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Karriere-Sackgasse: 6 Warnzeichen + 3 Tipps, was tun?

In die Karriere-Sackgasse gerät man schneller, als einem lieb ist. Anfangs läuft alles noch gut und rund. Dann aber herrscht plötzlich Stillstand. Weiterentwicklung? Fehlanzeige. Erfolg bedarf allerdings der langfristigen Planung. Dafür müssen Sie erkennen, wann er in Gefahr ist. Es gibt einige veritable Warnzeichen, an denen Sie merken, dass Sie sich festgefahren haben. Neben diesen untrüglichen Indizien geben wir Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie aus der Sackgasse wieder herausfinden…



Karriere-Sackgasse: 6 Warnzeichen + 3 Tipps, was tun?

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Was ist eine Karriere-Sackgasse?

Der Begriff „Karriere-Sackgasse“ beschreibt eine stagnierende berufliche Entwicklung. Betroffene stoßen an eine gläserne Decke, die Karriere stockt. Auf kurze wie lange Sicht gibt es keine Beförderung, Veränderung der Position oder Aufgaben. Jeder Vorstoß in diese Richtung wird vom Chef abgeblockt oder scheitert an fehlenden Möglichkeiten.

Eine Karriere-Sackgasse führt auf Dauer zu großer Frustration bei den Betroffenen. Oft sind es gerade die Fleißigen, die Engagierten und Leistungsträger, die hier landen. Ihre Spitzenleistungen manövrieren sie dabei in eine gefährliche Falle und in die Karriere-Sackgasse.

Was sind die Gründe für die Karriere-Sackgasse?

Ganz oft sind es dieselben zwei Gründe, die Menschen in die Karriere-Sackgasse steuern:

  1. Ersatzlosigkeit

    Zwar ist jeder Mitarbeiter ersetzbar, aber nicht alle gleich gut oder schnell. Leistungsträger bilden für Chefs aber ein zentrales Rückgrat der Abteilung und liefern ebenso zuverlässig wie regelmäßig gute Ergebnisse. Also lässt man sie nicht gehen: „Never change a winning team“, heißt es. Gut für das Team – schlecht für die Betroffenen. Ihre Unentbehrlichkeit wird zum Fluch und zur Karriere-Sackgasse.

  2. Konkurrenzdenken

    Der zweite Grund hängt mit der Hierarchie zusammen: Solange es Top-Talente gibt, die im Schatten des Chefs bleiben und ihm wichtige Arbeit abnehmen, kann dieser glänzen. Gleichzeitig wollen manche Vorgesetzte nicht von ihren Zöglingen überholt oder gar ersetzt werden. Am Ende wird aus dem einstigen Weggefährten ein Konkurrent! Und weil Chefs das Potenzial ihrer Leistungsträger kennen und einschätzen können, verhindern sie deren Aufstieg.

Karrieresackgasse Karriere-Sackgasse Leistungsträger Beispiel Grafik

Das Dilemma der Karriere-Sackgasse ereilt vor allem Mittelmanager, Team- und Projektleiter: Obwohl sie alles richtig machen, geht es nicht weiter voran.

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6 Warnzeichen, dass Sie in einer Karriere-Sackgasse stecken

An den folgenden Warnzeichen und Indizien können Sie erkennen, dass Sie entweder schon tief in der Karriere-Sackgasse stecken oder auf dem besten Weg dorthin sind:

1. Der Job macht keinen Spaß mehr

Jeder hat mal einen schlechten Tag. Wird das Gefühl aber chronisch, steuern Sie damit garantiert in die Sackgasse. Ohne Motivation und langfristige Ziele, unternehmen Sie auch keine großen Karriereschritte mehr. Dazu fehlt jede Ambition.

TIPP: Versuchen Sie den Job und die aktuellen Aufgaben aktiv zu verändern. Setzen Sie sich neue Ziele – zunächst intern – und finden Sie einen Weg zur Entwicklung (siehe: Job-Crafting).

2. Die Aufgaben verändern sich nicht mehr

Seit Monaten oder Jahren hat sich Ihr Aufgabengebiet nicht mehr verändert? Dann fragen Sie sich bitte, warum?! Liegt das an Ihrem (fehlenden) Engagement oder am Chef und Unternehmen? Aufgaben und Verantwortung sollten sich alle 2-3 Jahre verändern. Andernfalls stecken Sie vermutlich schon in der Karriere-Sackgasse.

TIPP: Zeigen Sie wieder mehr Eigeninitiative und initiieren Sie neue eigene Projekte und bringen Sie so mehr Abwechslung in den Job.

3. Sie sind permanent unterfordert

Gehen Ihnen die Aufgaben leicht von der Hand, ist das prinzipiell ein gutes Zeichen und bequem. Permanente Unterforderung aber bedeutet auch, dass Sie Ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Nur wer sich neuen Herausforderungen stellt, bleibt im Flow und entwickelt sich weiter.

TIPP: Suchen Sie das Gespräch mit dem Chef fragen Sie, ob Sie zusätzliche Aufgaben übernehmen können. Gibt es hierfür keinerlei Perspektive, kann ein Jobwechsel eine Alternative sein.

4. Beförderungen gehen an Kollegen

Auch bei langjähriger Betriebszugehörigkeit wird einem der Aufstieg nicht geschenkt. Wer aber das Gefühl hat, trotz steigender Qualifikationen und Leistungen jedes Mal übergangen zu werden, sitzt vermutlich schon in einer Karriere-Sackgasse.

TIPP: Suchen Sie auch hier das 4-Augen-Gespräch und fragen Sie nach dem Grund. Eventuell müssen Sich auch Ihr Selbstmarketing verbessern und dafür sorgen, dass Ihre Leistungen sichtbarer werden.

5. Das Unternehmen steckt in einer Krise

Loyalität zu seinem Arbeitgeber ist nobel, aber oft einseitig. Geht es dem Arbeitgeber schlecht, friert der oft alle Entwicklungsangebote ein oder es kommt gar zum Personalabbau. Dann kämpfen alle irgendwie nur noch um das Überleben…

TIPP: Krisen können in eine Job-Sackgasse führen. Vergessen Sie aber nicht, dass es am Ende um IHRE Karriere und berufliche Entwicklung geht. Sie verkaufen in erster Linie Arbeitskraft und intellektuelle Leistungen – nicht Ihre Seele.

6. Der Job passt nicht mehr

Unternehmen entwickeln sich genauso wie Persönlichkeiten. Und manchmal passen beide nicht mehr zusammen. Wenn Sie feststellen: „Das ist nicht mehr mein Traumjob!“, dann sollten Sie sich damit nicht arrangieren und die nächsten 10, 20, 30 Jahre irgendwie bis zur Rente schaffen… Was für eine traurige Perspektive!

TIPP: Werden Sie aktiv und springen Sie über die aktuelle Karrierekante – auch wenn Sie vielleicht Angst vor der Veränderung haben. Manchmal ist diese nötig, um wieder glücklich zu werden.

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In der Karriere-Sackgasse: Was tun?

Zwischen den Warnzeichen gab es schon einige Impulse und Tipps, was Sie tun können, wenn Sie aktuell in einer Karriere-Sackgasse stecken. Dienst nach Vorschrift zu schieben oder Quiet Quitting sind jedenfalls keine Alternativen! Die machen Aufstiegschancen eher unwahrscheinlicher.

Dafür haben sich die folgenden Wege aus der Karriere-Sackgasse schon oft bewährt:

Abteilungswechsel

Aktivieren Sie Ihre Kontakte im Unternehmen und erweitern Sie Ihr Netzwerk, um interne Jobchancen und Wechseloptionen auszuloten. Das darf natürlich nicht nach Illoyalität riechen, Diskretion ist daher oberste Pflicht. Aber das Ziel ist, intern sichtbarer zu werden und sich relevanten Entscheidern in anderen Abteilungen zu empfehlen.

Profilierung

Langfristig sollten Sie Ihr Profil als Fachkraft schärfen. Vor allem öffentlich – zum Beispiel auf Linkedin oder Xing. Die verbesserte Außendarstellung und Profilierung sollte Teil Ihrer Veränderungen und der passiven Jobsuche sein. Damit steigern Sie die Chance, dass Sie von externen Personalern oder Headhuntern angesprochen werden.

Jobwechsel

Geht intern partout nicht, bleibt oft nur Jobwechsel, um aus der Karriere-Sackgasse herauszukommen. Bereiten Sie diesen schon jetzt vor – noch ohne Druck. Sehen Sie sich in Online-Jobbörsen nach alternativen Jobangeboten um und vermeiden Sie typische Jobwechsel-Fehler. Ein Karrierestillstand kann der Kick sein, den Sie brauchen, um sich selber weiterzuentwickeln…


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[Bildnachweis: FGC by Shutterstock.com]

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