Konsequent sein bei Kindern konsequent sein mit sich selbst wie bleibe ich konsequent
Konsequent sein bei Kindern, konsequent sein mit sich selbst, konsequent sein in der Partnerschaft - wie bleibe ich konsequent? Konsequentes und inkonsequentes Handeln begegnet uns in vielen Zusammenhängen, auch im Beruf. Dass es wichtig ist konsequent zu sein, ist unbestritten. Das zeigt sich vor allem dann, wenn Sie die Folgen von Inkonsequenz betrachten: Ich will ja abnehmen, aber der Schweinehund ist größer. Wie gerne würde ich eine neue Fremdsprache erlernen, aber irgendwie fehlt mir die Zeit dazu. Nur was genau bedeutet konsequent sein?

Konsequent sein Definition: Was bedeutet das?

Das Adjektiv konsequent leitet sich ab von lateinisch consequens = folgerichtig beziehungsweise consequi = erreichen, einholen, folgen, logisch folgen. Dementsprechend ist seine deutsche Bedeutung, dass etwas sachlich und logisch zwingend oder eine Person unbeirrbar, fest entschlossen ist.

Synonyme für konsequent sein sind:

  • beharrlich sein
  • eisern sein
  • folgerichtig sein
  • geradlinig sein
  • hartnäckig sein
  • logisch sein
  • natürlich sein
  • schlüssig sein
  • standhaft sein
  • straight sein
  • streng sein
  • stringent sein
  • stur sein
  • unbeirrbar sein
  • unbeirrt sein
  • unerschütterlich sein
  • verbissen sein
  • zäh sein

Konsequent sein: Nicht nur in der Erziehung

Was es heißt, bei Kindern konsequent sein zu müssen, hat vermutlich jeder schon einmal beobachten können. Das ist natürlich nicht ganz einfach, gerade als Eltern bedeutet es, unpopuläre Maßnahmen ergreifen zu müssen: Nein, nach dem Zähneputzen werden keine Süßigkeiten mehr gegessen.

Es geht ja darum, dem Kind bestimmte Hinweise zu vermitteln, die entweder Streitigkeiten und Konflikte vorbeugen oder sogar seinem Schutz dienen. So etwa, wenn wie im obigen Beispiel Karies vermieden werden soll. Oder aber die dreckige Kleidung wird nicht in den dafür vorgesehenen Wäschebehälter gestopft, stattdessen darf ein Elternteil die überall verteilte Wäsche in der Wohnung zusammensuchen und hat in letzter Konsequenz doppelt so viel Arbeit wie wenn er sich in seiner Forderung durchgesetzt hätte.

Konsequent sein heißt eben auch standhaft sein und Durchsetzungsvermögen zeigen, wenn es unbequem wird und jemand anderer auf einen sauer ist.

Bei Kindern bedeutet das, dass Regeln für sie verständlich erklärt werden müssen. Und es muss absolut klar sein, dass getroffene Absprachen und Regeln für alle Familienmitglieder verbindlich sind - wenn das Kind beispielsweise sieht, wie die Eltern nach dem Zähneputzen Süßes essen, dürfte das Erklärungsnöte verursachen.

Konsequent sein Sprüche

So werden Sie konsequent

Konsequent sein mit sich selbst wie bleibe ich konsequentKonsequent sein mit sich selbst bedeutet eine Form von Selbstmanagement und heißt, dass man Dinge entsprechend umsetzt. Dazu bedarf es allerdings einer gewissen Planung, denn Sie sollten sich überlegen, was Sie ändern oder überhaupt erledigen wollen und diese Dinge zur festgesetzten Zeit umsetzen.

Das heißt aber auch, dass Sie Ausreden oder Verschieben dieser Dinge vermeiden. Das sind übrigens zwei wesentliche Punkte bei erfolgreichen Menschen: Planung und Umsetzung.

Wie werden Sie konsequenter?

Ärgern Sie sich über sich selbst, weil Sie sich wieder haben erweichen lassen, dem Kollegen Arbeit abzunehmen und infolgedessen deutlich später Zuhause sind? Oder Sie sich seit einem Jahr vornehmen, einen Kurs zu besuchen, der Sie beruflich weiterbringen könnte, aber Sie können sich nicht aufraffen?

Wir haben hier einige Tipps gesammelt, die Ihnen dabei helfen können:

  • Wählen Sie realistische Ziele.

    Sie wollen 30 Kilo abnehmen, fünf Fremdsprachen fließend sprechen lernen, vier 15-stündige Wochenendseminare zu Projektmanagement besuchen, außerdem noch mit dem Rauchen aufhören und das alles in drei Monaten? Das sind ehrgeizige Ziele, aber vor allem wenig realistische - jedenfalls alle auf einmal betrachtet. Das Problem ist, dass dann Frustration vorprogrammiert ist, denn Sie werden vermutlich mittendrin an Ihre Grenzen stoßen. Setzen Sie stattdessen Prioritäten und schauen Sie genau, was machbar ist - vielleicht von allem etwas weniger oder aber eine Sache gezielt angehen, aber vor allem konsequent verfolgen.

  • Horchen Sie in sich hinein.

    Wichtig ist nicht nur, dass die anvisierten Ziele realistisch sind. Für den Erfolg ist es ebenso wichtig sich zu fragen, ob das überhaupt Ihre Ziele sind? Wenn Sie etwas tun, weil andere es von Ihnen erwarten, werden Sie der Sache nur halbherzig nachgehen. Sie werden innere Widerstände spüren und im Endeffekt nicht so konsequent sein, wie es für ein Gelingen notwendig wäre. Im Falle ständig um Hilfe bettelnder Kollegen könnte in sich hineinhorchen auch zu der Erkenntnis führen, dass Sie deshalb inkonsequent sind, weil Sie in Wirklichkeit gar nicht nein sagen wollen? Unter Umständen genießen Sie das Gefühl, gebraucht zu werden.

  • Bauen Sie Routinen ein.

    Routine klingt auf den ersten Blick langweilig. Aber der Vorteil ist: Die Handlung geht uns irgendwann in Fleisch und Blut über. Das führt dazu, dass selbst Dinge, die einem vielleicht etwas schwer fallen oder eine gewisse Überwindung kosten, mit der Zeit leichter fallen. Dafür ist es hilfreich, sich einen festen Termin oder eine Regel zu setzen und den auch beizubehalten. Viele Menschen haben beispielsweise eine feste Morgenroutine. Wie die konkret aussieht, bleibt dabei ganz Ihnen überlassen. Manche treiben Sport, andere gehen mit dem Hund spazieren, wiederum andere lesen. Wichtig ist nur, dass Sie langfristig dabei bleiben und keine Ausnahmen (außer bei Krankheit oder zuvor fest eingeplanten wie beispielsweise am Wochenende) machen.

  • Suchen Sie sich einen Mitstreiter.

    Gerade wenn es darum geht, den inneren Schweinehund zu besiegen, kann ein Freund oder Kollege die ideale Unterstützung sein. Wenn Sie sich beispielsweise fürs Fitnessstudio angemeldet haben, wird es Ihnen vermutlich schwerer fallen, den hochambitionierten Freund zu enttäuschen als wenn Sie Ihr Training ganz allein absolvieren würden. Der Vorteil an einem Mitstreiter ist außerdem, dass Sie sich austauschen und gegenseitig motivieren, Lernerfolge vergleichen können.

  • Tricksen Sie sich selbst aus.

    Sie können auch sich selbst gegenüber die Elternrolle einnehmen, indem Sie sich "bestrafen", falls Sie etwas nicht umsetzen, obwohl es Ihnen möglich gewesen wäre. Beispielsweise haben Sie zweimal den Sprachkurs geschwänzt, weil draußen tolles Wetter war. Nehmen Sie sich vor, eine halbe Stunde länger zu üben als sonst. Oder sie schmeißen zwei Euro in ein Sparschwein für jeden Fehltritt. Von dem gesparten Geld leisten Sie sich irgendwann etwas Schönes.

  • Seien Sie nicht zu streng mit sich.

    Trotz alledem: Wenn nicht alles auf Anhieb klappt, sollten Sie Fehltritte nicht zur großen Katastrophe aufbauschen. Das demotiviert erst recht und wäre völlig übertrieben, denn eine Routine stellt sich nicht über Nacht ein. Stattdessen ist hier Durchhaltevermögen gefragt. Und überprüfen: Konsequenz heißt nicht, wer A sagt, muss auch B sagen. Konsequenz kann auch bedeuten zu erkennen, dass eine Sache nicht mehr zu den ursprünglichen Zielen passt und dementsprechend zu handeln.

Inkonsequenz kann teuer werden

Wie bleibe ich konsequentWie sieht inkonsequentes Handeln aus? Vielleicht ist Ihnen das eine oder andere Phänomen auch auf der Arbeit begegnet. Kollegen, die schwören, beim nächsten Mal garantiert eine Schicht zu übernehmen.

Oder auch Vorgesetzte, die sich durch leere Versprechungen auszeichnen: Es werden Gehaltserhöhungen, Beförderungen oder auch Unterstützung durch neue Gerätschaften in Aussicht gestellt, aber nicht geschaut, ob das überhaupt realisiert werden kann. Die Folge: Enttäuschte Mitarbeiter und ein gebrochenes Versprechen.

Wer vorschnell Dinge zusagt um sie später zurückzunehmen, verspielt seine Glaubwürdigkeit und verliert das Vertrauen der Mitarbeiter. Wird der Chef andere Zusagen ebenso wenig einhalten? Hat so etwas System, kann das schlimmstenfalls dazu führen, dass gutausgebildete Fachkräfte das Unternehmen verlassen.

Inkonsequenz kann sich auch in so vermeintlich harmlosen Vorfällen wie mangelnde Vorbereitung zeigen. Wenn beispielsweise der Geschäftsführer zu einem Meeting ansetzt und dann unpünktlich und unvorbereitet erscheint: Er stiehlt damit nicht nur seinen Mitarbeitern wertvolle Zeit, die nachgearbeitet werden muss, sondern setzt bezifferbare Kosten in den Sand.

Andersherum zeigt sich im konsequent sein eben auch Führungskompetenz: Die Führungskraft ist bereit, für ihr Handeln gerade zu stehen und gibt ihren Mitarbeitern eine klare Linie vor, die sie selbst verfolgt.

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[Bildnachweis: Maridav by Shutterstock.com]

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