Leben mit wenig Geld: 10 + 4 unglaubliche Spartipps

Während einige mit ihrem Bling-Bling nur so herumprotzen, kommt das für andere nicht infrage. Ein Leben mit wenig Geld kann aus der Not heraus geboren sein. Studenten kennen das nur zu gut und müssen oft mit wenig Geld haushalten. Aber immer mehr Menschen entscheiden sich auch bewusst für ein Leben mit wenig Geld. Denn die Rückbesinnung auf die wirklich wichtigen Dinge hat viele Vorteile. Und mit den richtigen Tipps ist es auch gar nicht so schwer. Was Sie zu dem neuen Trend wissen müssen und 14 geniale Spartipps für Ihr Leben mit wenig Geld…

Leben mit wenig Geld: 10 + 4 unglaubliche Spartipps

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Reicher leben mit weniger Geld

Zunehmend mehr Menschen, junge wie alte, beschäftigen sich mit der Frage, wie ein Leben mit wenig Geld möglich ist. Dahinter steckt oft eine konsumkritische Haltung. Ein Leben mit wenig Geld im Alter mag im ersten Moment nicht verlockend klingen. Tatsächlich muss aber nicht zwangsläufig Altersarmut dahinter stecken, sondern eine bewusste Entscheidung. Die westlichen Industrienationen haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zu regelrechten Wegwerfgesellschaften entwickelt.

Und das hat Auswirkungen auf viele Bereiche: Anstieg des Plastikmülls, Auslagerung von Industriezweigen ins billiger produzierende Ausland, eine kürzere Halbwertszeit von Kleidung, Möbeln und diversen Konsumgütern. Aber braucht es das immer? Oft hängt das eigene Konsumverhalten mit der Arbeit zusammen: Je mehr wir verdienen, desto mehr leisten wir uns. Werbung und Vorbilder gaukeln uns zusätzlich vor, was wir unbedingt kaufen müssen. Nicht selten landen Menschen dann in der Schuldenfalle. Und der Blick für die wirklich wichtigen Dinge ist verstellt. Wirklicher Reichtum macht sich nicht an Besitz fest – jedenfalls nicht, solange die Grundbedürfnisse gedeckt sind.

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Wie kann man mit wenig Geld gut leben? 14 Tipps

Sie wollen weniger Geld ausgeben? Dann zeigen wir Ihnen, wie Sie mit diesen 14 Tipps ein Leben mit wenig Geld führen können:

Verschaffen Sie sich einen Überblick

Erschreckend wenige Menschen haben keinen oder nur einen groben Überblick über ihre monatlichen Ausgaben. Aber Sie können nicht bewusst sparsam leben, wenn Sie keine Ahnung haben, was Sie überhaupt ausgeben. Deshalb steht an erster Stelle der Überblick über die Fixkosten. Den größten Batzen nimmt für gewöhnlich die Miete ein, aber auch andere laufende Kosten wie diverse Abonnements sollten nicht unterschätzt werden. Listen Sie alles auf.

Überprüfen Sie die Ausgaben

Im nächsten Schritt geht es darum zu überprüfen, welche der laufenden Kosten Sie reduzieren oder sogar einstellen können:

Versicherungen
Manche Menschen sind bis unters Dach versichert. Darunter sind möglicherweise auch solche Versicherungen, die gar keinen Sinn mehr ergeben oder deutlich günstiger woanders erhältlich sind. Unbestritten wichtig ist eine Haftpflichtversicherung.

Miete
Sparen ist auch bei der Miete möglich: Günstig wird es, wenn Sie mit Ihrem Partner zusammenziehen oder in einer Wohngemeinschaft leben. Zudem ist eine Wohnung im ländlichen Bereich oft günstiger als in der Großstadt. Selbst wenn Sie dafür pendeln müssen, kann es sich durch den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel lohnen.

Transport
In öffentlichen Verkehrsmitteln steckt zusätzliches Sparpotenzial, wenn Sie sich eine Monatskarte beschaffen. Öfters mal das Rad statt des Autos nehmen oder zu Fuß zu laufen, ist außerdem der körperlichen Fitness zuträglich. Gibt die Verkehrsanbindung beziehungsweise der Weg zur Arbeit nichts davon her, sind Fahrgemeinschaften ein guter Weg, ökologisch und ökonomisch zu handeln.

Verträge
Stromanbieter, Internetdienst, Streamingdienste wie Spotify oder Netflix, Handyverträge: Stellen Sie alles auf den Prüfstand: Echte Sparkünstler greifen sogar selbst zum Instrument und musizieren.

Passen Sie Ihr Mindset an

Ihnen sind diese ganzen Einsparungen nicht ganz geheuer? Ein Leben mit wenig Geld erfordert Veränderungen. Sei es, dass Sie Schulden abbauen müssen (oder vermeiden wollen), sei es, dass Sie Ihr Konsumverhalten ändern wollen. In jedem Fall müssen Sie sich von Dingen und Überzeugungen trennen – beispielsweise dem Glauben, dass es ständig das neuste Smartphone sein müsste.

Kochen Sie frisch

Bei einem Singlehaushalt mag es nicht so ins Auge stechen. Aber spätestens, wer für mehrere Personen kocht, wird feststellen: Gemessen an der Menge sind Fast Food und Fertiggerichte richtig teuer. Frisch zu kochen ist deutlich günstiger und gleichzeitig gesünder. Idealerweise kochen Sie so, dass Sie Reste vom Vortag am nächsten Tag verbrauchen, einfrieren oder erst gar keine anfallen.

Trinken Sie Leitungswasser

Viele Menschen trinken Wasser aus PET-Flaschen. Das Wasser aus Plastikflaschen ist nicht nur ungesünder, da oft Weichmacher ans Wasser abgegeben werden. Es ist mit Schlepperei und Kosten verbunden. Sofern Ihr Haus nicht gerade alte Bleirohre aus der Vorkriegszeit hat, können Sie sich beides sparen, wenn Sie Leitungswasser trinken.

Sparen Sie Ihr Geld

Leben mit wenig Geld muss nicht heißen, dass Sie keins haben – Sie geben es nur nicht unmittelbar aus. Stattdessen investieren Sie klug. Sei es, dass Sie Geld in eine Altersvorsorge anlegen, für größere Anschaffungen (Waschmaschine, Kühlschrank) beiseite legen oder für eine Weiterbildung sparen.

Gehen Sie in die Natur

Viele Freizeitvergnügungen dienen der Regeneration und sind gleichzeitig kostenlos. Das kann der Baggersee im Sommer sein, der Ausflug zur nahegelegenen Burgruine oder der Waldspaziergang.

Erledigen Sie Wocheneinkäufe

Am besten planen Sie Ihre Einkäufe für die Woche im Voraus. Der Blick in Kühl- und Vorratsschrank hilft dabei festzustellen, was Sie unbedingt brauchen. Arbeiten Sie mit einer Einkaufsliste. Der wöchentlich einmalige Einkauf unterbindet Spontankäufe, bei denen für (meist sinnlose) Dinge Geld ausgegeben wird, das Sie sparen könnten.

Achten Sie auf Qualität

Qualität zahlt sich langfristig aus. Ein hochwertiges T-Shirt mag zunächst teurer sein, dafür hält es länger als ein 5-Euro-Shirt einer Billigkette. Kaufen Sie lieber weniger, dafür aber hochwertiger.

Zeigen Sie Disziplin

Wer ein Leben mit wenig Geld führen möchte, braucht Disziplin. Werbung, Prominente und selbst Freunde und Kollegen suggerieren durch ihr Konsumverhalten (teils unbeabsichtigt), dass bestimmte Produkte absolut notwendig seien. Wir sind ständigen Verlockungen ausgesetzt, eine ganze Wirtschaftsbranche lebt davon, uns Dinge schmackhaft zu machen. Diesen nicht nachzugehen, ist fast der wichtigste Tipp für ein Leben mit wenig Geld.

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Bewusst sparsam leben: Frugalisten & Minimalisten

Man kann auch mit wenig Geld gut leben. Verschiedene Bewegungen zelebrieren das geradezu, zahlreiche Foren und Blogs beschäftigen sich mit dem Thema, geben Anregungen und Tipps. Frugalismus ist beispielsweise eine Bewegung, die aus der Überlegung entstanden ist, ein erfülltes Leben in jungen Jahren führen zu können, statt zu arbeiten. Warum alles auf die Zeit im Ruhestand verschieben – den Spaß, die Zeit für Freunde und Hobbys? Frugalisten legen schon in jungen Jahren Geld beiseite und wollen bewusst sparsam leben, um früher in Rente gehen zu können.

Überschneidungen gibt es mit einem anderen Trend, dem Minimalismus. Minimalisten sind das Gegenteil von Messies. Statt alles zu horten oder überhaupt erst anzuschaffen, wird verschenkt, weggeschmissen und überlegt, ob die Investition notwendig ist. Hier steht der bewusste Konsumverzicht im Vordergrund, während er unter Frugalisten eher ein Nebeneffekt ist. Anhänger beider Überzeugungen demonstrieren jedoch, dass ein Leben mit wenig Geld mühelos möglich ist.

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[Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]
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6. November 2020 Anja Rassek Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der WWU in Münster. Sie arbeitete beim Bürgerfunk und einem Verlag. Hier widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.


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