Übersetzer: Einfach online übersetzen

Die Schulzeit ist schon einige Jahre her, Sie sind nicht mehr in der Übung und vielleicht waren Fremdsprachen noch nie die größte Stärke. Egal, ob für den Urlaub, den beruflichen Kontakt mit Kunden oder Kontakten im Ausland oder aus anderen Gründen: Irgendwann ist fast jeder mit seinem Latein – oder Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Italienisch, Polnisch – am Ende, wenn die eigene Muttersprache verlassen wird. Dann braucht es einen Übersetzer, der einfach und zuverlässig weiterhilft. Mit wenigen Klicks lassen sich gleich eine Vielzahl von Übersetzern im Internet finden, die kostenlos Wörter, Sätze oder ganze Texte in eine andere Sprache übertragen. Auf welche Übersetzer Sie zurückgreifen können und worauf Sie dabei unbedingt achten sollten…

Übersetzer: Einfach online übersetzen

Übersetzer: Eine große Auswahl verschiedener Anbieter und Services

Selbst sprachbegabte Menschen brauchen hin und wieder einen Übersetzer. Nicht jeder genießt dabei den Luxus, für jede benötigte Fremdsprache einen passenden Muttersprachler im Freundeskreis zu haben, der gerne aushilft und bei Übersetzungen behilflich ist. Dank der vielen digitalen Übersetzer, die online zur Verfügung stehen, ist das aber auch gar nicht notwendig.

Auch Anbieter haben erkannt, dass es eine große Zielgruppe für Übersetzer gibt und reagieren mit entsprechenden Services, die alle sowohl kostenlos (zumindest in den Grundfunktionen) als auch einfach in der Handhabung sind. Gar nicht so leicht, da den Überblick zu behalten.

Wir haben für Sie eine Liste verschiedener Übersetzer erstellt und zeigen, wo die jeweiligen Stärken und mögliche Schwächen liegen:

  • Übersetzer: Google Translate

    Der größte und sicherlich bekannteste Übersetzer im Internet ist Google Translate und gehört zum gleichnamigen Konzernriesen. Google arbeitet ständig daran, die Übersetzungen zu verbessern und neue Funktionen hinzuzufügen. So können – wenn ein Mikrofon vorhanden ist – auch Spracheingaben übersetzt werden. Außerdem können Sie sich die Übersetzungen gleich anhören, um an Ihrer Aussprache zu arbeiten.

    Mit rund 100 Sprachen gibt es außerdem kaum etwas, was Sie mit Google Translate nicht übersetzen können. Der Übersetzer kann zudem Sprachen erkennen – wenn Sie also einen Satz haben und nicht wissen, aus welcher Fremdsprache dieser stammt, weiß Google die Antwort und hat eine passende Übersetzung parat. In weiten Teilen überzeugen auch die Ergebnisse, fast alle normalen Wörter und Sätze werden zielsicher in die gewünschte Sprache übertragen.

  • Übersetzer: DeepL

    DeepL beschreibt sich selbst als Unternehmen, das sich auf die Entwicklung für künstlicher Intelligenz für Sprachen spezialisiert hat. Der DeepL Übersetzer braucht sich dabei keineswegs vor dem großen Konkurrenten Google verstecken. Schnell und sehr genau werden Texte übersetzt und es können sogar ganze Dateien hochgeladen, übersetzt und wieder heruntergeladen werden. Wollen Sie die übersetzten Textdateien bearbeiten, brauchen Sie jedoch das kostenpflichtige DeepL Pro.

    Ein großer Pluspunkt sind auch die Alternativen, die zu jeder Übersetzung angezeigt werden. Statt einem einzelnen Ergebnis können Sie so zwischen verschiedenen sprachlichen Varianten wählen. Durch einen Klick auf einzelne Wörter können zudem andere Formulierungen gewählt werden, um die Übersetzung anzupassen. Kleiner Wermutstropfen eines sehr guten Übersetzers: Bisher unterstützt dieser nur sieben Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch und Polnisch.

  • Übersetzer: Lingenio

    Hinter Lingenio verbirgt sich ein Unternehmen der Sprachtechnologie, das mit wwwtranslate auch einen Online-Übersetzer anbietet. Hier erhalten Sie zusätzlich zur Übersetzung noch einige sprachliche Informationen und grammatikalische Hinweise – etwa dass es sich um ein Adverb oder ein Personalpronomen handelt.

    Während andere Übersetzer bereits während der Eingabe damit beginnen, eine Übersetzung zu erstellen, müssen Sie bei Lingenio zunächst auf Go drücken. Das ist zwar kein großer Aufwand, verzögert das Ergebnis aber zumindest etwas, wobei sich dieser Übersetzer im Test insgesamt etwas langsamer zeigte. Auch gibt es kleine Punktabzüge, da es nur einige mögliche Sprachkombinationen aus Deutsch, Englisch, Französisch und Chinesisch gibt.

  • Übersetzer: Pons

    Pons ist vielen wohl vor allem als Wörterbuch bekannt, sowohl online als auch in gebundener Form. Auf ihrer Internetseite bieten sie aber auch Übersetzungen an. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine eigene Software, vielmehr nutzt Pons den Service anderen Anbietern, unter anderem auch DeepL oder Lingenio.

    Somit decken sich die Vor- und Nachteile mit den jeweiligen Anbietern. Sollten Sie ohnehin das Online-Wörterbuch nutzen, ist der Übersetzer ein guter Zusatzservice. Ansonsten können Sie auch direkt auf die Seite der eigentlichen Anbieter gehen.

  • Übersetzer: Reverso

    Der Reverso Übersetzer macht zunächst einen guten Eindruck, die Seite ist übersichtlich und die Sprachauswahl mit 12 Sprachen durchaus überdurchschnittlich. Im Praxistest konnte Reverso aber leider nicht überzeugen und scheiterte bereits bei einfachen Übersetzungen.

    Bei der Eingabe von Wie geht es Ihnen spuckt der Übersetzer für Englisch ein verwirrendes How it is to you aus. Das erwartete How are you? erscheint erst, wenn Sie auch das Fragezeichen in den zu übersetzenden Satz eintragen. Doch auch vollkommen korrekte deutsche Sätze – inklusive Interpunktion – werden oftmals nicht korrekt ausgegeben. So wird aus Guten Morgen, was machst du heute? ein nach sehr schlechtem Englisch klingendes The good morning what you do today?

  • Übersetzer: Cambridge Dictionary

    Auch das Cambridge Dictionary bietet einen Übersetzer als Service an. Dieser ist jedoch auf eine Textlänge von maximal 160 Zeichen begrenzt. Zudem erlaubt dieser Übersetzer nur maximal 2000 Zeichen am Tag, für kurze Übersetzungen zwischendurch also gut geeignet, für längere Texte oder viele kleine Übersetzungen aber wenig zu gebrauchen.

    Auf der Pro-Seite kann das Cambridge Dictionary mit zusätzlichen Informationen punkten. So erhalten Sie zu jedem einzelnen Wort eines Satzes eine eigene Übersetzung sowie eine Einordnung nach Wortart, also Nomen, Adjektiv, Verb, Pronomen…

Übersetzer: Vorsicht bei falschen Übersetzungen!

Unabhängig davon, für welchen Übersetzer Sie sich letztlich entscheiden, sollten Sie unbedingt daran denken, dass es keine Garantie für die Korrektheit der Ergebnisse gibt. Selbst die besten Programme für Übersetzungen machen Fehler und da Sie die Sprache nicht sprechen, besteht das Risiko, dass Sie diese übernehmen.

Ihr Gegenüber weiß zwar, dass Sie kein Muttersprachler sind und nimmt ein wenig Rücksicht, doch wenn die Übersetzung vollkommen daneben liegt oder schlichtweg unverständlich ist, haben Sie davon auch nicht viel. Probleme bekommen fast alle Übersetzer dann, wenn es zu umgangssprachlich wird oder wenn deutsche Redewendungen übersetzt werden sollen. Diese gibt es in anderen Sprachen oftmals einfach nicht und die Übersetzung Wort für Wort macht einfach keinen Sinn.

So wird aus einem Ich drehe am Rad mithilfe der Übersetzer I am turning the wheel, womit Sie wohl vor allem dafür sorgen, dass Ihr Gesprächspartner nur noch Bahnhof versteht. Ähnliche Probleme kann es bei sehr komplizierten und verschachtelten Sätzen geben.

Ansonsten sind Übersetzer jedoch sehr zu empfehlen. Ob Sie nun Ihre Bewerbung auf Englisch vorbereiten oder einen Brieffreund im Ausland haben.

[Bildnachweis: Rido by Shutterstock.com]
3. August 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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