Definition: Was bedeutet Jobsicherheit?
Jobsicherheit (Synonym: Arbeitsplatzsicherheit) bedeutet, dass Sie Ihren Arbeitsplatz über einen längeren Zeitraum behalten. Sie beschreibt, wie sicher ein Job in der Zukunft ist bzw. die Stabilität eines Arbeitsverhältnisses. Eine hohe Jobsicherheit schützt vor Entlassungen und ermöglicht eine langfristige finanzielle und Karriereplanung und reduziert zugleich die Jobangst.
Jobsicherheit vs. Arbeitsplatzstabilität – Unterschied
Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsplatzstabilität klingen synonym, meinen aber etwas anderes: Während die Arbeitsplatzsicherheit die Beständigkeit der eigenen Stelle meint, bezeichnet die Arbeitsplatzstabilität gleichbleibende Aufgaben und Bedingungen.
Bedeutung: Warum ist Jobsicherheit wichtig?
Insbesondere in Krisenzeiten gewinnt Jobsicherheit für Berufstätige und Bewerber an Bedeutung. Neben dem Gehalt und der Wertschätzung rangiert sie regelmäßig unter den Top 5 der Anforderungen an Arbeitgeber. Unsicherheit und die Angst vor einem Jobverlust können zu enormen psychischen Belastungen führen und sogar krank machen.
Umgekehrt gibt ein sicherer Job Planungssicherheit – sowohl finanziell als auch bei der beruflichen Laufbahn. Wer nicht fürchtet, dass sein Job in Gefahr ist, kann sich ganz auf seine Arbeit und die Karriere konzentrieren sowie entspannter und gezielter neue Fähigkeiten entwickeln. Massenentlassungen und Existenzangst dagegen blockieren all das.
Wie groß ist die Jobsicherheit in Deutschland?
Laut Studien suchen aktuell rund 72 % der Jobsuchenden und Bewerber vor allem einen Arbeitsplatz, der sicher ist. Gleichzeitig hat die gefühlte Arbeitsplatzsicherheit in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich abgenommen: Rund 37 % der Beschäftigten fühlen sich in ihrem aktuellen Job unsicher. Weitere 26 % fürchten sogar, ihren Job bald zu verlieren. Lediglich 6 % halten Ihre Stelle für 100 % krisenfest.
In welchen Branchen und Berufen gibt es Jobsicherheit noch?
Eine 100-prozentige Jobsicherheit gibt es leider nicht. Jeder Arbeitnehmer ist kündbar. Wirklich krisensicher sind allenfalls Jobs im öffentlichen Dienst bzw. als Beamter. Gleichzeitig gibt es derzeit einige Branchen und Berufe mit hohem Fachkräftemangel, die deshalb noch eine relativ hohe Arbeitsplatzsicherheit genießen. Dazu gehören:
Branchen und Berufe mit hoher Sicherheit
- Pflegeberufe
- Handwerker
- Klima-Techniker
- Ingenieure (ins. Elektro)
- Ärzte
- Soziale Berufe (Erzieher, Lehrer, Sozialarbeiter)
- IT-Berufe (Cybersecurity, Cloud Engineering)
- Öffentlicher Dienst (Verwaltung, Polizisten, Feuerwehrleute)
Lesetipp: Berufe mit Zukunft
Welche Faktoren beeinflussen die Jobsicherheit?
Die Jobsicherheit wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die wirtschaftliche Lage des eigenen Unternehmens oder der Branche, die Nachfrage nach bestimmten Berufen sowie die Qualifikation und Berufserfahrung der Beschäftigten. Auch der technologische Wandel spielt eine wichtige Rolle, da gerade neue Technologien (KI) einige Berufe massiv verändern oder ersetzen können (siehe: Jobkiller). Entsprechend tragen gezielte Weiterbildungen und die Bereitschaft, neue Fähigkeiten zu erlernen, dazu bei, die eigenen Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz zu erhöhen.
Was kann ich tun, um meinen Job sicherer zu machen?
Der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz ist verständlich, aber oft eine gefährliche Illusion. Zahlreiche Arbeitnehmer und Jobsuchende über 50 können ein Lied davon singen! Dennoch gibt es ein paar Tipps und Strategien, mit denen Sie Ihre Jobsicherheit erhöhen können. Hier sind einige bewährte Empfehlungen:
- Bleiben Sie fachlich auf dem neuesten Stand! Bilden Sie sich regelmäßig weiter, um wichtige Schlüsselqualifikationen auszubauen und sich an Trends in Ihrer Branche anzupassen.
- Besuchen Sie Fortbildungen, Workshops oder Online-Kurse, um zusätzliche Fähigkeiten zu erwerben, die Ihren Marktwert steigern.
- Zeigen Sie im Betrieb die Bereitschaft, neue Aufgaben zu übernehmen oder sich auf Veränderungen einzustellen (siehe: novaturient).
- Seien Sie offen für neue Technologien wie KI und Arbeitsmethoden oder Arbeitsabläufe. Bremser und Bedenkenträger gefährden eher ihren Job.
- Knüpfen und pflegen Sie regelmäßig Kontakte innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Networking ist ein zentraler Schlüssel bei der Jobsuche und -sicherheit.
- Nehmen Sie an Firmenveranstaltungen und Branchentreffen teil, um Ihr Netzwerk zu erweitern und für wichtige Entscheidungsträger sichtbar zu werden.
- Bringen Sie sich aktiv im Unternehmen und in Meetings ein und übernehmen Sie Verantwortung.
- Zeigen Sie Eigeninitiative und arbeiten Sie zuverlässig – so werden Sie als wertvolle Mitarbeiterin bzw. wertvoller Mitarbeiter wahrgenommen.
- Arbeiten Sie konstruktiv mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen.
- Bewahren Sie auch in schwierigen Zeiten die Ruhe sowie eine positive Haltung. Das steckt an und Mutmacher braucht jedes Unternehmen.
- Bitten Sie regelmäßig um Feedback zu Ihrer Arbeit und setzen Sie etwaige Verbesserungsvorschläge in die Tat um.
- Zeigen Sie Ihrem Chef, dass Sie bereit sind, an sich zu arbeiten.
- Beobachten Sie immer wieder die wirtschaftliche Entwicklung Ihres Arbeitgebers – lesen Sie Medienberichte aufmerksam und hören Sie dem Flurfunk zu.
- Achten Sie frühzeitig auf Warnzeichen und bereiten Sie sich auf mögliche Veränderungen oder einen Arbeitsplatzverlust vor, indem Sie Alternativen im Blick behalten und Ihre Bewerbungsunterlagen aktuell halten.
1. In Weiterbildung investieren
2. Anpassungswille zeigen
3. Netzwerke pflegen
4. Engagement & Zuverlässigkeit beweisen
5. Teamfähigkeit demonstrieren
6. Feedback einholen & umsetzen
7. Unternehmenslage recherchieren
Indem Sie sich permanent weiterbilden, flexibel und engagiert bleiben und Ihr Netzwerk pflegen, können Sie Ihre persönliche Arbeitsplatzsicherheit deutlich erhöhen. Zeigen Sie Ihrem Arbeitgeber, dass Sie ein unverzichtbarer Teil des Teams und Leistungsträger sind!
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