Numerus Clausus: Tabellen zum NC-Studium

Der Numerus Clausus (kurz: NC) ist für viele potenzielle Studenten ein echter Tempostopper. Fast jeder zweite Studiengang ist mit dieser Zulassungsbeschränkung belegt. Für Abiturienten bedeutet das: Wessen Abi-Schnitt schlechter als der erforderliche NC ist, der bekommt seinen Wunsch-Studienplatz erst einmal nicht oder muss ein paar Wartesemester einlegen. Was es beim Numerus Clausus zu beachten gilt, welche Werte in welchen Fächern und Bundesländern gelten und wo noch etwas geht – das zeigen unsere Tabellen und Übersichten…

Numerus Clausus: Tabellen zum NC-Studium

Definition: Was bedeutet der Numerus Clausus?

Definition: Was bedeutet der Numerus Clausus?Kurz gesagt: Der Numerus Clausus (oder NC) ist eine Einschränkung der Zulassung an Schulen, Hochschulen und Universitäten. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen, wobei numerus für „(An-)Zahl“ steht und clausus für „geschlossen“. Grob übersetzt bedeutet das also, dass für das jeweilige NC-Fach nur eine beschränkte Anzahl Studenten zugelassen werden – oft weil es mehr Bewerber als Studienplätze gibt. Teilweise aber auch, weil der Arbeitsmarkt nicht so viele Absolventen jedes Jahr braucht und es nicht so viele Arbeitsplätze für diese ausgebildeten Fachkräfte gibt.

Klassisch sind vom NC betroffen die Studienfächer: Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin, Psychologie, Pharmazie und Jura.

Wie funktioniert der Numerus Clausus?

Zunächst einmal bewirbt man sich ganz normal für einen Platz in einem NC-Studiengang an der jeweiligen Uni – mit allen erforderlichen Unterlagen. Wessen Abi-Note oder anrechenbare Wartezeiten passen, der bekommt – nach der sogenannten Auswahlrunde – den Studienplatz in der Regel auch.

Für die Studienplatzvergabe sind in der Regel drei Werte ausschlaggebend:

  • Abitur Durchschnittsnote: Die ersten 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Plätze werden auf Basis von Noten (Leistungsquote) vergeben.
  • Wartesemester: Weitere 20 Prozent der Studienplätze werden nach der Zahl der Wartesemester (Zahl der Halbjahre seit dem Erwerb der Studienberechtigung) zugeteilt.
  • Freie Vergabe: Die verbleibenden 60 Prozent können die Hochschulen selbständig verteilen – oft nach Auswahlkriterien wie Berufspraxis, gewichtete Einzelfachnoten, fachspezifischen Tests, Auswahlgesprächen, Ortspräferenzen. Die Abi-Note gibt aber auch hierbei oft noch eine Bedeutung.

Dennoch können sich dabei von Bundesland zu Bundesland und von Hochschule zu Hochschule erhebliche Unterschiede ergeben.

Hinzu kommt: Weil nicht alle Bewerber den Studienplatz annehmen (manche bewerben sich mehrfach oder haben plötzlich andere Pläne), gibt es das Nachrückverfahren. Je weiter oben man auf der Warteliste steht, desto wahrscheinlicher ist es, den Studienplatz zu bekommen.

Aber Achtung: Die durch den Numerus Clausus ausgezeichnete Zulassungsgrenze sagt nur aus, mit welcher Abi-Note oder mit wie vielen Wartesemestern die zuletzt zugelassene Person im vergangenen Jahr an der jeweiligen Uni sicher einen Studienplatz bekommen hätte. Im aktuellen Jahr kann das (aufgrund anderer Bewerberzahlen) schon wieder anders aussehen. Lassen Sie sich von einem NC oder schlechten Abiturschnitt also nicht sofort abschrecken.

Zumal nicht überall derselbe NC gilt. Wenn es also an der Wunschuni in der Nähe nicht klappt, kann oft schon das Ausweichen in ein anderes Bundesland oder in eine andere Stadt den Weg zum Traumstudium ebnen.

Numerus clausus: Diese Studiengänge sind zulassungsbeschränkt

Berlin ist beliebt. Exakt 64,8 Prozent aller Studiengänge in der Hauptstadt sind zum Wintersemester 2018/19 mit einem Numerus Clausus belegt und damit zulassungsbeschränkt – das ist bundesweit der höchste Wert.

Bedeutet konkret: In Berlin ist es für Abiturienten schwieriger als andernorts, ohne Verzögerung ins Wunschfach einzusteigen. Das ist eine Erkenntnis aus dem Numerus Clausus-Check 2018/19, den das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) durchgeführt hat.

Grundsätzlich gilt also: Wer möglichst zügig in den Hörsaal möchte, sollte die einzelnen Standorte vorab miteinander vergleichen.

Numerus Clausus: Das sind die Fakten

  • Tendenz: 41,1 Prozent aller Studiengänge in Deutschland sind im Wintersemester 2018/19 zulassungsbeschränkt. Das sind 1,3 Prozent weniger als im vorherigen Wintersemester. Im Wintersemester 2013/2014 waren es mit 45,5 Prozent noch deutlich mehr.
  • Institution: An den Universitäten ist die NC-Quote deutlich geringer als an den Fachhochschulen. Während Studiengänge an den Unis zu 37,4 Prozent mit einem Numerus clausus belegt sind, sind es von den Fächern an den FHs sogar 45,6 Prozent.
  • Abschluss: 39 Prozent der Masterstudiengänge haben einen NC und 43,4 Prozent aller Bachelorfächer. Vor zwei Jahren lag die Bachelor-Quote mit 47,6 Prozent aber noch deutlich höher.
  • Fach: Angehende Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler stehen am häufigsten vor einer NC-Hürde. 51,8 Prozent aller Studiengänge in diesen Fächerbereichen sind zulassungsbeschränkt. Auf der anderen Seite des Spektrums befinden sich die Sprach- und Kulturwissenschaften mit 30,1 Prozent (siehe Tabellen unten).

Was kann ich tun, wenn meine Abi-Note nicht reicht?​

Was kann ich tun, wenn meine Abi-Note nicht reicht?Wer sich auch ohne Einser-Abitur auf einen NC-Studienplatz bewirbt, läuft natürlich Gefahr, dass seine Studienpläne vom NC durchkreuzt werden. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Alternativen gäbe. Tatsächlich haben Sie immer noch ein paar Optionen – trotz Numerus Clausus:

  • Bewerben Sie sich an einer anderen Uni. Wie oben schon erwähnt, ist der NC bundesweit nicht einheitlich, nicht mal innnerhalb eines Bundeslandes. Wer örtlich flexibel und mobil ist, der sollte sich in dem Fall bei anderen Universitäten umschauen. Insbesondere kleinere Hochschulen sind oft nicht so überlaufen, wie die an den Hochschul-Hochburgen Berlin, Münster, Köln, München, Heidelberg.
  • Sehen Sie sich nach anderen Studienfächern um. Gerade in modernen Studienfächern sind die Namen recht kreativ. Doch so unterschiedlich die Studiengänge klingen, die Inhalte sind oft vergleichbar. Wer also zum Beispiel bei Wirtschaftsinformatik nicht unterkommt, könnte es auch mit Business Intelligence versuchen. Hier lohnt sich das genauere Hinsehen.
  • Weichen Sie auf private Hochschulen aus. Okay, das ist eher ein Tipp für Studenten mit dickem Geldbeutel. Aber aufgrund der hohen Studiengebühren liegen die Bewerberzahlen an privaten Hochschulen natürlich deutlich niedriger. Wer es sich leisten kann, hat hier also deutlich bessere Chancen mit einem mittelmäßigen Abitur einen Studienplatz zu ergattern.
  • Sammeln Sie ein paar Wartesemester. Sie müssen ja nicht nach dem Abi gleich nahtlos mit dem Studium beginnen. Machen Sie doch noch ein paar Praktika – gerne auch im Ausland, eine zertifizierte Weiterbildung oder jobben Sie. Mit der Zeit zwischen Abitur und Studienbeginn steigen auch die Chancen auf den Studienplatz. Praxiserfahrungen gibt es gratis dazu.
  • Versuchen Sie es mit einem Fernstudium. Auch das ist weniger umworben, entsprechend höher sind hier die Chancen auf einen Studienplatz. Zumal es bei einem Fernstudium keine begrenzten Raumkapazitäten gibt. Was viele nicht wissen: Die Fernuni Hagen ist – rein zahlenmäßig – die größte Hochschule Deutschlands.

NC-Quote nach Bundesländern

  • Thüringen: 20,3 Prozent
  • Mecklenburg-Vorpommern: 21,1 Prozent
  • Rheinland-Pfalz: 22,6 Prozent
  • Sachsen-Anhalt: 28,5 Prozent
  • Hessen: 31,4 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 32,1 Prozent
  • Sachsen: 33,1 Prozent
  • Brandenburg: 33,8 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen: 34,1 Prozent
  • Bayern: 34,3 Prozent
  • Deutschland: 41,1 Prozent
  • Niedersachsen: 57,0 Prozent
  • Baden-Württemberg: 58,6 Prozent
  • Bremen: 59,1 Prozent
  • Saarland: 60,3 Prozent
  • Hamburg: 64,4 Prozent
  • Berlin: 64,8 Prozent

NC-Quote nach Städten

Seltenheitswert hat der Numerus clausus in der Universitätsstadt Gießen. Hier sind nur 21,8 Prozent aller Studiengänge zulassungsbeschränkt. Anders Hannover: In der Leinestadt weisen über zwei Drittel aller Fächer einen NC auf.

Die Statistik ist hochschul- und fächerübergreifend. Es fließen Universitäten, Fachhochschulen, Bachelor- und Master-Studiengänge mit ein. Dadurch kommt es auch innerhalb der Stadtgrenzen zu gravierenden Unterschieden. Beispiel Köln: An der Kölner Uni sind 85,2 Prozent der Fächer NC-beschränkt, an den Kölner Fachhochschulen dagegen nur 33,9 Prozent.

  • Gießen: 21,8 Prozent
  • Dortmund: 23,3 Prozent
  • Kassel: 24,1 Prozent
  • Darmstadt: 24,6 Prozent
  • Kiel: 27,5 Prozent
  • Bielefeld: 29,2 Prozent
  • Regensburg: 30,1 Prozent
  • Mainz: 30,4 Prozent
  • Aachen: 31,0 Prozent
  • Düsseldorf: 33,3 Prozent
  • Bonn: 34,0 Prozent
  • Würzburg: 34,3 Prozent
  • Dresden: 36,8 Prozent
  • Stuttgart: 38,9 Prozent
  • Münster: 43,3 Prozent
  • Leipzig: 43,8 Prozent
  • Heidelberg: 43,9 Prozent
  • Freiburg: 44,5 Prozent
  • Bochum: 47,3 Prozent
  • Göttingen: 48,6 Prozent
  • Frankfurt/Main: 48,6 Prozent
  • München: 49,4 Prozent
  • Saarbrücken: 58,6 Prozent
  • Bremen: 58,8 Prozent
  • Hamburg: 59,4 Prozent
  • Berlin: 59,5 Prozent
  • Köln: 62,3 Prozent
  • Karlsruhe: 63,8 Prozent
  • Hannover: 68,2 Prozent

Der Numerus Clausus als Orientierungshilfe für Studenten

  • Landesteil: Ein Ost-West-Gefälle existiert. Alle östlichen Bundesländer (mit Ausnahme von Berlin) liegen unter dem Bundesschnitt, am wenigsten Zulassungsbeschränkungen gibt es in Thüringen. Von den westdeutschen Flächenstaaten weisen vor allem Rheinland-Pfalz, Hessen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern viele Fächer ohne Beschränkungen auf. Besonders schwierig ist die Situation für Studienanfänger dagegen in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin.
  • Berlin: Im Wintersemester 2013/14 waren 64,8 Prozent aller Studiengänge in der Hauptstadt mit einem Numerus Clausus belegt, drei Jahre später waren es nur noch 55,7 Prozent. Jetzt hat sich der Anteil der NC-Fächer wieder auf 64,8 Prozent erhöht. In Nordrhein-Westfalen fiel die Quote dagegen im gleichen Zeitraum immer weiter – von 47,1 auf 37,9 auf jetzt nur noch 34,1 Prozent.
  • Städte: In Gießen ist – wenn man alle Abschlüsse und Fächer zusammen in einen Topf wirft – ungefähr jeder fünfte Studiengang zulassungsbeschränkt. Geringe NC-Quoten haben auch Dortmund, Kassel, Darmstadt und Kiel. Deutlich anspruchsvoller könnte die Bewerbung fürs Wunschstudium in Hannover, Karlsruhe, Köln, Berlin und Hamburg sein – hier gibt es überproportional viele Zulassungsbeschränkungen.
  • Universität: In Thüringen ist die Chance auf Sofortaufnahme an einer Universität am größten. Nur 15,4 Prozent aller Uni-Fächer haben einen NC. Auch in Rheinland-Pfalz (17 Prozent) und in Schleswig-Holstein (25,5 Prozent) gibt es viele freie Uni-Plätze. Im roten Bereich dagegen: Hamburg (73,5 Prozent) und Berlin (72,4 Prozent). Allerdings lag der Hamburger Wert vor zwei Jahren noch wesentlich höher – bei 82,8 Prozent.
  • Fachhochschule: Die FHs in Mecklenburg-Vorpommern sind Geheimtipps: Nur 4,5 Prozent der FH-Fächer haben im Nordosten einen Numerus Clausus, in Thüringen sind es 20,7 Prozent. In keinem anderen Bundesland liegt dieser Wert bei unter 30 Prozent. Wer – mit schlechten Noten – direkt an die Fachhochschule möchte, sollte dagegen einen Bogen um das Saarland (83,8 Prozent), Baden-Württemberg (76,2 Prozent) und Niedersachsen (66,8 Prozent) machen.
  • Bachelor: In Mecklenburg-Vorpommern sind nur 16,8 Prozent aller Bachelorfächer zulassungsbeschränkt. Auf Granit stößt man am ehesten in Berlin, wo 61,5 Prozent der Bachelorfächer mit einem Numerus Clausus versehen sind. Bei den Masterfächern wiederum hat Hamburg mit einer NC-Quote von 69 Prozent besonders zahlreiche Hürden. Hier liegen Mecklenburg-Vorpommern (9,4 Prozent), Schleswig-Holstein (16,1 Prozent) und Rheinland-Pfalz (18,5 Prozent) vorne.

Beim Blick auf die Städte fällt vor allem Köln aus Bewerbersicht negativ auf. 64 Prozent aller Bachelor-Studiengänge haben in der Domstadt einen Numerus Clausus, in Gießen hingegen nur 17 Prozent. Kompliziert wird die Suche nach einem Master-Platz in Dresden und Hannover. Jeweils 86 Prozent der Master-Fächer sind hier zulassungsbeschränkt, in Gießen nur 6,1 Prozent.

NC-Quote in den Ingenieurwissenschaften

Die NC-Quote für angehende Ingenieure ist vergleichsweise gering. 37,1 Prozent aller Studiengänge in Deutschland sind mit einer Zulassungsbeschränkung versehen.

Beispiel Hamburg: Die Hansestadt liegt – wenngleich für Studenten sehr attraktiv – mit 48,5 Prozent nur vergleichsweise knapp über dem Bundesdurchschnitt. Allerdings muss differenziert werden: Denn nimmt man ausschließlich Bachelorstudiengänge in die Rechnung auf, so sind in Hamburg satte 72,7 Prozent der Ingenieursfächer mit einem NC belegt – das ist hinter dem Saarland der höchste Wert. Dafür liegen die Hürden bei den Master-Studiengängen deutlich tiefer (29,8 Prozent).

Speziell an den Universitäten sind deutschlandweit sogar nur 31,9 Prozent aller Studiengänge mit einem NC verriegelt – in Brandenburg, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt weniger als zehn Prozent. Wer sich an einer Fachhochschule zum Ingenieur ausbilden lassen möchte, hat es etwas schwerer. Hier beträgt die Quote 40,7 Prozent.

Tipp: In Mecklenburg-Vorpommern finden Ingenieure sicher einen Platz an einer FH – exakt 0,0 Prozent der entsprechenden Studiengänge haben eine Beschränkung.

Hier die Tabelle für Ingenieure: So viele Studiengänge haben – unabhängig von Uni, FH, Bachelor oder Master – im jeweiligen Bundesland einen NC.

  • Mecklenburg-Vorpommern: 6,1 Prozent
  • Rheinland-Pfalz: 15,6 Prozent
  • Sachsen-Anhalt: 16,1 Prozent
  • Sachsen: 16,5 Prozent
  • Hessen: 17,5 Prozent
  • Thüringen: 18,5 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen: 23,2 Prozent
  • Brandenburg: 23,8 Prozent
  • Deutschland: 37,1 Prozent
  • Bayern: 40,3 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 42,9 Prozent
  • Hamburg: 48,5 Prozent
  • Bremen: 49,3 Prozent
  • Niedersachsen: 58,3 Prozent
  • Baden-Württemberg: 63,2 Prozent
  • Berlin: 68,1 Prozent
  • Saarland: 75,0 Prozent

NC-Quote in Mathematik und Naturwissenschaften

Wer Mathe, Physik, Chemie oder Biologie studieren möchte, könnte in Hamburg an den anspruchsvollen NC-Quoten scheitern. Fast jeder naturwissenschaftliche Studiengang ist im Stadtstaat zulassungsbeschränkt. Das gilt für Bachelor- und Master-Fächer, betrifft Unis wie Fachhochschulen.

Wesentlich besser sind die Chancen einige Kilometer südlich in Bremen. Die wenigsten Zulassungsbeschränkungen finden Mathematiker und Naturwissenschaftler in Thüringen, Rheinland-Pfalz und Hessen vor.

Hier die Tabelle für Mathematiker und Naturwissenschaftler: So viele Studiengänge haben – unabhängig von Uni, FH, Bachelor oder Master – im jeweiligen Bundesland einen NC.

  • Thüringen: 14,1 Prozent
  • Rheinland-Pfalz: 15,7 Prozent
  • Hessen: 18,1 Prozent
  • Sachsen: 21,3 Prozent
  • Mecklenburg-Vorpommern: 27,0 Prozent
  • Sachsen-Anhalt: 27,1 Prozent
  • Brandenburg: 29,6 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 34,4 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen: 36,3 Prozent
  • Bayern: 39,5 Prozent
  • Deutschland: 39,7 Prozent
  • Saarland: 40,0 Prozent
  • Bremen: 54,5 Prozent
  • Baden-Württemberg: 57,5 Prozent
  • Niedersachsen: 59,3 Prozent
  • Berlin: 62,5 Prozent
  • Hamburg: 92,4 Prozent

NC-Quote in Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften

Jura und BWL zählen zu den mit Abstand beliebtesten Fächern, was sich auch in ihren NC-Quoten widerspiegelt. 51,8 Prozent aller Studiengänge in diesem Fächersegment unterliegen einem Numerus Clausus – das ist der absolute Höchstwert.

Schon der Einstieg ist oftmals knüppelhart: 55 Prozent der Bachelorstudiengänge weisen einen Numerus Clausus auf, bei den Master-Fächern sind es rund 50 Prozent. Leider wirft die CHE-Erhebung dabei Jura, BWL, VWL und Sozialwissenschaften in einen Topf, eine genauere Auffächerung ist daher nicht möglich.

Hier die Tabelle für Juristen und Wirtschaftswissenschaftler: So viele Studiengänge haben – unabhängig von Uni, FH, Bachelor oder Master – im jeweiligen Bundesland einen NC.

  • Mecklenburg-Vorpommern: 21,6 Prozent
  • Thüringen: 23,0 Prozent
  • Sachsen-Anhalt: 41,9 Prozent
  • Rheinland-Pfalz: 43,8 Prozent
  • Bayern: 44,0 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen: 45,1 Prozent
  • Hamburg: 47,0 Prozent
  • Brandenburg: 48,1 Prozent
  • Sachsen: 48,7 Prozent
  • Hessen: 48,9 Prozent
  • Deutschland: 51,8 Prozent
  • Berlin: 55,2 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 60,6 Prozent
  • Baden-Württemberg: 66,9 Prozent
  • Niedersachsen: 73,2 Prozent
  • Saarland: 78,9 Prozent
  • Bremen: 83,8 Prozent

NC-Quote in Sprach- und Kulturwissenschaften

Geisteswissenschaftler müssen sich erfahrungsgemäß weniger Sorgen um den Numerus Clausus machen. Nicht einmal jeder Dritte aller Studiengänge in diesem Bereich ist zulassungsbeschränkt.

Doch gerade hier sind die regionalen Unterschiede enorm. Da es Anglisten und Kunsthistoriker offenbar besonders in die großen Städte zieht, sind die Auswahlverfahren in Hamburg, Berlin und Bremen hart – und die Plätze rar. Erstaunlich viele Beschränkungen gibt es auch in Niedersachsen. Ganz anders stellt sich die Lage in Thüringen und Hessen dar, nach dem Motto: Jeder, der will, kann auch.

Hier die Tabelle für Sprach- und Kulturwissenschaftler: So viele Studiengänge haben – unabhängig von Uni, FH, Bachelor oder Master – im jeweiligen Bundesland einen NC.

  • Thüringen: 8,0 Prozent
  • Hessen: 8,1 Prozent
  • Rheinland-Pfalz: 14,0 Prozent
  • Mecklenburg-Vorpommern: 15,3 Prozent
  • Bayern: 15,5 Prozent
  • Sachsen-Anhalt: 17,1 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 18,0 Prozent
  • Saarland: 24,5 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen: 27,9 Prozent
  • Deutschland: 30,1 Prozent
  • Sachsen: 34,3 Prozent
  • Baden-Württemberg: 36,8 Prozent
  • Brandenburg: 39,7 Prozent
  • Niedersachsen: 53,3 Prozent
  • Bremen: 58,6 Prozent
  • Hamburg: 66,0 Prozent
  • Berlin: 79,5 Prozent

NC-Quote in Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie

Für Mediziner, Zahnmediziner und Pharmazeuten ist der Numerus Clausus ein besonders spannendes Thema. Diese drei Fächer sind – im Gegensatz zu allen anderen – nicht örtlich, sondern bundesweit zulassungsbeschränkt. Ob jemand seinen Wunschplatz bekommt, hängt von diesen drei Faktoren ab:

  • Abiturnote
  • Wartezeit
  • Auswahlverfahren der Hochschule

Frische Zahlen für das Wintersemester 2018/19 liefert uns die Stiftung für Hochschulzulassung – früher als ZVS bekannt – die das Vergabeverfahren mitorganisiert, erst ab dem 10. August 2018. Bis dahin der NC für das WS 2017/18…

Numerus Clausus in der Medizin

Auswahl nach der Abiturdurchschnittsnote (20 Prozent). Abitur erworben in…

  • Baden-Württemberg: Durchschnittsnote 1,0 (Wartezeit: 0 Semester)
  • Bayern: 1,0 (0)
  • Berlin: 1,0 (0)
  • Brandenburg: 1,0 (1)
  • Bremen: 1,0 (0)
  • Hamburg: 1,0 (0)
  • Hessen: 1,0 (0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1,0 (0)
  • Niedersachsen: 1,1 (1)
  • Nordrhein-Westfalen: 1,0 (0)
  • Rheinland-Pfalz: 1,0 (0)
  • Saarland: 1,0 (0)
  • Sachsen: 1,0 (0)
  • Sachsen-Anhalt: 1,0 (0)
  • Schleswig-Holstein: 1,1 (0)
  • Thüringen: 1,0 (0)

Bei der Zulassung nach Wartezeit ist die Durchschnittsnote nur ein nachrangiges Kriterium. Bei 14 Semestern Wartezeit liegt sie für Mediziner momentan bei 2,6.

Numerus Clausus in der Zahnmedizin

Auswahl nach der Abiturdurchschnittsnote (20 Prozent). Abitur erworben in…

  • Baden-Württemberg: Durchschnittsnote 1,2 (Wartezeit: 0 Semester)
  • Bayern: 1,2 (2)
  • Berlin: 1,3 (2)
  • Brandenburg: 1,0 (0)
  • Bremen: 1,5 (4)
  • Hamburg: 1,2 (0)
  • Hessen: 1,2 (2)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1,2 (0)
  • Niedersachsen: 1,4 (4)
  • Nordrhein-Westfalen: 1,2 (0)
  • Rheinland-Pfalz: 1,1 (1)
  • Saarland: 1,2 (0)
  • Sachsen: 1,1 (0)
  • Sachsen-Anhalt: 1,1 (0)
  • Schleswig-Holstein: 1,4 (2)
  • Thüringen: 1,2 (0)

Bei der Zulassung nach Wartezeit ist die Durchschnittsnote nur ein nachrangiges Kriterium. Bei 12 Semestern Wartezeit liegt sie für Zahnmediziner momentan bei 2,5.

Numerus Clausus in der Pharmazie

Auswahl nach der Abiturdurchschnittsnote (20 Prozent). Abitur erworben in…

  • Baden-Württemberg: Durchschnittsnote 1,2 (Wartezeit: 0 Semester)
  • Bayern: 1,2 (0)
  • Berlin: 1,5 (0)
  • Brandenburg: 1,1 (0)
  • Bremen: 1,8 (2)
  • Hamburg: 1,5 (2)
  • Hessen: 1,2 (0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1,0 (0)
  • Niedersachsen: 1,4 (0)
  • Nordrhein-Westfalen: 1,3 (0)
  • Rheinland-Pfalz: 1,3 (1)
  • Saarland: 1,2 (2)
  • Sachsen: 1,1 (0)
  • Sachsen-Anhalt: 1,2 (2)
  • Schleswig-Holstein: 1,5 (2)
  • Thüringen: 1,1 (0)

Bei der Zulassung nach Wartezeit ist die Durchschnittsnote nur ein nachrangiges Kriterium. Bei zwei Semestern Wartezeit liegt sie für Pharmazeuten momentan bei 1,4.

Allerdings ist das derzeitige Auswahlverfahren für Medizin nur teilweise mit dem Grundgesetz vereinbar. Bis zum 31. Dezember 2019 müssen Bund und Länder das Verfahren neu regeln…

[Bildnachweis: Dean Drobot by shutterstock.com]
4. August 2018 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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