Studieren – aber was? 3 wichtige Tipps + 5 hilfreiche Tests

Die meisten jungen Menschen zieht es nach dem Abitur an die Universität. Das belegen die stetig wachsenden Studierendenzahlen seit Jahren. Klar ist: Sie wollen studieren – aber was? Das fragen sich viele. Die Möglichkeiten sind schier endlos und ein Überblick schwer zu behalten. Ob sich ein Studium lohnt und wie Sie den perfekten Studiengang für sich finden…

Studieren - aber was? 3 wichtige Tipps + 5 hilfreiche Tests

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Studieren: Lohnt sich ein Studium?

Die Entscheidung pro oder contra Studium will gut überlegt sein. Sie machen damit den ersten Schritt in Ihre berufliche Zukunft und legen den Grundstein für Ihre Karriere. Mit wichtigen Entscheidungen sind immer auch große Fragen und viele Zweifel verbunden. Allen voran: Lohnt sich das Studium überhaupt?

Ein Thema, zu dem es viele Meinungen und die unterschiedlichsten Ratschläge gibt – oft abhängig von den eigenen Erfahrungen. Wer die eigene Studienzeit geliebt hat, sein Wunschstudium absolviert und so einen tollen Job gefunden hat, wird auch anderen zum Studium raten. Ist das Studium hingegen in weniger guter Erinnerung, ist auch mit größerer Kritik zu rechnen. Ob sich ein Studium lohnt und ob es überhaupt der individuell richtige Weg ist, kann daher nur jeder für sich alleine entscheiden. Wichtig ist, sich nicht blind auf gut gemeinte Ratschläge zu verlassen. Die folgenden Fragen zu beantworten, kann Ihnen dabei helfen, die für Sie richtige Entscheidung zu treffen:

Was kostet ein Studium?

Die Kosten für ein Studium hängen von unterschiedlichen Faktoren, wie der Universitätsstadt, der Wohnsituation oder der Freizeitgestaltung ab. Dementsprechend können die monatlich anfallenden Ausgaben von Student zu Student stark variieren. Die Spanne reicht dabei von circa 500 Euro im günstigsten Fall bis zu deutlich über 1000 Euro im ungünstigsten Fall. Der letzten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zufolge stehen einem Studenten im Schnitt jeden Monat 918 Euro zur Verfügung. Neben der Unterstützung durch die Eltern, BAföG oder einem Studentenjob gibt es auch die Möglichkeit, das Studium durch ein Stipendium oder einen Studienkredit zu finanzieren.

Was verdienen Sie nach dem Studium?

Pauschal lässt sich dies natürlich nicht beantworten. Grundsätzlich sind für das Gehalt vor allem die Branche sowie der jeweilige Arbeitgeber entscheidend. Doch Studien zeigen, dass ein akademischer Abschluss durchschnittlich zu einem höheren Verdienst führt. So liegen auch die erwarteten Netto-Stundenlöhne von Frauen und Männern mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss über denen mit einer beruflichen Ausbildung.

Wie gut gelingt der Berufseinstieg?

Der Vorteil einer Ausbildung liegt hier in der Chance, direkt vom Betrieb übernommen zu werden. Doch auch ein Studium bietet gute Voraussetzungen, um auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein. So sind in Deutschland Akademiker die Gruppe, die am seltensten arbeitslos ist.

Besonders gute Chancen für einen schnellen und reibungslosen Berufseinstieg nach dem Studium haben jene Studenten, die durch Praktika oder als Werkstudent praktische Erfahrungen gesammelt und Kontakte geknüpft haben. Alternativ können Sie ein duales Studium absolvieren – dessen praktische Anteile finden in einem Unternehmen statt, mit dem Sie einen Ausbildungsvertrag abschließen. So haben Sie am Ende eine abgeschlossene Ausbildung und einen Studienabschluss in der Hand.

Brauchen Sie das Studium?

Nicht für jeden Beruf ist ein Studium zwingend erforderlich. Möglicherweise bringt es Ihnen keinen großen Nutzen, mehrere Jahre an der Universität zu verbringen, wenn sich Ihre Chancen oder Ihre Qualifikationen im Job dadurch am Ende kaum verändern. Die Entscheidung sollte daher immer auf Ihren Berufswunsch abgestimmt sein.

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Uni-Abschluss bringt 2,3 Millionen Euro

Bildung lohnt sich: Wer etwa eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, verdient im Schnitt und über sein Erwerbsleben hinweg knapp 250.000 Euro mehr als jemand ohne Berufsausbildung und Abitur. Letzteres in Kombination mit einem Fachhochschul- oder Universitäts-Studium zahlt sich sogar noch mehr aus: Die sogenannten Bildungsprämien liegen beim Abitur durchschnittlich bei rund 500.000 Euro, für eine FH-Abschluss bei 900.000 Euro und für ein Uni-Abschluss gar bei 1.250.000 Euro. Natürlich sind solche Zahlen der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nur statistische Durchschnittswerte und keine Garantie, Motto: Kaum Abitur schon klingelt die Kasse.

Bis etwa zum 40. Lebensjahr unterscheiden sich die Gehälter kaum, egal ob Sie eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben. Grund: Die Einsteiger mit Berufsausbildung verdienen früher Geld und steigen anfangs noch schneller auf, sodass sie – aufs Erwerbsleben gerechnet – zunächst einen finanziellen Vorteil haben. Mit Anfang 40 aber verschieben sich die Verhältnisse dramatisch und die Einkommen von Menschen mit hohen Bildungsabschlüssen steigen deutlich an (Mincer-Koeffizient). So verdienen Abiturienten mit 40 Jahren durchschnittlich mehr als das Eineinhalbfache; Fachhochschulabsolventen mehr als das Doppelte und Universitätsabsolventen fast das 2,7-Fache als Personen ohne Berufsausbildung und Abitur. Auf das gesamte Erwerbsleben gerechnet, ergibt sich laut der IAB-Erhebung folgendes Bild:

  • Erwerbstätige ohne Berufsausbildung verdienen insgesamt rund eine Million Euro
  • Erwerbstätige mit Berufsausbildung: 1,3 Millionen Euro
  • Abiturienten: 1,6 Millionen Euro
  • Fachhochschulabsolventen: 2 Millionen Euro
  • Uni-Absolventen: 2,3 Millionen Euro
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Die Wahl des richtigen Studiengangs

Sie haben sich viele Gedanken gemacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass Sie ein Studium antreten wollen? Dann bleibt noch die Frage zu beantworten, welcher Studiengang für Sie der Beste ist. Das stellt viele Abiturienten vor eine große Herausforderung: Wer ist sich schon sicher, was er die nächsten 50 Jahre beruflich machen möchte? Die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und das Studium abbrechen zu müssen, unterstützen diese Orientierungslosigkeit.

Mit dieser Unsicherheit sind Sie nicht allein. Nur wenige sind sich von Anfang an wirklich zu 100 Prozent sicher, welchen Studiengang Sie anstreben. Die Ungewissheit lässt sich allerdings überwinden. Die folgenden Schritte können Ihnen helfen, einen passenden Studiengang zu finden.

1. Erkennen Sie Ihre Stärken

In die Wahl Ihres Studienfachs sollten immer auch Ihre Stärken, Talente und Vorlieben einfließen. Da Sie sich über Jahre intensiv mit dem Themengebiet beschäftigen werden, sollte es etwas sein, das Ihnen liegt und Ihnen auch Spaß bereiten kann. Ihre Stärken und Talente können Sie beispielsweise finden durch folgende Hinweise:

  • Hobbys: Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit? Mit welchen Themen können Sie sich stundenlang beschäftigen und auch anderen davon erzählen?
  • Schulfächer: Welche Fächer machen Ihnen besonders Spaß? Beschäftigen Sie sich gerne mit Zahlen oder liegt Ihnen eher Kunst und Musik?
  • Familie und Freunde: Wie schätzt Ihr Umfeld Sie ein? Welche Stärken sehen andere bei Ihnen?

2. Klären Sie die Bedingungen

Der Beginn eines Studiums bedeutet gleichzeitig auch immer eine Veränderung. Wenn Sie sich für einen bestimmten Studiengang entscheiden, sollten Sie immer auch die Bedingungen klären, die mit Ihrer Entscheidung einhergehen. In erster Linie geht es dabei um folgende Aspekte:

  • Vorraussetzungen: Bringen Sie die erforderlichen Noten (Stichwort: Numerus Clausus) für Ihren Studiengang mit? Arbeiten Sie gerne eigenständig und wissenschaftlich?
  • Wohnort: Wohnen Sie weiter zu Hause oder ziehen Sie um? Liegt Ihre Universität in einer anderen Stadt oder möglicherweise im Ausland?
  • Finanzen: Welche Kosten fallen für Studentenbude, Semesterbeitrag und Bücher an? Wie können Sie die Kosten decken?

3. Informieren Sie sich

Auch wenn Ihnen ein Studiengang spontan zusagt, sollten Sie sich nicht voreilig dafür entscheiden. Bedenken Sie, dass es maßgeblichen Einfluss auf Ihre Zukunft haben wird. Sie sollten sich vorab daher ausgiebig informieren. Um gute Informationen über Studiengänge zu erhalten, bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Internet: Wie beschreibt die Homepage der Universität den Studiengang? Welche Module stehen im Vorlesungsverzeichnis? Gibt es Hinweise in Studentenforen zur jeweiligen Uni, Dozenten und Studiengängen?
  • Studienberatung: Entspricht der Studiengang weiterhin Ihren Vorstellungen? Haben Sie neue Einsichten gewinnen können?
  • Kommilitonen: Welche Erfahrungen machen andere, die bereits den Studiengang besuchen? Können Sie daraus lernen?
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Kostenlose Tests zur Studienwahl

Es gibt unzählige Studiengänge in den verschiedensten Bereichen, mit unterschiedlichen Schwerpunkt. Auf der einen Seite kann so jeder einen passenden Studiengang finden, der genau seinen Vorstellungen entspricht. Leider machen die Vielfalt und die endlosen Alternativen die Wahl auch besonders schwer.

Zum Glück gibt es einige Hilfsangebote: Sollte Ihnen die Wahl eines geeigneten Studienfachs noch immer schwer fallen oder falls Ihnen einfach die Inspiration fehlt, gibt es inzwischen zahlreiche Online-Tests, die Ihnen bei der Studienwahl behilflich sein können. Um Ihnen die Suche zu erleichtern, stellen wir Ihnen fünf kostenlose Tests zur Studienwahl vor.

Borakel

Unter www.ruhr-uni-bochum.de/borakel/ finden Sie das Online-Beratungstool der Ruhr-Universität Bochum. Es ist ein sehr ausführlicher Test, für den Sie circa 90 bis 120 Minuten einplanen sollten. Aus Ihren schulischen Vorkenntnissen, Ihren Vorlieben und Ihrer Motivation entwickelt das Borakel Vorschläge für mögliche Studiengänge und leitet Sie direkt auf Seiten mit entsprechenden Informationen weiter.

Was-studiere-ich

Bei www.was-studiere-ich.de/ handelt es sich um einen Selbsttest zur Studienorientierung, der von den Hochschulen Baden-Würtembergs entwickelt wurde. Über einen Interessentest und drei Fähigkeitstests werden eine Studienfachempfehlung und gleichzeitig mögliche Berufsfelder vorgeschlagen. Auch hier sollten Sie sich mindestens 90 Minuten Zeit nehmen, um den Test in Ruhe zu bearbeiten.

Studium-Interessentest

Einen weiteren Selbsttest hat Zeit Online mit der Hochschulrektorenkonferenz unter studiengaenge.zeit.de/sit entwickelt. In sechs Interessenbereichen müssen Sie Tätigkeiten auf einer Skala von 0 bis 100 einschätzen. Daraus erhalten Sie ein persönliches Profil zusammen mit passenden Vorschlägen von Studiengängen.

SelfAssesment

Unter www.global-assess.rwth-aachen.de/nrddt/testmaker/ haben Sie die Möglichkeit, an einem Selbsttest zu verschiedenen Studienrichtungen teilzunehmen. Bedingung ist eine vorherige Registrierung. Der Verbund Norddeutscher Hochschulen entwickelte diesen Test, bei dem Sie herausfinden können, ob Gesellschafts-, Wirtschafts-, Rechts-, Natur- oder Sprachwissenschaften für Sie die geeignete Studienrichtung ist. Aus dem Ergebnis lassen sich mögliche Studienfächer ableiten. Der Test dauert zwischen 90 und 120 Minuten.

Testedich.de

Dieser Test unter www.testedich.de/job-und-gehaltstests/was-studieren/quiz21/1162081203/was-soll-ich-studieren legt eher Wert auf Unterhaltung als auf wissenschaftliche Ergebnisse. Deshalb sollten Sie auch nicht allein auf diesem Test Ihre Entscheidung aufbauen. Doch die Fragen können zukünftige Studierende zum Anlass nehmen, sich Gedanken über das Studium und die Zeit an der Uni im Allgemeinen zu machen.

Ausführliche Berichte zu den einzelnen Tests

Wenn Sie sich über die verschiedenen Tests ein genaueres Bild machen wollen, können Sie dies HIER tun. In diesem Artikel haben wir einige der oben erwähnten Tests zur Studienwahl genauer analysiert und berichten Ihnen ausführlich über unsere Erfahrungen.

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