Erstsemester: Mehr als 20 Tipps für Erstis an Uni & FH

Das Studium, unendliche Weiten mit zahllosen neuen Chancen und unbekannten Herausforderungen – so oder so ähnlich wirkt es auf viele Erstsemester vor dem ersten Tag. Dieser Schritt markiert nicht nur den Übergang zwischen Schule und Berufsleben, sondern stellt auch eine enorme Wachstums- und Reifephase dar. Allerdings ringen Erstsemester bei all den Anforderungen, Erwartungen und Veränderungen oftmals um Orientierung. Damit Sie sich als Erstsemester zurechtfinden, zeigen wir Ihnen, worauf Sie beim Studienbeginn besonders achten sollten…

Erstsemester: Mehr als 20 Tipps für Erstis an Uni & FH

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Definition: Was sind Erstsemester?

Erstsemester (auch: Erstsemestler, Erstis/Ersties) sind Studienanfänger, die im ersten Semester an der Hochschule eingeschrieben sind. Viele Erstsemester (englisch = freshman/freshmen oder kurz: fresher) verlassen erstmals für längere Zeit ihren Geburtsort, um an einer Universität oder Fachhochschule zu studieren.

Das Leben in den ersten Monaten kann eine regelrechte Reizüberflutung darstellen: Neue Stadt, fremde Umgebung, fremde Leute, die erste eigene Bude. In ganz anderem Maße als zuvor ist Selbstorganisation gefragt. Es gilt nicht nur für Prüfungsphasen einen Lernplan zu erstellen, sondern den eigenen Alltag rund um das Unileben zu organisieren. Hilfe bieten dabei Orientierungswochen und -veranstaltungen an der Hochschule und Artikel wie diese.

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Wohnung als Erstsemester finden

Ein Dach über dem Kopf ist leichter gesagt als getan: In beliebten Universitätsstädten wie Münster, Köln oder Frankfurt rennen sich die Studenten seit Jahrzehnten die Hacken ab. Knapper Wohnraum und teils schwindelerregende Mieten sind für viele Erstsemester alltägliches Problem. Folgende Tipps, wie Sie die Wohnungssuche angehen:

  1. Reagieren Sie frühzeitig
    Die besten Chancen haben Sie, in dem Sie sich frühzeitig darum bemühen. Das heißt, sobald Sie die Zusage der Uni oder Fachhochschule zur Immatrikulation haben.
  2. Sichten Sie Tageszeitungen
    Lokale Zeitungen veröffentlichen am Samstag und am Mittwoch Inserate für Wohnraum. Auch lokale Stadtmagazine haben meist einen Wohnungsmarkt. Häufig finden Sie die Inserate bequem online.
  3. Nutzen Sie Online-Wohnungsmärkte
    Wesentlich spezieller können Sie die Suche über Online-Wohnungsmärkte gestalten. Hier gibt es meist spezielle Suchfilter, welche die Suche nach Viertel, Größe und Miete zulassen. Kostenlose Apps gibt es von Anbietern wie Immobilienscout24 oder Immowelt.
  4. Schauen Sie beim Schwarzen Brett
    Die Studentenwerke informieren auf Ihren Webseiten über Mietmöglichkeiten von Appartements oder kleineren Wohnungen. Zusätzlich gibt es häufig eine Wohnbörse über Aushänge in der Mensa – von der Zwischenmiete mitten in der City bis zum Zimmer in der Land-WG ist hier alles vertreten. Heiß begehrt: Plätze im Studentenwohnheim, da diese meist unschlagbar günstig im Vergleich zu Appartements von Privatvermietern sind. Außerdem liegen sie oftmals zentral beziehungsweise in der Nähe universitärer Einrichtungen, so dass Sie im Glücksfall morgens nur aus dem Bett fallen brauchen und fast schon im Seminar sitzen.

Besonderheiten bei privatem Wohnraum

Ebenfalls günstig, aber etwas komplizierter ist die Studenten-WG. Kompliziert deshalb, weil Vermieter die Mietverträge unterschiedlich handhaben:

  • Hauptmieter

    Die häufigste Art des Mietverhältnisses ist die Variante, dass es einen Hauptmieter gibt, die anderen Studis sind Untermieter. Für den Vermieter eine bequeme Sache, denn er muss sich in einer Vierer-WG statt mit vier Mietern nur mit einem herumschlagen. Für Sie als Nebenmieter ungünstig, denn wenn Sie sich mit dem Hauptmieter zerstreiten (nicht eingehaltener Putzplan und so weiter…), suchen Sie ganz schnell wieder nach einer Wohnung. Umgekehrt ist es für Sie als Hauptmieter riskant, wenn Ihre Mietbewohner eine miese Zahlungsmoral haben: Dann bleiben Sie im Ernstfall auf den Mietschulden sitzen.

  • GbR

    Eine andere Möglichkeit ist die Gründung einer „Gesellschaft des bürgerlichen Rechts“ (GbR). Dann sind alle Mitbewohner haftbar und verantwortlich, dafür stehen aber auch alle im Mietvertrag und haben denselben Ansprechpartner. Der Nachteil: In Studenten-WGs herrscht häufig eine hohe Fluktuation. Falls jemand auszieht, muss also jedes Mal der alte Mietvertrag gekündigt und ein neuer mit den aktuellen Mietern aufgesetzt werden. Oder aber es wird eine entsprechende Klausel im Mietvertrag aufgeführt, die den Mieterwechsel gestattet.

  • Gleichberechtigter Mietvertrag

    Das Beste für Erstsemester, die noch nicht mit den Tücken des Mietverhältnisses vertraut sind, ist ein gleichberechtigter Mietvertrag. Dann erhält nämlich wie in einer Mietwohnung jeder Mitbewohner einen Mietvertrag. Im Gegensatz zu einer Mietwohnung beinhaltet der dann beispielsweise nicht drei Zimmer, Küche, Bad, sondern erstreckt sich üblicherweise auf ein Zimmer plus Mitbenutzung von Gemeinschaftsräumen wie Küche, Bad und eventuell Wohnzimmer. Um Stress bei etwaigen Schäden zu vermeiden, eignet sich hier ein Übergabeprotokoll, wenn einer der Mitbewohner auszieht.

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So klappt der Einstieg für Erstsemester

Am Anfang stehen viele Fragen. Die Sicherheit der Schulzeit weicht dem Gefühl der Orientierungslosigkeit. Kein Grund zur Sorge: Diese Unsicherheit ist am Anfang normal und den anderen Erstis geht es genauso wie Ihnen. Unsere Tipps, damit Ihnen trotz Nervosität der optimale Einstieg gelingt:

Orientierung an der Universität

Viele Hochschulen wissen um die drängenden Probleme und Fragen ihrer Erstsemester und bieten verschiedene Beratungsangebote. Die Uni Köln hat dafür beispielsweise Lotse, ein spezielles Onlinetool für den Studieneinstieg. Hinzu kommen etliche Kapitel zu den verschiedenen Aspekten des Studentenlebens, etwa Hilfe durch Beratung, Tipps für Studentenjobs und zur Studienfinanzierung.

Wichtig: Nehmen Sie an den Einführungs- und Orientierungsveranstaltungen teil! Fast jeder Fachbereich bietet spezielle Angebote für Erstsemester an. Sie dienen dazu, erste Hilfestellungen zu geben und den Neuankömmlingen den Einstieg zu erleichtern. Hier erfahren Sie, worauf es im Studium wirklich ankommt. Als weiteren Pluspunkt lernen Sie dort Dozenten, Fachschaftsvertreter und andere Ersties kennen. Zusätzlich sind Hochschulrundgänge und Bibliotheksführungen sehr empfehlenswert. Dort erhalten Sie folgende Informationen:

  • Lage zentraler Hochschuleinrichtungen wie Mensa, Bibliothek und Studienberatung
  • Informationen zu sportlichen und kulturellen Angebote Ihrer Hochschule
  • Lage und Ausleihkonditionen von Büchern und anderen Medien für Ihr Studienfach
  • Hinweise zu Engagement in studentischen Initiativen

Die wichtigsten Begriffe im Studium

Wer oder was ist die Alma Mater? Was bedeuten die merkwürdigen Kürzel? Die Uni-Welt mit ihrer eigenen Sprache ist für Erstsemester am Anfang ein Buch mit sieben Siegeln. Damit Sie wissen, was gemeint ist, haben wir ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen für Sie zusammengestellt – kostenlos. Einfach auf den Downloadbutton klicken.

Uni-Glossar: Die wichtigsten Begriffe (PDF)


Hilfe der Fachschaften

Neben Kneipenrundgängen und anderen Aktivitäten fürs soziale Leben erhalten Sie von den Fachschaften nützliche Tipps zur Studienorganisation, darunter folgende Hinweise:

  • Dozenten
    Welche Schwerpunkte Lehrende haben, welches Seminar sich für Sie bei welchem Professor anbietet.
  • Erfahrungswerte
    Wie viele Veranstaltungen Sie realistisch pro Semester schaffen können.
  • Prüfungstipps
    Was Sie bei der Prüfungsvorbereitung beachten müssen.
  • Informationen
    Mit welcher Frage Sie sich wohin wenden müssen, wenn die Fachschaft keinen Rat weiß.

Deswegen sind die studentischen Selbstverwaltungen neben der Studienberatung Ihr wichtigster Ansprechpartner.

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Organisation des Studiums

Neben den ersten wichtigen Kontakten und der Orientierung auf Ihrem Universitätsgelände, müssen Sie am Anfang Ihres Studiums herausfinden, wie Ihr Studiengang organisiert ist. Durch Bachelor-Studiengänge brauchen Sie sich nur noch wenig Gedanken darum zu machen, welche Pflichtveranstaltung Sie in welchem Semester besuchen müssen, da dies oft sehr detailliert vorgegeben ist. Dennoch gibt es im Vorfeld einige Fragen zu klären:

  • Welche Vorlesungen und Seminare müssen Sie belegen?
  • Wann und wo finden diese statt und wie lange dauern sie?
  • Welche Prüfungsleistungen müssen Sie ablegen?
  • Bis wann müssen Sie sich für Lehrveranstaltungen und Prüfungen anmelden?

All diese Informationen und weitere finden Sie in der Studien- und Prüfungsordnung sowie im Vorlesungsverzeichnis, die Sie online auf der Homepage Ihres Instituts oder Fachbereichs finden sollten. Haben Sie konkrete Fragen zu einer Vorlesung oder einem Thema, können Sie sich direkt an den Lehrstuhl wenden. Im Lehrstuhlsekretariat erhalten Sie folgende Informationen zu Dozenten und ihren Veranstaltungen:

  • Voraussetzungen des jeweiligen Dozenten, damit Sie die Prüfung bei ihm ablegen können
  • Hinweise zur Pflichtlektüre für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen
  • Auswahl und Vergabe von Referatsthemen
  • Sprechzeiten des Dozenten

Welche Ausstattung benötigen Erstsemester?

Als Erstsemester brauchen Sie nicht viel, um gut gerüstet in den Studienbetrieb einsteigen zu können. Was Sie unbedingt brauchen:

Schreibutensilien

Bei aller Technik sollten Sie nicht auf Stifte und Collgeblocks verzichten. Wir können uns Dinge nachweislich besser merken, wenn wir sie per Hand niederschreiben. Finden Sie eine Methode, nach der Sie sich Notizen machen – beispielsweise die Cornell Methode. Wer will, kann seine Mitschriften aus den Vorlesungen und Seminaren später im Computer abtippen – die Wiederholung unterstützt den Lerneffekt. Ebenfalls wichtig: USB-Sticks, Ordner, Klarsichthüllen, Marker, mehrfarbige Post-its – so bringen Sie Ordnung in Ihre Unterlagen aus verschiedenen Seminaren und Veranstaltungen.

Laptop

Dennoch unverzichtbares Utensil ist der Laptop. Nicht unbedingt für direkte Mitschriften (das Geklapper der Tasten nervt eh), mehr für bequemes Arbeiten von unterwegs – in der Unibibliothek oder bei schönem Wetter draußen. Am Laptop erstellen Sie Powerpoint-Präsentationen oder schreiben Hausarbeiten. Unter 15 Zoll sollte es nicht unbedingt sein, da solche Größen für längeres Arbeiten am Bildschirm weniger geeignet sind. Achten Sie beim Kauf aufs Gewicht – zusammen mit ausgeliehenen Fachbüchern kommen schnell einige Kilos zusammen.

Tasche / Rucksack

Apropos Gewicht: In irgendetwas müssen Sie Leihbücher und Laptop, Smartphone und sonstige Habseligkeiten transportieren. Eine Tasche oder ein Rucksack sollte dafür möglichst leicht, aber dennoch stabil sein. Angebote gibt es hier wie Sand am Meer – informieren Sie sich und wählen Sie eine Variante, die zu Ihrem Geschmack und Geldbeutel passt.

Powerbank

Irgendwann lässt selbst der stärkste Akku nach. Als mobile Steckdose für Smartphone und Laptop sollten Sie damit immer ausgerüstet sein. An der Uni gibt es zwar Steckdosen, doch die können auch belegt oder an eher ungünstigen Stellen verbaut sein.

Ohrstöpsel

In Präsenzbibliotheken und in Lesesälen der Universitätsbibliothek wird für gewöhnlich um Stille gebeten. Trotzdem gehen Laufgeräusche oder Tuscheleien am Nachbartisch manchen Studi auf die Nerven. Auch die laute Musik des Mitbewohners ist nicht jedermanns Sache – als Erstsemester-Ausstattung sind Ohrstöpsel daher ein Must-have, vor allem wenn Sie ohnehin Probleme mit der Konzentration haben.

11 Erstsemester Tipps: Daran sollten Sie denken

Das erste Semester stellt die Weichen für ein gelungenes Studium. Wer sich gut einlebt, positive Eindrücke sammelt, Freunde und Kontakte findet und die ersten Gehversuche als Akademiker meistert, ist in den folgenden Semestern zufriedener und erfolgreicher. Folgende Erstsemester-Tipps helfen Ihnen dabei:

  1. O-Woche besuchen

    Heitere Trinkspiele, Gegröle und Gekicher – die Orientierungswoche ist zum Kennenlernen da und an vielen Unis Stoff für Legenden. Mit den neuen Kommilitonen zieht man durch die Innenstadt, schaut sich auf dem Campus um und lernt die besten Bars der Stadt kennen. In diese Kategorie fallen die berüchtigten Erstifahrten; das sind Wochenendausflüge, die von der jeweiligen Fachschaft organisiert werden. Daneben gibt es für nahezu jedes Fach auch (seriöse) Einführungsveranstaltungen, die fachliches Basiswissen vermitteln, und eine öffentliche Begrüßung. Rat für Erstsemester: Die erste Woche auf keinen Fall schwänzen.

  2. Stundenplan erstellen

    An der Uni müssen Sie Ihren Stundenplan selbst erstellen – VOR dem Vorlesungsbeginn. Grundlage ist das offizielle Vorlesungsverzeichnis. Einfach im Internet einsehen und die richtigen Vorlesungen und Übungen rauspicken. Anfänger-Tipp: Stundenplan möglichst so legen, dass es wenig Pausen zwischen den Veranstaltungen gibt. Auch sinnvoll: Einen freien Tag komplett ohne Vorlesungen einbauen, üblicherweise den Freitag.

  3. Veranstaltungen kennen

    Vorlesungen, Seminar, Tutorium, Übung – Erstsemester werden mit verschiedenen Begriffen konfrontiert, die schnell zur Verwirrung führen können. Informieren Sie sich darüber, was hinter welcher Bezeichnung steht. Eine Vorlesung ist meist klar: Der Professor oder einer seiner Mitarbeiter redet, hält einen Vortrag und Studenten hören zu. Bei Seminaren und Übungen sieht das anders aus. Hier werden auch die Teilnehmer aktiv, bearbeiten Aufgaben, diskutieren, erstellen Referate und Präsentationen.

  4. Anmeldungen vornehmen

    Eine Anmeldung ist bei vielen Veranstaltungen Pflicht. Möglichst früh damit anfangen, in manchen Kursen gibt es ein Teilnehmerlimit. Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, gilt: Wer zuerst kommt, studiert zuerst. Alle Anmeldungen erfolgen in der Regel online. Und nur wer regulär angemeldet ist, kann die jeweiligen Unterlagen im Netz einsehen.

  5. Karten besorgen

    Manche Unis haben ihr Kartenmanagement wohltuend verschlankt, in anderen gibt es für jeden Service eine eigene Karte. Dazu zählen Studentenausweis, Bibliotheks-, Kopier-, Mensa- und manchmal sogar Sport-Karte. Beispiel Mensa-Karte: Wer im studentischen Esstempel bar bezahlt, zahlt drauf; mit der Mensa-Karte ist es billiger. Daher schon mal Platz im Portemonnaie neben der Sparkassen- und der Payback-Karte schaffen. Außerdem beachten: Mensa- und Kopierkarte müssen regelmäßig aufgeladen werden. Also immer an das Kleingeld denken.

  6. E-Mail-Adresse checken

    Unmittelbar nach der Immatrikulation richtet die Uni der Regel für jeden Neuling eine eigene E-Mail-Adresse ein. Im Posteingang landen wichtige Nachrichten der Uni – über Anmeldungen und abgelaufene Bücher zum Beispiel. Das Postfach also bookmarken und zwischendurch immer wieder mal reinschauen.

  7. Fahrrad kaufen

    Ein günstiges Secondhand-Rad leistet von Münster bis Freiburg gute Dienste. Am besten vor Ort kaufen, in Studentenstädten floriert der Fahrradhandel. Außerdem: Gutes Schloss mitkaufen. Fahrraddiebstahl ist mittlerweile ein deutschlandweites Problem, die professionellen Diebesbanden sind flächendeckend aktiv. Oder Bikesharing-Angebote ausprobieren. Wer allerdings regelmäßig radelt, zahlt dabei zu viel. Alternative: Bus fahren.

  8. Uhr stellen

    Zeitmanagement ist an der Uni ein Zauberwort. Der erste wichtige Reminder für Erstsemester: Auf Uni-Zeit umstellen. Ganz konkret ist damit die akademische Viertelstunde gemeint. Eine 9-Uhr-Vorlesung im Vorlesungsverzeichnis bedeutet in der Realität: Sie beginnt um 9.15 Uhr. Das ist für den gesamten Tagesablauf (aufstehen, frühstücken, losfahren) wichtig. Es soll aber Professoren geben, die preußisch pünktlich anfangen.

  9. Apps runterladen

    Mit der richtigen App-Auswahl auf dem Smartphone ist der Uni-Alltag gleich viel entspannter. Brauchbare Hosentaschen-Begleiter gibt es unter anderem für die WG-Orga, Notenverwaltung, Mensa-Speisepläne, Finanzverwaltung und zum effektiveren Lernen. Informieren Sie sich, welche Apps Ihre Freunde nutzen oder ob es sogar ein spezielles Programm Ihrer Universität gibt.

  10. Campus abgehen

    Wer die O-Woche absolviert hat, ist mit der Geographie schon vertraut. Andernfalls macht es Sinn, sich schon vor dem Vorlesungsbeginn auf dem Gelände umzusehen; vor allem, wenn man ohnehin im Studentenwohnheim nebenan wohnt. Wo ist der Asta, wo das Sekretariat, wo die Fachschaft? Wo liegen meine Hörsäle und wo ist eigentlich die Sporthalle? Andernfalls irrt man mit etwas Pech – trotz Google Maps – hoffnungslos auf dem Campus umher und verpasst früh den Anschluss.

  11. Kneipen testen

    Studieren soll Spaß machen. Daher kein schlechter Tipp: Das Semester mit einer Kneipentour einläuten, verschiedene Kneipen und Bars ausgucken, antesten und die beste zur künftigen Stammkneipe auserwählen. Für Kontaktsucher gilt: Die besten Uni-Freunde findet man in der Regel im ersten Semester. Wer ganz alleine und neu in der Stadt ist, sollte also dringend die Einführungsveranstaltungen (siehe Punkte 1) besuchen.

Fehler, die Erstsemester vermeiden sollten

Als Erstsemester gilt es einige Fehler zu vermeiden, die das Leben an der Uni erschweren können:

  • Sie sind nicht informiert

    Wer noch fremd ist, sollte nicht erst zehn Minuten vor Vorlesungsbeginn schauen, wo er überhaupt hin muss. Die Lagepläne der Universitätsgebäude und Hörsäle sind in den meisten Fällen online verfügbar. So vermeiden Sie, mit zehn Minuten Verspätung in eine Veranstaltung hineinzuplatzen.

  • Sie zeigen keine Eigeninitiative

    Im Studium müssen Sie die Dinge selbst in die Hand nehmen. Warten Sie nicht darauf, dass sich jemand für Sie um etwas kümmert. Egal ob Stundenplan, Anmeldungen oder Vorbereitungen für Klausuren – ohne Eigeninitiative werden Sie schnell Schwierigkeiten bekommen.

  • Sie kontrollieren keine E-Mails

    An Universitäten geht es ein wenig förmlicher zu – private Netzwerke wie Tiktok oder Messenger wie Whatsapp sind nicht unbedingt das bevorzugte Medium zur Kommunikation. Erstsemester sollten daher regelmäßig ihren E-Mail-Account auf neue Nachrichten von der Uni oder Dozenten kontrollieren und entsprechend zügig beantworten.

  • Sie nutzen die Vorlesungen nicht

    Nicht jede Vorlesung ist interessant. Überlegen Sie sich, wie Sie die Vorlesungen beziehungsweise die Zeit für sich nutzen. Setzen Sie sich zwei Stunden in den Hörsaal, um doch nicht mal eine Minute zuzuhören – oder lernen Sie in dieser Zeit den Stoff lieber selbstständig in der Bibliothek und erzielen bessere Ergebnisse?

  • Sie sind schlecht vorbereitet

    Gerade für Erstsemester ist Vorbereitung unerlässlich. Je genauer Sie wissen, welche Module und Fächer im Studium auf Sie zukommen, desto besser und langfristiger können Sie planen.

Erstsemester Kennenlernen: Neue Kontakte knüpfen

Große Hochschulen und Großstädte bedeuten oft auch Anonymität. Das Gute: Ihre Kommilitonen sind ebenfalls auf der Suche nach neuen Kontakten. Das macht es leichter andere kennenzulernen. Und es gibt zahlreiche Wege, um als Erstsemester Anschluss zu finden:

  • Besuchen Sie Studipartys

    Legendär die zahlreichen Studentenpartys: Vor allem bei Semesterbeginn, wenn noch keine Klausuren anstehen und das Lernen noch warten kann, finden zahlreiche Semesteranfangspartys und Fachbereichspartys statt. Daneben gibt es spezielle Erstsemesterpartys oder WG- und Wohnheimpartys. Hier haben Sie die Chance Kommilitonen, die Ihnen bereits in Veranstaltungen begegnet sind, wiederzusehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das hilft nicht nur gegen Einsamkeit, sondern erleichtert es, Lerngruppen (PDF) zu gründen.

  • Sprechen Sie Ihren Sitznachbarn an

    In Vorlesungen und Seminaren ergibt sich die Gelegenheit neue Leute kennenzulernen fast schon automatisch. Nutzen Sie die Minuten kurz vor Veranstaltungsbeginn und beginnen Sie ein kleines Gespräch mit Ihrem Sitznachbarn. Sprechen Sie beispielsweise über die Veranstaltung selbst oder tauschen Sie sich über Ihre Erfahrungen der ersten Tage aus. Vielleicht entdecken Sie Gemeinsamkeiten und gehen im Anschluss noch einen Kaffee trinken.

  • Machen Sie Hochschulsport

    Sport ist ideal für Erstsemester, um Kontakte zu knüpfen. Siege, Niederlagen und sportliche Wettkämpfe schweißen zusammen. Sport verbindet und sorgt für ein starkes Zugehörigkeitsgefühl. Die Auswahl ist so groß, dass Sie sich für eine bereits bekannte Sportart, die Sie gerne machen, entscheiden oder etwas völlig Neues ausprobieren können. Achten Sie jedoch darauf, die Anmeldefrist nicht zu verpassen.

  • Engagieren Sie sich

    Jeder Studiengang hat eine Fachschaft. Das sind Studenten, die sich für die Belange der Studierenden einsetzen. Sie vermitteln zwischen Studierenden und Professoren, organisieren die Orientierungsveranstaltungen und informieren über Aktuelles. Jeder Student kann sich dort einbringen und mitgestalten. Neben der Fachschaft gibt es diverse Studentenvertretungen und zahlreiche hochschulpolitische Gruppen zu verschiedenen Themen, wie beispielsweise Umweltschutz oder Menschenrechte. Hier besteht die Möglichkeit, Studierende aus höheren Fachsemestern zu treffen.

  • Nutzen Sie soziale Netzwerke

    Auch über Facebook und Co. können Sie Kommilitonen kennenlernen. Häufig gründen sich zu Semesterbeginn Erstsemester- und Studienanfängergruppen. Halten Sie danach Ausschau und beteiligen Sie sich aktiv. Solche Plattformen eignen sich, um sich über die ersten Erfahrungen auszutauschen und Treffen zu organisieren.

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