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Industriemechaniker: Ausbildung, Gehalt + Bewerbung

Industriemechaniker herrschen über große Maschinen und Produktionsanlagen. Eine Störung hier, ein defektes Teil dort – ein Industriemechaniker hat die passende Lösung. Dementsprechend gefragt sind die Fachleute in produzierenden Unternehmen: Ganz gleich, ob eine Fabrik Spielzeug oder schwere Landmaschinen herstellt. Neben der vielseitigen Ausbildung und Tätigkeit lockt angehende Industriemechaniker das Gehalt. Alles zu Aufgaben, Voraussetzungen, Verdienst und Bewerbung als Industriemechaniker…



Industriemechaniker: Ausbildung, Gehalt + Bewerbung

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Industriemechaniker Aufgaben

Der Berufsalltag der Industriemechaniker besteht darin, Bau- und Geräteteile für große Maschinen und Produktionsanlagen herzustellen, sie einzubauen oder umzurüsten. Zudem übernehmen sie Wartungs- und Reparaturaufgaben, optimieren und überwachen Fertigungsprozesse. Eine regelmäßige, genaue Abstimmung mit den Zulieferern und dem Team einerseits und den Kunden andererseits ist dabei unerlässlich.

Wichtige Aufgabenbereiche sind die Ermittlung von Störungsursachen, die Anfertigung oder Bestellung von Ersatzteilen, die Einstellung und Prüfung von Maschinenfunktionen sowie die Inbetriebnahmen von Maschinen und ganzen Systemen – inklusive der Kontrolle des Produktionsablaufs. Auch die Übergabe von technischen Systemen gehört zum Aufgabenfeld als Industriemechaniker.


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Industriemechaniker Gehalt

Einen Verdienst gibt es für Azubis nur im dualen System, nicht bei einer rein schulischen Ausbildung. Wichtiger Faktor für das Gehalt in der Ausbildung: Arbeiten Sie im Handwerk oder in der Industrie? Im Metallhandwerk sind folgende Ausbildungsgehälter möglich:

  • 1. Ausbildungsjahr: 525 bis 952 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 565 bis 995 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 600 bis 1.067 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 635 bis 1.122 Euro

Deutlich höhere Vergütungen erhalten Auszubildende in der Metall- und Elektroindustrie. Mit 1.047 Euro brutto pro Monat verdienen Sie im ersten Lehrjahr möglicherweise das Doppelte zu anderen Azubis im Metallhandwerk. Die Unterschiede je nach Wirtschaftsbereich setzen sich auch im weiteren Karriereverlauf fort.

Ausbildungsgehalt Industriemechaniker Gehalt

Ausgelernte Industriemechaniker erwartet ein Einstiegsgehalt zwischen 2.300 und 2.800 Euro brutto monatlich. Das kann sich nach einigen Jahren Erfahrung bis auf 3.000 Euro und darüber hinaus steigern. Spitzengehälter von bis zu 5.000 Euro und mehr sind möglich – je nach Weiterqualifizierung.

Gehaltsvergleich Industriemechaniker Gehalt

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Industriemechaniker werden: Ausbildung und Voraussetzungen

Zwei Wege führen zum Beruf Industriemechaniker: In der klassischen dualen Ausbildung lernen Sie in einem Betrieb in Industrie, Handel oder Handwerk die Praxis. Zeitgleich lernen Sie in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen. Ebenfalls ist eine rein schulische Ausbildung möglich.

Der duale Weg ist erheblich praxisnäher, dauert aber mit 3,5 Jahren etwas länger. Die schulische Variante fokussiert stärker auf theoretische Hintergründe und das Üben an Modellen. Tipp: Mit einer Lehre zum Maschinen- und Anlagenführer (Schwerpunkt Metall- oder Kunststofftechnik) oder als Fachkraft für Metalltechnik (Fachrichtung Montagetechnik) lässt sich die Ausbildungszeit verkürzen.

Industriemechaniker: Ausbildungsinhalte und Abschluss

Angehende Industriemechaniker vertiefen eines von vier Einsatzgebieten: Produktionstechnik, Feingerätebau, Instandhaltung oder Maschinen- und Anlagenbau. Auf den Lerplänen steht Werkstoffkunde zur Auswahl und Handhabung, die Herstellung von Bauteilen, Anwendung von Fertigungsverfahren, Erstellung von Wartungs- sowie Inspektionsplänen, die Verbesserung der Funktionsfähigkeit von Maschinen und Systemen sowie der mechanische Aufbau elektrischer Baugruppen.

Auch die Anwendung betrieblicher Qualitätssicherungssysteme und die Ursachensuche sowie Beseitigung von Qualitätsmängeln gehört zur Ausbildung als Industriemechaniker. Grundlegende Handwerksarbeiten wie Bohren, Schleifen und Fräsen erlernen Auszubildende direkt zu Beginn der Ausbildung. Sie lernen eigene Montagezeichnungen anzufertigen, Ersatzteile einzubauen und die kompletten Montage von Maschinen.

Prüfungen in der Ausbildung

Nach dem zweiten Ausbildungsjahr erfolgt eine Zwischenprüfung. Im Gegensatz zu vielen anderen Ausbildungen fließt deren Ergebnis in die Endnote mit ein. Die Abschlussprüfung zum Industriemechaniker umfasst eine umfangreiche schriftliche Prüfung in den drei Bereichen Fertigungstechnik, Auftrags- und Funktionsanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zudem muss der Prüfling eine praktische Aufgabe verstehen und umsetzen können. Dieser Prüfungsbereich nennt sich „Arbeitsauftrag“. Nach der erfolgreichen Bearbeitung folgt ein Fachgespräch über die Ergebnisse, die Entscheidungen und mögliche Alternativen.

Voraussetzungen als Industriemechaniker

Für die Ausbildung brauchen Sie keinen bestimmten Schulabschluss, aber die meisten Auszubildenden haben die mittlere Reife. Aussicht auf Erfolg haben Sie bei guten bis sehr guten Kenntnissen in Physik, Mathematik und Informatik. Ebenfalls von Vorteil: räumliches Denkvermögen.

Wichtig für die persönlichen Voraussetzungen als Industriemechaniker: Aufgrund hoher Nachfrage bringt der Job Stress und Zeitdruck mit sich. Montagearbeiten im Ausland und Schichtdienste erschweren die Balance zwischen Beruf und Freizeit. Industriemechaniker müssen körperlich auch unter schwierigen Bedingungen hochkonzentriert arbeiten. Sonst droht beim Umgang mit schweren Maschinen die Gefahr eines Arbeitsunfalls.

Industriemechaniker Stellenangebote: Welche Arbeitgeber suchen?

Überall, wo Unternehmen maschinell produzieren, werden Industriemechaniker benötigt. Daher ist ihre Arbeit abwechslungsreich und zukunftssicher. Wichtige Wirtschaftsbereiche für Industriemechaniker sind der Maschinen- und Fahrzeugbau, die Chemie- und Pharmaindustrie, die Metall-, Elektro- und Kunststoffindustrie sowie Papierverarbeitung und Möbelherstellung. Das sind jedoch nur einige Beispiele.

Grundsätzlich werden Industriemechaniker überall benötigt, wo Maschinen und Geräte zum Einsatz kommen. So haben Sie bei der Jobsuche eine große Auswahl.

Karriere als Industriemechaniker

Die meisten Gesellen erwartet nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung direkt ein Arbeitsvertrag im Ausbildungsbetrieb. Auch wer sich anderweitig bewirbt, sucht meist nicht lange. Auch im Ausland haben in Deutschland ausgebildete Industriemechaniker einen hervorragenden Ruf. Daher ist ein Auslandsaufenthalt insbesondere in jungen Jahren stark zu empfehlen, um seinen Horizont zu erweitern.

Eine große Bandbreite an Weiterbildungen und Spezialisierungen ermöglicht den Aufstieg zur Fach- oder Führungskraft in folgenden Bereichen:

  • Geprüfter Industriemeister Fachrichtung Elektrotechnik
  • Geprüfter Industriemeister Fachrichtung Metall
  • Technischer Fachwirt in den Bereichen Werkzeugbau, Steuerungs- und Regelungstechnik, Füge- und Trenntechnik, Produktionstechnik oder Qualitätsmanagement
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Maschinentechnik
  • Geprüfter Konstrukteur
  • Ausbilder

Absolventen mit Hochschulreife können zusätzlich die akademische Laufbahn einschlagen. Dazu eignen sich einschlägige Studiengänge wie Produktionstechnik und Organisation, Maschinenbau oder Mechatronik.

Bewerbung als Industriemechaniker

Sie wollen Industriemechaniker werden und sich bewerben? Dann orientieren Sie sich – falls nicht explizit in der Stellenanzeige etwas anderes angegeben wird – am Inhalt und Aufbau von vollständigen Bewerbungsunterlagen. Die meisten Betriebe setzen auf Online-Bewerbungen oder E-Mail-Bewerbungen.

Aufbau Bewerbungsmappe vollstaendige Unterlagen Bewerbung Unterlagen

Aufbau der Bewerbung

Grundsätzlich folgt der Aufbau denselben Prinzipien wie jede Bewerbung: Im Anschreiben wecken Sie Neugier, schildern Ihre Begeisterung und Motivation. Der Lebenslauf zeigt Ihren Werdegang und verdeutlicht Ihre Qualifikation und Stärken. Vollständig werden die Bewerbungsunterlagen durch Zeugnisse, Zertifikate und falls Sie dies wollen ein Deckblatt.

Inhalt der Bewerbung

Bewerber sollten zwischen Muss- und Kann-Qualifikationen unterscheiden. Erstere umfassen häufig die Ausbildung und Berufserfahrung, also messbare Fakten, die Sie anhand von Zeugnissen belegen können.

Diese sind für Unternehmen üblicherweise nicht verhandelbar, so dass Quereinsteiger es schwer haben. Kann-Qualifikationen sind wünschenswert, aber für die Ausübung des Jobs nicht zwingend erforderlich. Darunter finden sich häufig schwer messbare Fähigkeiten wie Soft Skills darunter.

Welche Stärken braucht man als Industriemechaniker?

  • Technisch-logisches Denken
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Mathematische und physikalische Grundbegabung
  • Handwerkliches Geschick
  • Feinmotorik
  • Teamfähigkeit
  • Sorgfältigkeit
  • Frustrationstoleranz
  • Körperliche Fitness für Arbeiten im Stehen oder in der Hocke
  • Bereitschaft, einen schmutzigen Arbeitsplatz zu akzeptieren
  • Gutes Ausdrucksvermögen
  • Keine Abneigung vor Rauch, Staub, Dampf, Lärm, Arbeit mit Ölen und Fetten

Kostenlose Vorlagen mit Mustertext

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