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Routine: Ist das gut oder kann das weg?

Wenn im Arbeitsleben von Routine die Rede ist, haben viele gleich negative Assoziationen: Routine stellt sich schließlich ein, wenn man die gleichen Arbeitsabläufe immer und immer wieder tätigt. Das klingt nach Langeweile und wenig reizvoll, wo doch alles auf Kreativität ausgerichtet ist. Gleichzeitig haben bestimmte Automatismen ihren Vorteil – zahlreiche erfolgreiche Menschen nutzen sie. Wie Sie für sich sinnvolle Routinen etablieren können und welche Vorteile sie haben…


Routine: Ist das gut oder kann das weg?

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Bedeutung: Was ist eine Routine?

Eine Routine bezeichnet eine Abfolge von Handlungen, die durch Wiederholung zur Gewohnheit geworden sind. Durch die ständige Wiederholung können wir diese Handlungen sehr sicher und schnell ausführen. Das Wort stammt von französisch „routine“ und bedeutet wörtlich „Wegerfahrung“.

Das kann allerdings auch negative Handlungsabläufe beinhalten, also etwas, das uns zur (blinden) Gewohnheit geworden ist. Der Enthusiasmus und die Motivation leiden bei der Ausübung dieser wenngleich technisch perfekten Tätigkeit. Synonym für Routine existieren einerseits Begriffe wie Alltagstrott, Automatismus oder Joch, aber auch positiv besetzte wie Erfahrung, Übung oder Know-how.

Wie entstehen Routinen?

Routinen bilden sich heraus, indem Sie sich in einer bestimmten Situation immer gleich verhalten. Sie kommen morgens zur Arbeit, betätigen als Erstes das Zeiterfassungssystem, fahren den Rechner hoch und checken Ihre E-Mails. Danach gehen Sie in die Küche und gießen sich einen Kaffee ein. Nichts von alledem kostet Sie besondere Anstrengung oder Zeit, da Sie es bereits unzählige Male so gemacht haben. Doch wie entstehen Routinen genau?

  1. Auslöser
    Damit die Routine beginnen kann, gibt es einen Auslöser (Trigger). Das kann zum Beispiel das Klingeln des Weckers sein oder die Benachrichtigung auf dem Smartphone.
  2. Aktion
    Der Wecker führt dazu, dass Sie aufstehen, die akustische Benachrichtigung bringt Sie dazu nachzuschauen. Diese durch den Auslöser hervorgerufene Handlung wird Aktion (Action) genannt.
  3. Belohnung
    Der vorgegangene Schritt mündet in einer Belohnung (Reward): Sie ist die Motivation für die vorherigen Schritte. Dazu zählt beispielsweise das Lesen und Beantworten einer Benachrichtigung.
  4. Routine
    Am Ende dieses Kreislaufs steht die Routine. Dafür braucht es einige Wiederholungen.

Routine Entstehung Gewohnheiten Kreislauf Grafik

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Ist Routine gut oder schlecht?

Findet sich eine Person häufiger in einer vergleichbaren Situation wieder, entwickelt sie eine bestimmte Handlungsabfolge. Diese schleift sich ein und eine Routine entsteht. Beispiel für eine Routine sind alltägliche Abläufe: Sie stehen auf, putzen sich die Zähne, gehen unter die Dusche, ziehen sich an – über solche Abläufe müssen Sie nicht mehr nachdenken, Sie haben sie internalisiert und automatisiert. Dadurch sind Sie effizient, solche Routinen sind also gut.

Routinen haben allerdings die Eigenheit, sich ins Gedächtnis einzubrennen. Wer mal nach der Arbeit ein Feierabendbierchen getrunken hat, hat diese Entscheidung vielleicht bewusst getroffen. Je häufiger Sie jedoch diese Handlung wiederholen, desto stärker gewöhnen Sie sich daran. Sie verknüpfen fortan bestimmte Situationen mit bestimmten Verhaltensmustern. Diese Gewohnheiten – egal ob gut oder schlecht – lassen sich nur schwer wieder ändern. Entwickeln sich schlechte Gewohnheiten zur Routine, fängt sie an uns zu behindern. Nachfolgend haben wir einige Beispiele für schlechte und gute Routinen:

Beispiele für schlechte Routinen

  • Nach dem Essen eine Zigarette rauchen.
  • Nach der Arbeit auf das Sofa legen.
  • Bei jeder akustischen Benachrichtigung sofort aufs Handy schauen.
  • Beim Fernsehen Süßigkeiten essen.

Beispiele für gute Routinen

  • Nach dem Aufstehen frühstücken.
  • Nach der Arbeit Sport einbauen.
  • Am Sonntag den Wochenplan erstellen.
  • Mit To-do-Listen arbeiten.
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Sinnvolle Routinen etablieren: So geht’s

Forschungen zufolge braucht es etwa zwei Monate, bis sich Routinen einstellen. Das gilt allerdings auch für gute Routinen. Positive Gewohnheiten weiter auszubauen, ist anfangs nicht ganz leicht, da Sie den inneren Schweinehund immer wieder besiegen müssen.

Denn die meisten Menschen halten sich nicht gerne an Regeln, auch nicht, wenn sie diese selbst aufgestellt haben. Sie können sich jedoch mit selbstgewählten Routinen ein strukturiertes Vorgehen schaffen, das Ihnen vor allem in stressigen Situationen von Nutzen sein wird. Dazu folgende Tipps:

1. Planen Sie Ihre Routine

Sie werden langfristige Ziele wesentlich wahrscheinlicher erreichen, als wenn Sie planlos vorgehen. Nehmen Sie sich eine bestimmte Zeit, einen bestimmten Wochentag vor und markieren ihn in Ihrem Kalender. Nehmen Sie sich aber nicht zu viele Dinge auf einmal vor, sonst fallen Sie leichter in alte Muster zurück.

2. Setzen Sie realistische Ziele

Schauen Sie, was für Sie funktioniert: Es ist wenig sinnvoll, sich selbst beispielsweise ein Frühstück um halb sieben Uhr morgens zu verordnen, wenn Sie sich kaum überwinden können, einen Brocken herunterzuschlucken – manchen genügt ein Kaffee. Gucken Sie stattdessen, welche anderen Routinen für Sie hilfreich sein könnten. Und setzen Sie auf kleine Veränderungen – sogenannte Micro Habits – das erhöht ebenfalls die Wahrscheinlichkeit, dass Sie diese Routine etablieren.

3. Ersetzen Sie die alte Handlung durch eine neue

In dem Moment wo Sie ein altes, schädliches Muster vermeiden, entsteht eine Lücke – diese wiederum erhöht die Rückfallgefahr. Daher sollten Sie die schlechte, alte Gewohnheit durch eine neue ersetzen. Wer nach dem Essen beispielsweise immer ein Dessert isst, greift nun lieber zum zahnschonenden Kaugummi.

4. Holen Sie sich Unterstützung

Geteiltes Leid ist halbes Leid – nach dem Motto können Sie bei Gewohnheiten verfahren, die zu verändern Ihnen schwerfällt. Wer beispielsweise gerne mehr Sport machen möchte, sollte einen Kollegen fragen, ob er mitmacht. Auch der Austausch mit Gleichgesinnten hilft, am Ball zu bleiben – etwa in Selbsthilfegruppen oder Vereinen.

5. Justieren Sie gegebenenfalls nach

Funktioniert eine Routine nicht wie gewünscht, brauchen Sie Ihr Vorhaben nicht gleich zu begraben. Selbst wenn Sie feststellen sollten, dass die gewählte Routine so gar nicht zu Ihren Bedürfnissen passt: Es ist besser es versucht zu haben und gegebenenfalls anzupassen.

Mit Morgenritualen entspannter in den Tag

Es gibt zahlreiche Abläufe, die dazu beitragen, den Tag entspannter und damit produktiver zu beginnen. Sogenannte Morgenrituale zielen darauf ab. Was Sie zum Beispiel machen können:

  • Steigen Sie mit Bewegung in den Tag – so schützen Sie sich vor Herz-Kreislauferkrankungen.
  • Meditieren Sie – das bringt einen freien Kopf und öffnet den Geist für neue Eindrücke.
  • Machen Sie Ihr Bett – das Schlafzimmer wirkt einladender und Sie haben das Gefühl, etwas geschafft zu haben.
  • Schreiben Sie Gedanken auf – morgens nach dem Aufstehen sind sie noch ungefiltert und können später aufschlussreich sein.
  • Nehmen Sie sich Zeit fürs Frühstück – das gibt Ihnen die nötige Energie für konzentriertes Arbeiten.

25 Anregungen für Routinen, die Sie erfolgreicher machen

Rituale Tägliche Gewohnheiten 25 Tipps Für Routinen


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Vor- und Nachteile von Routinen

Routinen sind nicht per se schlecht. Es kommt lediglich darauf an, welche Gewohnheiten Sie zur Regel machen. Routine in Arbeitsabläufen gibt Ihnen beispielsweise die Gewissheit, Produkte in einer bestimmten Qualität vorzufinden, wenn sie ein und dasselbe Geschäft betreten. Routinen retten Leben – wer würde sich von einem unroutinierten Arzt behandeln lassen wollen? Oder bei Rettungssanitätern und Feuerwehrleuten: Da muss jeder Handgriff sitzen. Routinierte Arbeitsabläufe sind nicht nur notwendig, um Chaos zu vermeiden, sie schaffen Vertrauen.

Nicht zuletzt führen sie auch dazu, dass Sie sicher Ihren Tätigkeiten nachgehen können. Das ist gerade für Berufsanfänger ein Gewinn, der die anfängliche Nervosität mindert. Das Gegenteil von Routine würde für denjenigen Herausforderung bedeuten. Permanente Herausforderung mündet allerdings in Überforderung. Insofern sorgen Routinen also auch für geringeren Stress. Die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile von Routinen

  • Routinen geben Ihnen eine Tagesstruktur und sind organisierter.
  • Sie sparen Zeit und Energie, da Sie nicht ständig neue Entscheidungen treffen müssen.
  • Routinen garantieren Qualität.
  • Sie geben Ihnen Sicherheit.

Nachteile von Routinen

  • Sie können ermüdend wirken. Damit können durch Unachtsamkeit Fehler entstehen.
  • Abläufe werden vorhersehbar.
  • Gerade bei körperlicher Arbeit kann es zu einseitiger Belastung und damit Schäden kommen.
  • Mangelnde Flexibilität bei unvorhergesehenen Änderungen.

Erfolgreiche sind begeisterte Routinen-Anhänger

Dass positive Gewohnheiten ihre Vorzüge haben, erkannten bereits viele erfolgreiche Menschen – unter ihnen so namhafte Persönlichkeiten wie Mozart oder Freud, aber auch in der Gegenwart. So soll Barack Obama mal gesagt haben, dass er nur schwarze oder blaue Anzüge trägt, um sich die Entscheidung zu erleichtern. Ähnliches ist von Mark Zuckerberg bekannt. Der Facebook-Gründer trägt nur graue T-Shirts: Minimalismus gegen Zeitverschwendung, weil man zu häufig Schwierigkeiten hatte, eine Entscheidung zu treffen.

Daher haben sich diese Menschen irgendwann bewusst dafür entschieden, sich freiwillig in der Wahl einzuschränken. Dies führt in der Konsequenz zur Routine: Gewohnheitsmäßig greifen sie immer zum grauen T-Shirt, bei festlichen Anlässen abends zum schwarzen Anzug, ansonsten zum blauen Anzug – Problem gelöst. Dies erleichtert das Leben, denn die Energie und Zeit, die für vergleichsweise unwichtige Dinge im Leben aufgewandt werden, fehlt natürlich an anderer Stelle. Blöderweise fehlt sie oft in Bereichen, die eigentlich wichtiger wären.


Ohne Routine dominiert Vermeidung

Wer keine Routinen hat, vermeidet Planung. Letztlich steckt hinter der Planlosigkeit eine Art Prokrastination beziehungsweise Vermeidungsstrategie: So vermeidet man an den Dingen zu arbeiten, die einen weiterbringen könnten, weil man sich nicht mit unangenehmen Fragen auseinandersetzen will.

Stattdessen könnten Sie entscheiden, dass Sie jeden Samstag für 90 Minuten an Ihren Fremdsprachenkenntnissen arbeiten. Oder Zeit für eine Fortbildung einplanen. Wenn Sie also mit einigen Punkten in Ihrem Leben nicht zufrieden sind, beispielsweise, wenn Sie sich eigentlich mit Ihrer beruflichen Situation auseinandersetzen müssten, dann sollten Sie überlegen, ob Ihre Prioritäten richtig gesetzt sind.

Haben Sie die Zeit, die Sie brauchen, um den wichtigen Fragen in Ihrem Leben nachzugehen? Leben Sie das Leben, das Sie leben wollen? Für solche Fragen bedarf es der Selbstreflektion und Achtsamkeit. Ebenso natürlich die Konsequenz, Ihr Leben und einige Abläufe zu ändern, wenn Sie zu dem Ergebnis kommen, dass einige Dinge nicht so laufen wie erwünscht. Das gilt für die berufliche Neuorientierung genauso wie für den umgestellten Ernährungsplan oder mehr Sport.

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[Bildnachweis: naulicreative by Shutterstock.com]

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