Einstiegsgehalt 2020: Wer verdient was?

Die Ausbildung ist geschafft, das Studium abgeschlossen: Nun ist es an der Zeit, auf Jobsuche zu gehen – und das erste Geld zu verdienen. Mit dem Einstiegsgehalt sollen nicht nur die Kosten gedeckt werden, es ist hoffentlich auch der Startpunkt für eine lange und erfolgreiche Karriere. Die gute Nachricht: Das durchschnittliche Einstiegsgehalt steigt – gerade für Absolventen. Welche Faktoren für die Höhe des Einstiegsgehalts entscheidend sind, wie viel in den verschiedenen Branchen gezahlt wird und wie Sie es schaffen, mit der richtigen Verhandlung ein Einstiegsgehalt zu bekommen, das Ihren Vorstellungen entspricht…

Anzeige
Einstiegsgehalt 2020: Wer verdient was?

Einstiegsgehalt: Positive Entwicklung für Berufseinsteiger

Wer in die Berufswelt startet, erhält im Vergleich zu langjährigen Mitarbeitern ein geringeres Gehalt. So weit, so bekannt. Das Einstiegsgehalt soll nur der Startpunkt für die finanzielle Entwicklung mit den Jahren der Erwerbstätigkeit sein, die Berufserfahrung und gesammelte Fähigkeiten machen sich eben bezahlt.

Aber: Wer mit einem guten Einstiegsgehalt startet, verdient meist im Laufe seines Erwerbslebens auch mehr. Wer niedrig einsteigt, wird es schwer haben, die Lücke wieder zu schließen, die seit dem Einstiegsgehalt klafft. Ein Grund mehr, um die erste Verhandlung seines Lebens gut vorzubereiten.

Hoch pokern kann aber nur, wer die richtige Ausbildung vorzuweisen, das richtige Fach studiert hat. Immerhin ist der Arbeitsmarkt in Deutschland – insbesondere für Absolventen – in grundsolider Verfassung. So liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Hochschulabsolventen laut dem Stepstone Gehaltsreport für Absolventen bei 44.836 Euro brutto – oder 3736,33 Euro monatlich.

Ein stolzes Einstiegsgehalt, besonders positiv ist dabei die Entwicklung für Absolventen. In den letzten Jahren ist das durchschnittliche Einstiegsgehalt angestiegen.

Auf der anderen Seite gilt: Längst nicht jeder kommt in den Genuss eines solch hohen Einstiegsgehalts. Manche müssen sich mit deutlich weniger zufrieden geben und haben einen kleineren Spielraum, wenn es in die Verhandlungen geht.

Welche Faktoren beeinflussen das Einstiegsgehalt?

Neben der Berufserfahrung und dem Verhandlungsgeschick (dazu weiter unten im Artikel mehr) spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle für die Höhe des Einstiegsgehalts. Vor allem diese:

  • Größe des Unternehmens

    Wer auf der Suche nach einem besonders hohen Einstiegsgehalt ist, sollte sich vor allem auf große Unternehmen mit hohen Mitarbeiterzahlen konzentrieren. Großkonzerne zahlen besser. Nicht nur bei langjährigen Mitarbeitern, sondern ebenso beim Einstiegsgehalt – und oft kommen noch Bonuszahlungen hinzu.

    Das macht sich in den durchschnittlichen Bezahlungen bemerkbar. Zwischen kleinen und sehr großen Unternehmen können mehrere Tausend Euro jährlich liegen.

    Größe des Unternehmens

    Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
    1 bis 500 Mitarbeiter42.344 Euro
    501 bis 1000 Mitarbeiter45.837 Euro
    Mehr als 1000 Mitarbeiter49.062 Euro
  • Standort des Arbeitgebers

    Auch die geographische Lage Ihres zukünftigen Arbeitgebers kann das Einstiegsgehalt beeinflussen – sowohl positiv wie negativ. Tendenziell gilt: Das beste Einstiegsgehalt gibt es im Süden der Bundesrepublik, mit einer geringeren Bezahlung müssen Sie im Osten des Landes rechnen.

    Durchschnittlich das höchste Einstiegsgehalt gibt es aktuell mit 46.780 Euro in Baden-Württemberg. Ähnlich gut sieht es in Bayern (45.900 Euro) und Hessen (45.801 Euro) aus. Das Ende der Rangliste bilden die Bundesländer im Osten, wobei Berlin und Brandenburg noch am besten dastehen. Auf dem letzten Platz liegt Am wenigsten verdienen Einsteiger mit 38.607 Euro in Sachsen, gefolgt von Sachsen-Anhalt (38.840 Euro) und Thüringen (39.202 Euro).

    Die vollständige Rangliste der Einstiegsgehälter in den verschiedenen Bundesländern sehen Sie hier:

    Bundesland

    Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
    Bayern47.236 Euro
    Baden-Württemberg47.018 Euro
    Hessen46.813 Euro
    Nordrhein-Westfalen44.315 Euro
    Schleswig-Holstein43.999 Euro
    Niedersachsen43.069 Euro
    Bremen43.005 Euro
    Saarland42.936 Euro
    Hamburg42.857 Euro
    Rheinland-Pfalz42.787 Euro
    Berlin41.670 Euro
    Brandenburg41.326 Euro
    Mecklenburg-Vorpommern40.639 Euro
    Sachsen-Anhalt39.974 Euro
    Thüringen39.663 Euro
    Sachsen38.657 Euro
  • Abschluss des Bewerbers

    Besserer Abschluss, höheres Einstiegsgehalt? Für das Einstiegsgehalt greift diese Formel so gut wie immer. Soll heißen: Je besser der Abschluss ist, mit dem Sie ins Berufsleben starten, desto mehr verdienen Sie bereits mit dem Einstiegsgehalt. Unternehmen sind bereit, für die zusätzlichen Qualifikationen mehr Geld in einen Arbeitnehmer zu investieren.

    Dies zeigt sich ebenfalls in den Zahlen. Natürlich lohnt sich ein Hochschulabschluss in der Berufswelt fast immer, wer besonders viel verdienen möchte, sollte dabei nicht nur einen Bachelor machen, sondern einen Master nachlegen. Nicht nur das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt höher, über die Jahre im Beruf kann sich der Unterschied sogar noch vergrößern.

    Abschluss
    Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
    Bachelor41.300 Euro
    Master46.709 Euro

    Das größte Plus beim Einstiegsgehalt bringt laut StepStone Studie eine Promotion. Hier winken satte 57.469 Euro.

    Wie groß die Differenz zwischen einem Bachelor- und einem Masterabschluss tatsächlich ist, hängt von der Branche und auch dem angestrebten Beruf ab. Im Gehaltsreport wird das durchschnittliche Einstiegsgehalt (brutto pro Jahr) für die beiden Hochschulabschlüsse gegenübergestellt:

    Beruf
    Einstiegsgehalt Bachelor
    Einstiegsgehalt Master
    Zusätzliche Informationen
    Ingenieure47.013 Euro50.611 EuroMehr Informationen
    IT44.908 Euro49.790 EuroMehr Informationen
    Einkauf, Materialwirtschaft, Logistik39.993 Euro46.795 EuroMehr Informationen
    Finanzen43.014 Euro49.018 EuroMehr Informationen
    Vertrieb41.165 Euro44.495 EuroMehr Informationen
    Personal38.846 Euro44.225 EuroMehr Informationen
    Naturwissenschaftliche Forschung und Labor42.864 Euro45.336 EuroMehr Informationen
    Marketing39.234 Euro42.669 EuroMehr Informationen
    Administration und Sekretariat36.133 Euro41.805 EuroMehr Informationen
    Design34.823 Euro44.292 EuroMehr Informationen
    Bildung32.490 Euro31.414 EuroMehr Informationen
  • Studienfach

    Die wahrscheinlich größten Unterschiede in der Höhe der Einstiegsgehälter basieren auf den unterschiedlichen Studienfächern und Branchen der Berufseinsteiger. Bestimmte Bereiche investieren bereits enorme Summen für das Einstiegsgehalt, andere liegen meilenweit unter dem Durchschnitt.

    Über das höchste Einstiegsgehalt dürfen sich Absolventen mit einem Medizinstudium freuen. Hier gibt es schon zum Einstieg durchschnittlich 51.703 Euro. In die Top 3 schaffen es zudem Wirtschaftsingenieurswesen (49.806 Euro) sowie Naturwissenschaften (48.996 Euro).

    Wie groß die Spanne ist, zeigt sich im Vergleich zum unteren Ende der Skala. Den letzten Platz belegen die Geschichts- und Kulturwissenschaften mit einem Einstiegsgehalt von 35.181 Euro. Geisteswissenschaften (35.575 Euro) und Design (35.925 Euro) liegen ebenfalls deutlich unter dem Durchschnitt.

An der Betrachtung von Durchschnittswerten gibt es immer wieder Kritik, weil diese durch besonders hohe oder besonders niedrige Werte verzerrt werden können. So treiben die hohen Einstiegsgehälter von Ärzten den Wert nach oben, was dazu führen kann, dass die Werte für zahlreiche Absolventen unrealistisch oder gar utopisch sind.

Bereits letztes Jahr hat deshalb das Portal gehalt.de die Medianwerte für das Einstiegsgehalt ermittelt. Dieser gilt als aussagekräftiger und weniger durch Einzelwerte verzerrt. Die Ergebnisse haben wir für Sie in diesem kostenlosen PDF zusammengefasst.

Anzeige

Einstiegsgehalt nach Studienfächern: So viel verdienen Absolventen

Die Wahl des Studienfachs erfolgt in der Regel nicht nur aus finanziellen Erwägungen. Wer nur an das Einstiegsgehalt denkt, ignoriert persönliche Vorlieben, Talente und Interessen.

Trotzdem ist es natürlich ein Aspekt, den man im Hinterkopf hat – oft ein entscheidender. Die langjährige Fokussierung auf ein Gebiet, die gute Qualifikation und Ausbildung sollen sich schließlich auch bezahlt machen.

Damit Sie diesen Punkt bei der Wahl eines Studiengangs und der beruflichen Planung berücksichtigen können, zeigen wir Ihnen deshalb noch einmal detailliert, wie hoch das durchschnittliche Einstiegsgehalt für Absolventen in verschiedenen, besonders beliebten Studiengängen ist:

  • Wirtschaftswissenschaften

    Weiterhin gehören die Wirtschaftswissenschaften zu den größten Studiengängen sowohl an Universitäten als auch an Hochschulen. Mit einem Einstiegsgehalt von 43.189 Euro liegen Absolventen ziemlich genau im Mittelfeld, was die Bezahlung nach einem abgeschlossenen Studium angeht.

  • Lehramt

    Lehrer haben in den kommenden Jahren besonders gute Berufsaussichten, da zahlreiche Stellen zu besetzen sind. Das Einstiegsgehalt von 38.935 Euro liegt zwar unterhalb des Durchschnitts, im Laufe der Zeit steigt das Gehalt von Lehrern jedoch stetig an.

  • Wirtschaftsingenieurwesen

    Der Mittelweg zwischen Wirtschaft und Technik ist für Absolventen eine luktrative Chance. Unternehmen zahlen laut aktueller Studie im Schnitt ein Einstiegsgehalt von 49.806 Euro jährlich für gut ausgebildete Wirtschaftsingenieure. Damit landet dieser Studiengang auf dem dritten Platz.

  • Rechtswissenschaften

    Wer als Jurist ein sehr gutes Examen ablegt, kann bei großen Anwaltskanzleien gut und gerne ein Einstiegsgehalt von 100.000 Euro pro Jahr erzielen. Dies ist zwar nur einer Handvoll Absolventen möglich, doch auch im Durchschnitt liegt das Einstiegsgehalt bei 45.872 Euro im Jahr.

  • Medizin

    Mediziner sind die Top-Verdiener, wenn es um das Einstiegsgehalt geht. Als einziger Studiengang schafft es die Medizin, ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von mehr als 50.000 Euro in Aussicht stellen zu können. Mit 51.703 Euro können Absolventen sich bereits früh über ein hohes Einkommen freuen.

  • Psychologie

    Sie spielen mit dem Gedanken, ein Psychhologiestudium zu beginnen? Als Absolvent winkt ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 42.876 Euro. Hier kommt es auch darauf an, in welchem Bereich Sie später tätig sind: Ob in der Medizin, in der Werbepsychologie, im pädagogischen Bereich oder in der Human Ressource Abteilung von Unternehmen.

  • Mathematik und Informatik

    Gerade ein Informatikstudium bietet im Anschluss unendlich viele Möglichkeiten, qualifizierte Absolventen sind gefragt und können in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden. Zudem fällt das Einstiegsgehalt für Mathematik und Informatik mit 48.231 Euro überdurchschnittlich aus und bietet weitere Anreize.

  • Wirtschaftsinformatik

    Wer zwei Bereiche kombinieren will und sich für ein Studium der Wirtschaftsinformatik entscheidet, kann ein Einstiegsgehalt von 48.018 Euro bekommen. Zusätzlich attraktiv ist dieser Studiengang durch das vielseitige Wissen in beiden Bereichen, das Absolventen mitbringen.

  • Sozialwissenschaften

    Zu den Sozialwissenschaften zählen unter anderem Studiengänge wie Politikwissenschaft, Soziologie, Ethnologie oder auch Anthropologie. Absolventen können in diesen Bereichen ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 39.497 Euro erzielen.

Zusätzlich haben wir hier noch einmal die vollständige Liste aller Einstiegsgehälter der verschiedenen Studiengänge in der richtigen Reihenfolge tabellarisch für Sie aufgelistet:

Studiengang

Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
Medizin und Zahnmedizin51.703 Euro
Wirtschaftsingenieurwesen49.806 Euro
Naturwissenschaft48.996 Euro
Ingenieurwissenschaften48.782 Euro
Mathematik und Informatik48.231 Euro
Wirtschaftsinformatik48.018 Euro
Rechtswissenschaften45.872 Euro
Wirtschaftswissenschaften43.189 Euro
Psychologie42.876 Euro
Sozialwissenschaften39.487 Euro
Lehramt38.935 Euro
Erziehungswissenschaften37.903 Euro
Architektur37.820 Euro
Design35.925 Euro
Geisteswissenschaft35.575 Euro
Geschichts- und Kulturwissenschaft35.181 Euro

Einstiegsgehalt bei Männern und Frauen

Thema heißblütiger Debatten: die unterschiedliche Entlohnung von Männern und Frauen. Diese sogenannte Lohnlücke – oder Gender Pay Gap – ist regelmäßig Thema im Bundestag, den Medien, der Kaffeeküche.

So zeigen Erhebungen immer wieder, dass das Einstiegsgehalt – und auch die spätere Bezahlung – von Männern im Durchschnitt höher ist als bei Frauen. Unterschiede zwischen den Geschlechtern von mehreren tausend Euro pro Jahr sind dabei keine Seltenheit.

Bedeutet dies aber tatsächlich, dass Frauen benachteiligt werden und bewusst ein geringeres Gehalt erhalten? Nicht unbedingt. Manche Studien, wie etwa der OECD, zeigen zwar, dass Frauen auch in vergleichbaren Berufen und Positionen schlechter bezahlt werden als Männer. Andere kommen zu dem Ergebnis, dass die Lohnlücke schlicht nicht existiert.

Die unterschiedlichen Werte in solchen Betrachtungen könnten demnach auch dadurch entstehen, dass Frauen häufiger in Berufen und Bereichen tätig sind, die tendenziell einen niedrigeren Verdienst aufweisen. In den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sind Frauen meist unterrepräsentiert – genau diese Bereiche werden aber vergleichsweise gut bezahlt. Dies kann wiederum nicht erklären, warum Unterschiede beim Einstiegsgehalt innerhalb einer Branche und einer Berufsgruppe entstehen.

So oder so: Die Debatte um den Gender Pay Gap wird uns wohl noch lange erhalten bleiben. Unser allgemeiner Rat: Verhandeln Sie ein gutes Einstiegsgehalt und orientieren Sie sich dabei an den aktuellen Durchschnitts- oder Medianwerten. Völlig unabhängig davon, ob Sie Mann oder Frau sind.

Einstiegsgehalt: So viel gibt es in verschiedenen Branchen

Neben der Wahl des Studiengangs ist die Branche ein besonders wichtiger Faktor für das Einstiegsgehalt. Aus gutem Grund versuchen viele Absolventen, den Einstieg in eine der Topzahler-Branchen zu schaffen. Dies kann in einigen Fällen Jahr für Jahr einen deutlichen Unterschied ausmachen.

Im folgenden stellen wir Ihnen die Branchen vor, die beim Einstiegsgehalt besonders tief in die Tasche greifen – und welche Branchen nur ein geringes Einstiegsgehalt bieten

  • Fahrzeugbau / -zulieferer

    Fahrzeugbauer und -zulieferer bieten Einstiegsgehälter, die sich sehen lassen können. Deutschland gilt weiterhin auf der ganzen Welt als Autoland und auch hierzulande lieben die Deutschen ihre Autos. Mit 51.410 Euro zahlen die Fahrzeugbauer im Durchschnitt das höchste Einstiegsgehalt.

  • Chemie und Erdölverarbeitende Industrie

    Die Chemie-Branche zahlt traditionell gut und ist in nahezu allen Gehaltsstudien weit oben zu finden. Durchschnittlich erhalten Berufseinsteiger im Chemiesektor ein Einstiegsgehalt von 50.227 Euro. Zu den Unternehmen in dieser Branche zählen etwa Bayer oder BASF.

  • Pharmaindustrie

    Auch die Pharmaindustrie lässt sich das Einstiegsgehalt einiges kosten. Durchschnittlich dürfen sich Einsteiger hier über 50.175 Euro freuen und knacken damit ebenfalls die Marke von 50.000 Euro bereits zum Berufseinstieg.

Neben den gutbezahlten Branchen gibt es natürlich auch das andere Extrem. Wer sich für eine der folgenden Branchen entschieden hat, bewegt sich in deutlich niedrigeren Bereichen, was das Einstiegsgehalt angeht:

  • Freizeit, Touristik, Kultur und Sport

    Mit 35.339 Euro als Einstiegsgehalt kann die Touristik-und-Freizeitbranche im Vergleich zu den Vorjahren zwar ein Plus in der Bezahlung verzeichnen, bleibt aber weiterhin das Schlusslicht Rangliste und bietet durchschnittlich die geringste Bezahlung für Absolventen.

  • Agentur, Werbung, Marketing und PR

    Für viele ein Traumjob, doch die Arbeit in der Werbung oder im Marketing ist weniger rentabel als in anderen Branchen. Im Schnitt werden beim Einstiegsgehalt 36.181 Euro fällig.

  • Bildung und Training

    Obwohl es ein ungemein wichtiger Bereich ist, wird der Bildungssektor vergleichsweise schlecht bezahlt. Absolventen bekommen ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 38.686 Euro und bleiben damit satte 6.000 Euro hinter dem Gesamtdurchschnitt der Einstiegsgehälter zurück.

Die vollständige Branchenübersicht der Einstiegsgehälter haben wir hier noch einmal als übersichtliche Tabelle für Sie bereit gestellt:

Branche

Durchschnittliches Einstiegsgehalt (brutto)
Fahrzeugbau-/zulieferer51.410 Euro
Chemie- und Erdölverarbeitende Industrie50.227 Euro
Pharmaindustrie50.175 Euro
Luft- und Raumfahrttechnik49.393 Euro
Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik48.936 Euro
Medizintechnik48.928 Euro
Maschinen- und Anlagenbau48.735 Euro
Metallindustrie48.353 Euro
Versicherungswesen48.218 Euro
Banken47.536 Euro
Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung, Recht46.985 Euro
Energie- und Wasserversorgung und Entsorgung46.280 Euro
Finanzdienstleister45.511 Euro
IT und Internet45.458 Euro
Telekommunikation44.813 Euro
Wissenschaft und Forschung44.745 Euro
Baugewerbe und -industrie44.371 Euro
Immobilien44.311 Euro
Transport und Logistik43.675 Euro
Konsum- und Gebrauchsgüter43.413 Euro
Sonstige Branchen42.185 Euro
Groß- und Einzelhandel41.766 Euro
Nahrungs- und Genussmittel41.399 Euro
Personaldienstleistungen41.390 Euro
Gesundheit und soziale Dienste40.605 Euro
Öffentlicher Dienst und Verbände40.562 Euro
Medien39.499 Euro
Bildung und Training38.686 Euro
Agentur, Werbung, Marketing und PR36.181 Euro
Freizeit, Touristik, Kultur und Sport35.339 Euro

Einstiegsgehalt: So verhandeln Sie richtig

Für welche Branche Sie sich auch entscheiden mögen: Wenn es darum geht, das Einstiegsgehalt zu verhandeln, wollen Sie natürlich das Maximum für sich herausschlagen.

Doch worauf kommt es bei der Gehaltsverhandlung an? Diese drei simplen Tipps helfen Ihnen, ein angemessenes Einstiegsgehalt auszuhandeln.

  • Kennen Sie Ihren Wert. Um sich nicht mit einem zu geringen Angebot zufrieden zu geben, ist es notwendig, den eigenen Wert zu kennen. Informieren Sie sich, wie viel ein Arbeitnehmer mit Ihren Kenntnissen und Qualifikationen verdient und orientieren Sie sich daran.
  • Sein Sie nicht zu schüchtern. Das Einstiegsgehalt gibt es als erste Bezahlung nach dem Berufseinstieg. Natürlich freut man sich, einen Job gefunden zu haben, doch treten Sie nicht als schüchterner Bittsteller auf. Sie bringen Fähigkeiten mit, die dem Unternehmen weiterhelfen, also zeigen Sie sich ruhig selbstbewusst.
  • Gehen Sie mit einem Ziel ins Gespräch. Es klingt beinahe trivial, wird jedoch oft falsch gemacht: Wenn Sie in ein Gehaltsgespräch gehen, sollten Sie sich vorher ein Ziel setzen, welches Ergebnis Sie sich wünschen. Auf dieses Ziel können Sie hinarbeiten und es hält Sie davon ab, sich mit viel weniger zufrieden zu geben.

Diese Artikel finden andere Leser interessant

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

8. Januar 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt mehr als 20 Jahre als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



Weiter zur Startseite