Studentische Unternehmensberatung: Vorteile + Gehalt

Eine studentische Unternehmensberatung ist für viele Unternehmen eine echte Alternative zu den großen Consulting-Firmen. Und sie ist für Studierende ein Karrieresprungbrett. Wir erklären, was Sie über studentische Unternehmensberatungen wissen müssen und mit welchem Gehalt Sie rechnen dürfen…

Studentische Unternehmensberatung Aufgaben Gehalt Vorteile Liste

Key Facts

  • Konzept: Eine studentische Unternehmensberatung ist eine von Studierenden selbstorganisierte Initiative, die echte Beratungsdienstleistungen für reale Unternehmen am freien Markt anbietet.
  • Verbände: Die führenden studentischen Beratungen sind in Dachverbänden wie dem BDSU (Bundesverband Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen) oder dem JCNetwork organisiert. So werden hohe Qualitätsstandards garantiert.
  • Voraussetzungen: Der Zugang steht prinzipiell Studenten aller Fachrichtungen offen. Allerdings stehen zu Beginn meist mehrstufige Auswahlverfahren an.
  • Arbeitszeit: Die wöchentliche Belastung schwankt zwischen 10 und 20 Stunden. Die Arbeit erfordert gerade während der Prüfungsphasen gutes Zeitmanagement.
  • Vergütung: Bei externen Kundenprojekten werden studentische Unternehmensberatungen mit Honoraren von bis zu 400 Euro am Tag bezahlt.
  • Karrierechancen: Die Mitgliedschaft gilt bei Top-Managementberatungen (MBB) und den Big Four der Wirtschaftsprüfung als exzellentes Empfehlungsschreiben und ersetzt oft klassische Praktika.
  • Mehrwert: Neben dem fachlichen Know-how erwerben die studentischen Berater wertvolle Soft Skills wie Verhandlungsführung, Krisenmanagement und ein belastbares professionelles Netzwerk.

In Deutschland sind bis zu 6.000 Studenten in einer solchen Initiative organisiert. Die Kunden reichen von lokalen Start-ups über den Mittelstand (Hidden Champions) bis zu DAX-Konzernen, die studentische Unternehmensberatungen für Digitalisierungsprojekte oder Marktanalysen beauftragen. So erwirtschaften etablierte Beratungen (z.B. an Top-Universitäten) teilweise 6-stellige Jahresumsätze.

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Was ist eine studentische Unternehmensberatung genau?

Eine studentische Unternehmensberatung (Synonym: Student Consulting) ist eine Unternehmensberatung, die von Studierenden betrieben und geleitet wird. Sie gibt Studenten die Chance, neben dem Studium praktische Erfahrungen zu sammeln sowie Geld zu verdienen. In den Beratungen arbeiten ausschließlich aktuelle Studenten, die weiterhin an der Universität eingeschrieben sind und noch vor ihrem erfolgreichen Abschluss stehen. Bei den Beratungs-Jobs handelt es sich um reale Projekte aus der freien Wirtschaft – die Beratungen werden für externe Unternehmen aktiv und helfen bei verschiedensten Aufgaben, wirtschaftlichen Schwierigkeiten oder Veränderungsprozessen.

Welche Rechtsform hat eine studentische Unternehmensberatung?

Studentische Unternehmensberatungen sind häufig in der Rechtsform eines Vereins organisiert. Für einzelne Projekte werden Beratergruppen auch als GbR, UG oder GmbH gegründet.

Liste: Eine Auswahl studentischer Unternehmensberatungen

In Deutschland gibt es zahlreiche studentische Unternehmensberatungen. Besonders bekannt sind die Initiativen an einigen großen und renommierten Universitäten. Unsere Übersicht zeigt einige der wichtigsten Organisationen:

Tipp: Eine ausführliche Liste studentischer Beratungen finden Sie HIER.

Dachverbände: BDSU und JCNetwork

Organisiert sind die studentischen Unternehmensberatungen (auch: Junior Enterprises, JE) in zwei großen Dachverbänden: dem BDSU (Bundesverband Deutscher Studentischer Unternehmensberater) und JCNetwork (Junior Consultant Network). Diese organisieren den Austausch, veranstalten Audits und vergeben Qualitätssiegel. Bei JCNetwork können sich Studenten zusätzlich als „Junior Consultant“ zertifizieren lassen.

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Was machen studentische Unternehmensberatungen?

Eine studentische Unternehmensberatung macht grundsätzlich dasselbe wie klassische Consulting-Firmen: Sie berät Unternehmen bei der zukünftigen Strategie, bei finanziellen Fragen oder der Personalentwicklung sowie beim Umgang mit sozialen Medien. Der Vorteil der studentischen Unternehmensberatungen: Sie sind im Vergleich zu den etablierten Consultants deutlich günstiger und bringen dank des universitären Backgrounds frisches Wissen mit. Das macht sie vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv.

Welche Aufgaben und Jobs haben die Studenten?

Zu den typischen Aufgaben der studentischen Unternehmensberater gehören:

  1. Kunden gewinnen

    Teils betreiben die Studierenden selbst Akquise, viele Unternehmen arbeiten aber schon direkt mit der Hochschule zusammen.

  2. Teams zusammenstellen

    Nachdem ein Projekt und ein Kunde gewonnen sind, werden interdisziplinäre Teams zusammengestellt, die für die Aufgabe bestmöglich qualifiziert sind.

  3. Angebot erstellen

    Das Projektteam entwickelt zunächst ein Angebot und Vorschläge, welche Beratungsleistungen angeboten werden können.

  4. Vertrag schließen

    Vor dem Projektbeginn wird ein Vertrag zwischen Beratung und Unternehmen geschlossen, in dem alle Projektdetails spezifiziert und dokumentiert sind.

  5. Projekt realisieren

    Nach Abschluss des Vertrages wird das Beratungsprojekt umgesetzt und dem Unternehmen präsentiert.

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Wie ist das Gehalt bei einer studentischen Unternehmensberatung?

Studentische Berater haben einen der besten Studentenjobs überhaupt mit einem überdurchschnittlichen Gehalt: Die Tagessätze liegen zwischen 150 und 400 Euro, mit einem Durchschnittstagessatz von 300 Euro. Gleichzeitig arbeiten die Studierenden inhaltlich nah an ihrem Studienfach (meistens BWL), sammeln praktische Erfahrungen in ihrem angestrebten Beruf und verdienen gleichzeitig mehr als in den meisten Jobs ihrer Kommilitonen.

Für wen lohnt sich eine studentische Unternehmensberatung?

Die studentische Unternehmensberatung bietet sowohl für Unternehmen wie für Studenten zahlreiche Vorteile:

    Vorteile für Studierende

  • Referenzen

    Durch die Mitarbeit in einer studentischen Unternehmensberatung sammeln Studenten nicht nur praktische Erfahrungen, sondern zugleich wertvolle Referenzen für ihren Lebenslauf.

  • Gehalt

    Der Verdienst als studentischer Berater ist überdurchschnittlich. Vor allem in den Semesterferien lässt sich damit ein ordentliches Gehalt erzielen.

  • Jobs

    Durch die Einblicke in die Unternehmen können sich die Studierenden ein berufliches Netzwerk aufbauen und zugleich Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen.

  • Vorteile für Unternehmen

  • Kosten

    Studentische Unternehmensberatungen kosten nur einen Bruchteil der üblichen Consulting-Honorare: Diese verlangen einen durchschnittlichen Tagessatz von 1.500 Euro – studentische Berater nur 300 Euro pro Beratertag.

  • Ideen

    Zwar fehlt Studenten teils die Erfahrung – dafür bieten sie frische, unkonventionelle Ideen und einen Zugang zur nächsten Generation. Das fördert ebenfalls eine Innovationskultur.

  • Nachwuchstalente

    Die Zusammenarbeit mit einer studentischen Unternehmensberatung gibt Unternehmen die Gelegenheit, die talentierten Nachwuchskräfte direkt zu rekrutieren. Dem Employer Branding schadet die Zusammenarbeit mit Universitäten auch nicht.

Die vielen Vorteile sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Job in einer studentischen Unternehmensberatung ebenso herausfordernd und mit viel Arbeit verbunden ist. Auch im laufenden Semester. Wer den Job macht, braucht eine hohe Motivation und Durchhaltevermögen sowie die Bereitschaft, auf Freizeit zu verzichten.

Wie viel darf ich in einer studentischen Unternehmensberatung arbeiten?

Egal, ob Sie als studentischer Unternehmensberater oder in einem anderen Nebenjob arbeiten: Während der Vorlesungszeit dürfen Sie nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten – sonst verlieren Sie Ihren rechtlichen Status als Student. Achten Sie also darauf, dieses Maximum nicht zu überschreiten. Während der normalen Vereinsphasen (ohne externe Projekte) sind 5-10 Stunden pro Woche üblich. Deutlich straffer ist der Zeitplan in den Projektphasen: Sobald Sie direkt für einen Kunden arbeiten, sind die wöchentlichen 20 Stunden problemlos möglich. Sie müssen Daten analysieren, Kundenpräsentationen vorbereiten oder auch zu Terminen reisen. Besonders wichtig sind dabei Ihr Zeitmanagement und gute Organisation – schließlich müssen Sie weiterhin an Vorlesungen oder Tutorien teilnehmen und Ihre Klausuren schreiben.

Mehr Arbeitszeit in den Semesterferien

Deutlich mehr Spielraum bei der Arbeitszeit in einer studentischen Unternehmensberatung haben Sie während der Semesterferien. Hier sind Sie nicht an die Höchstarbeitszeit von 20 Stunden gebunden. Theoretisch können Sie in dieser Phase auch einen Vollzeitjob von 40 Stunden pro Woche in der Beratung machen – solange Sie dabei das Lernen für Prüfungen oder das Erstellen von Hausarbeiten nicht vergessen.

Voraussetzungen: Was brauche ich für den Berater-Job?

Um in einer studentischen Unternehmensberatung zu arbeiten, sollten Sie bereits über grundlegendes BWL-Wissen sowie tiefere Kenntnisse in einem Studienfach verfügen. Für Studienanfänger ist der Job eher noch ungeeignet. Viele studentische Berater bieten gleichzeitig Schulungen an, in denen relevante Hard Skills und Soft Skills trainiert werden. Gute Kenntnisse in PowerPoint, Excel sowie Präsentationstechniken sind ebenfalls Voraussetzung.


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