überprüfen, ob wir überhaupt noch die unzähligen kleinen Dinge sehen oder ob die bereits völlig selbstverständlich geworden sind? Vielleicht hat jemand Ihnen ein Kompliment gemacht, der Kassierer war besonders nett oder der Chef hat noch mal ein Auge zugedrückt, obwohl Sie zehn Minuten zu spät am Arbeitsplatz waren.

„Made my day“ oder „you made my day“ als Erwiderung sind zwar nur drei (vier) kleine Worte, aber sie drücken Wertschätzung und Dankbarkeit für eine liebevolle Geste, ein freundliches Lächeln oder einen lustigen Witz aus.

7 Tipps, wie Sie den Tag anderer retten

Anderen den Tag zu versüßen steht ganz in dem Sinne von Geben und Nehmen. Der Volksmund weiß bereits: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Und so wie wir uns über eine kleine Aufmerksamkeit freuen, können wir auch unseren Freunden, Kollegen und Mitmenschen eine kleine Freude bereiten, ihnen den Tag versüßen.

In der allgemeinen Hektik gehen die wirklich wichtigen Dinge im Leben teilweise unter. Höfliches Miteinander wird selbstverständlich angesehen – sollte es einerseits auch sein. Aber das funktioniert natürlich nur, wenn alle das so sehen. Stattdessen sind manche viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als auf ihre Umgebung zu achten.

Achtsamkeit sich selbst gegenüber ist eine feine Sache – solange sie nicht in Egozentrik ausartet. Daher hier einige Beispiele, wie Sie dazu beitragen können, dass andere sagen: You made my day!

  • Bieten Sie etwas Süßes an

    Wir nehmen „den Tag versüßen“ gleich wörtlich: Fast jeder mag Schokolade. Stellen Sie ein paar Kekse oder Süßigkeiten auf Ihren Schreibtisch. Sie werden sich wundern, wie beliebt Sie auf einmal werden! Schöner Nebeneffekt: Im Plausch mit dem Kollegen erfahren Sie häufig die neusten Meldungen, die gerade kursieren.

  • Halten Sie anderen die Tür auf

    Sie betreten in einem Pulk von Menschen das große Kaufhaus, dessen Schwingtüren von Hand geöffnet werden müssen? Dann denken Sie bitte auch an die Menschen nach Ihnen.

  • Denken Sie im Urlaub an andere

    Natürlich nicht nur im Sinne von: „Ätsch, ich liege hier am Palmenstrand, während ihr bei nass-trüben Wetter schuften müsst“, sondern in Form einer Urlaubskarte oder eines kleinen Souvenirs.

  • Lassen Sie jemanden vor

    Während Sie noch die letzten Teile Ihres Wocheneinkaufs auf das überbordende Band an der Kasse packen, stellt sich der nächste Kunde hinter Ihnen mit sage und schreibe einem Teil an. Wie wäre es, wenn Sie ihn vorließen? Viele Menschen trauen sich aus Angst vor Zurückweisung nicht zu fragen. Sie kostet diese kleine Geste nichts und Sie können sich sicher sein, dass er sich freuen wird.

  • Tragen Sie der älteren Nachbarin die Einkäufe hoch

    Viele ältere Herrschaften leben allein. Selbst wenn Familienangehörige da sind, können sie nicht immer zur Stelle sein. Bieten Sie Ihren Nachbarn Hilfe an, wenn Sie vermuten, dass es allein beschwerlich für sie sein könnte.

  • Geben Sie Trinkgeld

    Häufig sind Jobs im Dienstleistungssektor nicht die bestbezahltesten. Machen Sie dem Kellner im Restaurant, dem Zimmermädchen im Hotel oder dem Taxifahrer eine Freude, indem Sie Trinkgeld geben.

  • Lächeln Sie andere an

    Die vermutlich entwaffnendste Art ist, andere anzulächeln. Die merken teilweise gar nicht, wie verkniffen oder grimmig sie gucken – bis sich ihr Gesicht aufhellt, weil sie freundlich angelächelt werden. Wie bei einem Reflex kann man fast gar nicht anders, als zurückzulächlen – Spiegelneuronen stecken dahinter.

[Bildnachweis: stockyimages by Shutterstock.com]
7. November 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.



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