Aufstiegschancen: 7 Tipps, wie Sie diese erhöhen

Sie wollen erfolgreich sein, hoch hinaus, haben große Ziele und Ambitionen – dann müssen Sie an Ihren Aufstiegschancen arbeiten. Machen Sie nicht den Fehler, nur auf Beförderung, mehr Verantwortung und Gehaltserhöhung zu warten. Sie müssen selbst aktiv werden, um Ihre Karriere zu gestalten und die Aufstiegschancen zu verbessern. Wer nichts tut, tritt auf der Stelle. Gute Leistungen allein reichen nicht aus. Diese werden von jedem Mitarbeiter erwartet und qualifizieren nicht automatisch für höhere Positionen. Hier erfahren Sie, wovon Ihre Aufstiegschancen im Job abhängen und was Sie tun können, um diese zu erhöhen…

Aufstiegschancen: 7 Tipps, wie Sie diese erhöhen

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Aufstiegschancen kommen nicht von allein

Zunächst räumen wir mit einem verbreiteten Irrtum auf: Aufstiegschancen kommen nicht von alleine. Oder zumindest nur in Ausnahmefällen. Beruflicher Erfolg, verbunden mit einem Aufstieg im Unternehmen, ist kein Selbstläufer. Betriebszugehörigkeit allein bringt Sie auf der Karriereleiter nicht nach oben.

Viele Arbeitnehmer machen den Fehler, sich genau darauf zu verlassen. Sätze und Gedanken wie „Ich bin bereits seit sechs Jahren im Team, bei der nächsten Beförderung bin ich dran…“ sind keine Seltenheit. Seniorität hat Vorteile, für den beruflichen Aufstieg müssen Sie jedoch mehr tun. Sie selbst sind dafür verantwortlich, wie groß Ihre Aufstiegschancen sind.

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Wovon hängen Ihre Aufstiegschancen ab?

Verschiedene Faktoren beeinflussen, wie groß Ihre Aufstiegschancen bei Ihrem Arbeitgeber sind. Kontinuierlich gute Leistungen sind dabei eine erste Grundvoraussetzung. Sie bilden die Basis, auf der Sie Ihr Bestreben nach einem Aufstieg aufbauen können. Neben diesem Fundament kommt es vor allem auf die folgenden Punkte an:

Erfahrung

Gemeint ist nicht die oben angesprochene Betriebszugehörigkeit, sondern allgemein Erfahrung im Job und im Unternehmen. Ihre Aufstiegschancen sind besonders gut, wenn Sie Ihre Aufgaben und den Bereich bis ins Detail kennen – und ein ebenso umfangreiches Verständnis für die Abläufe und Zusammenhänge über Ihren Arbeitsplatz hinaus haben. Ein neuer Mitarbeiter muss diese Erfahrungen erst sammeln. Allerdings können fehlende Erfahrungen durch andere Aspekte ausgeglichen und sogar überschattet werden.

Qualifikation

Für den Aufstieg brauchen Sie zusätzliche Qualifikationen. Ihr Aufgabenbereich und Ihre Verantwortungen ändern sich und wachsen. Sie müssen nicht nur die Fähigkeiten mitbringen, die Sie für Ihren aktuellen Job brauchen, sondern die notwendigen Kompetenzen für die angestrebte Position mitbringen. Diese umfassen oftmals Führungsqualitäten, wenn der Aufstieg Personalverantwortung beinhaltet. Ebenso können erweiterte und spezifischere fachliche Kompetenzen erforderlich sein. Im direkten Vergleich mehrerer potenzieller Kandidaten hat derjenige mit den passenderen Qualifikationen die besseren Aufstiegschancen.

Unternehmenskultur

Wollen Sie wissen, wie gut Ihre Aufstiegschancen sind, müssen Sie auch die Unternehmenskultur und die vorhandene Struktur berücksichtigen. Leider bietet längst nicht jeder Arbeitgeber seinen Mitarbeitern die Möglichkeit zum Aufstieg. Werden Fach- und Führungskräfte hingegen intern gefördert, haben Sie als Mitarbeiter gute Karten, um sich für eine höhere Position zu qualifizieren. Oft braucht es einige Zeit der Zusammenarbeit, um beurteilen zu können, wie Arbeitgeber bei vorgehen, ob Sie überhaupt Chancen auf eine höhere Position haben oder ob Sie für den Aufstieg das Unternehmen wechseln müssen.

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Tipps für bessere Aufstiegschancen

Warten Sie nicht nur darauf, dass der Chef Ihnen eine Beförderung oder mehr Gehalt anbietet. Aufstieg kommt durch Aktivität. Verwechseln Sie die Geduld, die Sie brauchen, nicht mit Untätigkeit. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Aufstiegschancen zu erhöhen:

  • Übernehmen Sie weitere Aufgaben
    Routine und Durchschnitt reichen nicht aus. Wer mehr erreichen will, muss mehr leisten. Kümmern Sie sich um zusätzliche Aufgaben, helfen Sie den Kollegen, übernehmen Sie die Verantwortung für Projekte. Kurz: Zeigen Sie, dass Sie engagiert und motiviert sind, um positiv aufzufallen. Wenn es um eine höhere Position geht, sollte der Chef sofort an Sie denken.
  • Sorgen Sie für Sichtbarkeit
    Verbunden mit dem ersten Tipp gilt: Machen Sie Ihre Leistungen sichtbar. Nur wenn Ihr Chef weiß, welchen Mehrwert Sie bringen und welche Erfolge Sie erzielen, profitieren Ihre Aufstiegschancen. Sie sollten aber nicht prahlen oder angeben. Nutzen Sie beispielsweise Meetings, um über den aktuellen Stand Ihrer Projekte zu informieren oder leiten Sie dem Chef die Antwort eines zufriedenen Kunden weiter, der bereits weitere Zusammenarbeit ankündigt. Selbstmarketing ist ein Erfolgsschlüssel.
  • Machen Sie Weiterbildungen
    Im ersten Schritt identifizieren Sie die Qualifikationen, die Sie für eine höhere Position brauchen. Nun können Sie gezielt Weiterbildungen machen und Ihr Profil schärfen. Sie entwickeln sich zielstrebig zur internen Bestbesetzung – das steigert die Aufstiegschancen enorm. Teilweise übernehmen Arbeitgeber die Kosten solcher Weiterbildungen als Investition in eigene Mitarbeiter – noch größeren Willen zeigen Sie, wenn Sie sich selbst um die zusätzlichen Qualifikationen kümmern, für die Kosten aufkommen und dies außerhalb der Arbeitszeit tun.
  • Führen Sie Zielgespräche
    Nutzen Sie direkte Kommunikation mit dem Vorgesetzten, um Ihre Aufstiegschancen zu verbessern. Zielgespräche sind eine gute Möglichkeit. Vereinbaren Sie, welche Ziele, Erfolge und Entwicklungen Sie in einem Zeitraum erreichen wollen. Sprechen Sie dabei offen an, dass Sie aufsteigen wollen und eine höhere Position anstreben. Ihr Chef kann Ihnen Informationen zu Chancen, einem möglichen Zeitrahmen und Anforderungen geben. Zudem können Sie im Gespräch zeigen, dass Sie sich bereits auf den angestrebten Job vorbereiten und Ihre berufliche Entwicklung darauf ausrichten.
  • Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand
    Was geht gerade in Ihrer Branche vor? Welche Veränderungen, Entwicklungen und Anpassungen stehen an? In welcher Situation befindet sich Ihr Unternehmen? Bleiben Sie informiert und zeigen Sie, dass Sie sich nicht nur für Ihre direkten Aufgaben im Arbeitsalltag, sondern das Gesamtbild interessieren. Wenn Sie aufsteigen wollen, gewinnt dies an Bedeutung. Besuchen Sie Fachmessen, lesen Sie Branchenzeitschriften und suchen Sie den Austausch mit anderen Personen in Ihrem Bereich.
  • Bauen Sie ein Netzwerk auf
    Vitamin B wie Beziehungen und ein gutes berufliches Netzwerk verbessert Ihre Aufstiegschancen. Ein guter Draht zum Chef, zu anderen Personalverantwortlichen oder in die Führungsebene sind keine Garantie, dass Sie befördert werden – aber doch ein Vorteil gegenüber den Kollegen, denen solche Kontakte fehlen.
  • Erwägen Sie einen Wechsel
    Idealerweise wollen Sie beim aktuellen Arbeitgeber Karriere machen. Ein Wechsel zu einem anderen Unternehmen kann jedoch ein sinnvoller Schritt sein, um Ihre Aufstiegschancen zu steigern. Stellen Sie sich die Frage: Wo kann ich mein berufliches Ziel erreichen? Bietet Ihr jetziger Job nicht die Chance zu dem Aufstieg, den Sie anstreben, passt ein anderer Arbeitgeber besser zu Ihnen.

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[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]
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29. September 2020 Nils Warkentin Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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