Call-to-Action in E-Mails: Beispiele für erfolgreiche CTA

Ein Call-to-Action (CTA) in E-Mails ist eine direkte Handlungsaufforderung, mit der Sie Leser zu einer bestimmten Aktion bewegen wollen, etwa: „Gleich ausprobieren!“ oder „Jetzt Platz sichern!“ Mehrere Studien belegen, dass ein solcher CTA die Conversion-Rate um bis zu 45 % steigert. Wir zeigen mittels bewährter Beispiele, wie ein Call-to-Action in E-Mails erfolgreich funktioniert…

Call To Action In E Mails Bedeutung Vorteile Beispiele Tipps Formulierungen

Key Facts

  • Definition: Ein Call to Action (kurz: CTA) ist die Aufforderung an den Leser zu einer bestimmten Handlung und Reaktion. Sie sagen dabei konkret, was der Empfänger als Nächstes tun soll. Durch einen CTA lässt sich die die Klickrate um mehr als 300 % steigern. Die Verwendung von Buttons im Vergleich zu reinen Textlinks erhöht die Conversion-Rate um bis zu 45 %.
  • Gestaltung: Ein effektiver Call-to-Action wird visuell durch klickbare Buttons oder farblich hervorgehobene Links. Die Hervorhebung verstärkt den Effekt, dass der Aufruf gelesen und der Aufforderung gefolgt wird.
  • Psychologie: Für einen erfolgreichen CTA sollten Sie psychologische Trigger nutzen: – z.B. Dringlichkeit, Knappheit, Neugier oder ein direktes Nutzenversprechen (Geschenk). Verwenden Sie für den CTA überdies starke und aktive Verben.
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Formulierungen für CTA-Buttons in E-Mails

Besonders wichtig ist ein Call-to-Action in E-Mails bei der Akquise neuer Kunden. Sie wollen Produkte oder Dienstleistungen verkaufen und potenzielle Neukunden mit der Handlungsaufforderung einen Klick näher an einen Kauf bringen? Ein bewährtes Mittel hierfür sind klickbare Buttons, die sofort ins Auge springen. Im Folgenden finden Sie praxiserprobte Formulierungen für erfolgreiche CTA-Buttons:

    Sales & E-Commerce

  • „Jetzt sichern“
  • „In den Warenkorb“
  • „Meinen Rabatt aktivieren“
  • „Angebot prüfen“
  • „Direkt zum Shop“
  • Content & Information

  • „Gleich hier weiterlesen“
  • „Mehr darüber erfahren“
  • „Guide kostenlos herunterladen“
  • „Gleich noch das Video anschauen“
  • „Hier geht es zur Fallstudie“
  • Termine & Kontakt

  • „Jetzt Termin vereinbaren“
  • „Kostenlose Erstberatung buchen“
  • „Reservieren Sie gleich Ihren Platz“
  • „Stellen Sie hier Ihre Fragen“
  • „Sichern Sie sich einen Platz“
  • Community & Abos

  • „Werde Teil der Community“
  • „Nichts mehr verpassen“
  • „Ja, ich bin dabei!“
  • „Jetzt Newsletter abonnieren“
  • „Meinen Zugang freischalten“

Psychologische Trigger: Wann funktioniert der CTA?

Verwechseln Sie den Call-to-Action nicht mit einem Befehl. Sie können niemanden dazu zwingen, etwas anzuklicken, zu bestellen oder nach dem Lesen der Mail das zu tun, was Sie gerne wollen. Es ist immer eine Aufforderung – verbunden mit psychologischen Mechanismen (sog. Trigger), um die Wahrscheinlichkeit eines Klicks zu erhöhen. Erfolgreiche Konzepte sind:

  • Fear of Missing Out (FOMO)

    Die Fear of Missing Out (FOMO) ist die zutiefst menschliche Angst, etwas zu verpassen. Wir wollen dabei sein, wichtige Dinge mitbekommen, die aktuellsten Informationen haben oder die größten Rabatte nutzen. Effektiv sind deshalb Formulierungen wie „Nur noch heute“ oder „Letzte Chance“, die einen künstlichen Zeitdruck erzeugen.

  • Reziprozität

    Reziprozität ist das Konzept der Gegenseitigkeit im menschlichen Verhalten. Positives Verhalten wird erwidert. Haben Sie in der E-Mail bereits wertvolle Tipps geliefert, neigen Leser eher dazu, dem CTA als Gegenleistung zu folgen. Ein Button mit „Haben diese Tipps Ihnen geholfen? Dann melden Sie sich hier kostenlos an!“ zielt auf diese Gegenseitigkeit ab.

  • Neugier

    Neugier ist ein starker innerer Antrieb. Nutzen Sie diesen Informationsdrang des Menschen für Ihren Call to Action in Mails. Versprechen Sie eine Lösung, ohne gleich alles zu verraten. Mögliche Formulierung: „Entdecken Sie hier die Strategie hinter dem Erfolg“ oder „Mitglied werden und alle Tricks lernen“.

Probieren wir es gleich mal aus: Sie interessieren sich für Verkaufspsychologie?

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Wie platziere ich den CTA?

Sie erstellen einen Call-to-Action für Ihre E-Mail und überlegen sich eine gute Formulierung. Der erste Schritt ist gemacht. Entscheidend für den späteren Klick-Erfolg sind jedoch ebenfalls Aufbau und Platzierung innerhalb der Mail:

  • Above the fold

    Wichtige Calls-to-Action sollten bereits sichtbar sein, bevor Leser runterscrollen müssen. Menschen entscheiden innerhalb von 2 Sekunden, ob sie überhaupt weiterlesen oder die Mail gleich löschen.

  • Visuelle Hierarchie

    Für das Design sollten Sie Kontrastfarben nutzen. Ist Ihre Mail durch ein Corporate Design überwiegend blau, ist ein oranger Button die beste Wahl für einen CTA. Hier landet der Blick garantiert und der Call-to-Action ist das optische Zentrum der Nachricht.

  • White Space

    Der Call-to-Action braucht Platz. Platzieren Sie den Button (oder einen Link) nicht zu nah am oder unter dem Text, sonst geht er visuell unter und verliert einen Teil seiner Wirkung. Bei einem zu geringen Abstand sinkt die Klickrate messbar.

Vorsicht vor übertriebener Gestaltung

Ein Call to Action in Mails performt besser, wenn er gut platziert und richtig gestaltet wird. Dabei sollten Sie es aber nicht mit dem Design übertreiben: Blickende Buttons oder große Hinweispfeile auf den CTA wirken schnell unprofessionell.

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Tipps für einen guten Call-to-Action

Gar kein Call-to-Action ist oftmals ein Fehler. Doch auch wenn die Mail einen Handlungsaufruf enthält, kann es schiefgehen. Diese Tipps helfen für einen besseren CTA in E-Mails:

  1. Kurz

    Der CTA ist in den meisten Fällen ein einziger, kurzer Satz. Sparen Sie sich endlose Formulierungen und unnötige Erklärungen. Bringen Sie in wenigen Worten auf den Punkt, was der Empfänger der Nachricht tun soll.

  2. Präzise

    Die gewünschte Handlung muss klar und eindeutig sein. Schlecht sind allgemeine Aussagen wie „Melde dich dazu in nächster Zeit.“ Das bringt niemanden weiter. Der Empfänger weiß weiterhin nicht, was von ihm erwartet wird.

  3. Dankend

    Ein Call-to-Action in E-Mails sollte stets mit einem Dank enden. Dieser erfolgt zwar im Voraus, aber Sie bitten und erwarten eine Handlung des Lesers – dafür dürfen Sie sich schon einmal vorzeitig bedanken.

Vermeiden Sie diese häufigen Fehler

Ein schlechter Call-to-Action ist wie ein falsch beschriftetes Straßenschild – er führt in die Irre oder ins Leere. Vermeiden Sie diese Fehler, damit Ihnen das nicht passiert:

  • Zu viele CTAs

    Dies gilt gleich doppelt: Fügen Sie Ihren Call-to-Action nicht nach jedem Absatz ein, sonst ist die gesamte Nachricht überladen. Verlangen Sie auch nicht fünf verschiedene Aktionen vom Leser. Damit erreichen Sie letztlich gar nichts. Der Leser ist überfordert und bricht einfach ab. Konzentrieren Sie sich auf eine Handlungsaufforderung – einmal zu Beginn, einmal am Ende der Mail.

  • Zu vage Formulierungen

    Machen Sie deutlich, warum ein Leser auf den CTA-Button klicken sollte. Ein simples „Hier klicken“ sagt nichts über Ziel oder Nutzen aus. Bringen Sie den Mehrwert für den Leser auf den Punkt.

  • Zu wenig Relevanz

    Inhalt der Mail und Call-to-Action müssen zusammenpassen. Gibt es hier große Unterschiede, fühlen Leser sich getäuscht – die Mail erweckt den Eindruck von Clickbait.

  • Zu schlechte Optimierung

    Die meisten Menschen öffnen E-Mails auf dem Smartphone. Ihre Mails und der Call-to-Action müssen darauf optimiert sein. Der Button muss leicht anklickbar sein und durch Responsive Design an die Bildschirmgröße angepasst werden.

  • Zu wenig Kontrolle

    Es klingt banal, doch in der Praxis gibt es immer wieder veraltete oder nicht mehr funktionierende Links in E-Mails. Effekt: Leser klicken auf den CTA und landen auf einer falschen oder gar keiner Seite – eine Conversion ist damit unmöglich.

Call-to-Action in der täglichen Korrespondenz

Was zu den wichtigsten Methoden in der Werbung zählt, wird in E-Mails zur normalen Kommunikation oft vernachlässigt. Dabei ist ein Call-to-Action in E-Mails wichtig für die Kommunikation von Erwartungen.

  • Benötigen Sie eine schnelle Antwort?
  • Erwarten Sie zusätzliche Informationen?
  • Gibt es noch offene Fragen?
  • Muss der Leser etwas erledigen?

Ein Call-to-Action erklärt oft erst den Sinn einer E-Mail. Ohne diesen stellt sich die Frage: Wenn Sie nicht nur selbst eine Information geteilt haben – warum haben Sie die Nachricht überhaupt verschickt?

Darum braucht die Mail einen Handlungsaufruf

Durch einen Call-to-Action zeigt der Empfänger (hoffentlich) genau die Reaktion, die Sie sich wünschen. Das ist nicht der einzige Vorteil: Aus diesen Gründen sollten Sie den Handlungsaufruf hinzufügen – weil beide Seiten profitieren:

  • Missverständnisse werden vermieden

    Kommunikation muss viele Stolpersteine überwinden. Mit einem Call-to-Action tragen Sie genau dazu bei. Sie formulieren genau, was Sie vom Empfänger erwarten. Dieser muss nicht rätseln oder erahnen, was Sie erwarten und was zu tun ist. So lassen sich Missverständnisse aus dem Weg räumen, bevor diese überhaupt entstehen können.

  • Verantwortungen werden geklärt

    „Der Kunde hat den Auftrag gegeben und wir können loslegen.“ – Mails mit solchem Inhalt werden ständig in Unternehmen verschickt. Leider bringt das mehr Fragen als Antworten. Was ist der erste Schritt? Wer fängt mit welchem ToDo an? Wie sieht die Aufteilung aus? Ohne einen klaren Call-to-Action werden keine Verantwortungen und Zuständigkeiten geklärt. Keiner im Team weiß, was von wem zu erledigen ist. Aufgaben werden gar nicht oder doppelt erledigt.

  • Kommunikation wird angeregt

    Eine Mail kommt an, wird gelesen und liegt danach einfach im Postfach. Oft ist die Kommunikation an dieser Stelle bereits beendet. Ein echter Austausch findet nicht statt – weil kein Gedankenaustausch angeregt wird. Ein Call-to-Action in E-Mails fördert die langfristige Kommunikation. Es werden Antworten, Ideen oder Informationen in beide Richtungen ausgetauscht und es entsteht ein tatsächlicher Dialog.

Beispiele für gute Call-to-Action in E-Mails

Zum Abschluss haben wir einige Beispiele für Call-to-Actions in E-Mails erstellt, an denen Sie sich orientieren können. Diese Formulierungen zeigen Ihnen, wie der CTA in verschiedenen Situationen aussehen kann:

  • CTA für einen Arbeitsauftrag

    „Kannst du bitte die Wachstumsentwicklung der Jahre 2024 bis 2026 recherchieren und mir spätestens Mittwoch die entsprechenden Informationen per Mail schicken? Danke!“

  • CTA mit einer Frage um Rückmeldung

    „Ich habe dir den Entwurf für den Kunden im Anhang als PDF geschickt. Könntest du dir die Seiten 10 und 11 anschauen und mir sagen, ob wir das deiner Meinung nach so umsetzen können? Ich telefoniere um 17 Uhr mit dem Kunden und hoffe auf eine vorherige Antwort. Danke im Voraus!“

  • CTA mit Deadline

    „Sollten Sie noch weitere Fragen haben oder Informationen benötigen, antworten Sie einfach bis zum TT.MM.JJJJ auf diese E-Mail. Sollte ich bis dahin nichts mehr von Ihnen hören, freue ich mich darauf, die besprochenen Planungen so umzusetzen. Vielen Dank!“

  • CTA mit Bestätigung

    „Wir haben das OK vom Kunden für den Auftrag erhalten und können ab Dienstag mit der Umsetzung beginnen. Reservier bitte wie im Meeting besprochen die Location für den TT.MM.JJJJ. Schick mir dann eine kurze Mail mit der Bestätigung. Schon mal Danke dafür!“

  • CTA mit Frage

    „Der geplante Experte für den Vortrag am TT.MM.JJJJ hat abgesagt. Hast du in deiner Datenbank einen passenden Ersatz? Bitte schick mir die Kontaktdaten schnellstmöglich zu, damit ich eine neue Anfrage rausschicken kann. Ich danke dir für die Hilfe!“

Braucht es immer einen Call-to-Action?

Im Berufsleben werden unzählige Mails verschickt. Das Postfach ist überfüllt, ständig kommen neue Nachrichten rein und alle wollen bearbeitet und beantwortet werden. Ist es dann sinnvoll und notwendig, dass jede Nachricht einen Call-to-Action enthält? Eine solche Verallgemeinerung ist nicht zielführend. Natürlich gibt es Ausnahmen, in denen es keinen CTA benötigt. Dazu zählen:

  • Reine Bestätigungen: „Alles klar, ich kümmere mich darum!“
  • Einseitige Informationsweitergabe: „Hier noch die Daten, die du benötigt hast.“

Entscheiden Sie individuell, ob ein CTA sinnvoll ist.. Teilen Sie etwa den Termin für ein Meeting, können Sie um eine Zusage der Teilnehmer bitten. Fragen Sie sich: Braucht es eine bestimmte Reaktion, auf die Sie direkt hinweisen wollen?

Reagieren Sie selbst auf einen Call to Action

Schreiben Sie Handlungsaufforderungen an Kollegen nicht nur, sondern kommen Sie diesen auch selbst nach. Wenn ein Kollege Sie in einer Mail um eine Antwort, eine Information oder eine andere Aktion bittet, reagieren Sie kurzfristig darauf. Das macht den Austausch und die Zusammenarbeit angenehmer, schneller und insgesamt besser.


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