Minijob finden: Die wichtigsten Regeln + Tipps zur Bewerbung

Der Minijob erfreut sich großer Beliebtheit: Da er steuer- und sozialversicherungsfrei ist, bleibt mehr Netto vom Brutto. Bis zu 450 Euro sind so monatlich zusätzlich möglich. Das reizt nicht nur Studenten, sondern auch viele weitere Arbeitnehmer, die gezielt nach einem Minijob suchen. Verschiedene Personengruppen müssen allerdings die einzelnen Besonderheiten beachten. Ansonsten gehen einige der Vorteile eines Minijobs verloren. In der Theorie simpel, in der Praxis kommt es trotzdem regelmäßig zu Fragen und Unsicherheiten. Wir erklären, was genau als Minijob bezeichnet wird und beantworten die wichtigsten Fragen rund um den 450 Euro Job…

Minijob finden: Die wichtigsten Regeln + Tipps zur Bewerbung

Anzeige

Was genau ist ein Minijob?

Als Minijobber dürfen Sie bis zu 5.400 Euro im Jahr verdienen, damit die Beschäftigung die Vorgaben für einen Minijob erfüllt. Es gibt zwei Arten von Minijobs:

Langfristige Minijobs

Hier verdienen Arbeitnehmer monatlich 450 Euro, weshalb der Minijob auch als 450-Euro-Job oder geringfügige Beschäftigung bezeichnet wird. Sie sind in Teilzeit angestellt. Ob Sie fünf, zehn oder 20 Stunden pro Woche arbeiten, ist unerheblich – ob es sich um einen Minijob handelt, wird nach der Bezahlung entschieden.

Kurzfristige Minijobs

Anders als beim langfristig angelegten Minijob ist hier völlig gleichgültig, wie viel Sie verdienen. Allerdings darf dieser Minijob nicht länger als drei Monate am Stück beziehungsweise 70 Tage im Kalenderjahr ausgeübt werden. Diese Form des Minijobs darf nur saisonal ausgeübt werden, es handelt sich um eine befristete Beschäftigung, die zuvor als solche vertraglich festgehalten sein muss. Er darf nicht als Beruf ausgeübt werden und Sie dürfen nicht Ihren Lebensunterhalt davon bestreiten.

Die große Besonderheit bei Minijobs: Arbeitnehmer zahlen keine Lohnsteuer und keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, zur gesetzlichen Krankenversicherung oder zur Pflegeversicherung. Arbeitgeber auf der anderen Seite zahlen Pauschalbeträge für die Sozialversicherungen.

Anders als oftmals angenommen, ist ein Minijob sehr wohl rentenversicherungspflichtig. Von den 450 Euro gehen derzeit 3,6 Prozent an die Rentenversicherung. Sie haben aber die Möglichkeit, sich von der Beitragspflicht zur Rentenversicherung befreien zu lassen.

Besonderheiten während der Corona-Pandemie

Bevor das Coronavirus hierzulande das öffentliche Leben lahmlegte, hatten 7,4 Millionen Menschen in Deutschland einen Minijob. Mit Ausbruch der Pandemie gab es zahlreiche Kündigungen, viele davon rechtswidrig.

Was viele Arbeitgeber nicht wissen: Auch für Minijobber gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende des Kalendermonats. Und: Angestellte mit Minijob haben zwar keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, weil nicht in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wird.

Arbeitgeber sind dennoch verpflichtet, ihre Angestellten weiterhin zu entlohnen, auch wenn aufgrund der Corona-Krise keine oder nur wenig Arbeit anfällt. Sie unterliegen dem Betriebsrisiko (§ 615 Satz 3 Bürgerliches Gesetzbuch – BGB). Heißt: Solange der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, ist der Arbeitgeber zur Entgeltfortzahlung verpflichtet. Hat er keinerlei Arbeit für ihn, ist das nicht im Arbeitnehmer begründet.

Anzeige

Minijob finden: Tipps für Stellenangebote und Bewerbung

Auf der Suche nach einem Minijob stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können eine geringfügige Beschäftigung in allen Branchen finden, sehr bekannt und beliebt sind sie aber vor allem in der Gastronomie. Typische Beispiele sind Studenten, die das knappe monatliche Budget aufbessern, indem sie außerhalb der Vorlesungszeiten kellnern und so bis zu 450 Euro hinzuverdienen. Bevor Sie in einem Minijob loslegen können, müssen Sie zunächst eine passende Stelle finden, auf die Sie sich bewerben können. Hier finden Sie Stellenangebote für Minijobs:

Agentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit hilft nicht nur bei Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit, sie bietet zudem verschiedene Hilfsangebote zur Jobsuche. In einem Beratungsgespräch können Sie sich informieren lassen und erhalten im besten Fall konkrete Stellenangebote. Für die Suche nach einem Minijob können Sie sich auch in der umfangreichen Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit umsehen. Hier gibt es eine eigene Kategorie für Minijobs, in der Sie sich zahlreiche freie Jobs anzeigen lassen können.

Online-Jobbörsen

Bei Ihrer Suche nach einem Minijob stehen Ihnen im Internet zahlreiche Jobbörsen zur Verfügung. Nutzen Sie die verschiedenen Filtermöglichkeiten, um freie Minijobs zu finden, die möglichst nah an Ihren Vorstellungen und Erwartungen sind. Wenn Sie gerade auf der Suche nach einer passenden Position sind, können Sie gleich in unserer Jobbörse einen Minijob finden.

Minjob-Plattformen

Neben den großen Stellenbörsen haben sich einige Anbieter gezielt auf die Vermittlung von Minijobs spezialisiert und konzentriert. Egal ob Aushilfsjobs, Studentenjobs oder andere Minijobs – im Internet finden Sie für alle Varianten eine eigene Plattform. Schauen Sie sich bei Ihrer Suche auch auf diesen Minijob-Plattformen um. Teilweise werden hier Minijobs gelistet, die in anderen Portalen nicht zu finden sind. Für einen möglichst umfangreichen Überblick sollten Sie diese Chancen nutzen – vor allem wenn Sie gezielt nach Studentenjobs suchen.

Lokale Angebote

Zahlreiche Minijobs werden lokal ausgeschrieben und vergeben. Es scheint altmodisch, aber viele Stellen lassen sich per Aushang finden. Halten Sie die Augen offen! Zudem kann es sich lohnen, beispielsweise in Gaststätten oder Restaurants nachzufragen, wenn Sie einen Minijob in der Gastronomie suchen. Sinnvoll kann es zudem sein, sich in lokalen Gruppen oder Seiten im Internet umzuschauen. Hier werden oftmals Informationen aus dem regionalen Umfeld ausgetauscht und auch lokale Unternehmen geben teilweise freie Stellen bekannt.

Bei der Bewerbung für einen Minijob kann es je nach Unternehmen einige Unterschiede geben. Hier sollten Sie sich im Vorfeld über die Stellenanzeige oder durch eine Nachfrage beim Arbeitgeber informieren, um die benötigten Unterlagen einreichen zu können. Manche Unternehmen verlangen auch für einen Minijob vollständige Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnissen, Nachweisen über Qualifikationen und je nach Tätigkeit möglicherweise Arbeitsproben. Für die Bewerbung auf einen Minijob reicht vielen Arbeitgebern aber auch eine Kurzbewerbung – diese besteht nur aus tabellarischem Lebenslauf und Bewerbungsschreiben.

In jedem Fall gilt, dass Sie sich für die Bewerbung bei einem Minijob genauso viel Mühe geben sollten, wie bei jeder anderen Stelle auch. Dass Sie sich auf eine geringfügige Beschäftigung bewerben, ändert nichts an der Sorgfalt, die gute und erfolgreiche Unterlagen benötigen.

Anzeige

Tipps für Arbeitslose, Rentner und Studenten

Arbeitslose

Als Bezieher von Arbeitslosengeld (ALG I) müssen Sie einen Minijob zuvor bei der Agentur für Arbeit anmelden. Da Sie dem Arbeitsmarkt jederzeit zur Verfügung stehen müssen, muss Ihre Arbeitszeit unter 15 Stunden pro Kalenderwoche liegen. Anderenfalls müssen Sie sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden, da Ihr Job als Berufstätigkeit angesehen wird. Bis zu 165 Euro im Monat dürfen Sie ohne Abzüge dazuverdienen. Liegen Ihre Einnahmen darüber, wird Ihnen das Arbeitslosengeld gekürzt. Bei ALG II hingegen haben Sie keine Stundenbegrenzung, aber es sind nur 100 Euro frei. Von dem, was darüber geht, sind 20 Prozent frei. Wer also einen Minijob mit exakt 450 Euro Gehalt ausübt, darf davon nur 170 Euro behalten: 100 Euro Freibetrag plus 20 Prozent der Differenz (450 – 100 = 350 * 20 Prozent = 70 Euro) bedeutet, dass 280 Euro von Ihrem Verdienst abgehen.

Rentner

Wie viel Sie als Rentner hinzuverdienen dürfen, hängt davon ab, ob Sie bereits die Regelaltersgrenze erreicht haben oder nicht. Für alle ab 1964 Geborenen liegt diese bei 67 Jahren, für alle anderen gestaffelt etwas davor. Haben Sie die Regelaltersgrenze erreicht, dürfen Sie unbegrenzt hinzuverdienen. Alles was über die 450 Euro geht, wird allerdings gemeinsam mit der Rente versteuert. Bis 450 Euro wird pauschal mit zwei Prozent versteuert. Haben Sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht und sind unter 65 Jahre alt, gibt es Hinzuverdienstgrenzen, bis zu denen Sie keine Abzüge haben. Konkret heißt das: Bis zu 6.300 Euro im Jahr bleiben anrechnungsfrei. Auf den Monat umgerechnet macht das 525 Euro, also mehr als beim typischen Minijob auf 450-Euro-Basis. Kommen Sie über diese 6.300 Euro, werden 40 Prozent davon auf Ihre Rente angerechnet. Das gilt unabhängig davon, ob Sie selbständig tätig oder angestellt sind.

Studenten

Allgemein unterliegen Studenten mit Minijob aus Arbeitgebersicht denselben Auflagen wie andere Beschäftigte, da die Beschäftigung versicherungsfrei ist. Es wird der oben angegebene Pauschalbetrag entrichtet und Studierende bezahlen 3,7 Prozent Rentenversicherungsanteil, sofern sie keine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragt haben. Zwei Einschränkungen: Findet der Minijob in einem studienrelevanten Bereich statt, kann ein Arbeitsverhältnis als Werkstudent geschlossen werden. Hier entfallen die üblichen Pauschalabgaben für Arbeitgeber. Lediglich der Arbeitgeberanteil von von 9,35 Prozent zur Rentenversicherung muss gezahlt werden. Des Weiteren dürfen Studierende während des Semesters nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten.

Anzeige

Wichtige Regelungen zum Minijob

Die grundsätzlichen Regeln bei einem Minijob sind scheinbar schnell erklärt: Angestellte erhalten bis zu 450 Euro im Monat und es werden keine Steuern oder Sozialbeiträge fällig. Alles geklärt? Nein, denn es gibt einige Fragen rund um den Minijob, die oftmals unbeachtet bleiben – und zu Verunsicherung oder gar Problemen führen können. Um Ihnen alle Informationen zu einem Minijob zu geben, die Sie benötigen, beantworten wir die wichtigsten und häufigsten Fragen zum Minijob:

Haben Angestellte im Minijob andere Rechte?

Minijob gleich Minirechte für Arbeitnehmer? Nein! Wer in einem Minijob angestellt ist, hat grundsätzlich die gleichen Rechte wie allen anderen Mitarbeiter auch. Zu den wichtigsten zählen: Bezahlter Urlaub und Fortzahlung des Gehalts im Falle einer Krankheit. Der genaue Urlaubsanspruch ergibt sich durch die anteilige Anrechnung Ihrer Arbeitszeit. Bei einer 6-Tage-Woche stehen Ihnen gesetzlich mindestens 24 Tage Erholungsurlaub zu. Wenn Sie im Minijob nur an 3 Tagen pro Woche arbeiten, halbiert sich somit auch der Urlaubsanspruch auf 12 Tage.

Dieser sogenannte Gleichbehandlungsgrundsatz sorgt dafür, dass Sie mit einem Minijob nicht benachteiligt werden. Auf der anderen Seite müssen Sie Ihre Pflichten erfüllen. So darf Ihr Arbeitgeber erwarten, dass Sie Ihre Arbeit nach besten Möglichkeiten erfüllen und die übertragenen Aufgaben sorgfältig erfüllen.

Gilt in einem Minijob der gesetzliche Mindestlohn?

Seit der Einführung des Mindestlohns gilt dieser auch für einen Minijob. Aktuell verdienen Sie mindestens 9,35 Euro pro Stunde. Erhebungen zeigen hingegen, dass längst nicht alle Minijobber eine entsprechende Bezahlung bekommen. Beachten Sie unbedingt: Mit steigendem Mindestlohn (Erhöhung in den kommenden Jahren auf 10,45 Euro) verringert sich die Arbeitszeit, die Sie im Minijob leisten können, bevor die Grenze von 450 Euro erreicht wird. Behalten Sie dies im Hinterkopf, um nicht den Status eines Minijobs zu verlieren. Arbeitgeber sind zudem verpflichtet, die Arbeitsstunden von Mitarbeitern festzuhalten und zu dokumentieren.

Was passiert, wenn ich mehr als 450 Euro verdiene?

Bei einem Minijob wird eindeutig darauf hingewiesen, dass im Monat nur bis zu 450 Euro verdient werden dürfen. Es kann allerdings vorkommen, dass diese Grenze überschritten wird. Ist im Betrieb beispielsweise sehr viel zu tun und Sie machen mehr Stunden, kommen Sie schnell über die Gehaltsgrenze eines Minijobs. Solange es sich dabei um eine Ausnahme handelt, hat dies meist keine Auswirkungen. Wenn Sie über den Zeitraum von einem Jahr insgesamt unter der Grenze von 5.400 Euro bleiben (also im Schnitt 450 Euro pro Monat), dürfen Sie in einzelnen Monaten mehr als die festgelegte Grenze von 450 Euro verdienen. Hier bleibt der Status eines Minijobs erhalten und die Einnahmen bleiben steuer- und sozialversicherungsfrei.

Komplizierter kann es sein, wenn Sie in einigen Monaten mehr als 450 Euro im Minijob verdienen und deshalb über 5.400 Euro jährlich kommen. Hier entscheidet, ob die höhere Bezahlung nur gelegentlich oder regelmäßig und vorhersehbar auftrat. Innerhalb eines Jahres darf dabei bis zu drei Mal oberhalb von 450 Euro verdient werden, damit es dennoch ein Minijob bleibt.

Wie viele Minijobs darf ich nebenbei haben?

Diese Frage muss zweigeteilt beantwortet werden: Zunächst einmal dürfen Sie mehrere Minijobs gleichzeitig haben, solange diese sich nicht gegenseitig behindern und Sie beim jeweiligen Arbeitgeber die volle Leistung bringen. Allerdings gelten bei mehreren Minijobs bestimmte Regeln, wenn es um Steuern und Sozialabgaben geht. So werden bei mehreren Minijobs alle Einnahmen aus diesen zusammengerechnet. Verdienen Sie insgesamt mehr als 450 Euro im Monat, müssen Sie für alle Beschäftigungen Sozialversicherungen bezahlen. Der größte Vorteil eines Minijobs geht bei mehreren Anstellungen deshalb schnell verloren.

Wenn Sie einen Minijob neben Ihrem Hauptberuf als Nebentätigkeit ausüben, bleibt der erste Minijob steuer- und sozialversicherungsfrei. Für einen zweiten Minijob neben der Haupttätigkeit werden jedoch Abgaben fällig, hier wird der Verdienst aus dem zweiten Minijob auf das Gehalt des Hauptberufes angerechnet.

Was bedeutet ein Minijob für die Rentenversicherung?

Ein Minijob ist grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Bedeutet für Sie: Wenn Sie einen Arbeitsvertrag für einen Minijob unterschreiben, werden von Ihrem Verdienst 3,6 Prozent vom Arbeitgeber nicht ausgezahlt, sondern gehen an die Rentenversicherung. Als Pauschalbetrag zahlen Unternehmen 15 Prozent, wodurch der allgemeine Beitragssatz von 18,6 Prozent erreicht wird. Ausnahme: Sind Sie in einem Privathaushalt als Minijobber beschäftigt, zahlen Sie als Arbeitnehmer den Anteil von 13,6 Prozent – andersherum übernimmt der Arbeitgeber hier nur eine Pauschale von 5 Prozent.

Das Gesetz räumt Ihnen jedoch die Möglichkeit ein, keine Beiträge zur Rentenversicherung zu zahlen und auf Antrag von der Pflicht befreit zu werden. Ob dies sinnvoll ist, muss jeder für sich individuell entscheiden. Sie erhalten monatlich ein wenig mehr Gehalt, weil keine Abgaben geleistet werden – dafür zahlen Sie nicht in Ihre Rentenversicherung ein, können in dieser Zeit Ihre späteren Ansprüche nicht erhöhen.

Wie hoch sind die Pauschalabgaben für Arbeitgeber?

Wie bereits erwähnt zahlt der Arbeitgeber Pauschalbeträge für die Steuern und Sozialversicherungen. Diese sind nicht einheitlich, sondern variieren je nach Abgabe:

➠ Rentenversicherung: 15 Prozent
➠ Krankenversicherung: 13 Prozent
➠ Lohnsteuer: 2 Prozent

Handelt es sich um einen Minijob im Privathaushalt, beträgt die Pauschale für den Arbeitgeber bei der Renten- und Krankenversicherung jeweils nur 5 Prozent. Üblicherweise werden diese Abgaben bei einem Minijob vom Arbeitgeber übernommen. Mitarbeiter sollten ihren Arbeitsvertrag dennoch genau lesen: Gesetzlich ist es erlaubt, dass Unternehmen die Pauschalbeträge von der Bezahlung des Beschäftigten abziehen. Weitere Fragen und Antworten zum Minijob können Sie HIER als kostenloses PDF herunterladen.

Anzeige

Diese Vorteile bietet ein Minijob

Einem Minijob stehen viele Arbeitnehmer skeptisch gegenüber. Der Fokus liegt dann auf den Nachteilen: Vergleichsweise geringer Verdienst, mögliches Fehlen einer Krankenversicherung und die Angst, in einem prekären Beschäftigungsverhältnis zu stecken, das zur Sackgasse für die Karriere wird. Allerdings kann es gute Gründe geben, einen Minijob anzunehmen. Diese zum Beispiel:

  • Finanzen aufbessern
    Wenn das Geld eher knapp ist, kann ein Minijob eine gute Möglichkeit sein, die finanzielle Situation zu verbessern. Das kann während des Studiums sein, aber auch dann, wenn ein anderer Job nicht ausreicht, um die Kosten zu decken.
  • Erfahrung sammeln
    Ohne Berufserfahrung ist es oft schwer, einen Job zu finden. Ein Minijob kann helfen, um auf diesem Weg die nötige Erfahrung in einem Beruf zu sammeln. So können Sie bei späteren Bewerbungen angeben, dass Sie bereits einige Zeit in dem Bereich gearbeitet haben.
  • Vollzeitstelle näherkommen
    Durch einen Minijob können Sie bei einem Arbeitgeber schon einmal einen Fuß in die Tür bekommen. Sie knüpfen Kontakte, zeigen Ihre Fähigkeiten und können sich gleich als optimale Besetzung präsentieren, wenn eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle frei wird.
  • Selbstbewusstsein entwickeln
    Ein Minijob kann die nötigen Erfolgserlebnisse liefern, um fehlendes Selbstbewusstsein aufzubauen. Arbeitslosigkeit ist für Betroffene oftmals eine psychische Belastung. Das Gefühl, nicht gut genug zu sein und nicht gebraucht zu werden, nagt am Ego. Ein Minijob hilft dabei, ein größeres Selbstwertgefühl zu entwickeln, sich wieder besser zu fühlen und größere Ziele anzugehen.
  • Neues beginnen
    Der Job entspricht nicht Ihrer Leidenschaft und Sie wollen sich umorientieren? Ein Sprung ins kalte Wasser ist schwierig – über einen Minijob können Sie langsam etwas Neues beginnen. So können Sie beispielsweise im Minijob eine neue Branche kennenlernen oder austesten, ob ein anderer Job Ihnen wirklich mehr Spaß macht. Statt gleich zu kündigen und alles auf eine Karte zu setzen, können Sie im Minijob herausfinden, was zu Ihnen passt.

Was andere Leser dazu gelesen haben

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
Anzeige
★★★★★ Bewertung: 4,9/5 - 6517 Bewertungen.
16. Oktober 2020 Nils Warkentin Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

Weiter zur Startseite