Reichtum: Die ersten 10 Berufsjahre entscheiden

Reichtum und Armut – das sind die beiden extremen Pole des Wohlstands. Entweder ganz oben oder ganz unten, so denken viele. Dazwischen aber liegt ein breiter Graubereich. Geht es jedoch um den späteren Reichtum, dann sind die ersten zehn Berufsjahre die entscheidenden. In dieser vergleichsweise kurzen Zeit entscheidet sich, wer später das große Geld verdient und wer nicht. Ab 40 Jahren hingegen tut sich in Sachen Gehalt nicht mehr allzu viel. Bei den meisten jedenfalls. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Ökonomen um Fatih Guvenen der Landesbank des Bundesstaates New York, die dazu die zahlreicher Arbeitnehmer zwischen 1978 und 2010 verglichen haben…

Reichtum: Die ersten 10 Berufsjahre entscheiden

Definiton Reichtum: Wer ist überhaupt reich?

Reichtum-Definition Reichtum Vermögen Wohlstand reich GoldDie Frage ist zutiefst philosophisch und lässt sich nur schwer in einen Kasten packen. Die meisten denken bei Reichtum wohl an Geld und materielle Güter, Motto: Reich ist, wer Millionär ist, Traumhaus und Traumauto besitzt und genug Geld hat, um nie mehr arbeiten zu müssen.

Das merken wir auch an den typischen Synonymen für Reichtum:

  • Vermögen
  • Besitz
  • Wohlstand
  • (viel) Geld, Kohle, Zaster, Moneten
  • Eigenkapital
  • Pomp, Pracht, Prunk
  • Schätze
  • Opulenz
  • Überfluss
  • Überschuss
  • Luxus

Gleichzeitig spüren wir alle, dass das nicht der Weisheit und Definition letzter Schluss sein kann. Ist es auch nicht. „Ein reicher Mann ist oft nur ein armer Mann mit sehr viel Geld“, lautet ein schönes Bonmot von Aristoteles Onassis. Der musste es wissen: Der griechische Reeder und Milliardär galt in den Sechzigerjahren als Inkarnation eines Superreichen.

Dabei ist extremer Reichtum auch noch höchst vergänglich. Wer einmal den Reichen-Status errungen und in die Club der Forbes-Milliardäre aufgenommen wurde, verliert diesen Status binnen kurzer Zeit oft wieder. Als die US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin Caroline Freund dies einmal untersuchte, fand sie heraus: Rund 40 Prozent der Milliardäre, die es im Jahr 2001 gab, waren es im Jahr 2014 schon nicht mehr.

Was wir unter Reichtum verstehen, hängt eben von höchst subjektiven und zum Teil auch höchst emotionalen Wertvorstellungen ab. Dabei wird die Bedeutung des emotionalen und geistigen Reichtums regelmäßig unterschätzt – auch weil sie sich kaum messen lässt.

Es gibt also verschiedene Arten von Reichtum. Bei Wikipedia gibt es deshalb eine schöne Definition: Reichtum bezeichnet den Überfluss an geistigen und/oder gegenständlichen Werten. Wobei man selbst noch über das Wort Überfluss herrlich debattieren kann. Reich ist eigentlich schon der, dem reicht, was er hat. Getreu dem Bonmot: Reichtum beginnt im Herzen.

Reichtum: Steile Einkommenskurve in den ersten 10 Jahren

Das Ergebnis der Einkommensstudie (PDF) verblüffte die Forscher selbst: Wer später über großen finanziellen Reichtum verfügte, konnte schon in den ersten zehn Berufsjahren einen steilen Einkommensanstieg verbuchen. Bei Durchschnittsverdienern blieb diese Kurve dagegen von vornherein wesentlich flacher.

Oder in Prozenten ausgedrückt:

  • Die Superverdiener verzeichneten im Alter von 25 bis 55 Jahren einen Einkommensanstieg von 230 Prozent.
  • Die Normalverdiener hingegen erzielten in dieser Zeit nur einen Anstieg von 38 Prozent.

Wobei die größten Sprünge eben in den ersten zehn Jahren stattfanden und damit auch die prozentualen Zuwächse kräftiger steigen ließen. Oder wie es so schön heißt: Die erste Million ist die schwerste…

Die Studie sollten Sie aber bitte nicht falsch verstehen: Sie sagt nicht, dass man nach zehn Jahren keine Karriere mehr machen und nicht mehr viel verdienen kann! Vielmehr geht es dabei um eine statistische Korrelation – keine Kausalität.

Kluft zwischen Arm und Reich wächst

Reichtum in Deutschland SprücheWas bedeutet Reichtum in Deutschland? Immerhin gilt Deutschland als eine Industrienation und damit als eines der reichsten Länder der Welt. Die Arbeitslosigkeit sinkt seit Jahren, die Voraussetzungen dafür, Vermögen zu machen, müssten damit doch steigen?

Das mag der Fall sein, allerdings offenbar nicht im großen Stil. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Während die Reichen immer reicher werden, werden die Armen immer ärmer – und der Mittelstand bröselt langsam weg. Damit wächst auch die Kluft zwischen Arm und Reich.

Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Studie (PDF) des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) unter der Leitung von Dorothee Spannagel.

Demnach ist die Armutsquote in den vergangenen Jahrzehnten deutlich stärker gestiegen als der Anteil der Reichen. Waren es Anfang der 90er Jahre noch elf Prozent der Bevölkerung, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens für sich beanspruchen konnten, stieg diese Zahl um knapp sechs Prozentpunkte höher auf 16,8 Prozent im Jahre 2015.

Das ist das letzte Jahr, aus dem entsprechende Zahlen analysiert wurden. Was die Studie ebenfalls zutage förderte: Im Gegensatz zu früher haben sich die Strukturen offenbar stärker verfestigt. Wer arm ist, dem gelingt es schwerer als zuvor, daraus zu entfliehen.

Auch lassen sich deutliche Ost-West-Unterschiede ausmachen. Armut ist sechsmal so häufig im Osten wie im Westen vertreten. Wer an Reichtum in Deutschland denkt, meint genaugenommen meist männliche Westdeutsche – sie stellen die klare Mehrheit.

Geht es um materiellen Reichtum, so wächst die Kluft nicht nur hierzulande. Global gesehen nimmt der Reichtum zu. Mit Nordamerika und Westeuropa verfügt ein knappes Fünftel der Weltbevölkerung über zwei Drittel der globalen Finanzvermögen.

Darum sind unsere frühen (Einstiegs)Gehälter so wichtig

Es ist ein simples Rechenbeispiel: Je weniger Sie in jungen Jahren verdienen, desto langsamer entwickelt sich Ihr Lebenseinkommen prozentual. Ein Beispiel:

Gehaltssteigerungen werden (bei Angestellten) in der Regel prozentual verhandelt – und genau das macht das Einstiegsgehalt so entscheidend. Ob eine(r) in jungen Jahren mit einem 30.000 Euro Jahresbruttogehalt einsteigt oder mit 50.000 Euro und alle drei Jahre einen 5-prozentigen Aufschlag erhält, macht bereits einen enormen Unterschied:

Beispielrechnung: Einstiegsgehalt 30.000 Euro

(Annahme: alle drei Jahre eine Gehaltserhöhung um 5 Prozent)

  • 1. Jahr: 30.000 Euro
  • ab 3. Jahr: 31.500 Euro
  • ab 6. Jahr: 33.075 Euro
  • ab 9. Jahr: 34.728,75 Euro

Beispielrechnung: Einstiegsgehalt 50.000 Euro

  • 1. Jahr: 50.000 Euro
  • ab 3. Jahr: 52.500 Euro
  • ab 6. Jahr: 55.125 Euro
  • ab 9. Jahr: 57.881,25 Euro

Der Berufseinsteiger mit 30.000 Euro verdient in den ersten zehn Jahren also insgesamt: 323.182,50 Euro. Der Berufseinsteiger mit 50.000 und derselben Laufbahn aber schon 538.637,50 Euro – ein Unterschied von stolzen 215.455 Euro in nur zehn Jahren!

Davon können sich manche schon ein Reihenhaus kaufen. Und hochgerechnet auf eine Lebensarbeitszeit von rund 40 Jahren beläuft sich der Unterschied dank des Zinseszinseffekts schon auf über eine Million Euro.

Da sich die Studie ebenfalls auf Lebenseinkommen bezieht, macht es über den Zinseszinshebel einen enormen Unterschied, wie viel jemand in den ersten zehn Jahren verdienen und sein Einkommen steigern kann. Wer hoch einsteigt und schnell erhöhen kann, erreicht also – bei gleichem Karriere-/Einkommensverlauf – deutlich mehr (materiellen) Reichtum.

Mehr noch: Die Gehaltsbiografie 2016 der COP CompensationPartner GmbH (PDF), für die mehr als 200.000 Gehaltsdaten analysiert wurden, zeigt eindrucksvoll, wie sich die Fachkräfte-Gehälter von Männern und Frauen im Verlauf einer Karriere entwickeln:

Gehaltsunterschied-Maenner-Frauen-Lebenseinkommen

Ergebnis: Was Frauen in ihren 30er Jahren verdienen ist meist schon das mögliche Maximum. Danach stagniert die Gehaltskurve im Gegensatz zu der der Männer (die allerdings auch flacher wird). Aber auch hieran wird deutlich, wie wichtig eine anfangs zügige Gehaltsentwicklung ist und wie langfristig sie sich letztlich auswirkt.

Sie können es auch anders herum betrachten: Wer nicht regelmäßig und gut über sein Gehalt verhandelt, verschenkt de facto Geld, das ihr oder ihm später im Alter und im Ruhestand fehlt. Eine US-Studie hat diesbezüglich mal ermittelt, dass einem dabei – rein rechnerisch – die Summe von mehr als einer halben Million Euro durch die Lappen geht – nur weil wir nicht verhandeln.

Natürlich bedeutet das nicht, dass man später nicht doch noch einen großen Karriere- und Einkommenssprung machen könnte. Aber selbst damit lässt sich in den verbleibenden Arbeitsjahren kaum noch aufholen, was ein Superverdiener bereits in der ersten Zeit erwirtschaftet hat.

Reich werden lässt sich lernen

Sie kennen sicher alle, diese positiven Affirmationen und Sprüche, die so mancher Life- und Geldcoach seinen Eleven regelmäßig als Reichtums-Mantra und -Magnet einhämmert:

  • Ich bin reif für Reichtum und Überfluss.
  • Reichtum ist meine Bestimmung.
  • Ich atme Reichtum, ich träume Überfluss, ich erlebe Erfolg.
  • Durch mein Denken, Sprechen und Handeln stelle ich jetzt die Weichen für Reichtum.
  • Mein Reichtum ist Realität. Probleme werden zu Lösungen, Zweifel zu Entschlossenheit.

Vergessen Sie bitte diesen Sprüche-Schwachsinn und die ganzen Millionärsformeln. Die einzigen, die dabei reich werden, sind die Coaches, Trainer und Bauernfänger, die mit derlei Humbug scharenweise Menschen auf der Suche nach dem schnellen Geld in ihre überteuerten Kurse locken. In jedem Buch und Wirtschaftsratgeber für 20 Euro steht mehr und Klügeres.

Thomas C. Corley zum Beispiel kennt sich wirklich aus in der Welt der Reichen und Schönen. Fünf Jahre lang hat er 233 reichen und 128 armen Menschen genau auf die Finger geschaut, ihre Tagesroutinen, Hobbys und Marotten genau studiert.

Herausgekommen ist dabei sein Buch „Rich Habits“, in dem er die Erfolgsrezepte der Gutbetuchten analysiert und verrät. Die Quintessenz des Millionär-Stalkers: Erfolglose Menschen haben schlechte Angewohnheiten. Was wiederum bedeutet, dass jeder die Chance auf das große Geld hat – sofern man seine schlechten Gewohnheiten schleunigst ins Positive dreht.

Oder anders formuliert: Reichtum kann man lernen. Die besten Tipps dazu stellen wir für Sie als kostenlosen PDF-Download HIER zur Verfügung.

Werden die Reichen tatsächlich immer reicher?

Tipp: Werden die Reichen tatsächlich immer reicherIm Januar 2009 begann etwas Bemerkenswertes: Eine kleine Gruppe von Internet-Enthusiasten startete ein ökonomisches Experiment und handelte mit digitalem Geld – sogenannten BitCoins. Der Anfang war eher so lala, aber 2011 zündete die Idee plötzlich und das Geld verbreitete sich rapide.

Heute kann man mit BitCoins bereits eine Reihe von Produkten oder Dienstleistungen kaufen, mehr als 17 Millionen Transaktionen wurden damit bereits abgeschlossen und der Wert der kursierenden Währung wird insgesamt auf rund eine Milliarde Dollar geschätzt.

Das lässt nicht nur Geschäftemacher aufhorchen – Wissenschaftler genauso. Und einige davon sahen darin eine einmalige Chance, der uralten These nachzugehen, ob die Reichen tatsächlich immer reicher werden

Daniel Kondor und seine Kollegen von der Eotvos Lorand Universität in Ungarn ließ der Gedanke nicht mehr los. Also werteten sie so ziemlich alle Transaktionen aus, die sie im Netz finden konnten (das ist ja das Schöne an BitCoin – es enthält eine Menge Daten), rekonstruierten die finanzielle Historie – soweit möglich – jedes Accounts, und zeichneten die Evolution des Geldflusses nach (siehe auch hier).

Und siehe da: Wer in diesem virtuellen Währungs-Netzwerk einen populären Knotenpunkt innehatte, zog mehr Aufmerksamkeit auf sich und sein Wohlstand stieg rasanter als der der Normalos. Oder kurz: Die Reichen wurden tatsächlich immer reicher.

Das Phänomen ist auch bekannt unter dem Namen Matthäus-Effekt. Der eigentliche Entdecker dieses Effekts ist der amerikanische Soziologe Robert K. Merton, der ihm auch den Namen gab.

Ob aus Neid oder echtem Wissensdurst heraus beschäftigte sich Merton 1968 mit der Frage, warum bestimmte Wissenschaftler häufiger in Büchern, Studien und Aufsätzen zitiert werden als andere. Dabei stellte er bald fest, dass der Bekanntheitsgrad keine unwesentliche Rolle spielt:

Je prominenter einer seiner Kollegen war, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er von anderen zitiert wurde, was seinen Ruhm wiederum weiter mehrte. Oder wie es die Amerikaner heute ausdrücken: success breeds success.

Den Effekt können wir heute in nahezu allen Lebensbereichen beobachten. Wer reich ist, profitiert von Steuererleichterungen mehr als ein Durchschnittsverdiener. Gute Schüler wiederum fallen in der Schule mehr auf und werden deshalb von den Lehrern meist auch stärker gefördert als die nervigen Problemfälle.

Und Top-Entscheider, haben sie erst einmal einen gewissen Status erreicht, brauchen sich über ihre künftigen Jobs in der Regel kaum noch den Kopf zerbrechen.

Reichtum Fuehlen Sprueche

Ewiger Reichtum: Die 4 größten Mythen

Wer über Reichtum sinniert, kommt nicht umhin, sich auch mit einigen Mythen zu beschäftigen, die sich hartnäckig darum ranken. Zwar steckt in manchen davon ein wahrer Kern, Halbwahrheiten bleiben sie aber dennoch.

Daher hier ein kurzer Check zu klassischen Thesen über den Reichtum

  1. Reichtum ist angeboren.

    Dieser Mythos fällt in dieselbe Kategorie wie die Annahme, Vermögen würde immer ererbt (siehe auch hier). Tatsache ist, dass dies nur in wenigen Fällen zutrifft – die aber sind dann umso schillernder. Die Mehrheit der Reichen war einmal Normalverdiener und hat ihr Vermögen indes erarbeitet. Zwar spielen Kontakte, Netzwerk und eine gehörige Portion Glück auf dem Weg zum Reichtum eine große Rolle. Doch wenn Sie nicht in einer Villa auf die Welt gekommen sind, ist das auch kein K.O.-Kriterium für Ambitionen.

    Reichtum-Grafik-Studie

  2. Reichtum ist nur für Elitestudenten erreichbar.

    Auch dieser Mythos lässt sich nicht durch Zahlen bestätigen. Zwar stimmt es, dass die bekannte Harvard Universität den höchsten Anteil an Reichen unter ihren Alumni hat. Doch global betrachtet machen Absolventen von Harvard und anderen Eliteuniversitäten gerade einmal dreieinhalb Prozent der reichen Menschen aus.

  3. Reichtum schützt vor alltäglichen Problemen.

    Bis zu einem gewissen Grad ist dieser Mythos korrekt. Wer nicht aufs Geld achten muss, braucht sich um Dinge wie Ernährung, Haushalt, Kleidung, Reisen nicht zu sorgen. Allerdings bringt Reichtum andere Probleme mit sich: (Falsche) Freunde zum Beispiel. Wer ist noch ein echter Freund – und wer will nur mitprofitieren? Auch müssen Reiche eher damit rechnen, ausgeraubt oder erpresst zu werden. Und nicht zuletzt verpflichtet Reichtum – die (sozialen) Erwartungen des Umfeldes können einen nicht zu unterschätzenden Druck auf Vermögende ausüben – von Neid und Missgunst mal ganz abgesehen.

  4. Reichtum macht glücklich.

    Mit Geld – das ahnen Sie längst – hat Glück gar nichts zu tun. Bestätigt ist das durch Wirtschaftswissenschaftler wie Richard Easterlin. Der verglich zum Beispiel schon 1974 die Ergebnisse aus Umfragen über Zufriedenheit mit dem Einkommen der Befragten und stellte fest: Ein steigendes Einkommen macht – ab einer bestimmten Grenze – nicht automatisch glücklicher. Warum dennoch so viele nach Reichtum streben? Die Antwort ist so einfach, dass man sie leicht übersieht: Sie verwechseln Ursache mit Wirkung. Nicht Geld oder Macht machen das Glück (jedenfalls nicht langfristig), sondern der Glückliche hat Erfolg. Vielleicht wird er kein Millionär oder Chef. Aber womöglich strebt er auch gar nicht danach. Geld, Macht, beruflicher Aufstieg – das sind Statussymbole über deren Bewertung andere entscheiden. Davon das eigene Glück abhängig machen? Schön blöd. Oder anders formuliert:

    Ich habe heute einen bitterarmen Menschen getroffen – der hatte nichts außer Geld.

Das alles bringt uns zu der eingangs formulierten Definition von Reichtum zurück: Erst was Sie darunter verstehen, macht Reichtum erstrebenswert. Und Glück kann auch in einer funktionierenden Beziehung, gesunden Kindern, einem erfüllenden Job und anderen Bereichen zu finden sein. Denn das ist die gute Nachricht: Glücklich werden kostet nichts. Nur ein paar Minuten.

Haben Sie das Zeug zum Millionär? Diese 18 Fragen zeigen es

Test: Haben Sie das Zeug zum Millionär?Apropos Reichtum: Jaime Masters wollte selbst Millionärin werden. Das ist ihr bislang zwar (noch) nicht gelungen, aber sie ist einen guten Schritt weiter.

Denn auf dem Weg zur ersten Million interviewte sie zahlreiche Millionäre und erkannte in den Gesprächen bald zahlreiche Parallelen.

Daraus destillierte sie schließlich 18 Fragen, die angeblich ein starkes Indiz dafür sind, ob auch Sie das Zeug zum Millionär haben.

Natürlich ist das alles keine Garantie dafür, wirklich einmal reich zu werden. Aber wenn Sie mehr als die Hälfte der folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten können, stehen die Chancen dazu – angeblich – recht gut…

  • Denken Sie häufig darüber nach, wie Sie mehr Geld verdienen können?
  • Achten Sie auf Werte und geben weniger aus, als Sie verdienen?
  • Fühlen Sie sich bereits in vielen Dingen erfolgreich, sind sich aber unsicher, ob Sie etwas Eigenes aufbauen können?
  • Fühlen Sie sich zu Größerem berufen, haben aber das Gefühl, das alles zu langsam vorangeht?
  • Glauben Sie daran, dass Erfolg und Wohlstand in Ihrer Hand liegen – unabhängig von anderen?
  • Wollen Sie den Menschen mehr geben, fühlen sich aktuell dazu aber nicht in der Lage?
  • Wollen Sie der Welt etwas hinterlassen?
  • Wollen Sie einen bedeutungsvollen Beruf, nicht nur einen gut bezahlten?
  • Wollen Sie durch persönliches Wachstum zu einem besseren Menschen werden?
  • Haben Sie schon Geschäftsideen ausprobiert, die zwar gescheitert sind, aber Ihre Lust nicht schmälern, weitere Ideen zu testen?
  • Schlafen Sie nur vier bis fünf Stunden pro Nacht, weil Sie Ihre Ideen umtreiben?
  • Macht Ihnen die Vorstellung Angst, den Rest Ihres Lebens für andere zu arbeiten?
  • Wollten Sie schon immer die Kontrolle über Ihre Zeit haben, haben aber das Gefühl, gerade nur irgendwie zurecht zu kommen?
  • Fühlen Sie sich durch Ihren Chef eingeschränkt und wollen Sie nicht, dass Ihnen jemand vorschreibt, was Sie tun sollen?
  • Wollen Sie eigentlich mehr reisen, haben aber nicht genug Urlaub dafür?
  • Lesen Sie Erfolgsgeschichten und denken: Was macht diese Menschen bloß so erfolgreich? Warum habe ich das noch nicht geschafft?
  • Haben Sie nach wie vor Tagträume darüber, was Sie später einmal sein wollen?
  • Denken Sie, dass Sie bis zur Rente warten müssen, um das Leben zu genießen?

Bonus: Die Geschichte von Bart Connor

Reichtum und ErfolgEin schönes Beispiel, wie sehr die Einstellung unseren Erfolg beeinflussen kann, ist die Geschichte des Kunstturners Bart Connor.

Als kleiner Junge fragten ihn seine Eltern jeden Tag vor dem Einschlafen, was sein größter Erfolg des Tages gewesen sei. Durch die Beantwortung dieser Frage schlief er mit dem Gefühl ein, etwas erreicht zu haben und wachte mit dem Selbstbewusstsein auf, auch neue Herausforderung bewältigen zu können. Das zahlte sich aus: Nach einer schweren Verletzung 1983 stand seine Olympiaqualifikation auf dem Spiel. Doch er kämpfte sich zurück, qualifizierte sich nicht nur, sondern holte Olympisches Gold.

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[Bildnachweis: vladwel by Shutterstock.com]
23. November 2018 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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