Passives Einkommen: 6 Beispiele und Tipps

Wahrscheinlich hat bereits jeder Arbeitnehmer oder auch Selbstständige schon einmal davon geträumt, wenn die Arbeit gerade einfach kein Ende nehmen will, täglich Überstunden anfallen und der Stress einem über den Kopf wächst: Passives Einkommen, das einfach jeden Monat als Buchung auf dem Konto erscheint und die finanzielle Situation verbessert, ohne auch nur einen einzigen Finger dafür krumm machen zu müssen. Geld ohne Arbeit, diesem Deal würde wohl jeder sofort zustimmen. Wenn es aber so einfach wäre, würde wohl jeder nur noch passives Einkommen generieren, die eigentliche Arbeit an den Nagel hängen und nur noch zusehen, wie der der Kontostand regelmäßig steigt. Wir erklären, was genau unter passivem Einkommen verstanden wird, worauf Sie unbedingt achten müssen und welche Möglichkeiten Ihnen dabei zur Verfügung stehen…

Passives Einkommen: 6 Beispiele und Tipps

Was bedeutet passives Einkommen?

Passives Einkommen Beispiele Möglichkeiten Internet Definition Dividenden EinkommensquellenAls aktives Einkommen wird die Art der Erwerbstätigkeit bezeichnet, der die meisten Menschen nachgehen. Die Idee dabei ist simpel: Sie stellen Ihre Arbeitskraft zur Verfügung – in Form von Zeit, geistigen oder körperlichen Fähigkeiten – und erhalten dafür eine entsprechend ausgehandelte Bezahlung. Dies gilt sowohl für Mitarbeiter, die für ihre im Arbeitsvertrag festgelegte Stundenzahl ein entsprechendes Gehalt beziehen und ebenso für Selbstständige, die für Ihre Arbeit ein Honorar vom Auftraggeber erhalten.

Passives Einkommen funktioniert anders, hier ist keine direkte Gegenleistung Ihrerseits erforderlich, um Geld zu verdienen. Egal, ob Sie gerade auf Reisen sind und am Pool liegen, durchs Internet surfen und Katzenvideos schauen oder beim Sport sind: Passives Einkommen generiert sich von selbst, auch wenn Sie rein gar nichts tun.

Wenig überraschend, dass passives Einkommen der Traum vieler Menschen ist. Kein Stress mehr im Job, keine nervigen Kollegen, anstrengende Kunden oder meckernde Chefs und am Ende des Monats trotzdem genug Geld auf dem Konto, um alle Rechnungen zu bezahlen und nebenbei sogar noch etwas zur Seite zu legen, um auf größere Investitionen zu sparen. Das scheinbar perfekte Leben, Geld ohne Arbeit und jeden Tag so viel Freizeit, wie Sie wollen.

Klingt wie ein Traum – und in dieser extremen Form ist es das leider auch. Es ist schwierig bis unmöglich, seinen Lebensunterhalt komplett ohne Arbeit zu bestreiten. Sie müssen sich schließlich erst einmal irgendetwas aufbauen, dass im Anschluss regelmäßige Einnahmen abwirft und der Weg bis dahin ist lang, anstrengend und meist mit sehr viel Arbeit verbunden.

Hinzu kommt das Problem, das passive Einkommen aufrecht zu erhalten. Ihre Idee, Ihr Projekt oder auch Ihr Unternehmen, mit dem Sie passives Einkommen erwirtschaften, wirft anfangs vielleicht noch regelmäßig etwas Geld ab, doch die meisten Einnahmequellen lassen schnell nach, sobald Ihnen keine Aufmerksamkeit mehr gewidmet wird.

Einzig Investments – etwa in Aktien, Geld auf einem Sparkonto oder auch vermietete Immobilien – können mehr oder weniger als reines passives Einkommen betrachtet werden, bei denen wirklich nahezu kein weitere Aufwand nötig ist. Für diese Form des passiven Einkommens brauchen Sie jedoch erst einmal das nötige Startkapital, es hat schließlich nicht jeder ein paar Häuser zu vermieten oder Zigtausende Euro, um ein Aktienportfolio aufzustellen, das das weitere Leben sichert.

Der realistischere Ansatz ist es deshalb, passives Einkommen als eine Einkommensquelle zu betrachten, die anfänglich mindestens genauso viel Arbeit wie ein normaler Job mit aktivem Einkommen erfordert, im Anschluss aber weniger Aufwand bedeutet. So schön der Traum auch ist, ganz ohne Arbeit geht es am Ende eben doch nicht – wenn Sie nicht gerade im Lotto gewinnen oder ein Vermögen erben.

Vorsicht vor schwarzen Schafen bei passivem Einkommen

Passives Einkommen Möglichkeiten Internet Beispiele Blog DividendenViele Menschen wünschen sich passives Einkommen. Wer beruflich unzufrieden ist oder gerne mehr Freizeit hätte, würde alles dafür tun, um nicht mehr arbeiten zu müssen und trotzdem ganz nebenbei Geld zu verdienen. Wie groß dieser Traum ist, wissen leider auch viele schwarze Schafe, die im Internet ihr Unwesen treiben.

Ob auf Facebook, in Popup-Werbefenstern oder gleich auf einer eigenen Homepage: Es gibt unzählige Angebote im Internet, die fast alle das gleiche Versprechen geben: Nie mehr arbeiten, durch passives Einkommen ein Vermögen verdienen und das ganze super einfach und garantiert idiotensicher, weil absolut nichts schief gehen kann. Garniert werden die Aufrufe dann mit Bildern teurer Autos, riesiger Villen oder traumhaften Landschaften.

Die Botschaft ist eindeutig: Mach mit und schon bald lebst du im Luxus – nur durch passives Einkommen. Das große Geheimnis, wie das funktionieren soll, wird dann gegen eine Gebühr verkauft oder gleich im Abo angeboten. Eine Masche, auf die leider viel zu viele Menschen hereinfallen, die sich Einkommen ohne Aufwand erhoffen.

Denken Sie immer daran: Bei diesen Angeboten macht am Ende immer nur einer Geld – der Anbieter selbst, der tausende gutgläubige Menschen abkassiert. Ermahnen Sie sich selbst. Wenn es so einfach wäre, würde es jeder machen und niemand müsste mehr einen Job haben. Und wenn es viel zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das in der Regel auch nicht.

6 Beispiele mit denen Sie passives Einkommen schaffen

Mit Zurücklehnen und Abwarten werden Sie also kein passives Einkommen erzeugen können. Es braucht eine große Portion Motivation und die nötige Eigeninitiative, um überhaupt an den Punkt zu gelangen, an dem eine Idee oder ein Produkt Geld abwirft – und dann muss dieses noch dazu geeignet sein, ein passives Einkommen auch ohne Ihre weitere Arbeit zu erzeugen.

Wir haben sechs Beispiele für passives Einkommen aufgelistet, die Ihnen verschiedene Möglichkeiten zeigen, um möglichst langfristig Geld zu verdienen, ohne immer wieder neue Arbeit investieren zu müssen. Denken Sie aber bitte daran, dass diese zwar funktionieren können, aber keinesfalls ein Garant dafür sind, dass Sie Ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch passives Einkommen bestreiten können.

  • Betreiben Sie mehrere Webseiten.

    Hier geht es nicht darum, die größte Seite im World Wide Web zu erschaffen, sondern vielmehr viele kleine Webseiten zu betreiben, die sich jeweils auf ein sehr spezielles Thema beziehen. Wenn Sie zu verschiedenen Suchbegriffen immer auf den vorderen Google-Rankings landen und auf jeder Seite durch Werbung entsprechend Geld verdienen, brauchen Sie langfristig nur noch dafür sorgen, die guten Suchmaschinen-Performance beizubehalten.

    Dazu eignen sich besonders gut Informationsseiten zu bestimmten Themengebieten. Diese sollten entsprechend umfangreich und gut sein, um gefunden zu werden, haben später aber einen kleineren Arbeitsaufwand, der lediglich aus Aktualisierungen und SEO-Optimierungen besteht. Wichtig ist natürlich auch, dass ein entsprechendes Suchvolumen vorhanden ist, um überhaupt Leser auf die eigenen Seiten zu bekommen.


  • Arbeiten Sie digital.

    Der Vorteil digitaler Arbeit und Produkte ist, dass diese fast endlos skalierbar sind. Sie können die beste Beratung oder den besten Unterricht in für einen Bereich oder eine Fähigkeit anbieten, solange Sie diesen immer selbst machen, ist Ihr Einkommen immer aktiv und auf die Zeit begrenzt, die Sie investieren können.

    Gelingt es Ihnen hingegen, Ihre Beratung in Form oder auch Ihren Unterricht digital in Form von Videos an den Mann zu bringen, können Sie nicht nur hunderte Kunden gleichzeitig bedienen, sondern müssen sich selbst nur noch um Vermarktung und Videodreh kümmern.


  • Schreiben Sie ein Buch.

    Ob klassisch auf Papier oder die moderne Variante eines E-Books: Es ist alles andere als ein Kinderspiel, ein gutes Buch zu schreiben, das ein spannendes Thema behandelt und Leser zum Kauf animiert, doch einmal fertiggestellt, können Sie dadurch passives Einkommen erzielen. Mit jedem verkauften Exemplar verdienen Sie mehr Geld und die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, nicht nur was die Themen angeht, sondern auch bei Gestaltung und Vermarktung.


  • Entwickeln Sie eine App.

    Jeder läuft mit einem Smartphone durch die Welt, schaut dauernd aufs Display und hat die unterschiedlichsten Apps installiert. Wenn es Ihnen gelingt, eine erfolgreiche App zu entwickeln, können Sie nicht nur von passivem Einkommen profitieren, sondern eine ganze Menge Geld machen. Doch es muss nicht gleich das nächste Instagram oder Pokemon Go sein, auch kleinere Apps ohne hundertmillionen Nutzer können Geld bringen.

    Allerdings braucht es für diesen Weg entsprechende Kenntnisse oder einen Partner, der sich um die technische Seite kümmert, während Sie einen anderen Part übernehmen.


  • Entwerfen Sie eigene Designs.

    Ob auf T-Shirts, Kaffeetassen oder als eingerahmtes Bild für die Wand: Es gibt viele Plattformen im Internet, bei denen Sie eigene Designs nutzen können, um passives Einkommen zu erzielen. Mit der nötigen Kreativität und ein bisschen Talent treffen Sie den Geschmack möglichst vieler Kunden und machen umso mehr Geld.


  • Drehen Sie Youtube-Videos.

    Die Stars der Szene zeigen, dass es ein Millionengeschäft sein kann, doch auch mit weniger Followern können Sie über Youtube ein passives Einkommen aufbauen. Ob nun informative Videos, lustiger Content oder etwas völlig anderes: Solange die Klickzahlen auf Ihren Videos ausreichen, machen Sie mit der geschalteten Werbung weiterhin Geld, auch wenn Sie sich schon längst etwas anderem zugewendet haben.

Bildnachweis: Mckyartstudio by Shutterstock.com]
21. Juni 2017 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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