Entgeltgruppe: Gehalt nach Eingruppierung

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes erhalten ihr Gehalt entsprechend ihrer Entgeltgruppe. Diese Eingruppierung wirft für viele Bewerber und Beschäftigte Fragen auf. Je nach Branche und sogar Region gelten völlig andere Entgeltgruppen: Beispielsweise die Entgeltgruppe Pflege statt des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L). Statt Klarheit gibt es Verwirrung über die unübersichtlichen Tabellen, Eingruppierungen und Stufen. Wir erklären, was eine Entgeltgruppe ist und wo diese eingesetzt wird. Außerdem erläutern wir, welche Faktoren darüber entscheiden, in welche Entgeltgruppe Sie eingruppiert werden und wie die Stufenzuordnung funktioniert…

Entgeltgruppe: Gehalt nach Eingruppierung

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Was ist eine Entgeltgruppe und für wen gilt sie?

Für viele Arbeitnehmer regelt der Arbeitsvertrag die individuellen Konditionen wie Arbeitszeit und Gehalt. In Tarifverträgen wird das Gehalt über eine Entgeltgruppe festgelegt. Zu den bekannten zählen der Tarifvertrag der IG Metall und der TVÖD , der Tarifvertrag für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Jeder Mitarbeiter ist in einer Entgeltgruppe eingruppiert und erhält am Ende des Monats das Gehalt, das ihm nach dieser Eingruppierung zusteht.

Gehalt ausrechnen mit dem Brutto-Netto-Rechner

Wer wissen möchte, was netto vom Brutto übrig bleibt, dem helfen die nachfolgenden Entgelttabellen. Einfach der Entgeltgruppe entsprechend die Vergütung in den Brutto-Netto-Rechner eintragen und schon ermitteln Sie Ihr Nettogehalt.


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Entgelttabellen des TVöD

Um die einzelnen Gehälter in den Entgeltgruppen darzustellen, werden verschiedene Entgelttabellen genutzt, die für unterschiedliche Bereiche gelten. Der TVöD gliedert sich einmal in die Entgelttabelle für die Kommunen (VKA) und dann in die Entgelttabelle des Bundes. Anhand dieser Tabellen können Sie ablesen, wie viel Sie in der jeweiligen Entgeltgruppe verdienen:

Entgelttabelle für die Kommunen (VKA)

(gültig ab März)

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
E 15Ü 6006,83 6658,25 7275,39 7686,85 7782,82
E 15 4860,31 5190,81 5559,47 6062,74 6580,45 6921,06
E 14 4401,04 4700,31 5091,13 5524,82 6008,27 6355,34
E 13 4056,62 4384,61 4757,99 5163,37 5640,38 5899,26
E 12 3635,65 4013,07 4454,13 4943,53 5517,78 5790,26
E 11 3508,11 3856,11 4182,29 4536,17 5020,49 5292,98
E 10 3380,51 3655,13 3964,32 4299,65 4673,08 4795,69
E 9c 3280,42 3526,45 3790,94 4075,26 4380,90 4600,00
E 9b 3074,70 3305,30 3450,00 3874,00 4124,25 4414,13
E 9a 2964,89 3163,55 3356,89 3784,00 3879,97 4125,00
E 8 2808,91 2999,92 3132,23 3264,31 3405,98 3474,11
E 7 2635,53 2855,60 2986,70 3119,00 3243,78 3310,79
E 6 2586,00 2767,11 2894,11 3019,78 3143,22 3206,10
E 5 2480,74 2656,42 2775,08 2900,74 3017,50 3077,85
E 4 2363,07 2540,85 2690,02 2782,88 2875,73 2930,10
E 3 2325,89 2517,08 2563,61 2669,96 2749,76 2822,87
E 2Ü 2172,61 2393,99 2473,88 2480,40 2653,60 2760,98
E 2 2152,51 2346,00 2392,92 2459,87 2607,03 2760,98
E 1 1929,88 1962,63 2003,59 2041,77 2140,05



Die TVÖD Entgelttabelle der Kommunen stellen wir Ihnen hier als kostenloses PDF zum Herunterladen bereit:

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Neben einer Entgelttabelle für den Bereich der kommunalen Arbeitgeberverbände (KVA) gibt es eine entsprechende Gruppierung und Entgelttabelle für Angestellte des Bundes:

Entgelttabelle des Bundes

(gültig ab März)

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
E 15Ü 5931,38 6582,83 7199,96 7611,40 7707,40
E 15 4860,31 5190,81 5559,47 6062,74 6580,45 6921,06
E 14 4401,04 4700,31 5091,13 5524,82 6008,27 6355,34
E 13 4056,62 4384,61 4757,99 5163,37 5640,38 5899,26
E 12 3635,65 4013,07 4454,13 4943,53 5517,78 5790,26
E 11 3508,11 3856,11 4182,29 4536,17 5020,49 5292,98
E 10 3380,51 3655,13 3964,32 4299,65 4673,08 4795,69
E 9c 2994,70 3490,82 3786,03 4106,46 4453,88 4565,39
E 9b 2994,70 3232,46 3505,82 3802,54 4128,12 4400,58
E 9a 2994,70 3198,34 3254,35 3443,66 3787,50 3922,86
E 8 2808,91 2999,92 3132,23 3264,31 3405,98 3474,11
E 7 2635,53 2855,60 2986,70 3119,00 3243,78 3310,79
E 6 2586,00 2767,11 2894,11 3019,78 3143,22 3206,10
E 5 2480,74 2656,42 2775,08 2900,74 3017,50 3077,85
E 4 2363,07 2540,85 2690,02 2782,88 2875,73 2930,10
E 3 2325,89 2517,08 2563,61 2669,96 2749,76 2822,87
E 2Ü 2171,61 2393,99 2473,88 2580,40 2653,60 2708,23
E 2 2152,51 2346,00 2392,92 2459,87 2607,03 2760,98
E 1 1929,88 1962,63 2003,59 2041,77 2140,05



Ebenso stellen wir Ihnen die Entgelttabelle für den Bund als kostenloses PDF zum Herunterladen bereit:

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Welche Stufe in der Entgeltgruppe?

Es existieren bei den Tariftabellen der Kommunen und des Bundes 15 Entgeltgruppen. Diese bestehen aus jeweils sechs Stufen: zwei Grundentgeltstufen und vier darauffolgenden Entwicklungsstufen. Einzig die Entgeltgruppen E 1 und E 15Ü bestehen lediglich aus fünf Stufen. Bei der Entgeltgruppe E 1 ist die Eingangsstufe für neue Beschäftigte die Stufe 2. Die Entgeltgruppen sind aufsteigend und orientieren sich an den Besoldungsgruppen A1 bis A15 der Beamten. Welche Stufe in der Entgeltgruppe Sie haben, hängt von Qualifikation, Beschäftigungsdauer und Berufserfahrung ab:

E 1 bis E 4 (Einfacher Dienst)

Die Anforderungen in diesen Entgeltgruppen sind gering, da es sich um einfache Hilfsarbeitertätigkeiten handelt. Potenzielle Berufsgruppen sind: Boten, Garderobenpersonal, Küchenhilfen, Reiniger.

E 5 bis E 8 (Mittlerer Dienst)

Mindestvoraussetzung für eine dieser Entgeltgruppen ist eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung. Potenzielle Berufsgruppen sind: Jobs, die Sorgfalt und gründliche Fachkenntnis erfordern, beispielsweise Altenpfleger, Physiotherapeut, Verwaltungsfach-Angestellte

E 9 bis E 12 (Gehobener Dienst)

Für eine Eingruppierung in E9 bis E12 ist mindestens ein Fachhochschul- oder Bachelorabschluss erforderlich. Potenzielle Berufsgruppen sind: Ingenieure, Lehrer an Grund-, Real- und Hauptschulen sowie Quereinsteiger.

E 13 bis 15 (Höherer Dienst)

Mit einem Diplom, Masterabschluss oder vergleichbarem Abschluss haben Sie Aussicht auf eine Eingruppierung in eine dieser Entgeltgruppen. Potenzielle Berufsgruppen sind: Gymnasiallehrer, wissenschaftliche Mitarbeiter, Dozenten.

Für andere Tarifverträge können andere Voraussetzungen gelten, um in die jeweils höhere Entgeltgruppe zu gelangen. So gibt es auch in der Zeitarbeit Entgeltgruppen, bei denen Gehalt und Qualifikationen anders gestaffelt sind.

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Welche Stufe bei Höhergruppierung?

Sie können bereits nach kurzer Zeit aufgrund herausragender Leistung in die nächsthöhere Stufe Ihrer Entgeltgruppe aufsteigen (Höhergruppierung). Ebenso ist eine Herabgruppierung bei schlechter Leistung möglich. Im TVÖD kann es auch mehrere Jahre dauern, bis der nächste Schritt ansteht und eine Lohnerhöhung winkt. Für die Entgeltgruppen E 2 bis E 15 sieht ein Stufenaufstieg folgendermaßen aus:

Stufe 1: bei Einstellung
Stufe 2: nach einem Jahr in Stufe 1
Stufe 3: nach zwei Jahren in Stufe 2
Stufe 4: nach drei Jahren in Stufe 3
Stufe 5: nach vier Jahren in Stufe 4
Stufe 6: nach fünf Jahren in Stufe 5

Abweichend davon der Stufenaufstieg der Entgeltgruppe E 1. Hier entfällt die Stufe 1 und Beschäftigte steigen sofort in Stufe 2 ein. Außerdem erfolgt der Stufenaufstieg im Vier-Jahres-Rhythmus:

Stufe 2: bei Einstellung
Stufe 3: nach vier Jahren in Stufe 2
Stufe 4: nach vier Jahren in Stufe 3
Stufe 5: nach vier Jahren in Stufe 4
Stufe 6: nach vier Jahren in Stufe 5

Die Transparenz dieser Entwicklung gilt als einer der größten Vorteile der Entgeltgruppen. In anderen Berufen ist es kaum vorhersehbar, wann eine Gehaltserhöhung ansteht und wie hoch diese ausfallen wird. Durch Ihre Entgeltgruppe können Sie sich hingegen sehr genau darauf einstellen. Eine längere Anstellung bringt in jedem Fall ein höheres Gehalt – auch ein Ansporn für mehr Loyalität bei den Mitarbeitern.

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Besondere Teile im öffentlichen Dienst

Der TVöD des Bundes und der Kommunen gelten als allgemeiner Teil. Dazu kommen noch diverse weitere Entgelttabellen, die als besondere Teile bezeichnet werden: Wer beispielsweise als Erzieher im öffentlichen Dienst arbeitet, für den gelten andere Entgeltgruppen als in der Pflege.

Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE)

(gültig ab März)

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
S 18 3900,00 4004,30 4521,02 4908,52 5489,79 5845,01
S 17 3580,74 3842,85 4262,65 4521,02 5037,68 5341,24
S 16 3502,52 3758,90 4043,07 4391,82 4779,34 5011,85
S 15 3370,09 3616,78 3875,16 4172,25 4650,18 4856,83
S 14 3335,53 3579,69 3866,80 4158,86 4481,81 4707,85
S 13 3251,68 3489,70 3810,56 4068,88 4391,82 4553,28
S 12 3242,48 3479,83 3787,46 4058,71 4394,57 4536,66
S 11b 3196,36 3430,33 3594,40 4007,75 4330,68 4524,44
S 11a 3134,84 3364,31 3527,32 3939,73 4262,65 4456,41
S 10 2917,88 3219,39 3370,15 3817,18 4179,49 4477,08
S 9 2892,66 3104,40 3351,85 3711,78 4049,22 4307,92
S 8b 2892,66 3104,40 3351,85 3711,78 4049,22 4307,92
S 8a 2829,77 3036,91 3250,62 3453,09 3649,92 3855,19
S 7 2755,05 2956,72 3157,39 3358,02 3508,53 3733,06
S 4 2632,35 2825,04 3000,62 3119,76 3232,63 3408,47
S 3 2476,93 2658,24 2826,92 2981,80 3052,66 3137,31
S 2 2285,34 2396,40 2478,56 2567,76 2668,07 2768,42



Die aktuelle Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst stellen wir Ihnen hier als kostenlosen Download zur Verfügung:

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Entgelttabelle Pflege und Gesundheit

(gültig ab März)

Die Tabelle gilt für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen in der Pflege. Hierunter fallen vor allem Beschäftigte in Kliniken, Pflegeheimen und Bundeswehrkrankenhäusern, aber auch Beschäftigte im Rettungsdienst.

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
P 16 4350,53 4503,05 4995,51 5569,57 5822,79
P 15 4257,10 4396,67 4745,61 5163,22 5322,71
P 14 4154,10 4290,31 4630,81 5093,43 5177,85
P 13 4051,12 4183,94 4515,99 4755,75 4817,65
P 12 3845,11 3971,19 4286,37 4479,97 4570,02
P 11 3639,13 3758,45 4056,75 4254,84 4344,90
P 10 3433,15 3545,70 3860,88 4012,84 4108,51
P 9 3264,30 3433,15 3545,70 3759,57 3849,62
P 8 3003,48 3149,83 3337,47 3489,01 3699,19
P 7 2830,56 3003,48 3269,54 3402,54 3539,56
P 6 2367,67 2538,09 2697,56 3036,75 3123,21 3282,80
P 5 2284,28 2500,89 2564,56 2670,95 2750,78 2938,30



Die aktuelle TVöD Entgelttabelle für Pflege und Gesundheit stellen wir Ihnen als PDF zum Download zur Verfügung:

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Entgelttabelle für den Bereich Sparkassen (TVöD-S)

(gültig ab März)

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
E 15Ü 6006,83 6658,25 7275,39 7686,85 7782,82
E 15 4860,31 5190,81 5559,47 6062,74 6580,45 6921,06
E 14 4401,04 4700,31 5091,13 5524,82 6008,27 6355,34
E 13 4056,62 4384,61 4757,99 5163,37 5640,38 5899,26
E 12 3635,65 4013,07 4454,13 4943,53 5517,78 5790,26
E 11 3508,11 3856,11 4182,29 4536,17 5020,49 5292,98
E 10 3380,51 3655,13 3964,32 4299,65 4673,08 4795,69
E 9c 3280,42 3526,45 3790,94 4075,26 4380,90 4600,00
E 9b 3074,70 3305,30 3450,00 3874,00 4124,25 4414,13
E 9a 2964,89 3163,55 3356,89 3784,00 3879,97 4125,00
E 8 2808,91 2999,92 3132,23 3264,31 3405,98 3474,11
E 7 2635,53 2855,60 2986,70 3119,00 3243,78 3310,79
E 6 2586,00 2767,11 2894,11 3019,78 3143,22 3206,10
E 5 2480,74 2656,42 2775,08 2900,74 3017,50 3077,85
E 4 2363,07 2540,85 2690,02 2782,88 2875,73 2930,10
E 3 2325,89 2517,08 2563,61 2669,96 2749,76 2822,87
E 2Ü 2171,61 2393,99 2473,88 2580,40 2653,60 2708,23
E 2 2152,51 2346,00 2392,92 2459,87 2607,03 2760,98
E 1 1929,88 1962,63 2003,59 2041,77 2140,05



Ebenso stellen wir Ihnen die aktuelle Entgelttabelle für Beschäftigte der Sparkassen als kostenloses PDF zum Herunterladen bereit:

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Entgeltgruppen des TVöD SuE und TVöD P

Aus der obigen Entgeltabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst ist ersichtlich, dass andere Entgeltgruppen gelten als im TVöD des Bundes und der Kommunen. Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Entgeltgruppe welche im TVöD SuE entspricht:

Entgeltgruppe Tvoed Sue Vka Bund

Ähnliches gilt für die Einordnung der Entgeltgruppen im TVöD P. Nachdem es lange Zeit keine Bewährungsaufstiege mehr gegeben hatte, sind im Zuge der Tarifverhandlungen vor einigen Jahren die Kr-Entgeltgruppen in die P-Entgeltgruppen überführt worden. Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Kr-Entgeltgruppe der neuen P-Entgeltgruppe entspricht:

Entgeltgruppe Tvoed P Kr

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Was tun bei unangemessener Eingruppierung?

Die mit einer bestimmten Stelle verbundenen Aufgaben sowie die Stellung innerhalb einer Abteilung sind Basis für die Stellenbeschreibung. Diese hat Einfluss darauf, wie eine Stellenbewertung vorgenommen wird. Stellen mit hohem Maß an Verantwortung (für bestimmte Budgets zum Beispiel) und Führungskompetenz werden anders bewertet als Stellen ohne. Diese Bewertung schlägt sich in der Eingruppierung nieder.

Dennoch kann es vorkommen, dass sich ein Arbeitnehmer falsch eingruppiert fühlt. Was nun? In diesem Fall wird kein Antrag auf eine Höhergruppierung in eine Entgeltgruppe gestellt. Nicht der Arbeitnehmer als Stelleninhaber wird neu eingruppiert, sondern seine Stelle. Er muss begründet darlegen, was gegen seine bisherige Eingruppierung spricht und inwiefern seine Aufgaben Bestandteil einer anderen Entgeltgruppe sind. Wird sein Anliegen abgelehnt, besteht die Option, beim Arbeitsgericht eine „Eingruppierungsfeststellungsklage“ einzureichen. Dies sollte allerdings gut vorbereitet werden, denn Sie müssen nachweisen und begründen, warum Ihre derzeitige Stelle die Merkmale der angestrebten Entgeltgruppe erfüllt. Es empfiehlt sich außerdem, den Personalrat in dieser Angelegenheit zu beteiligen.

Wie steige ich in der Entgeltgruppe auf?

In eine höhere Entgeltgruppe aufzusteigen, kann aufs Jahr hochgerechnet mehrere Tausend Euro Unterschied ausmachen. Prinzipiell ist es möglich, aufzusteigen und neue Entgeltgruppen zu erreichen. Dabei sollte nicht die automatische Gehaltserhöhung mit einer neuen Entgeltgruppe verwechselt werden. Durch wachsende Berufserfahrung steigen Sie in eine höhere Stufe der Entgeltgruppe auf – nicht aber in eine neue Entgeltgruppe.

Wer wirklich aufsteigen will, muss seine Qualifikation erweitern. Bilden Sie sich weiter, verbessern Sie Ihre Ausbildung oder erwerben Sie neue Fähigkeiten, die Ihnen bei Ihrer Arbeit helfen und Sie über die erforderlichen Kenntnisse heraus qualifizieren. Das kann neben dem Job funktionieren, kann aber auch eine größere Vorlaufzeit erforderlich machen, wenn Sie noch noch eine Ausbildung nachholen.

Gehaltsverhandlung-Trick: Legen Sie eine Leistungsmappe an!

Viele hätten zwar gerne mehr Gehalt, doch fällt ihnen die Gehaltsverhandlung schwer. Vor allem, weil Ihnen gute Argumente fehlen. Ein ebenso wirksamer wie überzeugender Trick hierbei ist die sogenannte Leistungsmappe. Darin sammeln Sie harte Fakten und Argumente für mehr Geld. Wie das funktioniert, erklärt das folgende Video:

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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16. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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