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Facharzt werden: Was macht ein Kardiologe?

Kardiologen sind für die Behandlung von Herzinfarkten oder Herzrhythmusstörungen bis hin zu Herztransplantationen zuständig. Der Beruf ist anspruchsvoll, der Weg zum Facharzt für Kardiologie beschwerlich. Wer ihn aber besteht, darf sich zur medizinischen und finanziellen Elite zählen. Wir zeigen, wie man ein solcher Facharzt werden kann…



Facharzt werden: Was macht ein Kardiologe?

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Gehalt: Wie viel verdient ein Kardiologe?

Kardiologen kommen im Durchschnitt auf ein Einkommen von 8.000 Euro brutto im Monat. Grundsätzlich spielen Form der Anstellung, Berufserfahrung und Standort eine große Rolle beim Gehalt.

In der Regel steigen die Ärzte als angestellte Assistenzärzte in einer Klinik oder einem Krankenhaus in den Beruf ein. In dieser Position beläuft sich ihr Jahresgehalt auf 54.000 bis 71.000 Euro brutto. Das Gehalt richtet sich nach den Tarifverträgen im öffentlichen Dienst oder den Tarifverträgen privater Klinikkonzerne wie Asklepios, Helios oder Sana.

Nach der Beförderung zum Facharzt sind zirka 80.000 Euro brutto jährlich realistisch. Für Oberärzte sind sechsstellige Bruttojahresgehälter um die 100.000 Euro möglich. Chefärzte kommen sogar auf mehr als 120.000 Euro brutto im Jahr rechnen.

Kardiologen Gehalt Verdienst Einkommen Innere Medizin

Wie viel verdient ein Kardiologe mit eigener Praxis?

Niedergelassene Kardiologen mit eigener Fachpraxis können laut Statistischem Bundesamt mit einem Reinertrag von 321.000 Euro pro Jahr rechnen – acht Prozent mehr als der Durchschnitt aller ambulanten Praxen.

Als Praxisinhaber oder Mitglieder einer Gemeinschaftspraxis können die Fachärzte höhere Einkommen erzielen, indem sie Privatpatienten behandeln oder Zusatzleistungen anbieten.
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Wie lange dauert es, um Kardiologe zu werden?

Rund 12 Jahre müssen angehende Herzspezialisten für die Ausbildung einplanen. Wer Kardiologe werden will, muss eine Facharztausbildung der Inneren Medizin absolvieren. Sie dauert 6 Jahre und schließt mit einer Facharztprüfung ab.

Die Facharztausbildung baut auf einem Studium der Humanmedizin auf. Das Medizinstudium nimmt ebenfalls 6 Jahre bzw. zwölf Semester in Anspruch.

Voraussetzungen: Was muss man können, um Kardiologe zu werden?

Beim Beruf des Kardiologen handelt es sich um einen Arzt, der sich nach seinem Medizinstudium weiterqualifiziert hat. Auf der einen Seite herrscht zwar – vor allem im ländlichen Raum – akuter Ärztemangel. Auf der anderen Seite erfreut sich das Studium der Humanmedizin seit Jahren ungebrochener Beliebtheit.

Der Andrang ist so groß, dass das Studium bundesweit zulassungsbeschränkt ist. Aus diesem Grunde weichen viele für das Medizinstudium ins Ausland aus – zum Beispiel nach Österreich oder Ungarn.

Wer Medizin studieren will, muss also einige Hürden überwinden: Numerus Clausus, Wartesemester, Medizinertest. Eine gute Abiturnote bildet die beste Basis.

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Wie läuft die Facharzt Ausbildung ab?

Das Studium teilt sich in drei Teile und dauert mindestens zwölf Semester. Danach folgen die Facharztausbildung und Spezialisierung zum Kardiologen. So sieht der Ausbildungsweg für die Herzspezialisten aus:

Vorklinischer Teil

Der erste Teil vermittelt die medizinischen Grundlagen im Grundstudium und dauert vier Semester. Abgeschlossen wird der vorklinische Teil mit dem Physikum. Typische Themengebiete sind:

  • Anatomie
  • Biologie
  • Biochemie
  • Chemie
  • Physik
  • Physiologie
  • medizinische Psychologie
  • Soziologie

Klinischer Teil

Das Hauptstudium umfasst sechs Semester. Hier lernen angehende Ärzte, woran bestimmte Krankheiten erkennbar und wie sie zu behandeln sind. Abgeschlossen wird der klinische Teil mit dem sogenannten Hammerexamen. Inhalt sind Fachgebiete wie:

  • Allgemeinmedizin
  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Dermatologie
  • Humangenetik
  • Hygiene
  • Innere Medizin
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Pathologie
  • Virologie
  • Toxikologie

Praktisches Jahr

Nun steht die Umsetzung der Theorie im Vordergrund: Im Praktischen Jahr (PJ) sammeln die Studierenden Erfahrungen im Bereich der Chirurgie, Inneren Medizin und einem Wahlfach, das oft Ausgangspunkt für einen späteren Facharzt bildet.

Studierenden, die das PJ erfolgreich absolvieren, wird anschließend als dritte und letzte Übung des Staatsexamens die Approbation erteilt, das heißt, sie sind nun von staatlicher Seite dazu berechtigt, sich als Arzt zu bezeichnen und zu praktizieren.

Facharztstudium

Um als Kardiologe praktizieren zu dürfen, reicht die Approbation allerdings noch nicht. Jetzt folgt erst noch ein Facharztstudium. Um den Facharzt zu erlangen, muss eine Weiterbildung im Bereich der Inneren Medizin erfolgen. Diese Weiterbildung dauert mindestens 5 Jahre. Die Kardiologie ist ein Schwerpunkt innerhalb der Inneren Medizin. Die Spezialisierung darauf nimmt sogar 6 Jahre in Anspruch.

Während dieser Zeit gilt der angehende Kardiologe offiziell als Assistenzarzt in der Kardiologie oder einfach als „Arzt in Weiterbildung“. Bis sich also jemand als fertiger Kardiologe bezeichnen kann, gehen insgesamt 12 Jahre ins Land.

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Was macht ein Kardiologe?

Kardiologen nehmen sich akuter wie chronischer Erkrankungen an. Sie müssen bei einem Herzinfarkt blitzschnell reagieren, helfen Patienten mit chronischen Herzleiden oder nehmen zahlreiche nicht-invasive Tests vor – zum Beispiel Elektrokardiogramme (EKGs), Echokardiogramme, Herz-Computertomographien oder MRTs. Invasive Untersuchungen gehören ebenfalls zum Job, wie etwa Katheterisierung oder koronare Angiographie — das ist eine Röntgenkontrastuntersuchung der Herzkranzgefäße.

Kardiologie ist ein höchst anspruchsvoller Beruf. Der direkte Umgang mit den Patienten ist Bestandteil des Jobs, genauso wie jener mit technischen Geräten sowie medizinischen Daten und Aufnahmen.

Was sind die Aufgaben von Kardiologen?

Bestandteil einer jeden ärztlichen Tätigkeit sind Anamnese und Untersuchung. Das heißt, der Kardiologe befragt den Patienten zu seinen Beschwerden, möglichen Vorerkrankungen, erblicher Vorbelastung, eingenommenen Medikamenten und etwaigen Operationen. Oft erhält er hier bereits wichtige Informationen, die den weiteren Untersuchungsverlauf beeinflussen.

Welche Aufgaben im Detail auf Kardiologen zukommen, hängt sowohl vom Arbeitsort als auch der individuellen Qualifikation ab. Die Arbeit in einer eigenen Praxis bringt beispielsweise eine Reihe zusätzlicher administrativer Aufgaben mit sich, die bei jedem Freiberufler anfallen – erst recht, wenn noch Mitarbeiter für Empfang und Assistenz zur Praxis gehören.

Bei einem Angestelltenverhältnis im Krankenhaus stehen verwaltungstechnische Aufgaben eher im Hintergrund. Umgekehrt ist ein persönlicher Schwerpunkt wie Intensiv- oder Notfallmedizin möglich, der in einer Praxis aufgrund der Ausstattung wegfällt.

Kardiologie Krankheiten

Die Kardiologie beschäftigt sich mit einer Vielzahl von Herzerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu gehören unter anderem:

  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Bluthochdruck
  • Hoher Cholesterinspiegel (Hyperlipidämie)
  • Herzinsuffizienz
  • Herzklappenerkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien)
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
  • Angeborene Herzfehler
  • Kardiomyopathien (Erkrankungen des Herzmuskels)
  • Perikarderkrankungen (Erkrankungen des Herzbeutels)
  • Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Herzgeräusche
  • Endokarditis (Herzinnenhautentzündung)
  • Thromboembolien (z. B. Lungenembolie, Schlaganfall)
  • Herzklappenfehler
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)
  • Aortenaneurysmen und Aortendissektionen
  • Ventrikuläre Tachykardien
  • Brustschmerzen (Angina pectoris)

Jobs: Wo arbeiten Kardiologen?

Viele Kardiologen sind in Krankenhäusern und Kliniken tätig. Daneben gibt es auch niedergelassene Kardiologen, die ihre eigene Praxis führen. Manche spezialisieren sich auf einen Teilbereich wie Frauen- und Geburtskardiologie, Sportkardiologie, präventive Kardiologie, Kinderkardiologie oder Herzerkrankungen bei Erwachsenen.

Die Fachärzte halten sich während der Arbeit in Behandlungs- und Untersuchungsräumen auf, im Patientenzimmer oder Operationssaal. Eine nicht unerhebliche Zahl ist in der der Forschung und Lehre tätig.

Beruf eignet sich für Sie, wenn Sie…

  • …Verantwortung übernehmen wollen.
  • …Ausdauer und Durchhaltevermögen besitzen.
  • …reaktionsschnell und belastbar sind.

Beruf eignet sich NICHT für Sie, wenn Sie…

  • …ungerne wichtige Entscheidungen treffen.
  • …unter Druck nicht die Ruhe bewahren können.
  • …den Körperkontakt mit fremden Menschen scheuen.

Jobs für Kardiologen

Kardiologen sind auf dem Arbeitsmarkt extrem gefragt. Es handelt sich schon heute um einen „Engpassberuf“. Vor Arbeitslosigkeit müssen Fachärzte der Inneren Medizin keine Angst haben. Ihre Arbeitslosenquote beträgt lediglich 1,8 Prozent (Stand: 2022).

Neue technische Entwicklungen führen zudem zu neuen Methoden in der Kardiologie. Beispiel CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie). Beide sind für die Funktionsanalyse des Herzens heute unverzichtbar. Entsprechend finden sich einige Jobs und Stellenangebote auf dem Arbeitsmarkt:

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Bewerbung als Kardiologe: Tipps + Vorlagen

Da Sie direkt mit Menschen arbeiten, geht es in der Bewerbung zwar auch um Hard Skills wie ein abgeschlossenes Studium und Zusatzqualifikationen. Mehr aber noch um Soft Skills, wie Geduld, Empathie oder Stressresistenz. Belegen können Sie diese Kompetenzen vor allem im Bewerbungsschreiben.

Die Bewerbung selbst erfolgt heute digital, in Form einer E-Mail-Bewerbung oder Online-Bewerbung.

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