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Unentschlossenheit bekämpfen: Ursachen und Tipps

Sie können sich nicht festlegen, verschieben die endgültige Entscheidung und halten sich lange alle Alternativen offen? Dann leiden Sie unter Unentschlossenheit. Kurzfristig ist das noch kein Problem. Nach einer unentschlossenen Phase kommt die Klarheit und Sie wählen. Leider wird Unentschlossenheit für viele zum Dauerzustand. Sie können sich nicht entscheiden, nutzen Verzögerungstaktiken und warten, bis es zu spät ist. Wir klären die Ursachen und geben Tipps, wie Sie Ihre Unentschlossenheit bekämpfen…



Unentschlossenheit bekämpfen: Ursachen und Tipps

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Was ist Unentschlossenheit?

Unentschlossenheit ist die Unfähigkeit, eine Entscheidung zu treffen und sich auf eine Möglichkeit festzulegen. Betroffene sehen die verfügbaren Optionen, schaffen es aber nicht, eine auszuwählen. Sie stehen an einer Kreuzung, können sich aber nicht für links oder rechts entscheiden. Das Ergebnis ist Untätigkeit.

Als vorübergehender Zustand ist Unentschlossenheit normal. Man muss sich informieren, Alternativen abwägen und die Wahl bedenken. Doch dann sollte Entschlossenheit einsetzen. Ausgeprägte Unentschlossenheit bleibt. Sie wird sogar mit der Zeit noch größer, je mehr Sie über die Optionen nachdenken. Irgendwann sind Sie wie gelähmt und verfallen in einen Entscheidungsstillstand. Es geht nicht vor und nicht zurück.

Beispiele für Unentschlossenheit

  • Nach dem Abitur können Sie sich nicht für einen Studiengang entscheiden.
  • Sie können sich nicht auf einen geeigneten Beruf festlegen.
  • Sie wissen nicht, wohin der nächste Urlaub gehen soll.
  • Sie sind unentschlossen, welches Essen Sie bestellen wollen.
  • Sollen Sie umziehen oder in der Wohnung bleiben?

Die Beispiele zeigen auch: Unentschlossenheit gibt es nicht nur bei den großen und wegweisenden Entscheidungen des Lebens. Selbst bei alltäglichen und scheinbar unwichtigen Dingen kommen Betroffene nicht weiter.

Unentschlossenheit Kreuzworträtsel

Für alle, die begeistert Kreuzworträtsel lösen: Unentschlossenheit ist eine beliebte Frage in den Wortspielen. Je nach Anzahl der Buchstaben sind die gesuchten Lösungen Angst, Scheu, Panik, Zaudern, Zögern, Unsicherheit, Wankelmut, Ratlosigkeit, Zaghaftigkeit, Unschlüssigkeit oder Willenlosigkeit. Dies sind gleichzeitig auch die häufigsten Synonyme zur Unentschlossenheit.
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Folgen von Unentschlossenheit

Unentschlossenheit wird gerne auf die leichte Schulter genommen. Ist doch nicht so schlimm, wenn ich mich nicht direkt festlegen kann… Doch die Konsequenzen sind spürbar und größer, als Sie vielleicht glauben:

  • Keine eigenen Entscheidungen
    Entscheidungen werden immer getroffen – wenn Sie es nicht machen, dann tut es jemand für Sie. Damit geben Sie die Verantwortung aus der Hand und müssen mit den Ergebnissen leben. Dabei steigt das Risiko, dass die Wahl nicht in Ihrem Interesse ist.
  • Verpasste Chancen
    Durch unentschlossenes Handeln werden zahlreiche Chancen verpasst, weil Sie einfach zu spät dran sind. Anmeldefristen laufen ab, Angebote gelten nur für eine bestimmte Dauer und auch Mitmenschen warten nicht ewig darauf, dass Sie sich endlich festlegen. Auch ein Job oder Ausbildungsplatz sind vielleicht längst weg, bis Sie Ihre Unentschlossenheit überwunden haben.
  • Wachsende Zweifel
    Je länger Sie sich nicht entscheiden, desto schwieriger wird die Wahl oftmals. Sie überlegen hin und her, finden immer wieder neue Pro- und Contra-Argumente, ändern Ihre Meinung noch fünf Mal und sind einer endgültigen Entscheidung keinen Schritt näher. Stattdessen wachsen die Zweifel und Sie werden immer unentschlossener.

Das soll nicht heißen, dass Sie jede Entscheidung überstürzen und sofort treffen müssen. Es gibt gute Gründe, zunächst darüber nachzudenken und ein vollständiges Bild über alle Optionen zu haben. Problematisch wird es, wenn Sie jede Wahl aufschieben und sich auch über lange Zeit nichts beschließen können.

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Unentschlossenheit Psychologie: Was sind die Ursachen?

Unentschlossenheit ist eine verbreitete Schwäche. Aber welche Ursachen stehen dahinter – und warum sind einige Menschen unentschlossen, während andere entschlossen mit dem Finger in eine Richtung zeigen und glücklich mit der eigenen Entscheidung sind?

  • Fehlendes Selbstbewusstsein
    Ein geringes Selbstbewusstsein erschwert die Entscheidungsfindung. Betroffene trauen sich nicht zu, die richtige Entscheidung zu treffen oder mit der Wahl umzugehen. Also suchen sie nach Ausreden und drücken sich. Hinzu kommt: Viele Entscheidungen sind schwer. Es braucht Selbstvertrauen und Mut, um Hindernisse zu überwinden. Unentschlossene hoffen, dass sie den Problemen entgehen.
  • Schlechte Erfahrungen
    Hat sich eine Entscheidung in der Vergangenheit als falsch herausgestellt, wächst die Unentschlossenheit in der Zukunft. Die schlechten Erfahrungen sollen nicht wiederholt werden, also sind Betroffene besonders vorsichtig. Sie wählen lieber gar nichts, statt noch einmal daneben zu tippen.
  • Unsichere Konsequenzen
    Jede Entscheidung ist mit einem Risiko verbunden. Sie wissen nie genau, wie die Dinge sich entwickeln und ob alles läuft, wie Sie es sich wünschen. Diese Unsicherheit führt oft in den Stillstand. Aus Angst vor dem, was kommen könnte, wird lieber nichts getan.
  • Wunsch nach Anerkennung
    Die meisten Menschen wollen gemocht, akzeptiert und anerkannt werden. Eine falsche oder gar dumme Entscheidung führt zu negativen Reaktionen des Umfelds. Durch Unentschlossenheit schützen Betroffene sich vor möglichen Peinlichkeiten oder Abwertungen durch andere.

Auch die konkrete Situation kann Ursache der Unentschlossenheit sein. Bei emotionalen Entscheidungen fällt die Wahl oft leichter. Man traut dem eigenen Bauchgefühl. Je rationaler die Wahl wird, desto größer die Unentschlossenheit. Wir wollen alles bedenken, jeden Aspekt verstehen, das kleinste Detail beachten und jede Möglichkeit abwägen. Das macht es nahezu unmöglich, zu einem Ergebnis zu kommen – also treten wir auf der Stelle.

Unentschlossenheit: Zitate und Sprüche

Die Unentschlossenheit der Menschen hat schon so manche Persönlichkeit zu Sprüchen und Zitaten inspiriert. Hier ist eine Auswahl der schönsten und aussagekräftigsten Formulierungen:

  • „Das Schlimmste in allen Dingen ist die Unentschlossenheit.“ (Napoleon Bonaparte)
  • „Unentschlossenheit ist für die Seele, was die Folter für den Körper ist.“ (Nicolas Chamfort)
  • „Entschlossenheit im Unglück ist immer der halbe Weg zur Rettung.“ (Johann Heinrich Pestalozzi)
  • „Während die Weisen grübeln, erobern die Dummen die Festung.“ (Serbisches Sprichwort)
  • „Unentschlossenheit scheint mir wenigstens der gewöhnlichste und auffallendste der Fehler unserer Natur zu sein.“ (Michel de Montaigne)
  • „Wer schnell entschlossen ist, der strauchelt leicht.“ (Sophokles)
  • „Wer lange bedenkt, der wählt nicht immer das Beste.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Es ist nichts erbärmlicher in der Welt als ein unentschlossener Mensch, der zwischen zweien Empfindungen schwebt, gern beide vereinigen möchte und nicht begreift, dass nichts sie vereinigen kann als eben der Zweifel, die Unruhe, die ihn peinigen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)


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Unentschlossenheit überwinden: 5 Tipps

Sie leiden unter anhaltender Unentschlossenheit? Dann sollten Sie daran arbeiten! Ansonsten drohen endlose Entscheidungsunfähigkeit und damit Stillstand. Diese fünf Tipps helfen Unentschlossenen:

  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl

    Wenn der Kopf nicht weiter weiß, sollten Sie auf Ihren Bauch hören. In vielen Bereichen ist die Intuition sehr gut und leitet Sie auf den Weg, der zu Ihnen passt. Auf Basis Ihrer Erfahrungen und Ihres Wissens kommen Sie so in kürzester Zeit zu einer Entscheidung. Vorsichtig sollten Sie in völlig neuen Bereichen sein, in die Sie sich hineinwagen. Hier kommt die Intuition an ihre Grenzen.

    Münze werfen - Trick gegen Unentschlossenheit

  • Arbeiten Sie an Ihrem Selbstbewusstsein

    Gute Chancen haben Sie, wenn Sie das Problem gleich an der Wurzel packen und direkt an der Ursache ansetzen. Je größer Ihr Mit einem starken Selbstbewusstsein überwinden Sie Ihre Unentschlossenheit. Sie sind überzeugt, die richtige Entscheidung zu treffen und haben keine Angst vor möglichen Konsequenzen. Festigen Sie den Glauben: Ich kann mit den Folgen meiner Entscheidung umgehen und zu meinem Weg stehen. Das macht Sie auch unabhängiger von den Meinungen anderer – egal, ob diese Ihre Wahl richtig finden.

  • Gehen Sie einen Schritt nach dem anderen

    Bei großen Entscheidungen sind Sie unentschlossen? Dann üben Sie mit kleineren und unwichtigeren Aspekten. Legen Sie sich schnell fest und entwickeln Sie eine Routine darin, Ihr unentschlossenes Verhalten zu überwinden. Steigern Sie die Bedeutung der Entscheidungen Schritt für Schritt. So werden Sie immer bessere darin und kommen echter Entschlossenheit näher.

  • Suchen Sie nicht nach Perfektion

    Die perfekte Entscheidung gibt es fast nie. Keine Wahl hat ausschließlich Vorteile, keine Risiken und passt zu 100 Prozent zu Ihren Vorstellungen. Sie müssen immer Kompromisse eingehen und abwägen, welche Faktoren wichtiger sind. Suchen Sie nach Perfektion, folgt zwingend Unentschlossenheit. Lernen Sie, mit einer guten Entscheidung zufrieden zu sein.

  • Machen Sie einen klaren Entscheidungstermin

    Manchmal können Sie sich mit einem klaren Termin zu einer Entscheidung zwingen. Setzen Sie eine Deadline, bis zu der Sie sich spätestens festlegen müssen. So stoppen Sie das Zögern und weitere Aufschieben. Für mehr Verbindlichkeit sorgen Sie, indem Sie Freunden, Familie oder auch Kollegen davon erzählen. Wenn andere wissen, dass Sie sich zu einem Termin entscheiden wollten, ist es schwieriger, sich rauszureden. Das Umfeld übernimmt eine Kontrollfunktion.


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