Entgeltgruppe: Gehalt nach Eingruppierung

Während andere Arbeitnehmer ihr Gehalt selbst aushandeln, sind Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in einer Entgeltgruppe eingruppiert. Diese Eingruppierung wirft für viele Bewerber und Beschäftigte Fragen auf.

Je nach Branche und sogar Region gilt eine völlig andere Entgeltgruppe – etwa die Entgeltgruppe Pflege statt des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L). Statt Klarheit gibt es Verwirrung über die unübersichtlichen Tabellen, Eingruppierungen und Stufen.

Wir erklären, was eine Entgeltgruppe ist und wo diese eingesetzt werden. Außerdem erläutern wir, welche Faktoren darüber entscheiden, in welche Entgeltgruppe Sie eingruppiert werden und wie die Stufenzuordnung funktioniert…

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Entgeltgruppe: Gehalt nach Eingruppierung

Was ist eine Entgeltgruppe und für wen gilt sie?

Für viele Arbeitnehmer regelt der mit dem Unternehmen geschlossene Arbeitsvertrag die individuellen Konditionen wie Arbeitszeit und Gehalt.

Wer wissen will, ob er branchenüblich entlohnt wird, kann sich zum Beispiel HIER per Gehaltsvergleich über Verdienstmöglichkeiten in seiner Branche und seinem speziellen Beruf informieren.

In anderen Arbeitsverhältnissen wird das Gehalt über eine Entgeltgruppe festgelegt. Dies ist beispielsweise bei Tarifverträgen der Fall. Hier ist jeder Mitarbeiter, auf den der Tarifvertrag angewandt werden kann, in einer Entgeltgruppe eingruppiert und erhält am Ende des Monats das Gehalt, das ihm nach dieser Eingruppierung zusteht.


In diesem Zusammenhang ist auch von Tarifautomatik die Rede. Das bedeutet, die auszuübende Tätigkeit und die tariflichen Voraussetzungen bestimmen automatisch die Einordnung in eine entsprechende Entgeltgruppe, nicht der Arbeitgeber.


Besonders bekannt für seine Entgeltgruppen ist der Tarifvertrag der IG Metall und der TVÖD , der Tarifvertrag für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

Sie enthalten neben Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit und Regelungen im Falle einer Kündigung auch die Entgeltgruppen.


Tipp

Der öffentliche Dienst gilt als attraktiver Arbeitgeber. Nicht nur locken im Vergleich zu privatwirtschaftlichen Unternehmen mehr Urlaubstage, Urlaubs– und Weihnachtsgeld.

Die Transparenz der Gehälter in der jeweiligen Entgeltgruppe bringt für Bewerber und Angestellte ein hohes Maß an Planbarkeit und Sicherheit mit sich. Wer wissen möchte, was netto vom Brutto übrig bleibt, dem helfen die nachfolgenden Entgelttabellen.

Einfach der Entgeltgruppe entsprechend die Vergütung in den Brutto-Netto-Rechner eintragen und schon ermitteln Sie Ihr Nettogehalt.


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Entgelttabellen des TVöD

Um die einzelnen Gehälter in den Entgeltgruppen darzustellen, werden verschiedene Entgelttabellen genutzt, die für unterschiedliche Bereiche gelten. Der TVöD gliedert sich einmal in die Entgelttabelle für die Kommunen (VKA) und dann in die Entgelttabelle des Bundes.

Anhand dieser Tabellen können Sie ablesen, wie viel Sie in der jeweiligen Entgeltgruppe verdienen:

Entgelttabelle für die Kommunen (VKA) (gültig ab März)

Stufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E 15Ü6006,836658,257275,397686,857782,82
E 154860,315190,815559,476062,746580,456921,06
E 144401,044700,315091,135524,826008,276355,34
E 134056,624384,614757,995163,375640,385899,26
E 123635,654013,074454,134943,535517,785790,26
E 113508,113856,114182,294536,175020,495292,98
E 103380,513655,133964,324299,654673,084795,69
E 9c3280,423526,453790,944075,264380,904600,00
E 9b3074,703305,303450,003874,004124,254414,13
E 9a2964,893163,553356,893784,003879,974125,00
E 82808,912999,923132,233264,313405,983474,11
E 72635,532855,602986,703119,003243,783310,79
E 62586,002767,112894,113019,783143,223206,10
E 52480,742656,422775,082900,743017,503077,85
E 42363,072540,852690,022782,882875,732930,10
E 32325,892517,082563,612669,962749,762822,87
E 2Ü2172,612393,992473,882480,402653,602760,98
E 22152,512346,002392,922459,872607,032760,98
E 11929,881962,632003,592041,772140,05



Die TVÖD Entgelttabelle der Kommunen ab März stellen wir Ihnen hier als kostenloses PDF zum Download bereit:

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Neben einer Entgelttabelle für den Bereich der kommunalen Arbeitgeberverbände (KVA) gibt es eine entsprechende Gruppierung und Entgelttabelle für Angestellte des Bundes:

Entgelttabelle des Bundes (gültig ab März)

Stufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E 15Ü5931,386582,837199,967611,407707,40
E 154860,315190,815559,476062,746580,456921,06
E 144401,044700,315091,135524,826008,276355,34
E 134056,624384,614757,995163,375640,385899,26
E 123635,654013,074454,134943,535517,785790,26
E 113508,113856,114182,294536,175020,495292,98
E 103380,513655,133964,324299,654673,084795,69
E 9c2994,703490,823786,034106,464453,884565,39
E 9b2994,703232,463505,823802,544128,124400,58
E 9a2994,703198,343254,353443,663787,503922,86
E 82808,912999,923132,233264,313405,983474,11
E 72635,532855,602986,703119,003243,783310,79
E 62586,002767,112894,113019,783143,223206,10
E 52480,742656,422775,082900,743017,503077,85
E 42363,072540,852690,022782,882875,732930,10
E 32325,892517,082563,612669,962749,762822,87
E 2Ü2171,612393,992473,882580,402653,602708,23
E 22152,512346,002392,922459,872607,032760,98
E 11929,881962,632003,592041,772140,05



Ebenso stellen wir Ihnen die Entgelttabelle für den Bund ab März als kostenloses PDF zum Herunterladen bereit:

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Entgeltgruppe abhängig von Ausbildung & Qualifikation

Es existieren bei den Tariftabellen der Kommunen und des Bundes 15 Entgeltgruppen, die aus jeweils sechs Stufen bestehen – zwei Grundentgeltstufen und vier darauffolgenden Entwicklungsstufen.

Einzig die Entgeltgruppen E 1 und E 15Ü bestehen lediglich aus fünf Stufen. Bei der Entgeltgruppe E 1 ist die Eingangsstufe für neue Beschäftigte die Stufe 2.

Die Entgeltgruppen sind aufsteigend und orientieren sich an den Besoldungsgruppen A1 bis A15 der Beamten. In noch stärkerem Maße als in der Privatwirtschaft ist die Bezahlung im öffentlichen Dienst von der Qualifikation, der Berufserfahrung und der Beschäftigungsdauer abhängig.

Je nachdem fällt die Eingruppierung in eine Entgeltgruppe und die Zuordnung in eine Stufe aus. Bedeutet: Je höher die Ausbildung und Qualifikation ist und je mehr Berufserfahrung ein Beschäftigter mitbringt, desto höher ist die Entgeltgruppe und Stufe. Zum Verständnis hilft das obige Beispiel des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Länder.

Dort stellt sich die Einordnung in eine bestimmte Entgeltgruppe anhand der Ausbildung folgendermaßen dar:


EntgeltgruppeTVöD & TV-LBeamtenlaufbahnPotenzielle Berufsgruppen
E 1 bis E 4Simple HilfsarbeitertätigkeitenEinfacher DienstBoten, Garderobenpersonal, Küchenhilfe, Reiniger
E 5 bis E 8Abgeschlossene dreijährige AusbildungMittlerer DienstJobs, die Sorgfalt und gründliche Fachkenntnis erfordern, beispielsweise Altenpfleger, Physiotherapeut, Verwaltungsfachangestellte
E 9 bis E 12Fachhochschul- oder Bachelorabschluss erforderlichGehobener DienstIngenieure, Lehrer an Grund-, Real- und Hauptschulen sowie im Quereinstieg
E 13 bis 15Diplom, Masterabschluss oder vergleichbarer AbschlussHöherer DienstGymnasiallehrer, wissenschaftliche Mitarbeiter, Dozenten


Mit dieser Einordnung können Sie bereits genauer nachvollziehen, in welche Entgeltgruppe Sie fallen, allerdings gibt es davon durchaus Abweichungen. Bringen Sie beispielsweise besondere Qualifikationen oder Fortbildungen in relevanten Bereichen mit, können Sie in eine höhere Lohngruppe eingestuft werden.

Für andere Tarifverträge können andere Voraussetzungen gelten, um in die jeweils höhere Entgeltgruppe zu gelangen. So gibt es auch in der Zeitarbeit Entgeltgruppen, bei denen Gehalt und Qualifikationen anders gestaffelt sind.


Einstufung und Stufenlaufzeiten


Ausbildung und Qualifikationen wirken sich folgendermaßen auf die Zuordnung in eine Entgeltgruppe aus. Zusätzlich fließt in die Entgeltgruppe die Dauer der Beschäftigung ein.

Soll heißen: Je länger Sie bereits in Ihrer Position arbeiten, desto mehr verdienen Sie. Auch hier unterscheiden sich die einzelnen Abstufungen je nach gültigem Vertrag.

So können Sie bereits nach kurzer Zeit aufgrund herausragender Leistung in die nächsthöhere Stufe Ihrer Entgeltgruppe aufsteigen (Höhergruppierung). Ebenso ist eine Herabgruppierung bei schlechter Leistung möglich.

Im TVÖD kann es auch mehrere Jahre dauern, bis der nächste Schritt ansteht und eine Lohnerhöhung winkt. Für die Entgeltgruppen E 2 bis E 15 sieht ein Stufenaufstieg folgendermaßen aus:
  • Stufe 1: bei Einstellung
  • Stufe 2: nach einem Jahr in Stufe 1
  • Stufe 3: nach zwei Jahren in Stufe 2
  • Stufe 4: nach drei Jahren in Stufe 3
  • Stufe 5: nach vier Jahren in Stufe 4
  • Stufe 6: nach fünf Jahren in Stufe 5

Abweichend davon der Stufenaufstieg der Entgeltgruppe E 1. Hier entfällt die Stufe 1 und Beschäftigte steigen sofort in Stufe 2 ein. Außerdem erfolgt der Stufenaufstieg im Vier-Jahres-Rhythmus:

  • Stufe 2: bei Einstellung
  • Stufe 3: nach vier Jahren in Stufe 2
  • Stufe 4: nach vier Jahren in Stufe 3
  • Stufe 5: nach vier Jahren in Stufe 4
  • Stufe 6: nach vier Jahren in Stufe 5

Die Transparenz dieser Entwicklung gilt als einer der größten Vorteile der Entgeltgruppen. In anderen Berufen ist es kaum vorhersehbar, wann eine Gehaltserhöhung ansteht und wie hoch diese ausfallen wird.

Durch Ihre Entgeltgruppe können Sie sich hingegen sehr genau darauf einstellen. Eine längere Anstellung bringt in jedem Fall ein höheres Gehalt – auch ein Ansporn für mehr Loyalität bei den Mitarbeitern.


Besondere Teile im öffentlichen Dienst

Der TVöD des Bundes und der Kommunen gelten als allgemeiner Teil. Dazu kommen noch diverse weitere Entgelttabellen, die als besondere Teile bezeichnet werden: Wer beispielsweise als Erzieher im öffentlichen Dienst arbeitet, für den gelten andere Entgeltgruppen als in der Pflege.

Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) (gültig ab März)

Stufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
S 183900,004004,304521,024908,525489,795845,01
S 173580,743842,854262,654521,025037,685341,24
S 163502,523758,904043,074391,824779,345011,85
S 153370,093616,783875,164172,254650,184856,83
S 143335,533579,693866,804158,864481,814707,85
S 133251,683489,703810,564068,884391,824553,28
S 123242,483479,833787,464058,714394,574536,66
S 11b3196,363430,333594,404007,754330,684524,44
S 11a3134,843364,313527,323939,734262,654456,41
S 102917,883219,393370,153817,184179,494477,08
S 92892,663104,403351,853711,784049,224307,92
S 8b2892,663104,403351,853711,784049,224307,92
S 8a2829,773036,913250,623453,093649,923855,19
S 72755,052956,723157,393358,023508,533733,06
S 42632,352825,043000,623119,763232,633408,47
S 32476,932658,242826,922981,803052,663137,31
S 22285,342396,402478,562567,762668,072768,42


Die aktuelle Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst stellen wir Ihnen hier als kostenlosen Download zur Verfügung:

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Entgelttabelle Pflege und Gesundheit (gültig ab März)

Die Tabelle gilt für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen in der Pflege. Hierunter fallen vor allem Beschäftigte in Kliniken, Pflegeheimen und Bundeswehrkrankenhäusern, aber auch Beschäftigte im Rettungsdienst.

Stufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
P 164350,534503,054995,515569,575822,79
P 154257,104396,674745,615163,225322,71
P 144154,104290,314630,815093,435177,85
P 134051,124183,944515,994755,754817,65
P 123845,113971,194286,374479,974570,02
P 113639,133758,454056,754254,844344,90
P 103433,153545,703860,884012,844108,51
P 93264,303433,153545,703759,573849,62
P 83003,483149,833337,473489,013699,19
P 72830,563003,483269,543402,543539,56
P 62367,672538,092697,563036,753123,213282,80
P 52284,282500,892564,562670,952750,782938,30


Die aktuelle TVöD Entgelttabelle für Pflege und Gesundheit stellen wir Ihnen als PDF zum Download zur Verfügung:

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Entgelttabelle für den Bereich Sparkassen (TVöD-S) (gültig ab März)

Stufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E 15Ü6006,836658,257275,397686,857782,82
E 154860,315190,815559,476062,746580,456921,06
E 144401,044700,315091,135524,826008,276355,34
E 134056,624384,614757,995163,375640,385899,26
E 123635,654013,074454,134943,535517,785790,26
E 113508,113856,114182,294536,175020,495292,98
E 103380,513655,133964,324299,654673,084795,69
E 9c3280,423526,453790,944075,264380,904600,00
E 9b3074,703305,303450,003874,004124,254414,13
E 9a2964,893163,553356,893784,003879,974125,00
E 82808,912999,923132,233264,313405,983474,11
E 72635,532855,602986,703119,003243,783310,79
E 62586,002767,112894,113019,783143,223206,10
E 52480,742656,422775,082900,743017,503077,85
E 42363,072540,852690,022782,882875,732930,10
E 32325,892517,082563,612669,962749,762822,87
E 2Ü2171,612393,992473,882580,402653,602708,23
E 22152,512346,002392,922459,872607,032760,98
E 11929,881962,632003,592041,772140,05



Ebenso stellen wir Ihnen die aktuelle Entgelttabelle für Beschäftigte der Sparkassen als kostenloses PDF zum Herunterladen bereit:

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Entgeltgruppen des TVöD SuE und TVöD P

Aus der obigen Entgeltabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst ist ersichtlich, dass andere Entgeltgruppen gelten als im TVöD des Bundes und der Kommunen. Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Entgeltgruppe welche im TVöD SuE entspricht:

Entgeltgruppe TVöD VKA & BundEntgeltgruppe TVöD SuE
12S 18
11S 17
10S 15 und S 16
9S 9 bis S 14
8S 6 bis S 8
6S 5
5S 4
4S 3


Ähnliches gilt für die Einordnung der Entgeltgruppen im TVöD P. Nachdem es lange Zeit keine Bewährungsaufstiege mehr gegeben hatte, sind im Zuge der Tarifverhandlungen vor einigen Jahren die Kr-Entgeltgruppen in die P-Entgeltgruppen überführt worden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Kr-Entgeltgruppe der neuen P-Entgeltgruppe entspricht:

Entgeltgruppe KrEntgeltgruppe P
Kr 12aP 16
Kr 11bP 15
Kr 11aP 14
Kr 10aP 13
Kr 9dP 12
Kr 9cP 11
Kr 9bP 10
Kr 9aP 9
Kr 8aP 8
Kr 7aP 7
Kr 4aP 6
Kr 3aP 5


Was tun bei unangemessener Eingruppierung?

Die mit einer bestimmten Stelle verbundenen Aufgaben sowie die Stellung innerhalb einer Abteilung sind Basis für die Stellenbeschreibung. Diese wiederum hat Einfluss darauf, wie eine Stellenbewertung vorgenommen wird.

Ganz klar: Eine Stelle, die ein hohes Maß an Verantwortung (für bestimmte Budgets zum Beispiel) und Führungskompetenz erfordert, wird anders bewertet als eine Stelle, für die nichts dergleichen vorgesehen ist. Diese Bewertung schlägt sich in der Eingruppierung nieder.

Dennoch kann es vorkommen, dass sich ein Arbeitnehmer falsch eingruppiert fühlt. Was nun? In diesem Fall wird kein Antrag auf eine Höhergruppierung in eine Entgeltgruppe gestellt. Nicht der Arbeitnehmer als Stelleninhaber wird neu eingruppiert, sondern seine Stelle.

Vielmehr muss er begründet darlegen, was gegen seine bisherige Eingruppierung spricht und inwiefern seine Aufgaben Bestandteil einer anderen Entgeltgruppe sind. Wird sein Anliegen abgelehnt, besteht die Option, beim Arbeitsgericht eine „Eingruppierungsfeststellungsklage“ einzureichen.

Dies sollte allerdings gut vorbereitet werden, denn Sie müssen nachweisen und begründen, warum Ihre derzeitige Stelle die Merkmale der angestrebten Entgeltgruppe erfüllt. Es empfiehlt sich außerdem, den Personalrat in dieser Angelegenheit zu beteiligen.

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Wie steige ich in der Entgeltgruppe auf?

Mehr als kontinuierliches Wachstum des eigenen Einkommens können Arbeitnehmer sich eigentlich kaum wünschen und so versprechen Entgeltgruppen schon rosige Aussichten. Trotzdem wünschen sich viele natürlich, in eine höhere Entgeltgruppe aufzusteigen, da die Unterschiede teilweise nicht zu unterschätzen sind und aufs Jahr hochgerechnet schnell mehrere Tausend Euro ausmachen können.

Die gute Nachricht: Es ist durchaus möglich, aufzusteigen und neue Entgeltgruppen zu erreichen. Die schlechte Nachricht: Von alleine klappt das leider nicht, Sie müssen sich also schon ins Zeug legen, aktiv werden und Zeit sowie Energie investieren, um den Sprung in höhere Ebenen zu schaffen.

Verwechseln Sie dabei nicht die automatische Gehaltserhöhung mit einer neuen Entgeltgruppe. Durch wachsende Berufserfahrung steigen Sie in eine höhere Stufe der Entgeltgruppe auf – nicht aber in eine neue Entgeltgruppe.

Wenn Sie wirklich aufsteigen wollen, muss es deshalb über die Stellschraube der Qualifikation gehen. Bilden Sie sich weiter, verbessern Sie Ihre Ausbildung oder erwerben Sie neue Fähigkeiten, die Ihnen bei Ihrer Arbeit helfen und Sie über die erforderlichen Kenntnisse heraus qualifizieren.

Das kann neben dem Job funktionieren, kann aber auch eine größere Vorlaufzeit erforderlich machen, wenn Sie noch noch eine Ausbildung nachholen.

Gehaltsverhandlung-Trick: Legen Sie eine Leistungsmappe an!

Viele hätten zwar gerne eine Gehaltserhöhung, doch fällt ihnen die Gehaltsverhandlung schwer. Vor allem, weil Ihnen gute Argumente fehlen. Ein ebenso wirksamer wie überzeugender Trick hierbei ist die sogenannte Leistungsmappe. Darin sammeln Sie harte Fakten und Argumente für mehr Geld. Wie das funktioniert, erklärt das folgende Video:

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1. Juli 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt mehr als 20 Jahre als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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