Ambitionen: Bedeutung, Beispiele, Vor- und Nachteile

Strebsamkeit und hohe Ambitionen haben schon so mancher Karriere zu Glanz und Glorie verholfen. Wer den großen Erfolg will, sollte hoch zielen und groß denken! Allerdings gibt es auch eine Schattenseite: Ambitionen können Menschen ebenso zerstören…

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Was sind Ambitionen?

Ambitionen beschreiben das Streben nach hohen Zielen oder großem Erfolg. Dieses Sinnen ist oft mit dem Wunsch nach Anerkennung, Status, Macht, Prestige oder persönlicher Entwicklung verbunden, seltener mit materiellem Nutzen. Der Begriff stammt ursprünglich vom lateinischen „ambitio“ und bedeutet wörtlich übersetzt „Umhergehen als Bittsteller“ oder „Streben nach Ehre und Rang“. Er wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus dem Französischen ins Deutsche übernommen.

Das Gegenteil von Ambitionen wäre Passivität, Zurückhaltung oder Antriebslosigkeit.

Was sind die 2 Arten von Ambitionen?

Wer ambitioniert ist, will Großes erreichen. Die US-Psychologen Andrew Elliot und Marcy Church unterscheiden hierbei zwei Arten von Ambitionen:

  1. Lernziele

    Dabei geht es um die Steigerung der eigenen Fähigkeiten und die Vermehrung des Wissens.

  2. Leistungsziele

    Diese Art von Ambitionen hat das Ziel, andere oder bisherige (eigene) Standards zu übertreffen.

Wichtig: Ambitionen können sowohl positive als auch negative Seiten haben. Sie können motivierend wirken oder zu übertriebenem Ehrgeiz führen.

Was unterscheidet Ambitionen von Zielen?

Ambitionen oder Ziele werden häufig synonym genutzt, doch es gibt Unterschiede: Ambitionen sind meist allgemein formuliert. Ziele dagegen sind spezifischer, konkreter und mit einem Zeitrahmen versehen (siehe: SMART-Methode). Das macht sie messbarer. Ebenso lassen Ambitionen mehr Spielraum für verschiedene Wege oder übergeordnete Ergebnisse, während Ziele oft einen detaillierten Plan zur Umsetzung haben. Gemeinsam ist beiden ihre hohe Bedeutung für die persönliche Entwicklung und den beruflichen Erfolg.

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Beispiele für berufliche Ambitionen

Vor allem im Beruf zeigen Menschen zahlreiche und unterschiedliche Ambitionen bei der Karriereentwicklung. Hier sind einige Beispiele für berufliche Ambitionen:

  • Traumjob finden und bekommen
  • Fachliche Expertise ausbauen
  • Neue Herausforderungen meistern
  • Effizienter und produktiver arbeiten
  • Innovationen und Lösungen entwickeln
  • Internationale Projekte managen
  • Führungsposition anstreben
  • Gehalt und Einkommen maximieren
  • Work-Life-Balance verbessern

Neben dem Beruf können Sie natürlich auch private Ambitionen entwickeln und noch andere Prioritäten im Leben setzen. Laut einer Allensbach-Studie stehen bei den meisten Menschen Freunde und Beziehungen ganz oben auf der Liste:

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Sind Ambitionen angeboren?

Manchen Menschen ist das Streben nach Höherem scheinbar in die Wiege gelegt. Tatsächlich aber sind Ambitionen nicht angeboren, sondern ein erlerntes Verhaltensmuster und deshalb trainierbar. Teile davon können genetisch bedingt sein, sagt der US-Psychologe Dean Simonton. Mehrheitlich seien Ambitionen aber ein Mix aus „Ehrgeiz, Energie plus Entschlossenheit.“

Welchen Einfluss haben Ambitionen auf die Karriere?

Ambitionen spielen eine zentrale Rolle in der Persönlichkeitsentwicklung und haben großen Einfluss auf die Karriere. Entscheidende Faktoren sind:

  • Motivation und Antrieb

    Ambitionen sind für viele Menschen eine Art innerer Antrieb und langfristige Motivation. Sie geben eine Richtung vor und helfen, sich auf seine Ziele zu fokussieren. Menschen mit Ambitionen sind in der Regel leidenschaftlicher, weil sie auch die erforderlichen Anstrengungen nicht scheuen.

  • Orientierung und Fokus

    Berufliche Ambitionen fungieren als eine Art Kompass für die Karriereentwicklung. Ohne sie besteht die Gefahr, sich ablenken zu lassen oder die Karriereziele aus den Augen zu verlieren.

  • Potenzial- und Stärken-Entwicklung

    Das Streben nach Besonderem motiviert dazu, kontinuierlich an sich und den eigenen Fähigkeiten zu arbeiten. Ambitionen treiben Menschen dazu an, ihre Stärken zu stärken und an ihren Schwächen zu arbeiten. Dies führt zu einer stetigen Weiterentwicklung.

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Sind Ambitionen wichtiger als Intelligenz?

Ein deutsches Sprichwort sagt: „Wo ein Wille, da ein Weg!“ Die beste Idee nutzt nichts, wenn dem erleuchteten Geist der Ehrgeiz fehlt, diese in die Tat umzusetzen. Jüngere Studien weisen darauf hin, dass Ambitionen ein wesentlicher Motor des Erfolgs sind – wichtiger noch als Intelligenz! „Niemand ist so talentiert, dass er nicht für seinen Erfolg kämpfen müsste“, sagt die US-Psychologin Angela Duckworth. Dazu brauche es nicht nur Ziele, sondern eben auch Entschlossenheit und Umsetzungsstärke. Lewis Terman, der Erfinder des Stanford-Intelligenztests, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Er verfolgte die Entwicklung besonders talentierter und intelligenter Studenten – und stellte fest: „Intelligenz wird überschätzt, Beharrlichkeit und Ambitionen hatten den größeren Einfluss auf den Erfolg.“

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Haben Ambitionen auch eine negative Seite?

Ambitionen haben viele Vorteile und positive Wirkungen. Allerdings gibt es auch ein paar negative Seiten, die Sie beachten sollten:

  • Übertriebener Ehrgeiz

    Allzu große Ambitionen können zu übermäßigem Ehrgeiz und Verbissenheit führen. Wer „überambitioniert“ ist, dem ist irgendwann jedes Mittel recht. Betroffene opfern dafür Werte, Freunde, Partner und Familie.

  • Abnehmendes Lebensglück

    Auch kann die Entwicklung einer „zwanghaften Leidenschaft“ in eine Besessenheit oder einen Burnout münden (siehe: Ikarus-Effekt). Das nächste Ziel und Glück sind einem immer einen Schritt voraus. Der Preis dafür sind Stress und Einsamkeit.

  • Negative Persönlichkeit

    Maßlose Ambitionen können sogar eine negative Persönlichkeitsveränderung bewirken: Betroffene entwickeln ein starkes Geltungsbedürfnis, Machtgier oder Ruhmsucht. In der Psychologie wird dies auch „déformation professionelle“ genannt: eine deformierte Persönlichkeit aufgrund zu vieler Kompromisse.

„Der Preis für starken Ehrgeiz ist hoch“, sagt Manfred Kets de Vries, Professor an der Insead Business School. Der Grat zwischen aufbauenden und fehlgeleiteten Ambitionen sei schmal: Läuft es gut, können Ehrgeizige Berge versetzen; läuft es schlecht, können sie ganze Länder ins Verderben stürzen. Es schadet also nicht, sich seine Ambitionen bewusst zu machen und zu hinterfragen. Erfolg bleibt eine Frage der Lebensbalance und der Balance zwischen eigenen Zielen und Werten. Eine gesunde Distanz zum eigenen Streben sorgt dafür, die Bodenhaftung zu behalten – und trotz hoher Ziele nicht völlig abzuheben.


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