Nebenverdienst: Regeln, Möglichkeiten, Tipps

Zum Hauptjob einen Nebenverdienst zu haben, ist für viele Menschen attraktiv. Neben finanziellen eröffnen sich damit völlig neue Möglichkeiten. Vielfältig sind auch die Einsatzgebiete: Wollen (oder dürfen) Sie Ihrer hauptberuflichen Profession im Nebenjob treu bleiben? Oder reizt Sie vielleicht ein ganz neuer, anderer Bereich? So oder so gibt es bei einem Nebenverdienst einige Regelungen, Vorschriften und Besonderheiten zu beachten. Es geht sowohl um Pflichten Ihrem Hauptarbeitgeber gegenüber, aber auch um finanzielle Aspekte wie Steuern oder Sozialabgaben. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten zum Nebenverdienst es gibt – und wir beantworten die häufigsten und wichtigsten Fragen rund um den Nebenverdienst…

Nebenverdienst: Regeln, Möglichkeiten, Tipps

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Definition: Was ist ein Nebenverdienst?

Die Einteilung und Unterscheidung in Haupt- und Nebenverdienst wird erst dann sinnvoll, wenn Sie aus mehreren Quellen Einnahmen beziehen. Wenn Sie nur einem Job nachgehen und dafür ein regelmäßiges Gehalt bekommen, wird nur vom Einkommen oder dem Verdienst gesprochen.

Gehen Sie zusätzlich zu diesem ersten Job einer weiteren Tätigkeit nach, beziehen Sie einen Nebenverdienst. Gemeint ist damit jede Form des zusätzlichen Einkommens, die nicht aus Ihrem Erstjob entsteht. In der Regel wird keine weitere Differenzierung nach der Anzahl der Einkommensquellen vorgenommen – ob Sie also zusätzlich zum Hauptjob zwei oder drei weitere Einnahmen haben, fallen diese alle unter den Oberbegriff des Nebenverdiensts.

Ebenso spielt es für die Bezeichnung keine Rolle, wie hoch ein Nebenverdienst ist. So können Sie beispielsweise 1.000 Euro oder nur 150 Euro im Nebenverdienst erhalten, abhängig davon, welcher Tätigkeit Sie nachgehen und wie viel Zeit Sie darin investieren können oder wollen.

Gute Gründe für einen Nebenverdienst

Es kann verschiedene Gründe geben, einen Nebenverdienst zu suchen und sich zusätzlich zum ersten Job eine weitere Einkommensquelle zu erschließen. Im besten Fall wird der Nebenverdienst dabei aus den richtigen Gründen angestrebt.

Entscheidend dabei sind die nötige Motivation, aber auch Belastbarkeit. Schließlich müssen Sie für den Nebenverdienst weitere Stunden Arbeit und Anstrengung einplanen, wenn Sie eigentlich Freizeit von Ihrem Hauptjob haben.

Die häufigsten Gründe für einen Nebenverdienst sind:

  • Sie verbessern Ihre Finanzen

    Für viele ist eine angespannte finanzielle Situation ausschlaggebend, um einen Nebenverdienst anzustreben. Reicht der Hauptverdienst nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten und laufende Kosten zu decken oder wollen Sie einen höheren Lebensstandard erreichen, kann ein Nebenverdienst dabei helfen.

  • Sie bilden sich weiter

    Der Nebenverdienst kann ein erster Schritt in eine neue berufliche Richtung sein. Sie sammeln erste Erfahrungen in einem anderen Bereich oder Beruf. Das Praktische: Sie minimieren das Risiko für den Einstieg in eine Selbstständigkeit, weil Sie weiterhin über den ersten Job abgesichert sind. So ermöglicht ein Nebenverdienst, langsam ein zweites Standbein aufzubauen.

  • Sie verdienen Geld mit einer Leidenschaft

    Manchmal entsteht ein Nebenverdienst aus einer Leidenschaft heraus, die Sie vorher nur in Ihrer Freizeit betrieben haben. Vielleicht sind Sie ein Hobby-Künstler und können auf einmal einige Bilder verkaufen oder Sie drehen Videos für Instagram und Youtube und verdienen durch die Werbeeinnahmen einen Nebenverdienst.

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Verschiedene Kategorien für den Nebenverdienst

Durch welche Tätigkeit Sie Ihren Nebenverdienst bekommen, hängt natürlich von Ihren Kompetenzen ab. Auch wenn es nur ein Nebenverdienst ist, müssen Sie die nötigen Voraussetzungen mitbringen, um den Aufgaben gerecht werden zu können.

Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Möglichkeiten für den Nebenverdienst, wo Sie als Quereinsteiger ohne vorherige Erfahrung oder besondere Kenntnisse tätig werden können.

Ausgehend von der Art des Beschäftigungsverhältnisses lassen sich drei Kategorien unterscheiden:

  • Nebenverdienst als Angestellter

    Der Nebenverdienst als Angestellter ist ein klassischer Zweitjob, bei dem Sie typischerweise in Teilzeit bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt sind. Bei dieser Möglichkeit sind Sie somit Arbeitnehmer für zwei verschiedene Unternehmen. Dabei können die beiden Tätigkeiten vollkommen verschieden sein und müssen nicht in der selben Branche liegen oder ähnliche Aufgaben beinhalten.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

  • Nebenverdienst als Selbstständiger

    Einen Nebenverdienst können Sie sich auch als Selbstständiger erwirtschaften. Sie können beispielsweise ein kleines Gewerbe anmelden und im Anschluss selbstständig Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Ein Vorteil ist das geringere Risiko, sollte die Selbstständigkeit nicht so gut laufen – schließlich erhalten Sie weiterhin Ihr Haupteinkommen.

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  • Nebenverdienst auf Honorarbasis

    Besonders beliebt als Möglichkeit für den Nebenverdienst sind Aufträge und Tätigkeiten auf Honorarbasis. Diese können oftmals von zuhause aus über das Internet erledigt werden und bieten deshalb große Flexibilität und leichte Integration in den Alltag.

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20 Möglichkeiten: Wie lässt sich Geld verdienen?

Die Möglichkeiten für einen Nebenverdienst sind zahlreich. Nachfolgend stellen wir Ihnen 20 Möglichkeiten vor, wie sich Geld verdienen lässt. Darunter solche, die sich von zu Hause bewerkstelligen lassen, aber auch viele andere, zum Beispiel:

  1. Paketzusteller

    Dieser Job hat eigentlich immer Konjunktur, seit viele Menschen übers Internet Ihre Einkäufe erledigen. Besonders gefragt sind Ihre Dienste gerade in Zeiten von Corona, wenn der stationäre Handel seine Öffnungszeiten und sein Angebot begrenzen muss. Für diese Tätigkeit brauchen Sie körperliche und psychische Belastbarkeit, da Sie viel unter Zeitdruck arbeiten und nicht alle Kunden realisieren, welchen Bärendienst man ihnen mit diesem Service erweist.

  2. Fitnessstudiomitarbeiter

    Wer körperlich fit und kaufmännisch gebildet ist, vielleicht sogar eine Ausbildung im Gesundheitsbereich absolviert hat – beispielsweise als Ergotherapeut, Physiotherapeut, Gesundheits- und Krankenpfleger, Diätassistent oder Ähnliches – eignet sich gut für einen Nebenjob im Fitnessstudio. Hier beraten Sie Kunden über mögliche Vertragskonditionen, servieren Proteinshakes an der Bar und stellen sicher, dass die Geräte einwandfrei arbeiten.

  3. Securitymitarbeiter

    Vielfältig die Tätigkeiten und Einsatzorte als Security. Wer im Objektschutz arbeitet, ist vor allem für die Bewachung von Gebäuden – etwa Museen und Lagerhallen – zuständig. Als Türsteher für Diskotheken oder Supermärkten stellen Sie nicht nur sicher, dass keine Waren entwendet werden, sondern achten auf die Einhaltung von Regeln. Da Sie hier viel Publikumsverkehr haben, müssen Sie nicht nur über eine sehr gute Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis verfügen. Sie sollten zudem eine Kampfsportart und Deeskalationstechniken beherrschen.

  4. Essenslieferant

    Pizzaboten gibt es schon länger. Seit aber Plattformen wie Lieferando aus dem Boden schießen, können sich Kunden ihr Lieblingsessen fast überall von ihrer Lieblingsbude bestellen und liefern lassen. Sie als Lieferant benötigen noch nicht einmal ein eigenes Fahrzeug, sondern bekommen ein E-Bike gestellt. Bezahlt wird nach Stundenlohn.

  5. Reinigungskraft

    Büroräume, Arztpraxen, Supermärkte und Industrieanlagen werden meist spätabends oder frühmorgens gereinigt – kurz vor Ladenschluss oder Arbeitsbeginn. Je größer die Anlage, desto wahrscheinlicher, dass Sie nicht mit Wassereimer und Wischmop anrücken, sondern ein Reinigungsgerät bedienen werden. Flexibilität, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit sind hier das A und O.

  6. Betreuung

    Was als Au-Pair in Vollzeit geht, kann natürlich auch neben dem Hauptjob erledigt werden. Für viele Studenten und Schüler ist ein Nebenverdienst durch Babysitting typisch. Eine andere Möglichkeit ist, als Seniorenbetreuer mit älteren Menschen zu arbeiten, ihnen Gesellschaft zu leisten. Dafür kann allerdings regional unterschiedlich eine Weiterbildung im Umfang von 160 Unterrichtsstunden notwendig sein.

  7. Kassenkraft

    Rund um den Einzelhandel gibt es mehrere Jobs. Sie können als Einkaufshilfe oder Lieferant arbeiten, können als Regalauffüller Waren einräumen. Häufig werden auch Jobs als Kassenkraft angeboten. Da heutzutage überwiegend mit modernen Scannerkassen gearbeitet wird und die Produkte meist ausgezeichnet sind, brauchen Sie sich kaum Preise von Waren zu merken. Nach einer kurzen Einweisung in das Kassensystem können Sie loslegen. Vorteilhaft sind die flexiblen Zeiten. Allerdings liegen die Verdienstmöglichkeiten meist um den Mindestlohn.

  8. Servicekraft

    Gastronomie und Hotellerie haben in der Saison (Sommer, aber auch Weihnachtszeit) erfahrungsgemäß zusätzlichen Bedarf. Bedingt durch derzeitige Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ist die Nachfrage derzeit im Gastgewerbe gering. Perspektivisch wird sich das wieder ändern.

  9. Taxifahrer

    Hierfür brauchen Sie meist nur einen Führerschein, eine Ortskenntnisprüfung und eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung – dann kann es schon losgehen. Wer allerdings selbständig als Taxifahrer arbeitet, braucht außerdem ein solides Fahrzeug. Das sollte nicht die letzte Karre sein, da Sie Ihren Kunden einen gewissen Komfort bieten wollen. Wie überall im Dienstleistungssektor brauchen Sie ein gewisses Maß an Kundenorientiertheit und Stressresistenz – angetrunkene und/oder unfreundliche Kunden sind an Wochenenden nicht selten. Gleichzeitig ist das die Zeit, in der Sie die meisten Einnahmen machen werden.

  10. Statist

    Theaterbühnen, kleinere unabhängige Fernsehproduktionen oder Daily Soaps und Reality Soaps suchen immer wieder Statisten. Das große Geld wird man in den wenigsten Fällen verdienen – wobei manch einem tatsächlich schon der Sprung in Dauerbrenner wie GZSZ oder Berlin Tag und Nacht gelungen ist. Dafür werden Sie eine gehörige Portion Spaß, lauter neue Leute und Bretter, die die Welt bedeuten (für manche zumindest) kennenlernen. Meist wird pauschal vergütet, das heißt, je häufiger eine Szene nachgedreht werden muss, desto länger müssen Sie für Ihr Geld arbeiten. Catering ist inklusive, zusätzlich werden die Fahrtkosten und bei größeren Rollen beziehungsweise längerer Drehzeit die Hotelübernachtung übernommen.

Die Corona-Pandemie erschwert die Jobsuche, macht sie aber nicht unmöglich. Wer – aus welchen Gründen auch immer – ans Haus gebunden ist, für den ist es ideal, von zuhause aus arbeiten zu können.

In den allermeisten Fällen brauchen Sie nur einen Laptop und einen Internetanschluss – selbst wenn Sie gar nicht online arbeiten. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten zum Nebenverdienst Sie haben:

  1. Handarbeit

    Sie nähen/stricken/schneidern/töpfern/basteln für Ihr Leben gerne? Ob Bluse, Mund-Nasen-Maske, Taschen oder Accessoires: Für Selbstgemachtes gibt es immer Fans und Abnehmer. Ihr Nebenverdienst fällt natürlich abhängig von Ihren Fähigkeiten und der jeweiligen Konkurrenz aus. Es gibt zahlreiche Plattformen wie etsy.com oder Amazon Handmade, auf denen Sie Ihre Produkte anbieten und Ihren eigenen kleinen Onlineshop eröffnen können.

  2. Übersetzer

    Dafür sollten Sie wahlweise über eine Ausbildung als Dolmetscher oder Fremdsprachenassistent verfügen oder als Muttersprachler eine weitere Sprache beherrschen. Ihre Aufgabe besteht dann darin, fremdsprachige Texte ins Deutsche beziehungsweise die jeweils geforderte Sprache zu übersetzen. Dies kann unter Zuhilfenahme entsprechender Software, beispielsweise Übersetzer-Tools geschehen.

  3. Fotograf

    Sie haben ein gutes Auge für Bildkompositionen, eine ruhige Hand und beherrschen die Technik? Dann können Sie mit Ihren eigenen Fotographien Geld verdienen. Eine gute Kamera und Beherrschen der Software zur Bildbearbeitung ist Voraussetzung. Ihre Werke können beispielsweise als Stockfotos auf Plattformen wie stock.adobe.com oder shutterstock.com verkaufen. Wer sich in der Branche (beispielsweise durch Social Media Kanäle) einen Namen gemacht hat, wird auch gerne als Auftragsfotograf gebucht.

  4. Internetassistenz

    Als virtueller Assistent erledigen Sie im Prinzip dieselben Aufgaben wie eine Sekretärin. Sie recherchieren Informationen, erledigen Telefonate, kümmern sich um die Terminplanung und das alles bequem von zuhause aus. Ihr Nebenverdienst richtet sich nach dem Umfang der gebuchten Stunden und dem, was Sie gegebenenfalls aushandeln. Auch für diese Jobs gibt es diverse Plattformen, beispielsweise my-vpa.com.

  5. Lektor

    Wer über Eloquenz und sehr gute Orthographie- und Grammatikkenntnisse verfügt, für den kommt ein Nebenverdienst als Lektor oder Korrektor infrage. Als solcher überprüfen Sie Texte auf Fehler und korrigieren Sie. Als Lektor gehen Sie noch eine Stufe weiter und verbessern sie formal und inhaltlich. Zum Einsatz kommen Sie beispielsweise als Unterstützung für Studierende im Examen und Buchautoren. Wer sich mit Sprache und Stilmitteln auskennt, kann auch umgekehrt selbst als Texter oder Werbetexter tätig werden.

  6. Youtuber

    Um einen Nebenverdienst durch Youtube zu generieren, brauchen Sie allerdings einen längeren Atem – ebenso wie als Influencer auf Instagram oder ähnlichen Plattformen. Sie müssen etwas zu sagen haben, das andere interessiert und wirklich gut darin sein. Durch Werbeanzeigen und/oder Affiliate-Marketing gelangen Sie dann zu einem passiven Einkommen. Aber: Erst ab einer bestimmten Anzahl an Fans sind Sie überhaupt erst für Werbetreibende interessant.

  7. Produkttester

    Wie lässt sich das Gerät handhaben? Zieht die Creme schnell ein? Welche „Kinderkrankheiten“ weist ein Produkt auf? Das sind Fragen, die Sie beim Testen eines bestimmten Produkts beantworten können sollen. Dafür werden Sie allerdings auch hier einen eher geringen Nebenverdienst haben und über die schiere Masse verdienen. Faustregel: Je ausdifferenzierter eine Tätigkeit, je mehr Fachwissen gefragt ist, desto besser ist die Bezahlung.

  8. Callcenteragent

    Für diesen Job brauchen Sie vor allem Stressresistenz, wenn einige Kunden mal wieder völlig entnervt auf nicht funktionierende Produkte reagieren. Als Callcenteragent arbeiten Sie beispielsweise für Callcenter oder Meinungsforschungsinstitute. Sie sind beratend tätig bei Fragen und Problemen oder unterbreiten Angebote für neue Produkte und Verträge. Da erfolgreiche Vertragsabschlüsse mit Boni honoriert werden, richtet sich Ihr Nebenverdienst unter anderem danach, wie gut Sie andere überzeugen können.

  9. Online-Umfragen

    Meinungsforschungsinstitute sind daran interessiert, Trends aufzuspüren, Kundenwünsche zu erkennen und das Konsumverhalten bestimmter Konsumentengruppen zu ermitteln. Wer Online-Umfragen als Konsument beantwortet, braucht meist keine größeren Vorkenntnisse. Es wird allerdings vorab durch umfangreiche Fragen ermittelt, ob Sie zur gewünschten Zielgruppe gehören, um feststellen zu können, welche Umfrage für Sie infrage kommt. Der Nebenverdienst ist bei solchen Tätigkeiten allein durch die Masse zu machen. Die Bezahlung ist eher gering, Sie nehmen dafür an Verlosungen teil.

  10. Programmierer

    Nahezu jeder hat einen Computer, wer mehrere Programmiersprachen und Englisch beherrscht, hat ganz gute Karten. JavaScript und C++ sind häufig Standard. Sie bauen Ihren Kunden Webseiten auf oder entwickeln Apps und Spiele. Wer noch nicht so ausgereifte Kenntnisse auf dem Gebiet hat, kann statt als Programmierer und Softwareentwickler auch als Softwaretester Jobs finden.


Achtung schwarze Schafe in der Branche!

Vor allem bei Jobs in Heimarbeit sollten Sie beachten: Es gibt es unter den Anbietern einige schwarze Schafe. Seien Sie bei der Auswahl passender Angebote vorsichtig. Die folgenden Indizien sprechen für unseriöse Anbieter beim Nebenverdienst:



Heimarbeit Indizien Vorkasse

Heimarbeit Indizien Versprechen

Heimarbeit Indizien Siegel

Heimarbeit Indizien Telefon

Heimarbeit Indizien Verbraucherzentrale

Heimarbeit Inditien Impressum

Heimarbeit Indizien Arbeitnehmer



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FAQ: Häufige Fragen und Antworten zum Nebenverdienst

Rund um den Nebenverdienst gibt es viele Fragen und Unsicherheiten. Der Wunsch nach einem Nebenverdienst ist zwar oftmals groß, doch gleichzeitig gibt es Sorgen über möglichen Ärger mit dem Hauptarbeitgeber, arbeitsrechtliche Konsequenzen oder die Auswirkungen auf Steuern und Sozialleistungen.

In unserem kleinen FAQ zum Nebenverdienst haben wir die häufigsten Fragen zusammengestellt und für Sie beantwortet:

  • Muss ich meinen Arbeitgeber über den Nebenverdienst informieren?

    Allgemein gilt zunächst: Ein Nebenverdienst ist nicht verboten, wenn Sie in Ihrer Freizeit einer anderen bezahlten Tätigkeit nachgehen wollen, ist das Ihre eigene Entscheidung. Allerdings kann der Hauptarbeitgeber über den Arbeitsvertrag bestimmte Vereinbarungen festhalten, aus denen für Sie Pflichten entstehen, an die Sie sich vor der Aufnahme eines Nebenverdiensts halten müssen.

    Eine Möglichkeit ist die sogenannte Informations- und Meldepflicht. Hier regelt der Arbeitsvertrag, dass Sie Ihren Hauptarbeitgeber informieren müssen, bevor Sie einem Nebenverdienst nachgehen.

    Im Vertrag kann aber auch eine Genehmigungspflicht geregelt werden. Hier brauchen Sie dann eine schriftliche Genehmigung durch Ihren ersten Arbeitgeber, bevor Sie einen Nebenverdienst aufnehmen können. Allerdings ist Ihr Chef dazu verpflichtet, diese Genehmigung zu erteilen, wenn Ihr Nebenverdienst nicht gegen bestimmte Regeln verstößt. Sie dürfen beispielsweise nicht bei der direkten Konkurrenz arbeiten und Ihre Leistungen im Hauptjob dürfen nicht unter dem Nebenverdienst leiden.

  • Wie viel darf ich im Nebenverdienst verdienen?

    Eine Obergrenze für den Nebenverdienst gibt es für Angestellte nicht. Wenn Sie also eine besonders lukrative Tätigkeit gefunden haben, können Sie damit im Prinzip so viel im Nebenverdienst erwirtschaften, wie Sie wollen.

    Die Höhe Ihres Nebenverdiensts spielt jedoch für mögliche Steuerzahlungen eine Rolle. So dürfen Sie im Nebenverdienst monatlich bis zu 450 Euro steuerfrei zu Ihrem Haupteinkommen hinzuverdienen. Bis zu 5.400 Euro Nebenverdienst bleiben im Jahr somit frei von Steuern und Sozialabgaben. Lediglich für den Arbeitgeber fallen pauschal 2 Prozent Lohnsteuer an.

    Wenn Sie im Nebenverdienst mehr verdienen, wird die Tätigkeit lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig. Durch die Abgaben reduziert sich das Netto-Gehalt, weshalb im Zweifelsfall nachgerechnet werden muss, ob es sich überhaupt lohnt, knapp über der Grenze von 450 Euro zu verdienen.

  • Wie lange darf ich im Nebenverdienst arbeiten?

    Auch im Nebenverdienst sind Sie an die Regeln des Arbeitszeitgesetzes gebunden. Demnach darf die maximale Arbeitszeit pro Woche regelmäßig bei 48 Stunden liegen – gemeint ist damit insgesamt, also im Erstjob plus Nebenverdienst zusammen.

    Wie lange Sie im Nebenverdienst arbeiten können, hängt somit von der regelmäßigen Arbeitszeit im Hauptjob ab. Bei einer 40-Stunden-Woche können Sie acht Stunden für den Nebenverdienst aufbringen, bei einer 38-Stunden-Woche wären 10 Stunden pro Woche möglich.

  • Wo kann ich einen Nebenverdienst finden?

    Einen Nebenverdienst können Sie über dieselben Wege wie auch andere Jobs finden. Erste Anlaufsstelle sind dabei in der Regel Jobbörsen. Suchen Sie doch gleich auf unserer Jobbörse nach einem passenden Nebenverdienst.

    Zusätzlich gibt es auch Portale im Internet, die sich speziell auf Zweitjobs und Nebenverdienste spezialisiert haben.

  • Was bedeutet ein Nebenverdienst für das Arbeitslosengeld?

    Wenn Sie Arbeitslosengeld beziehen, können Sie trotzdem einem Nebenverdienst nachgehen. Dieses ist jedoch begrenzt auf eine maximale Arbeitszeit. Wenn Sie diese überschreiten, können Sie nicht mehr arbeitslos gemeldet sein und verlieren damit auch Ihren Anspruch auf die Zahlung von Arbeitslosengeld.

    Gemäß den Vorschriften im Sozialgesetzbuch dürfen Sie maximal 15 Stunden pro Woche einem Nebenverdienst nachgehen, wenn Sie Arbeitslosengeld beziehen. Auch wird der Nebenverdienst auf die Höhe ihres Arbeitslosengelds angerechnet – der Freibetrag liegt jedoch bei 165 Euro im Monat. Bis zu dieser Grenze dürfen Sie bei maximal 15 Stunden pro Woche also verdienen, ohne dass sich der Nebenverdienst auf Ihr Arbeitslosengeld auswirkt.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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2. September 2020 Nils Warkentin Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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