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Friseur Beruf: Steckbrief zu Aufgaben, Ausbildung + Gehalt

Sie verfügen über modisches Empfinden, handwerkliches Geschick und haben Freude am Umgang mit Menschen? Dann ist Friseur der Beruf für Sie! Als Friseur (auch: Haarstylist, Coiffeur) dürfen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Arbeitstag freuen, der mehr als Haareschneiden umfasst. Die Zeiten, in denen Salons Bewerber mit Hauptschulabschluss ablehnen konnten, sind passé…



Friseur Beruf: Steckbrief zu Aufgaben, Ausbildung + Gehalt

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Aufgaben: Was macht ein Friseur?

Haare schneiden und färben sind nur ein Teil des Friseur Beruf. Friseure beraten ihre Kunden, welche Frisur und welcher Stil zur ihrem Typ passt. Eine wichtige Basis für diese Tätigkeit ist neben Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis daher auch Kreativität.

Idealerweise kann ein Friseur seine Beratung an der Persönlichkeit und dem Beruf des Kunden ausrichten. Darüber hinaus erwarten viele Kunden neben Hinweisen zur Haarpflege noch Tipps zu Make-up und Hautpflege.

Insbesondere traditionelle Friseursalons verfügen über einen festen Kreis an Stammkunden, die regelmäßig wiederkehren. Somit ist die Terminverwaltung und die Pflege der Kundenkartei ein zentraler Aspekt in diesem Bereich, der Koordinationsgeschick erfordert.

Chemische Zusammenhänge spielen beim Färben der Haare eine große Rolle. Es ist eine Grundvoraussetzung, zu wissen, wie vorbehandeltes Haar fachgerecht zu einer neuen Farbe kommt. Andernfalls kann dies zur Folge haben, dass dem Kunden nachhaltig die Frisur beziehungsweise die Haarfarbe ruiniert wird.

Die wichtigsten Aufgaben im Beruf Friseur

  • Kunden beraten – zu Frisuren, Haarpflege, Styling
  • Haare schneiden, färben, stylen, pflegen
  • Dauerwellen, Haarverlängerungen und Haarverdichtungen durchführen
  • Kopfhautprobleme behandeln
  • Werkzeuge und Arbeitsbereiche reinigen und desinfizieren
  • Haarpflegeprodukte und Zubehör verkaufen
  • Termine planen und Kundenkarten führen
  • Weiterbildungen absolvieren zu neuen Trends und Techniken

Welche Materialien braucht ein Friseur?

Diese Arbeitsmittel und Materialien brauchen Friseure für ihre tägliche Arbeit: Scheren und Haarschneidemaschinen für das Schneiden und Stylen von Haaren, Kämme und Bürsten zum Entwirren und Stylen der Haare. Die Salons wiederum stellen Bleichmittel und Tönungen für das Färben der Haare, Shampoos, Conditioner und andere Haarpflegeprodukte sowie Haartrockner, Lockenstäbe oder Glätteisen. Dazu kommen Handtücher und Schürzen zum Schutz der Kleidung und zur Sauberkeit während des Haarschnitts.

Welche Arbeitszeiten haben Friseure?

Im Dienstleistungssektor ist Wochenendarbeit nichts Ungewöhnliches. Dies trifft ebenso auf das Friseurhandwerk zu. Damit zum Beispiel die Braut auch am Sonntag mit einer tollen Hochsteckfrisur zur Hochzeit kommt, vergeben Friseure manchmal sogar jenseits der Ladenöffnungszeiten Termine. Die dadurch anfallenden Überstunden werden meist durch freie Tage ausgeglichen.

In vielen kleinen Salons ist montags geschlossen. Größere Friseurketten haben häufig 6 Tage in der Woche geöffnet. Die Personalbelegung rotiert in der Regel, sodass die Verteilung der freien Tage bei einem größeren Team ausgeglichen ist. In der Zeit vor Weihnachten gilt für Friseure meist eine Urlaubssperre. Da es sich bei diesem Beruf um eine Frauendomäne handelt, arbeiten viele Friseurinnen in Teilzeit
.

Beruf eignet sich für Sie, wenn Sie…

  • offen auf Menschen zugehen und immer Zeit für einen Plausch haben.
  • kreativ sind und einen Sinn für Ästhetik und Mode haben.
  • mit den Fingern geschickt sind.

Beruf eignet sich NICHT für Sie, wenn Sie…

  • der permanente Kundenkontakt stresst.
  • an den Wochenenden frei haben wollen.
  • das niedrige Gehalt abschreckt.


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Gehalt: Was verdienen Friseure?

Das Gehalt eines Friseurs hängt stark von der Region und der Größe des Arbeitgebers ab. Weiterhin spielt es eine Rolle, ob Sie Ihren Beruf in einem traditionellen Handwerksbetrieb, einer großen Kette oder einem anderen Feld ausüben, wie zum Beispiel als Maskenbildner.

Die Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk gehört definitiv zu den geringsten. Das durchschnittliche Gehalt in der Ausbildung staffelt sich wie folgt:

  • 1. Ausbildungsjahr: 649 Euro bis 665 Euro brutto im Monat
  • 2. Ausbildungsjahr: 766 Euro bis 785 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 876 Euro bis 900 Euro

Ausbildungsgehalt Azubigehalt Friseur Friseurin Einkommen Vergütung Lehre Lehrlinge

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei ungefähr 1.600 bis 2.000 Euro brutto. Dazu kommt oft das Trinkgeld der Kunden, das zwischen 50-100 Euro pro Tag liegen kann.

Haben Sie einige Jahre Berufserfahrung gesammelt, können Sie sich zum Friseurmeister weiterbilden. Diese Weiterbildung ist kostenintensiv: Hier müssen Sie 3.000 bis 6.000 Euro einkalkulieren. Jedoch kann ein Friseurmeister anschließend mit einem monatlichen Gehalt von circa 3.000 Euro rechen. Die nachfolgenden Angaben entstammen dem Tarifregister Nordrhein-Westfalen und zeigen die Grundvergütung:

Grundvergütung Tarifregister Friseur

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Ausbildung: Wie kann ich Friseur werden?

Zum Friseur Beruf kommen Sie mit einer 3-jährigen Lehre. Dabei handelt es sich um eine duale Ausbildung, die abwechselnd im Friseursalon und in der Berufsschule stattfindet. Wer im Laufe der ersten beiden Jahre mit handwerklichem Talent und hervorragenden Berufsschulnoten punktet, kann die Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen.

Voraussetzungen

Für Ausbildung zum Friseur brauchen Sie keinen Schulabschluss. In der Praxis haben aber Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss die besten Chancen. Ein Grund dafür ist, dass gute Vorkenntnisse in Chemie, Mathematik und Deutsch von Vorteil sind.

Der Beruf Friseur eignet sich für Menschen aller Bildungshintergründe: Von den Friseur Azubis hatten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die Hälfte einen Hauptschulabschluss. Ein knappes Drittel verfügte über einen mittleren Schulabschluss, 8 Prozent wiesen die Hochschulreife auf, weitere 8 Prozent hatten überhaupt keinen Schulabschluss.

Inhalte der Ausbildung

Schwerpunkte der Ausbildung sind:

  • Erlernen von Schnitt- und Färbe-Techniken
  • Hygienevorschriften
  • Dauerwelle und Volumenwellen
  • Haarverlängerungen
  • Gestaltung außergewöhnlicher Hochsteckfrisuren
  • Typberatung
  • Haarverdichtungen
  • Haarpflege
  • Chemische Zusammenhänge
  • Vertrieb von Haarpflegeprodukten
  • Wimpern- und Augenbrauenfärben
  • Schminktechniken
  • Maniküre
  • Terminplanung
  • Buchhaltung
  • Pflege der Kundenkartei

Abschlussprüfung

Zur Mitte des zweiten Lehrjahres legen die Azubis Teil eine ihrer Gesellenprüfung ab. Nach dem dritten Lehrjahr steht Teil zwei der Gesellenprüfung an. Von den Prüflingen haben nach Angaben des Zentralverbands des deutschen Handwerks rund 77,5 Prozent ihre Abschlussprüfung bestanden. Die Frauenquote liegt bei rund 70 Prozent.

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Friseur Jobs

Viele Friseurinnen und Friseure arbeiten als Angestellte in einem Friseursalon — häufig in Teilzeit. Andere machen sich nach absolvierter Meisterprüfung mit eigenem Salon selbstständig. Mit guten Connections und etwas Glück ist sogar der Aufstieg zum Star- oder Promi-Friseur möglich.

Für den „Meister“ müssen Friseure in einem der Bildungszentren der Handwerkskammern eine zusätzliche Weiterbildung absolvieren. Je nach Intensität müssen Sie hier mit einer Dauer von 3 Monaten bis 2 Jahren rechnen. Wer sich abseits des klassischen Friseursalons weiterqualifizieren will, kann mit Hochschulreife seinen Bachelor im Studienfach „Maskenbild“ absolvieren.

Weitere Jobs für Friseure bieten auch Film, Theater, Fernsehen, Perückenherstellung und der Wellnessbereich in Hotels…

Jetzt Jobs in der Nähe finden

Hat der Beruf Friseur Zukunft?

Im Friseurhandwerk herrscht wie in vielen anderen Branchen ein Fachkräftemangel. Es gibt mehr freie Ausbildungsstellen als Bewerber. Daher haben Berufsanwärter beste Chancen, einen schnellen Einstieg in den Job zu finden.

Der Beruf ist zeitlos. Der Friseur übt ein Handwerk aus, das es immer braucht, solange es Menschen gibt. Zudem kann man Haareschneiden und Styling nicht Robotern oder einer künstlichen Intelligenz anvertrauen: Der Job bleibt also Menschen vorbehalten!

Bewerbung als Friseur: Tipps + Vorlagen

Wer als Friseur tätig sein möchte, sollte über Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, Handwerkliches Geschick, Gespür für Trends und Ästhetik sowie gute Umgangsformen verfügen – und diese in der Bewerbung herausstellen. Vor allem Soft Skills sollten Sie im Anschreiben erwähnen. Beispiel:

Mein Interesse für Trends ist für mich nicht nur Beruf, sondern Berufung. So bin ich stets auf dem neuesten Stand, welche Moden zur Zeit en vogue sind. Das hilft mir, etwaige Haarkreationen nach dem Kundenwunsch und Zeitgeist auszurichten.

Kostenlose Vorlagen mit Mustertext

Profitieren Sie bei der Bewerbung zusätzlich von unseren kostenlosen Vorlagen zum Bewerbungsschreiben, Deckblatt und Lebenslauf. Diese können Sie sich hier kostenlos herunterladen:

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