Fehlentscheidungen: So gehen Sie richtig damit um

Bei den vielen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, lassen sich Fehlentscheidungen leider nicht immer verhindern. Manchmal setzen wir auf das falsche Los, liegen gründlich daneben und treffen einfach eine falsche Wahl. Aber wie gehen Sie damit um? Ärgern Sie sich für eine lange Zeit und bereuen die Fehlentscheidung? Oder machen Sie das Beste aus der Situation? Zugegeben ist der zweite Weg schwieriger, aber hat viele Vorteile. Wir zeigen, wie Sie mit Fehlentscheidungen umgehen sollten…

Fehlentscheidungen: So gehen Sie richtig damit um

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Was macht Fehlentscheidungen aus?

Wann haben Sie das letzte Mal gedacht: Da habe ich aber wirklich komplett falsch entschieden? Vielleicht war es bei einem Job, Studiengang oder Ausbildung, einer Anschaffung oder der Auswahl der letzten Wohnung. Können Sie aber auch erklären, warum es sich dabei möglicherweise um Fehlentscheidungen gehandelt hat?

Es gibt verschiedene Gründe, warum sich eine Wahl als Fehlentscheidung herausstellt:

  • Ziele werden nicht erreicht
    Wenn Sie sich entscheiden, stehen dahinter bestimmte Ziele oder Wünsche. Sie haben eine klare Absicht, warum Sie sich für das eine und gegen das andere entscheiden. Werden diese Ziele im Nachhinein nicht erreicht, ist es ein Zeichen für Fehlentscheidungen. Mit einem neuen Job wollen Sie beispielsweise mehr Flexibilität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen. Klappt das nicht, haben Sie sich für den falschen Posten entschieden.
  • Alternativen wären besser gewesen
    Im Vorfeld können Sie es nicht wissen, doch später kann sich zeigen, dass die Alternative die deutlich bessere Entscheidung gewesen wäre. Sie wählen zwischen zwei Gebrauchtwagen – und müssen mit dem gekauften Modell nach einem Monat schon in die Werkstatt. Sie investieren in eine Aktie, deren Kurs plötzlich fällt, während eine andere große Rendite abwirft. Das ist nicht Ihre Schuld, deutet aber dennoch auf Fehlentscheidungen hin.
  • Unzufriedenheit stellt sich ein
    Manchmal gibt es keine objektiven Fakten oder nachprüfbare Entwicklungen, die eine Fehlentscheidung ausmachen. Es ist vielmehr ein Bauchgefühl. Sie sind unzufrieden mit Ihrer Entscheidung und ärgern sich, keine andere getroffen zu haben. Das kann auch passieren, wenn sich Ihre Prioritäten oder Ansichten kurzerhand geändert haben.

Gründe: Wie kommt es zu Fehlentscheidungen?

Fehlentscheidungen passieren und lassen sich – leider – nicht immer verhindern. Selbst mit größter Anstrengung können Sie mit einer Entscheidung daneben liegen. Aber welche Ursachen sind verantwortlich für die meisten Fehlentscheidungen? Diese:

  • Fehlende oder falsche Informationen
    Gründliche Recherche ist wichtig, doch haben Sie nie alle Informationen und einen vollständigen Überblick. Es bleiben immer Faktoren, die Sie nicht kennen oder nicht richtig einordnen können. Zudem können sich Informationen als falsch herausstellen, wenn Sie einer unseriösen Quelle vertrauen oder diese von jemandem erhalten, der es selbst nicht wirklich weiß.
  • Unklare Prioritäten
    Wer nicht weiß, was er selbst eigentlich will, wird zwangsläufig häufiger Fehlentscheidungen treffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie unglücklich mit Ihrer Wahl werden, ist deutlich größer. Wenn Sie nicht sicher sind, zweifeln Sie an jeder Entscheidung – egal ob Sie A oder B gewählt haben.
  • Keine Kompromisse
    Ja oder Nein, links oder rechts, schwarz oder weiß – nur in Extremen zu denken führt zu Fehlentscheidungen. Die für Sie richtige Wahl liegt oft genau in der Mitte. Fehlt die nötige Kompromissbereitschaft, können Sie nur zwischen den Extremen entscheiden und liegen häufiger daneben.
  • Vorschnelle Entscheidungen
    Noch einmal in sich gehen, eine Nacht drüber schlafen, die Optionen abwägen oder genauer überlegen? Das kann sehr sinnvoll sein und vor Fehlentscheidungen schützen. Leider wird oft vorschnell entschieden, statt sich selbst die nötige Zeit zu geben.
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Fehlentscheidungen: 5 Tipps, wie Sie damit umgehen

Fehlentscheidungen sind ärgerlich und können schmerzlich sein. Eine verpasste Chance, vergeudete Zeit oder verschwendetes Geld sind kein Grund zur Freude. Schämen müssen Sie sich jedoch nicht, denn jedem passieren Fehlentscheidungen. Auch sollten Sie dem Ärger nicht zu lange nachhängen. Das steigert nur den Frust und bringt Sie keinen Schritt weiter.

Besser ist ein richtiger Umgang mit Fehlentscheidungen. Mit diesen Tipps können Sie das beste aus der Situation machen:

  • Übernehmen Sie die Verantwortung
    „Da konnte ich nichts für“, „Die Umstände haben mich gezwungen“ oder „Was hätte ich auch sonst tun sollen?“ Versuchen Sie nicht, sich aus der Verantwortung für Fehlentscheidungen zu ziehen. Stehen Sie dazu, dass Sie die Lage nicht richtig eingeschätzt oder sich für die falsche Alternative entschieden haben. Das ist kein Weltuntergang, sondern zeugt von wahrer Größe.
  • Verstehen Sie Fehlentscheidung
    Fragen Sie sich: Wie konnte es zu der Fehlentscheidung kommen? Waren Sie schlecht informiert, haben Sie sich in einen Weg drängen lassen, den Sie gar nicht einschlagen wollten oder hat sich Ihre Meinung im Nachhinein geändert, weshalb die Wahl sich für Sie als falsch herausgestellt hat? Sie sollten möglichst genau analysieren und verstehen, an welcher Stelle die Ursache für Fehlentscheidungen liegt.
  • Lernen Sie daraus
    Je besser Sie die Umstände verstehen, desto mehr können Sie für die Zukunft daraus lernen. Das Ziel dabei: Sie wollen es bei der nächsten Entscheidung besser wissen und vergangene Fehler nicht noch einmal wiederholen. Sehen Sie es also optimistisch: Fehlentscheidungen führen langfristig zu besseren Entscheidungen.
  • Ändern Sie Ihre Fehlentscheidung
    Es mag sich manchmal so anfühlen, doch nahezu keine Entscheidung ist endgültig. Bedeutet für Sie: Verharren Sie nicht in einer Fehlentscheidung, sondern ändern Sie etwas daran. Prüfen Sie, welche Schritte nötig sind, um die Wahl rückgängig zu machen und neu zu entscheiden. Bei einem Kauf kann das ein Umtausch sein – in einem Job können Sie die Probezeit nutzen, um sich doch noch bei einem anderen Arbeitgeber zu bewerben.
  • Haken Sie das Thema ab
    Quälen Sie sich nicht selbst, indem Sie noch für Wochen oder Monate denken „Hätte ich doch bloß…“ Rückgängig wird die Fehlentscheidung dadurch nicht gemacht, ein solch negativer Fokus sorgt nur für anhaltenden Frust. Schließen Sie das Thema ab, lassen Sie es in der Vergangenheit und blicken Sie in die Zukunft.

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[Bildnachweis: FGC by Shutterstock.com]

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