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Psychohygiene: Definition, Vorteile & Übungen

Viele Menschen achten auf gesunde Ernährung und treiben Sport für die physische Gesundheit. Psychohygiene wird hingegen oft vernachlässigt. Wir ignorieren das Chaos in den eigenen Gedanken und Gefühlen, bis diese immer mehr zum Problem werden. Psychische Erkrankungen steigen seit Jahren an. Stress, Frust, Sorgen, Ängste oder Streit bringen die seelische Gesundheit aus dem Gleichgewicht. Wir zeigen, was Psychohygiene ausmacht und mit welchen Tipps Sie Ihre psychische Gesundheit schützen…



Psychohygiene: Definition, Vorteile & Übungen

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Definition: Was ist Psychohygiene?

Psychohygiene umfasst alle Maßnahmen zum Schutz, Erhalt oder dem Erlangen psychischer Gesundheit. Dazu zählen präventive Schritte, um psychische Erkrankungen frühzeitig zu verhindern, aber auch akute Gegenmaßnahmen bei bereits vorliegenden Problemen. Zur Psychohygiene zählen grundsätzliche Verhaltensweisen und Gewohnheiten im Umgang mit Stress und anderen Belastungen sowie regelmäßige Routinen zur Wahrung der seelischen Gesundheit.

Geprägt wurde der Begriff von Robert Sommer. Die Grundidee des Psychiaters: Menschen brauchen eine Form der Gegenwehr bei all den schädlichen und negativen Einflüssen.

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Ziele der Psychohygiene

Psychohygiene ermöglicht einen besseren Umgang mit Stress, Angst, Sorgen, Zweifeln, Unsicherheiten, Konflikten und allgemein negativen Situationen und Emotionen, die sonst zu einer Belastung werden.

Ziel ist die Verarbeitung negativer Emotionen und Erlebnisse. Das hilft in der akuten Situation – langfristiges Ziel der Psychohygiene ist es, dass solche Eindrücke erst gar nicht zur Belastung werden. Das funktioniert nicht von heute auf morgen oder durch einmalige Übungen. Es braucht Analyse der Ursachen, eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der eigenen Gefühlswelt und den Willen, negative Emotionen nicht zu verdrängen, sondern zu verarbeiten und zu bewältigen.

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Anzeichen: Brauchen Sie Psychohygiene?

Nehmen Sie Ihre seelische Gesundheit ernst? Für die Mehrheit lautet die klare Antwort: Nein, kaum jemand beschäftigt sich ausreichend damit. Wir verarbeiten nicht, sondern verdrängen und ignorieren. Betroffene merken oft gar nicht, dass sie sich um ihre Psychohygiene kümmern sollten. Die folgende Checkliste mit Anzeichen zeigt Ihnen, ob Sie sich um Ihr psychisches Wohlbefinden kümmern müssen:

  • Sie nehmen berufliche Probleme ernst und beschäftigen sich zu Hause damit.
  • Im Job verlangt man Ihnen alles ab.
  • Sie stehen eigentlich ständig unter Zeitdruck.
  • Nach Feierabend haben Sie keine Energie, sich für etwas aufzuraffen.
  • Sie sehen häufig keinen Sinn in dem, was Sie tun.
  • Sie leiden unter Schlafproblemen und haben manchmal Alpträume.
  • Sie haben das Gefühl, Herausforderungen nicht gewachsen zu sein.
  • Sie werden in Ihrem Job regelmäßig mit menschlichem Leid konfrontiert.
  • Wenn eine Veränderung ansteht, machen Sie sich schon lange im Vorfeld Sorgen.
  • Geht es anderen schlecht, leiden Sie mit.
  • Es fällt Ihnen schwer, über Ihre Probleme zu sprechen.
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Psychische Krankheiten: Ein Tabu in der Gesellschaft

Ein Grund, warum Psychohygiene zu wenig Beachtung findet: Psychische Krankheiten sind weiterhin ein Tabuthema in der Gesellschaft. Über körperliche Gebrechen und Erkrankungen jeder Art wird frei gesprochen. Ob Rückenschmerzen, starke Erkältungen, gebrochene Knochen oder Probleme mit dem Herzen – darüber kann mit der Familie, Freunden oder auch Kollegen gesprochen werden. Aber über psychische Probleme? Kaum vorstellbar.

Betroffene empfinden Scham und können sich niemandem anvertrauen. Ein Teufelskreis. Ohne Hilfe und Unterstützung wachsen die Probleme weiter. Noch schlimmer: Psychische Probleme werden teilweise als Einbildung oder Ergebnis eines schwachen Charakters behandelt. Betroffenen wird damit zu Unrecht noch die Schuld für ihre schwierige Situation gegeben.

Umdenken zur psychischen Gesundheit

Es braucht ein gesellschaftliches Umdenken und viel Aufklärung. Psychohygiene betrifft jeden und ist in vielen Bereichen ein wichtiger Faktor. Jeder wird mit Stress, Ärger, Frust oder Sorgen konfrontiert – mal im Job, mal im Privatleben. Schwierige Situationen und negative Emotionen sind Teil des Lebens. Ignorieren und verschweigen bringt nichts. Wie falsch der aktuelle Umgang ist, zeigen auch Statistiken. Seit Jahren steigen die Zahlen zu Burnout, Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen. Der Stellenwert der Psychohygiene ist entsprechend hoch.

Psychohygiene Übungen: 8 Tipps für seelische Gesundheit

Erfolgreiche Psychohygiene ist keine einzelne Maßnahme. Es sind Routinen und Verhaltensweisen, die in den Alltag eingebunden werden. Werden diese zur Gewohnheit, verbessert sich das psychische Wohlbefinden. Diese 8 Übungen helfen Ihnen bei der Psychohygiene:

  1. Nutzen Sie Entspannungsübungen

    Entspannungsübungen sind ein erster Schritt zur besseren Psychohygiene. Verschiedene Übungen helfen bei der Verarbeitung von negativen Emotionen und reduzieren den empfundenen Stress in kurzer Zeit. Sie kommen zur Ruhe, reduzieren die Anspannung und sehen die Dinge klarer, statt nur das Schlechte zu sehen.

  2. Schreiben Sie Ihre Sorgen auf

    Beim Grübeln malen wir uns gedankliche Worst-Case-Szenarios aus. Wir sind überzeugt, dass alles schiefgehen und das Schlimmste eintreten wird. Wenn Sie Ihre Sorgen aufschreiben, wirken Sie diesem Effekt entgegen. Sie schwächen Ihre Ansichten und erkennen oft, dass Sie in der Vorstellung übertrieben haben. Die Notizen sind zudem ein guter Anhaltspunkt, um im Nachhinein zu sehen, dass die Dinge gar nicht so schlimm waren, wie man befürchtet hat. Das verhilft langfristig zu einer besseren Grundeinstellung.

  3. Akzeptieren Sie sich selbst

    Kein einfacher, aber ein wichtiger Schritt. Akzeptieren Sie sich mit Ihren Stärken und guten Seiten – aber eben auch Schwächen und Fehlern. Selbstannahme stärkt die seelische Gesundheit. Sie denken die Erwartungen an sich selbst und erkennen, dass Sie nicht perfekt sein müssen und auch mal scheitern können.

  4. Ziehen Sie sich aus dem Stress zurück

    Eine wirksame Methode der Psychohygiene: Entschleunigen Sie Ihr Leben und ziehen Sie sich zeitweise aus dem Stress zurück. Nutzen Sie Pausen im Job bewusst als Phasen der Ruhe und Erholung, packen Sie Ihren Terminkalender nicht voller stressiger Termine und Verpflichtungen. Nehmen Sie sich Auszeiten und tun Sie einfach, was Ihnen gut tut.

  5. Belohnen Sie sich selbst

    Von anderen bekommen Sie nicht immer das Lob und die Anerkennung, die Sie für Leistungen und Anstrengungen verdienen. Das führt zu Frust und Zweifeln über den eigenen Wert. Belohnen Sie sich selbst und wirken Sie dem Ärger entgegen. Sie erkennen, dass Ihr Selbstwertgefühl nicht von anderen abhängt. Schon kleine Belohnungen im Alltag sind ein wirksames Mittel der Psychohygiene.

  6. Unterbrechen Sie das Gedankenkarussell

    Hängen Sie nicht dauerhaft Ihren eigenen, negativen Gedanken nach. Durchbrechen Sie das Gedankenkarussell und konzentrieren Sie sich auf etwas anderes. Das funktioniert am besten mit Ablenkung und Beschäftigung. Je mehr schöne Dinge Sie unternehmen, desto mehr kommen Sie auf andere (bessere) Gedanken.

  7. Treffen Sie sich mit Freunden und Familie

    Psychohygiene funktioniert am besten, wenn Sie mit anderen Menschen über Ihre Situation und Gefühle reden. Vertrauen Sie sich Freunden und Familie an. Sie können sich regelrecht eine Last von der Seele reden. Emotionen werden besser verarbeitet, wenn Sie diese offen aussprechen. Zusätzlich erhalten Sie Unterstützung, Zuspruch und Ratschläge.

  8. Folgen Sie Ihrer Kreativität

    Nutzen Sie Ihre Kreativität, um Ihre Gefühle und Gedanken gestalterisch auszudrücken. Sie können malen, musizieren, etwas schreiben oder sich auf andere Weisen kreativ ausleben. Das hilft besonders bei Emotionen, die Sie nur schwer in Worte fasse können und sonst verdrängen würden.


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