Juwelier: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung

Der Umgang mit Schmuck, die edlen sowie wertvollen Materialien sowie der Kontakt zu Kunden macht den Beruf als Juwelier zu einer interessanten Karriere. Dabei sollte ein Juwelier nicht mit einem Goldschmied verwechselt oder gleichgesetzt werden. Während sich ein Goldschmied um die Herstellung und Verarbeitung kümmert, ist der Juwelier für die Vermarktung und den Verkauf verantwortlich. Wer sich dafür interessiert, kann als Juwelier eine spannende und auch aussichtsreiche Laufbahn einschlagen. Hier erfahren Sie, was Sie zur Ausbildung, zum Beruf und zum Gehalt als Juwelier wissen müssen…

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Juwelier: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung

Ausbildung: Wie wird man Juwelier?

Wer Schmuck oder Uhren kaufen möchte, ob für sich selbst oder als schönes Geschenk, geht zum Juwelier. Hier finden sich die passenden Schmuckstücke und das nötige Wissen – allerdings ist die Berufsbezeichnung Juwelier in Deutschland nicht geschützt. So müssen auch keine geregelten Kenntnisse mitgebracht werden, um sich selbst als Juwelier zu bezeichnen. Wie genau die Vorbildung und Erfahrung aussieht, kann entsprechend unterschiedlich sein.

Die meisten Einsteiger zum Juwelier wählen dabei eine kaufmännische Ausbildung mit entsprechender Spezialisierung. So können Sie beispielsweise eine duale Ausbildung als Einzelhandelskaufmann beziehungsweise -kauffrau für Schmuck, Uhren, Gold- und Silberwaren machen. In dieser dreijährigen Ausbildung lernen Sie an der Berufsschule die nötige Theorie, während Sie im Ausbildungsbetrieb Einblicke in die praktische Umsetzung und tägliche Arbeit im Einzelhandel und speziell im Schmuckbereich bekommen.

Zu den Inhalten und Kompetenzen, die in der Ausbildung vermittelt werden, zählen unter anderem…

  • Einkauf und Bestellung von Waren
  • Erfassung und Kontrolle von Warenein- und ausgängen
  • Professioneller Umgang mit Kunden
  • Gestaltung und Pflege des Warensortiments
  • Annahme und Umgang mit verschiedenen Zahlungsmitteln
  • Erstellung von Abrechnungen an der Kasse
  • Erstellung von Kalkulationen
  • Verständnis und Aufbau einer Wertschöpfungskette
  • Platzierung und Gestaltung des Warenangebots
  • Werbemöglichkeiten zur Kundengewinnung
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Berufsbild: Was macht ein Juwelier?

Schon die breitgefächerte Ausbildung lässt erahnen, dass das Berufsbild des Juweliers abwechslungsreich ist und zahlreiche unterschiedliche Bereiche abdeckt. Zu den Hauptaufgaben eines Juweliers gehören dabei vor allem das Verkaufen von Schmuck und die direkte Beratung von Kunden.

Gerade beim hochwertigem Schmuck sind Käufer oftmals unsicher, kennen sich selbst nicht gut aus oder wissen nicht genau, was zu ihnen und ihren Vorstellungen passt. Juweliere stehen hier mit ihrem Wissen zur Seite, stellen die unterschiedlichsten Möglichkeiten vor und besprechen dabei auch die Unterschiede in Materialien. Als Juwelier ist es deshalb wichtig, sich mit möglichst allen Produkten gut auszukennen – angefangen von Ringen und Ketten, über Uhren, Armbänder, Ohrringe bis hin zu Broschen oder auch Schmuck für Piercings.

Wichtig ist deshalb ein stets freundlicher Umgang mit den Wünschen von Kunden sowie ein Verständnis, welche Art von Schmuck zu welchem Anlass und in welcher Kombination zusammenpasst. Hier helfen ein gutes modisches Verständnis, aber auch die Erfahrung im Beruf.

Als Juwelier sind Sie zudem für einen ansprechenden Verkaufsraum verantwortlich, der nicht nur schön aussehen, sondern natürlich auch den Umsatz steigern soll. Zudem zählt es zu Ihren Aufgaben, benötigte Produkte nachzubestellen, Schmuckstücke für den Verkauf mit Preisen zu versehen und einen Überblick über Ein- und Ausgänge im Lager zu behalten.

Kleinere Arbeiten oder Reparaturen an den Schmuckstücken werden zum Teil ebenfalls vom Juwelier selbst vorgenommen, für größere Änderungen, Anpassungen oder die allgemeine Herstellung wird hingegen mit einem Goldschmied zusammengearbeitet.

Gehalt: Was verdient ein Juwelier?

Juweliere haben täglich hochwertige Schmuckstücke in der Hand, verkaufen Ringe oder Uhren für teilweise vierstellige Beträge. Gemäß dem luxuriösen Produkt wird auch mit einer sehr hohen Bezahlung gerechnet. Hier muss jedoch unterschieden werden:

Wer als Juwelier einen eigenen Laden eröffnet und diesen erfolgreich leitet, kann durch die hochpreisigen Produkte viel Geld verdienen. In diesem Fall sind dem möglichen Verdienst nahezu keine Grenzen gesetzt, doch ist dies nur eine Ausnahme für Juweliere.

Die meisten Juweliere arbeiten in einem Angestelltenverhältnis, beispielsweise in Kaufhäusern oder in Juwelierfachgeschäften. Wie hoch das Gehalt letztlich ist, hängt dabei von der Berufserfahrung, dem Unternehmen sowie dem Standort ab. Zunächst gibt es während der Ausbildung drei Stufen je nach Ausbildungsjahr.

  • Im ersten Ausbildungsjahr können je nach Ausbildungsbetrieb durchschnittlich zwischen 750 Euro und 950 Euro verdient werden.
  • Die Ausbildungsvergütung im zweiten Jahr liegt im Schnitt bei 800 Euro und 1.050 Euro.
  • Das letzte Jahr in der Ausbildung bringt Ihnen 950 Euro bis 1.200 Euro.

Nach der Ausbildung können Juweliere abhängig von den oben genannten Faktoren zwischen 1.800 und 2.500 Euro brutto verdienen. Mit steigender Erfahrung, größerer Verantwortung und höherer Position sind dann auch zwischen 3.000 und 4.000 Euro brutto monatlich möglich.

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Karriere: Chancen und Aussichten als Juwelier?

Wenn Sie sich eine Ausbildung und Karriere als Juwelier vorstellen können, dürfen Sie sich über grundsätzlich gute Chancen und auch Aussichten freuen. Für den Einzelhandel, zu dem Juweliergeschäfte zählen, werden für die kommende Jahre durchaus positive Entwicklungen erwartet – auch wenn der steigende Anteil von Online-Käufen beachtet werden muss.

Juweliere zählen jedoch zu den Geschäften, die sich weiterhin über viel Kundschaft freuen dürfen. Die Beratung und die Möglichkeit, ein teures und edles Schmuckstück vor dem Kauf an sich selbst sehen zu können, locken Interessenten ins Juweliergeschäft, statt über das Internet zu bestellen.

Zudem können Sie als Juwelier weitere Schritte planen und Ihre Karriere gestalten. So können Sie zum Verkaufsleiter aufsteigen oder zum Filialleiter werden. Wenn Sie der Drang nach einem eigenen Geschäft antreibt, können Sie sich auch selbstständig machen und ein eigenes Juweliergeschäft eröffnen.

Bewerbung als Juwelier: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Wollen Sie sich für eine Ausbildung zum Juwelier bewerben, erwarten die meisten Betriebe einen erfolgreichen mittleren Schulabschluss, eine feste Voraussetzung ist dies jedoch nicht. Auch mit Hauptschul- oder sogar ohne Schulabschluss ist die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann im Bereich Schmuck möglich.

Bei der Bewerbung für eine Festanstellung als Juwelier – gleichermaßen natürlich auch bei einer Ausbildung – sind zudem die folgenden Fähigkeiten und Qualifikationen gefragt:

  • Interesse an Schmuck
  • Kaufmännische Fähigkeiten
  • Seriöses und freundliches Auftreten
  • Guter Umgang mit Kunden und anderen Menschen
  • Gute sprachliche Fähigkeiten
  • Lernfähigkeit
  • Merkfähigkeit

Bewerbung Juwelier Anschreiben Muster Vorlage Beispiel Pdf WordZudem sollte in der Bewerbung Ihre Motivation und Begeisterung zum Ausdruck kommen. Um Ihnen zu zeigen, wie die Bewerbung als Juwelier aussehen kann, haben wir ein kostenloses Musteranschreiben für Sie erstellt. In diesem finden Sie mögliche Formulierungen und Inspirationen für Ihre eigene Bewerbung.

Denken Sie bitte daran, diese nicht einfach zu kopieren, sondern auf Ihre individuelle Situation anzupassen.

[Bildnachweis: Karramba Production by Shutterstock.com]

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4. Februar 2020 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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