Unternehmensberater: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung

Wissen Firmen, Betriebe oder Konzerne nicht mehr weiter, kommen Unternehmensberater zum Einsatz, um bei der Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zu helfen oder bei wichtigen Entscheidungen zur Seite zu stehen. Neben großen und bekannten Namen der Unternehmensberatungen wie McKinsey, Boston Consulting, Accenture oder Deloitte gibt es zahlreichere kleine Unternehmensberater, die große wie auch kleine Unternehmen mit ihrem Wissen unterstützen. Ein Job mit großer Verantwortung und hohen Gehaltsaussichten, doch ebenso groß sind das Arbeitspensum und die Herausforderungen als Unternehmensberater. Sollte Sie der Job reizen, erfahren Sie hier, was Sie zum Berufsbild Unternehmensberater wissen müssen…

Unternehmensberater: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung

Ausbildung: Wie wird man Unternehmensberater?

Der Weg in den Beruf als Unternehmensberater beginnt nicht mit einer Ausbildung, sondern führt über ein Studium. Da für die spätere Arbeit ein umfangreiches Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge benötigt wird, haben viele Unternehmensberater ein wirtschaftswissenschaftliches Studium durchlaufen. Dazu zählen beispielsweise…

  • Betriebswirtschaftslehre (BWL)
  • Volkswirtschaftslehre (VWL)
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftsrecht

Doch auch über ein Studium der Informatik, in Jura oder als Wirtschaftsmathematiker können Sie eine Karriere als Unternehmensberater beginnen. In all diesen Studiengängen können Sie umfangreiches Know How über die wichtigsten Bereiche und Themen erlernen, die als Unternehmensberater gefragt sind – und diese sind sehr weitreichend.

  • Sanierung von Betrieben
  • Controlling und wichtige Kennzahlen
  • Unternehmensorganisation
  • Steuerrecht
  • Buchführung
  • Change Management
  • Marketing
  • Personalwesen
  • Mergers and Acquisitions
  • Finanzierungsmöglichkeiten

Universitäten und Hochschulen bieten zudem vermehrt spezielle Studiengänge an, die konkret auf den Bereich der Unternehmensberatung abzielen und deren Inhalte auf die benötigten Kompetenzen angepasst sind. Sie sollten sich deshalb im Vorfeld informieren und recherchieren, welcher Studiengang für Sie die beste Wahl ist.

Allerdings sollten Sie in jedem Studiengang gute Noten mitbringen und besonderes Engagement nachweisen, wenn Sie später in einer Unternehmensberatung tätig sein wollen.

Für den Einstieg als Unternehmensberater wird zudem fast immer praktische Erfahrung erwartet. Schon während des Studiums sollten deshalb Praktika bei Unternehmensberatungen gemacht werden. Diese bringen zudem wichtige Kontakte, die ein wahrer Türöffner sein können. Weitere Pluspunkte können Sie sammeln, wenn Sie die Erfahrung bei einem Unternehmen im Ausland gesammelt haben.

Berufsbild: Was macht ein Unternehmensberater?

Unternehmensberater stehen kleineren Betrieben oder auch großen Konzernen mit ihrem Wissen zur Seite, wenn diese vor einer großen Veränderung stehen oder eine wichtige Entscheidung treffen müssen. Soll ein Unternehmen beispielsweise komplett neu ausgerichtet werden, müssen neue Geschäftsfelder erschlossen oder vorhandene Bereiche abgestoßen werden, kann ein Unternehmensberater helfen, die richtigen Antworten zu finden.

Dabei arbeiten Unternehmensberater sehr eng mit dem jeweiligen Kunden zusammen, machen sich vor Ort ein Bild der Lage, erhalten Einblicke in alle wichtigen Informationen und erarbeiten gemeinsam mit den Verantwortlichen die bestmögliche Strategie.

Zu den wichtigsten und häufigsten Aufgaben eines Unternehmensberaters zählen dabei:

  • Umfangreiche Analyse des Status Quo in einem Unternehmen
  • Erstellung von Konzepten und Strategien zur gewünschten Zielerreichung
  • Beurteilung verschiedener Maßnahmen
  • Identifikation und Implementation von Wachstums- und Umsatzsteigerungspotenzialen
  • Gemeinsame Erarbeitung und Planung der Betriebsoptimierung
  • Umfangreiche Beratung zur Finanzierung

Grundsätzlich können Unternehmensberater in allen Bereichen zum Einsatz kommen. Häufig werden sie im Personalwesen, im Marketing, im IT-Bereich oder auch für Mergers and Acquisitions (dem Kauf und Zusammenlegen von Unternehmen) zurate gezogen.

Der Beruf des Unternehmensberaters findet deshalb nur selten in einem festen Büro statt und es wird große Reisebereitschaft vorausgesetzt. Sie reisen – auch international – zu den Standorten, an denen sie gerade gebraucht werden. Ein professionelles und seriöses Auftreten mit entsprechendem Dresscode ist dabei eine Selbstverständlichkeit.

Somit gehören lange Arbeitszeiten und viele Übernachtungen in Hotels zum Alltag für Unternehmensberater. Work-Life-Balance ist in diesem Berufsfeld nur schwer realisierbar, Unternehmensberater arbeiten meist mindestens 50 Stunden pro Woche – viele kommen weit darüber und auch 70 Stunden pro Woche sind keine Ausnahme.

Gehalt: Was verdient ein Unternehmensberater?

Die großen Belastungen, Anforderungen und Erwartungen als Unternehmensberater spiegeln sich im Gehalt wieder. Unternehmensberatungen gehören zu den Top-Verdienern, was bereits mit einem hohen Einstiegsgehalt beginnt und mit einigen Jahren Berufserfahrung und entsprechenden Erfolgen in den sechsstelligen Bereich steigen kann.

Trotzdem sollte nicht vergessen werden, dass es durchaus große Gehaltsunterschiede je nach Größe und Bekanntheit des Arbeitgebers geben kann. Wer es zu den oben bereits genannten namhaften Unternehmensberatungen schafft, darf sich über eine weitaus höhere Bezahlung freuen. Doch auch bei kleineren Arbeitgebern kann sich ein Unternehmensberater nicht über schlechte Bezahlung beklagen.

Schon das Einstiegsgehalt liegt oft bei einem Bruttojahresgehalt zwischen 45.000 Euro und 50.000 Euro. Doch auch Bezahlungen zwischen 60.000 Euro und 70.000 Euro sind hier bereits möglich.

Im weiteren Verlauf der Karriere erreichen Unternehmensberater ein Gehalt zwischen 75.000 Euro und 90.000 Euro. Nach oben sind hier jedoch kaum Grenzen gesetzt und in großen Unternehmensberatungen ist in gehobenen Positionen auch ein Gehalt von 200.000 Euro realistisch.

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Karriere: Chancen und Aussichten als Unternehmensberater?

Die Karrierechancen als Unternehmensberater sind grundsätzlich gut. In den letzten Jahren ist die Beratungsbranche weiter gewachsen und es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Somit steigt die Nachfrage nach Unternehmensberatern – was sich positiv auf die Einstiegschancen und natürlich auf die weitere Karriere auswirkt.

Es sei jedoch auch erwähnt: Je größer die Unternehmensberatung, desto härter der Auswahlprozess, den Sie durchlaufen müssen. Ein großer Teil der Aspiranten wird abgelehnt.

Wenn Sie es schaffen und sich durchsetzen, steht einer erfolgreichen Karriere nicht mehr viel im Weg – solange Sie die nötige Belastbarkeit und Motivation mitbringen. Vom Junior-Unternehmensberater können Sie es bis zum Senior-Unternehmensberater oder sogar Manager und Partner in der Unternehmensberatung schaffen.

Bewerbung als Unternehmensberater: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Vor der Anstellung als Unternehmensberater steht oftmals ein mehrstufiger Auswahlprozess. Hier müssen Sie sich gegen eine Vielzahl von Konkurrenten durchsetzen und in verschiedenen Phasen beweisen, dass Sie wirklich die Bestbesetzung für die freie Stelle sind.

Angehende Unternehmensberater sollten sich auf Assessment Center, Telefoninterviews und persönliche Gespräche einstellen. Die Erstauswahl findet in der Regel nach Sichtung klassischer Bewerbungsunterlagen statt.

Um überhaupt eine Chance zu haben, müssen Sie zunächst mit Lebenslauf und Anschreiben überzeugen. Besonders wichtig sind dabei…

Bewerbung Unternehmensberater Download Muster Kostenlos BeispielNachfolgend haben wir ein kostenloses Musteranschreiben für Sie erstellt. Dieses kann Ihnen als Inspiration und Beispiel dienen, wie die Bewerbung als Unternehmensberater aussehen kann. Jedoch sollten Sie dieses nicht nur kopieren und verwenden, sondern die Bewerbungsunterlagen stets individuell anpassen.

[Bildnachweis: Pressmaster by Shutterstock.com]

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2. April 2020 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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