Webinare: Tipps und Tools

Webinare schießen aktuell wie Pilze aus dem Boden. Vom Einstieg in die Social Media über „Facebook Geheimnisse“ bis hin zu Veranstaltungen für Fachkräfte reicht die thematische Bandbreite. Was sich in den sozialen Netzwerken und bei vielen Bildungsanbietern erst in den letzten Jahren etabliert hat, ist in größeren Firmen bereits Standard. International oder global operierende Unternehmen führen Webinare regelmäßig – beispielsweise zur Schulung ihrer Mitarbeiter – durch. Worauf Sie für optimale Ergebnisse achten sollten und wie Sie Ihren Kunden mit Webinaren Mehrwert bieten können, zeigen wir heute.

Webinare: Tipps und Tools

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

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Webinare: Tipps und Tools

Erstaunlicherweise nutzen Unternehmen, die regelmäßig auf Video-Konferenzen oder virtuelle Teambesprechungen setzen, Webinare oft wenig effektiv. Sie versuchen, die Erfahrung der Video-Konferenzen auf (interne) Webinare zu übertragen. Das ist jedoch nur in begrenztem Umfang möglich, denn Webinare dienen nicht dem Austausch, sondern primär der Wissensvermittlung und Schulung.

Entsprechend wichtig ist ein schlüssiges inhaltliches und didaktisches Konzept, mit dem die Informationen den Teilnehmern vermittelt werden. Unternehmen sollten dabei auf folgende Punkte achten:

  • Zusammensetzung und Vorkenntnisse der Teilnehmer
  • Zielsetzung und Thema des Webinars
  • Zeitliche Positionierung und Dauer
  • Hoher Praxisbezug der Beispiele und Inhalte
  • Bild- und Tonqualität des Webinars

Der letztgenannte Punkt hat ist zwar nicht didaktisch geprägt, hat jedoch entscheidenden Einfluss auf die Wirkung und Qualität des Webinars. Unternehmen sollten auf jeden Fall in externe Webcams und Mikrofone – als Minimalausstattung – investieren.

Tools für Webinare

Neben der Aufnahmetechnik beeinflusst vor allem das verwendete Tool die Qualität des Webinars. Naheliegende – und kostengünstige – Optionen sind hier beispielsweise Google+-Hangouts und Skype-Gruppen-Konferenzen. Wer sich jedoch auf die Suche nach anderen Lösungen macht, wird von der Masse der Angebote überwältigt sein. Dutzende, wenn nicht gar hunderte Plattformen und Softwarelösungen bieten sich für die Durchführung von Webinaren an.

Im Folgenden stellen wir Ihnen fünf Tools vor, mit denen wir selbst im Unternehmenseinsatz gute Erfahrungen gemacht haben. Die Reihenfolge haben wir alphabetisch gewählt, sie stellt daher keine Wertung dar.

  1. Adobe Connect for Webinar

    Die Softwarelösung aus dem Hause Adobe bietet für Webinare alle nur denkbaren Möglichkeiten und stellt vermutlich eines der umfangreichsten Leistungspakete auf dem Markt dar. Diese Leistung hat jedoch ihren Preis und Webinare können – je nach gewählten Funktionsumfang – schnell drei- oder vierstellige Kosten verursachen.

  2. GoTo Webinar

    Da zahlreiche Firmen GoTo Meeting bereits für ihre virtuellen Besprechungen nutzen, liegt der Schritt zu GoTo Webinar nahe. Der Preis ist mit 75 Euro pro Monat für Unternehmen durchaus zu verschmerzen. Wer kostenpflichtige Seminare durchführen will, muss jedoch zu GoTo Training greifen, das mit 119 Euro pro Monat zu Buche schlägt.

  3. Mikogo

    Hier handelt es sich um eine Screensharing-Software, die sich mit 78 Euro pro Monat ebenfalls im unteren bis mittleren Preissegment bewegt. Die Möglichkeiten für Webinare sind zwar eingeschränkt, dafür ist die Nutzeroberfläche leicht verständlich.

  4. Openmeetings

    Die Open Source Lösung ist kostenlos verfügbar und bietet ein umfangreiches Leistungspaket. Die Bedienung ist jedoch etwas kompliziert und stellt für wenig Technik affine Nutzer eine deutliche Hürde dar. Für den Support im Unternehmenseinsatz können Kosten anfallen.

  5. Team Viewer

    Das Programm dürfte vielen Nutzern vor allem aus dem Bereich der Fernwartung bekannt sein. Dank einer guten Übertragungsqualität und zahlreichen Screensharing-Optionen eignet sich die Lösung auch für Seminare. Die Unternehmenslizenz schlägt aktuell mit einmalig 1.990 Euro zu Buche.

Für den produktiven Einsatz eines Webinar-Tools ist – unabhängig vom gewählten Produkt – vor allem die Einführung entscheidend. Eine gründliche Schulung der Mitarbeiter hilft, Einstiegshürden zu reduzieren und die Bedenken der Mitarbeiter zu zerstreuen.

Webinare für Kunden

Der Nutzen von Webinaren für Kunden erschließt sich manchen Unternehmen noch nicht. Doch kostenlose Webinare können Kunden den Zugang zu Produkten und Dienstleistungen erleichtern und dabei helfen, offene Fragen zu klären.

In kostenpflichten Webinaren können Dienstleister ihren Kunden ortsunabhängig hochwertige Informationen und Fachwissen bereitstellen und so beim Aufbau der Kompetenz im Unternehmen beitragen. Auch die Übergabe eines vom Dienstleister angestoßenen Projektes kann in – im Projektpreis bereits enthaltenen – Webinaren vorbereitet und begleitet werden.

Entscheidend ist auch hier, dass Unternehmen den Kenntnisstand ihrer Kunden berücksichtigen und sowohl ihre Inhalte als auch das didaktische Konzept daran anpassen. Zudem sollte der Einsatz der Webinar-Software für die Kunden keine Hürde darstellen und entsprechend vorbereitet werden.

Zum Abschluss noch ein Hinweis: So vielseitig die Möglichkeiten von Webinaren auch sind, sollten Sie immer prüfen, ob ein persönlich durchgeführter Workshop eine Alternative darstellt. Der persönliche Kontakt ist jeder virtuellen Zusammenarbeit überlegen. Webinare sollten Workshops und persönliche Schulungen daher ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

[Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]
26. August 2013 Autor: Christian Mueller

Christian Müller ist Coach und freier Autor. Bei der Karrierebibel schreibt er vor allem über Themen zu Social Media, Studium und Ausbildung.

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