Einstiegsgehalt 2019: Wer verdient was?

Die Ausbildung ist geschafft, das Studium abgeschlossen: Nun ist es an der Zeit, auf Jobsuche zu gehen – und das erste Geld zu verdienen. Mit dem Einstiegsgehalt sollen nicht nur die Kosten gedeckt werden, es ist hoffentlich auch der Startpunkt für eine lange und erfolgreiche Karriere. Die gute Nachricht: Das durchschnittliche Einstiegsgehalt steigt – gerade für Absolventen. Welche Faktoren für die Höhe des Einstiegsgehalts entscheidend sind, wie viel in den verschiedenen Branchen gezahlt wird und wie Sie es schaffen, mit der richtigen Verhandlung ein Einstiegsgehalt zu bekommen, das Ihren Vorstellungen entspricht…

Einstiegsgehalt 2019: Wer verdient was?

Einstiegsgehalt: Positive Entwicklung für Berufseinsteiger

Wer in die Berufswelt startet, erhält im Vergleich zu langjährigen Mitarbeitern ein geringeres Gehalt. So weit, so bekannt. Das Einstiegsgehalt soll nur der Startpunkt für die finanzielle Entwicklung mit den Jahren der Erwerbstätigkeit sein, die Berufserfahrung und gesammelte Fähigkeiten machen sich eben bezahlt.

Aber: Wer mit einem guten Einstiegsgehalt startet, verdient meist im Laufe seines Erwerbslebens auch mehr. Wer niedrig einsteigt, wird es schwer haben, die Lücke wieder zu schließen, die seit dem Einstiegsgehalt klafft. Ein Grund mehr, um die erste Verhandlung seines Lebens gut vorzubereiten.

Hoch pokern kann aber nur, wer die richtige Ausbildung vorzuweisen, das richtige Fach studiert hat. Immerhin ist der Arbeitsmarkt in Deutschland – insbesondere für Absolventen – in grundsolider Verfassung. So liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Hochschulabsolventen laut dem Stepstone Gehaltsreport für Absolventen bei 44.310 Euro brutto – oder 3692,50 Euro monatlich.

Ein stolzes Einstiegsgehalt, besonders positiv ist dabei die Entwicklung für Absolventen. Noch vor gut einem Jahr lag das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei circa 1.000 Euro weniger.

Auf der anderen Seite gilt: Längst nicht jeder kommt in den Genuss eines solch hohen Einstiegsgehalts. Manche müssen sich mit deutlich weniger zufrieden geben und haben einen kleineren Spielraum, wenn es in die Verhandlungen geht.

Welche Faktoren beeinflussen das Einstiegsgehalt?

Neben der Berufserfahrung und dem Verhandlungsgeschick (dazu weiter unten im Artikel mehr) spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle für die Höhe des Einstiegsgehalts. Vor allem diese:

  • Größe des Unternehmens

    Wer auf der Suche nach einem besonders hohen Einstiegsgehalt ist, sollte sich vor allem auf große Unternehmen mit hohen Mitarbeiterzahlen konzentrieren. Großkonzerne zahlen besser. Nicht nur bei langjährigen Mitarbeitern, sondern ebenso beim Einstiegsgehalt – und oft kommen noch Bonuszahlungen hinzu.

    Das macht sich in den durchschnittlichen Bezahlungen bemerkbar. Zwischen kleinen und sehr großen Unternehmen können mehrere Tausend Euro jährlich liegen.

    Größe des Unternehmens

    Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
    1 bis 500 Mitarbeiter41.308 Euro
    501 bis 1000 MitarbeiterMitarbeiter44.816 Euro
    Mehr als 1000 Mitarbeiter Mitarbeiter48.373 Euro
  • Standort des Arbeitgebers

    Auch die geographische Lage Ihres zukünftigen Arbeitgebers kann das Einstiegsgehalt beeinflussen – sowohl positiv wie negativ. Tendenziell gilt: Das beste Einstiegsgehalt gibt es im Süden der Bundesrepublik, mit einer geringeren Bezahlung müssen Sie im Osten des Landes rechnen.

    Durchschnittlich das höchste Einstiegsgehalt gibt es aktuell mit 46.780 Euro in Baden-Württemberg. Ähnlich gut sieht es in Bayern (45.900 Euro) und Hessen (45.801 Euro) aus. Das Ende der Rangliste bilden die Bundesländer im Osten, wobei Berlin und Brandenburg noch am besten dastehen. Auf dem letzten Platz liegt Am wenigsten verdienen Einsteiger mit 38.607 Euro in Sachsen, gefolgt von Sachsen-Anhalt (38.840 Euro) und Thüringen (39.202 Euro).

    Die vollständige Rangliste der Einstiegsgehälter in den verschiedenen Bundesländern sehen Sie hier:

    Bundesland

    Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
    Baden-Württemberg46.780 Euro
    Bayern45.900 Euro
    Hessen45.801 Euro
    Saarland45.364 Euro
    Nordrhein-Westfalen44.480 Euro
    Niedersachsen43.450 Euro
    Schleswig-Holstein42.784 Euro
    Hamburg42.756 Euro
    Rheinland-Pfalz42.625 Euro
    Bremen42.332 Euro
    Brandenburg41.326 Euro
    Berlin40.201 Euro
    Mecklenburg-Vorpommern39.470 Euro
    Thüringen39.202 Euro
    Sachsen-Anhalt48.840 Euro
    Sachsen48.607 Euro
  • Abschluss des Bewerbers

    Besserer Abschluss, höheres Einstiegsgehalt? Für das Einstiegsgehalt greift diese Formel so gut wie immer. Soll heißen: Je besser der Abschluss ist, mit dem Sie ins Berufsleben starten, desto mehr verdienen Sie bereits mit dem Einstiegsgehalt. Unternehmen sind bereit, für die zusätzlichen Qualifikationen mehr Geld in einen Arbeitnehmer zu investieren.

    Dies zeigt sich ebenfalls in den Zahlen. Natürlich lohnt sich ein Hochschulabschluss in der Berufswelt fast immer, wer besonders viel verdienen möchte, sollte dabei nicht nur einen Bachelor machen, sondern einen Master nachlegen. Nicht nur das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt höher, über die Jahre im Beruf kann sich der Unterschied sogar noch vergrößern.

    Abschluss
    Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
    Bachelor40.553 Euro
    Master46.199 Euro

    Wie groß die Differenz zwischen einem Bachelor- und einem Masterabschluss tatsächlich ist, hängt von der Branche und auch dem angestrebten Beruf ab. Im Gehaltsreport 2019 wird das durchschnittliche Einstiegsgehalt (brutto pro Jahr) für die beiden Hochschulabschlüsse gegenübergestellt:

    Beruf
    Einstiegsgehalt Bachelor
    Einstiegsgehalt Master
    Zusätzliche Informationen
    Ingenieure45.484 Euro48.930 EuroMehr Informationen
    IT42.992 Euro46.845 EuroMehr Informationen
    Einkauf, Materialwirtschaft, Logistik42.527 Euro48.033 EuroMehr Informationen
    Finanzen41.437 Euro47.055 EuroMehr Informationen
    Vertrieb und Verkauf41.053 Euro47.821 EuroMehr Informationen
    Personal39.095 Euro43.566 EuroMehr Informationen
    Naturwissenschaftliche Forschung und Labor37.477 Euro43.921 EuroMehr Informationen
    Marketing und Kommunikation36.203 Euro42.010 EuroMehr Informationen
    Administration und Sekretariat35.324 Euro41.118 EuroMehr Informationen
    Design, Gestaltung und Architektur33.406 Euro39.818 EuroMehr Informationen
    Bildung und Soziales32.794 Euro39.188 EuroMehr Informationen
  • Studienfach

    Die wahrscheinlich größten Unterschiede in der Höhe der Einstiegsgehälter basieren auf den unterschiedlichen Studienfächern und Branchen der Berufseinsteiger. Bestimmte Bereiche investieren bereits enorme Summen für das Einstiegsgehalt, andere liegen meilenweit unter dem Durchschnitt.

    Über das höchste Einstiegsgehalt dürfen sich Absolventen mit einem Medizinstudium freuen. Hier gibt es schon zum Einstieg durchschnittlich 52.668 Euro. In die Top 3 schaffen es zudem Naturwissenschaften (48.812 Euro) sowie Wirtschaftsingenieurswesen (48.696 Euro). Wie groß die Spanne ist, zeigt sich im Vergleich zum unteren Ende der Skala. Den letzten Platz belegen die Geschichts- und Kulturwissenschaften mit einem Einstiegsgehalt von 34.764 Euro. Geisteswissenschaften (35.151 Euro) und Erziehungswissenschaften (35.917 Euro) liegen ebenfalls deutlich unter dem Durchschnitt.

An der Betrachtung von Durchschnittswerten gibt es immer wieder Kritik, weil diese durch besonders hohe oder besonders niedrige Werte verzerrt werden können. So treiben die hohen Einstiegsgehälter von Ärzten den Wert nach oben, was dazu führen kann, dass die Werte für zahlreiche Absolventen unrealistisch oder gar utopisch sind.

Bereits letztes Jahr hat deshalb das Portal gehalt.de die Medianwerte für das Einstiegsgehalt ermittelt. Dieser gilt als aussagekräftiger und weniger durch Einzelwerte verzerrt. Die Ergebnisse haben wir für Sie in diesem kostenlosen PDF zusammengefasst.

Einstiegsgehalt nach Studienfächern: So viel verdienen Absolventen

Die Wahl des Studienfachs erfolgt in der Regel nicht nur aus finanziellen Erwägungen. Wer nur an das Einstiegsgehalt denkt, ignoriert persönliche Vorlieben, Talente und Interessen.

Trotzdem ist es natürlich ein Aspekt, den man im Hinterkopf hat – oft ein entscheidender. Die langjährige Fokussierung auf ein Gebiet, die gute Qualifikation und Ausbildung sollen sich schließlich auch bezahlt machen.

Damit Sie diesen Punkt bei der Wahl eines Studiengangs und der beruflichen Planung berücksichtigen können, zeigen wir Ihnen deshalb noch einmal detailliert, wie hoch das durchschnittliche Einstiegsgehalt für Absolventen in verschiedenen, besonders beliebten Studiengängen ist:

  • Wirtschaftswissenschaften

    Weiterhin gehören die Wirtschaftswissenschaften zu den größten Studiengängen sowohl an Universitäten als auch an Hochschulen. Mit einem Einstiegsgehalt von 43.033 Euro liegen Absolventen ziemlich genau im Mittelfeld, was die Bezahlung nach einem abgeschlossenen Studium angeht.

  • Lehramt

    Lehrer haben in den kommenden Jahren besonders gute Berufsaussichten, da zahlreiche Stellen zu besetzen sind. Das Einstiegsgehalt von 41.253 Euro liegt zwar knapp unterhalb des Durchschnitts, im Laufe der Zeit steigt das Gehalt von Lehrern jedoch stetig an.

  • Wirtschaftsingenieurwesen

    Der Mittelweg zwischen Wirtschaft und Technik ist für Absolventen eine luktrative Chance. Unternehmen zahlen laut aktueller Studie im Schnitt ein Einstiegsgehalt von 48.696 Euro jährlich für gut ausgebildete Wirtschaftsingenieure. Damit landet dieser Studiengang auf dem dritten Platz.

  • Rechtswissenschaften

    Wer als Jurist ein sehr gutes Examen ablegt, kann bei großen Anwaltskanzleien gut und gerne ein Einstiegsgehalt von 100.000 Euro pro Jahr erzielen. Dies ist zwar nur einer Handvoll Absolventen möglich, doch auch im Durchschnitt liegt das Durchschnittsgehalt bei 46.524 Euro im Jahr.

  • Medizin

    Mediziner sind die Top-Verdiener, wenn es um das Einstiegsgehalt geht – und das mit einigem Vorsprung. Als einziger Studiengang schafft es die Medizin, ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von mehr als 50.000 Euro in Aussicht stellen zu können. Mit 52.668 Euro können Absolventen sich bereits früh über ein hohes Einkommen freuen.

  • Psychologie

    Sie spielen mit dem Gedanken, ein Psychhologiestudium zu beginnen? Als Absolvent winkt ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 42.823 Euro. Hier kommt es auch darauf an, in welchem Bereich Sie später tätig sind: Ob in der Medizin, in der Werbepsychologie, im pädagogischen Bereich oder in der Human Ressource Abteilung von Unternehmen.

  • Mathematik und Informatik

    Gerade ein Informatikstudium bietet im Anschluss unendlich viele Möglichkeiten, qualifizierte Absolventen sind gefragt und können in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden. Zudem fällt das Einstiegsgehalt für Mathematik und Informatik mit 46.191 Euro überdurchschnittlich aus und bietet weitere Anreize.

  • Wirtschaftsinformatik

    Wer zwei Bereiche kombinieren will und sich für ein Studium der Wirtschaftsinformatik entscheidet, kann ein Einstiegsgehalt von 45.566 Euro bekommen. Zusätzlich attraktiv ist dieser Studiengang durch das vielseitige Wissen in beiden Bereichen, das Absolventen mitbringen.

  • Sozialwissenschaften

    Zu den Sozialwissenschaften zählen unter anderem Studiengänge wie Politikwissenschaft, Soziologie, Ethnologie oder auch Anthropologie. Absolventen können in diesen Bereichen ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 39.599 Euro erzielen.

Zusätzlich haben wir hier noch einmal die vollständige Liste aller Einstiegsgehälter der verschiedenen Studiengänge in der richtigen Reihenfolge tabellarisch für Sie aufgelistet:

Studiengang

Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
Medizin und Zahnmedizin52.668 Euro
Naturwissenschaft48.812 Euro
Fahrzeugbau-/zulieferer51.089 Euro
Wirtschaftsingenieurwesen48.696 Euro
Ingenieurwissenschaft47.481 Euro
Rechtswissenschaft46.524 Euro
Mathematik und Informatik46.191 Euro
Wirtschaftsinformatik45.566 Euro
Wirtschaftswissenschaft43.033 Euro
Psychologie42.823 Euro
Geowissenschaft41.452 Euro
Lehramt41.253 Euro
Sozialwissenschaft39.599 Euro
Design36.252 Euro
Architektur36.009 Euro
Erziehungswissenschaften35.917 Euro
Geisteswissenschaft35.151 Euro
Geschichts- und Kulturwissenschaft34.764 Euro

Einstiegsgehalt bei Männern und Frauen

Einstiegsgehalt bei Männern und FrauenThema heißblütiger Debatten: die unterschiedliche Entlohnung von Männern und Frauen. Diese sogenannte Lohnlücke – oder Gender Pay Gap – ist regelmäßig Thema im Bundestag, den Medien, der Kaffeeküche.

So zeigt auch die aktuelle Erhebung von Stepstone: In allen betrachteten Bereichen ist das Einstiegsgehalt von Männern im Durchschnitt höher als bei Frauen. So bekommen männliche Ingenieure zum Einstieg im Schnitt 48.537 Euro, weibliche Kollegen nur 46.295 Euro. Noch deutlicher im Vertrieb, wo Männer ein Einstiegsgehalt von 47.480 Euro verdienen, Frauen lediglich 40.993 Euro.

Bedeutet dies aber tatsächlich, dass Frauen benachteiligt werden und bewusst ein geringeres Gehalt erhalten? Nicht unbedingt. Manche Studien, wie etwa der OECD, zeigen zwar, dass Frauen auch in vergleichbaren Berufen und Positionen schlechter bezahlt werden als Männer. Andere kommen zu dem Ergebnis, dass die Lohnlücke schlicht nicht existiert.

Die unterschiedlichen Werte in solchen Betrachtungen könnten demnach auch dadurch entstehen, dass Frauen häufiger in Berufen und Bereichen tätig sind, die tendenziell einen niedrigeren Verdienst aufweisen. In den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sind Frauen meist unterrepräsentiert – genau diese Bereiche werden aber vergleichsweise gut bezahlt. Dies kann wiederum nicht erklären, warum oben genannte Unterschiede beim Einstiegsgehalt innerhalb einer Branche und einer Berufsgruppe entstehen.

So oder so: Die Debatte um den Gender Pay Gap wird uns wohl noch lange erhalten bleiben. Unser allgemeiner Rat: Verhandeln Sie ein gutes Einstiegsgehalt und orientieren Sie sich dabei an den aktuellen Durchschnitts- oder Medianwerten. Völlig unabhängig davon, ob Sie Mann oder Frau sind.

Einstiegsgehalt: So viel gibt es in verschiedenen Branchen

Neben der Wahl des Studiengangs ist die Branche ein besonders wichtiger Faktor für das Einstiegsgehalt. Aus gutem Grund versuchen viele Absolventen, den Einstieg in eine der Topzahler-Branchen zu schaffen. Dies kann in einigen Fällen mehrere Tausend Euro im Jahr ausmachen.

Im folgenden stellen wir Ihnen die Branchen vor, die beim Einstiegsgehalt besonders tief in die Tasche greifen – und welche Branchen nur ein geringes Einstiegsgehalt bieten

  • Chemie und Erdölverarbeitende Industrie

    Die Chemie-Branche zahlt traditionell gut und ist in nahezu allen Gehaltsstudien ganz oben zu finden. Durchschnittlich erhalten Berufseinsteiger im Chemiesektor rund 51.729 Euro. Zu den Unternehmen in dieser Branche zählen etwa Bayer oder BASF.

  • Bankwesen

    Auch der Finanzsektor lockt Talente mit hohen Einstiegsgehältern. Wer sich seinen Berufseinstieg bei einer Bank vorstellen kann, wird mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlich 51.382 Euro im Jahr entlohnt.

  • Automobilbau und -zulieferung

    Keine Überraschung: Fahrzeugbauer und -zulieferer bieten Einstiegsgehälter, die sich sehen lassen können. Deutschland gilt weiterhin auf der ganzen Welt als Autoland und auch hierzulande lieben die Deutschen ihre Autos. Auf Platz drei der Branchen können dabei 51.089 Euro verdient werden. Damit bezahlt diese Branche besser als die Luft- und Raumfahrtindustrie, die mit 48.182 Euro auf Platz 7 liegt.

Neben den gutbezahlten Branchen gibt es natürlich auch das andere Extrem. Wer sich für eine der folgenden Branchen entschieden hat, bewegt sich in deutlich niedrigeren Bereichen, was das Einstiegsgehalt angeht:

  • Freizeit, Touristik, Kultur und Sport

    Mit 34.810 Euro als Einstiegsgehalt kann die Touristik-und-Freizeitbranche im Vergleich zu den Vorjahren zwar durchaus ein Plus in der Bezahlung verzeichnen, bleibt aber weiterhin das Schlusslicht Rangliste und bietet durchschnittlich die geringste Bezahlung für Absolventen.

  • Agentur, Werbung, Marketing und PR

    Für viele ein Traumjob, doch die Arbeit in der Werbung oder im Marketing ist weniger rentabel als in anderen Branchen. Im Schnitt werden beim Einstiegsgehalt 35.296 Euro fällig.

  • Bildung und Training

    Obwohl es ein ungemein wichtiger Bereich ist, wird der Bildungssektor vergleichsweise schlecht bezahlt. Absolventen bekommen ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 38.010 Euro und bleiben damit satte 5.000 Euro hinter dem Gesamtdurchschnitt der Einstiegsgehälter zurück.

Die vollständige Branchenübersicht der Einstiegsgehälter aus dem StepStone Gehaltsreport haben wir hier noch einmal als übersichtliche Tabelle für Sie bereit gestellt:

Branche

Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
Chemie- und Erdölverarbeitende Industrie51.729 Euro
Banken51.382 Euro
Fahrzeugbau-/zulieferer51.089 Euro
Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik48.710 Euro
Pharmaindustrie48.644 Euro
Metallindustrie48.333 Euro
Luft- und Raumfahrt48.182 Euro
Maschinen- und Anlagenbau47.525 Euro
Versicherungswesen47.279 Euro
Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung, Recht46.997 Euro
Medizintechnik45.823 Euro
Energie- und Wasserversorgung und Entsorgung45.452 Euro
Konsumgüter/Gebrauchsgüter45.087 Euro
Finanzdienstleister44.785 Euro
Telekommunikation44.352 Euro
Wissenschaft und Forschung44.318 Euro
IT und Internet43.795 Euro
Transport und Logistik42.601 Euro
Baugewerbe/-industrie42.173 Euro
Personaldienstleistungen41.446 Euro
Groß- und Einzelhandel41.333 Euro
Sonstige Branchen41.249 Euro
Nahrungs- und Genussmittel40.502 Euro
Gesundheit und soziale Dienste40.157 Euro
Öffentlicher Dienst und Verbände40.129 Euro
Medien39.480 Euro
Bildung und Training38.010 Euro
Agentur, Werbung, Marketing und PR35.296 Euro
Freizeit, Touristik, Kultur und Sport34.810 Euro

Einstiegsgehalt: So verhandeln Sie richtig

Einstiegsgehalt: So verhandeln Sie richtigFür welche Branche Sie sich auch entscheiden mögen: Wenn es darum geht, das Einstiegsgehalt zu verhandeln, wollen Sie natürlich das Maximum für sich herausschlagen.

Doch worauf kommt es bei der Gehaltsverhandlung an? Diese drei simplen Tipps helfen Ihnen, ein angemessenes Einstiegsgehalt auszuhandeln.

  • Kennen Sie Ihren Wert. Um sich nicht mit einem zu geringen Angebot zufrieden zu geben, ist es notwendig, den eigenen Wert zu kennen. Informieren Sie sich, wie viel ein Arbeitnehmer mit Ihren Kenntnissen und Qualifikationen verdient und orientieren Sie sich daran.
  • Sein Sie nicht zu schüchtern. Das Einstiegsgehalt gibt es als erste Bezahlung nach dem Berufseinstieg. Natürlich freut man sich, einen Job gefunden zu haben, doch treten Sie nicht als schüchterner Bittsteller auf. Sie bringen Fähigkeiten mit, die dem Unternehmen weiterhelfen, also zeigen Sie sich ruhig selbstbewusst.
  • Gehen Sie mit einem Ziel ins Gespräch. Es klingt beinahe trivial, wird jedoch oft falsch gemacht: Wenn Sie in ein Gehaltsgespräch gehen, sollten Sie sich vorher ein Ziel setzen, welches Ergebnis Sie sich wünschen. Auf dieses Ziel können Sie hinarbeiten und es hält Sie davon ab, sich mit viel weniger zufrieden zu geben.

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2. Januar 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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