Mehr Blogleser bekommen: So klappt es

Wer einen Blog betreibt und dort regelmäßig Inhalte veröffentlicht, wünscht sich fast immer auch eine wachsende Leserschaft. Das muss nicht zwangsläufig rein aus monetären Gründen geschehen, oft kann es schon die Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Thema oder sogar die eigene Person sein, die eine größere Reichweite so wünschenswert macht. Aber wie können Sie mehr Blogleser bekommen? Damit ein Blog wirklich gern gelesen wird und mit der Zeit wächst, braucht es für die Inhalte vor allem zwei Dinge: Relevanz und Interessanz. So können Sie mit Ihrem Content inspirieren, zum Teilen oder Kommentieren anregen und verleiten Leser dazu, wiederzukommen. Hier erfahren Sie, wie Sie mehr Blogleser bekommen, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten und mit welchen Tipps Sie Ihre Reichweite steigern können…

Mehr Blogleser bekommen: So klappt es

Mehr Blogleser bekommen: Häufige Fehler vermeiden

Der Einstieg ins eigene Blog ist verführerisch leicht. Ein Content Management System – egal ob WordPress oder eine andere Lösung – ist schnell aufgesetzt. Und selbst dieser Aufwand lässt sich mit Blogging-Plattformen umgehen. Die technischen Hürden sind also atemberaubend niedrig und die Ideen werden in der ersten Euphorie für das neue Projekt oft in Hülle und Fülle geboren.

Doch die anfängliche Begeisterung weicht früher oder später Ernüchterung, wenn aus den Ideen konkrete Texte werden sollen. Und wenn das Schreiben der Artikel kein Problem darstellt, wartet noch die Herausforderung des Community Aufbaus auf die Neu-Blogger.

Denn was bringen Beiträge, wenn diese keiner liest? Ohne Blogleser können Sie weder Geld verdienen, noch eine Botschaft oder Informationen verbreiten, die Ihnen am Herzen liegen. Doch wie lassen sich Blogleser und größere Besucherzahlen erreichen? Bemühungen gibt es dazu genug, doch selbst wenn sich Blogger in sozialen Netzwerken engagieren und versuchen ihr Netzwerk auszubauen, können diese Bemühungen mitunter ins Leere laufen.

Die Gründe dafür sind nicht ganz eindeutig und natürlich je nach Blog individuell – in vielen Fällen liegen die Ursachen aber in den klassischen Sünden von Bloggern:

  1. Blog-Sünde: Ihr Blog ist hässlich

    Zwar geht es in jedem Blog vornehmlich um Texte, Artikel, Content und dessen Qualität. Aber das Auge liest mit, wie es so schön heißt. Auch der beste Artikel stirbt in einem hässlichen Design den Heldentod. Vor allem dann, wenn dieses mit jeder Menge Schnickschnack überfrachtet wird.

    Mehr noch: Die Qualität eines Artikels können Leser schließlich erst beurteilen, wenn sie zumindest einige Zeilen in den Text hineingelesen haben. Genau das wird jedoch nicht passieren, wenn bereits der erste optische Eindruck des Blogs abschreckend ist.

    Der Begriff „hässlich“ bezieht sich allerdings nicht nur auf die generelle Optik des Blogs, sondern auch auf das Layout der einzelnen Artikel. Ein responsives, sprich Smartphone taugliches Design ist heute eine Selbstverständlichkeit, ebenso dass Sie Ihre Artikel durch Absätze, Zwischenüberschriften, Listen und anderen Elemente strukturieren. Wer sich hier keine Mühe gibt, sein Blog und die Artikel ansprechend zu gestalten, sagt seinen Lesern indirekt, dass er sich für sie nicht interessiert. Und wer besucht so eine Seite dann noch? Eben.

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  2. Blog-Sünde: Sie kennen Ihre Leser nicht

    Sie haben tolle Ideen und sind davon begeistert? Klasse! Das ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Bloggen. Denn wenn Sie die Artikel schon nicht gerne selber lesen würden, wer soll es dann tun? Gleichzeitig sind Sie allerdings auch nicht der Maßstab aller Dinge. Die entscheidende zweite Frage lautet daher: Finden andere Menschen Ihre Themen genauso interessant? Und wissen Sie, für wen Sie schreiben? Wenn Sie beide Fragen nicht beantworten können, sollten Sie noch mal zurück ans virtuelle Reißbrett und das Konzept Ihres Blogs überarbeiten.

    Natürlich können Sie auch einfach drauflos schreiben und schauen, was passiert. Es gibt durchaus erfolgreiche Blogs, die genauso begonnen haben. Doch das sind Ausnahmen, und von den hundert anderen Blogs, die mit der Strategie sang- und klanglos eingegangen sind, hören Sie natürlich nichts. Lernen Sie deshalb Ihre Zielgruppe(n) kennen, deren Sorgen und Nöte und Fragen – und diese beantworten Sie dann. So gut es geht (und besser als andere).

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  3. Blog-Sünde: Sie enttäuschen Ihre Leser

    Sie sind ein absolutes Ass im formulieren ansprechender Überschriften und Themen? Hervorragend – aber nur, wenn Ihre Artikel mit den Überschriften mithalten können. Die besten und attraktivsten Überschriften der gesamten Blogosphäre sind nur dann sinnvoll, wenn Ihre Inhalte die dadurch geweckten Erwartungen Ihrer Leser auch erfüllen. Alles andere fällt unter die Kategorie Clickbaiting und liest sich dann meist so: Was dieser Junge erlebt ist unglaublich. Bei Minute 1:22 bleibt kein Auge trocken Oder: Diese Frau wollte nur Ihren Mann besuchen. Was dann geschah, schockiert alle.

    Da die Überschrift die erste Werbung für Ihren Artikel darstellt, gilt auch hier der Grundsatz: Nichts tötet ein schlechtes Produkt so nachhaltig und schnell wie gute Werbung. Dieses Prinzip gilt analog auch für Artikel und Überschriften: Natürlich können Sie Ihre Überschriften etwas herunterschrauben, doch besser wäre es, wenn Sie Ihre Artikel inhaltlich und qualitativ auf das Level Ihrer Titel bringen. Alles andere sorgt für Produktenttäuschen – und schreckt Leser nachhaltig ab.

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  4. Blog-Sünde: Sie konkurrieren mit anderen Blogs

    Natürlich wollen Sie die Reichweite, Sichtbarkeit und Leserschaft Ihres Blogs bestmöglich ausbauen und sich von anderen Blogs abheben. Doch wenn Sie andere Blogs und Blogger als Konkurrenten betrachten und diese etwa ignorieren oder totschweigen (womöglich sogar negativ über sie schreiben), schaden Sie sich nur selbst – und Ihrem Blog.

    Blogger sind – oder sollten es zumindest sein – netzwerkorientiert und verlinken sich untereinander gegenseitig. Das hat sie groß gemacht – und noch so gelingt auch organisches Wachstum, die allen nutzt. Das funktioniert jedoch nur, wenn Sie mitmachen oder sogar den Anfang – indem Sie den Kontakt zu anderen Bloggern suchen und diese auch mal zuerst und ohne Berechnung verlinken. Das ist ein schöner Bloggerbrauch und sorgt nachweislich für Aufmerksamkeit und Reichweite.

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  5. Blog-Sünde: Sie haben keine Content Strategie

    Ein Blick in verschiedene Blogs zeigt, der Content ist das Rückgrat jedes Blogs. Aber er braucht auch so etwas wie einen Themenplan – ein Gerüst, an dem Sie sich orientieren, um aktuell zu bleiben, Lücken zu schließen und Doubletten zu vermeiden.

    Strategischer Blogaufbau braucht einen Plan, der idealerweise über die ersten tollen Themen hinausreicht und am Anfang mindestens ein Jahr abdecken sollte. Mit den ersten Artikeln – insbesondere, wenn die richtig gut sind – schaffen Sie so etwas wie eine Erwartungshaltung. Und auch die sollten Sie nicht enttäuschen. Jedenfalls solange, bis man Ihnen auch kleinere Durchhänger verzeiht.

    Ansonsten merken Leser schnell, dass Sie Ihr Pulver schon verschossen haben – und klicken weiter. So werden Sie dann keine nennenswerte Stammleserschaft und Reichweite aufbauen können. Die Verpackung ist wichtig, doch schlussendlich muss der Inhalt Ihrer Artikel dauerhaft stimmen und den Lesern permanent Nutzen stiften, wenn der Traffic steigen soll.

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  6. Blog-Sünde: Sie sprechen nicht mir Ihren Lesern

    Selbst wenn Sie keine der bisher genannten Sünden begehen, kann Nummer sechs das virtuelle Genick brechen. Um Ihr Blog ausbauen und für Leser attraktiv zu bleiben, müssen Sie auch mit Ihren Lesern sprechen. Das kann durch eine Bitte um Kommentare (Fachjargon: „call to action“), eine direkte Frage an die Leser oder einfach das aufmerksame Lesen – und zeitnahe Beantworten – der Kommentare geschehen.

    Natürlich gilt es auch hier die Balance zwischen zu vielen und zu wenigen Aufforderungen zu finden. Platzieren Sie beispielsweise in jedem Artikel einen call to action, werden Ihrer Leser davon schnell genervt sein. Wichtiger ist daher oft, zeitnah auf Feedback der Leser einzugehen und dieses zu nutzen, um Ihr Blog und die Themen weiterzuentwickeln. Achso: Und vergessen Sie nicht, sich für konstruktive (!) Kritik und Lob zu bedanken. Denken Sie daran: Sie schreiben für Menschen – und die wollen eben nicht nur lesen, sondern auch kommunizieren.

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Content-Tipps für erfolgreiche Blogs

Mehr Blogleser bekommen Besucherzahlen Follower bekannt machen Tipps Content Traffic Reichweite KlicksWenn der Content, also die Inhalte auf Ihrem Blog, nicht stimmen, bleiben auch die Blogleser aus. Dabei hat der richtige Content gleich zwei wichtige Funktionen, die über den Erfolg entscheiden: Zum einen lockt er Leser an, zum anderen ist Ihr Content dafür verantwortlich, dass Leser wiederkommen und zu Fans werden.

Nur wenn Ihr Content überzeugend, interessant, spannend, abwechslungsreich und informativ ist, bauen Sie langfristig eine wachsende Leserzahl auf und generieren nicht nur einmalige Klicks, sondern etablieren eine starke Reichweite.

Wir haben für Sie ein kostenloses PDF mit zahlreichen Tipps für Ihren Blog-Content zum Download bereit gestellt. Dort finden Sie zahlreiche Anregungen und Vorschläge, wie Sie Inhalte auf verschiedene Weisen aufbereiten können und welche Content-Formen Sie nutzen können, um mehr Blogleser zu gewinnen.

Mehr Leser dank dieser Tipps

Neben der Optimierung Ihres Contents und der veröffentlichten Inhalte können Sie auch an anderen Stellschrauben drehen, um Ihr Blog nach vorne zu bringen und mehr Blogleser zu bekommen. Deshalb haben wir zusätzliche Tipps aufgelistet, die Ihnen dabei helfen können, Ihre Reichweite zu steigern und langfristig mehr Leser auf Ihre Seite zu locken.

  • Denken Sie an SEO

    SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization, zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Damit gemeint sind Tricks, um in den Ergebnissen von Suchmaschinen möglichst weit vorne aufzutauchen – und entsprechend häufiger gefunden und geklickt zu werden. Wichtig sind beispielsweise die richtigen Keywords, in Überschriften und im Text, aber auch Plugins, die Sie im Content Management System hinzufügen können, um dort SEO-relevante Einstellungen vorzunehmen.

  • Bieten Sie einen Mehrwert

    Bieten Sie Ihren Lesern stets einen Mehrwert, der über die bloße Lektüre oder Tipps hinausgeht. Das können beispielsweise Vorlagen, Muster, E-Books oder andere Anleitungen sein, die dem Leser weiterhelfen und als Dreingabe dienen. So schaffen Sie einen zusätzlichen Anreiz, Ihre Beiträge zu lesen und geben dem Leser das gute Gefühl, dass es sich immer lohnt, bei Ihnen vorbeizuschauen. Achten Sie aber darauf, dass die Leser zumindest einmal dafür auf Ihre Seite kommen müssen, um das Angebot herunterzuladen. Nur so haben sie die Chance, Ihr Angebot besser kennenzulernen und vielleicht auch wiederzukommen.

  • Bieten Sie einen Newsletter an

    Mit einem eigenen Newsletter können Sie noch einmal Leser erreichen und auf Ihre aktuellen Beiträge hinweisen. Dieser sollte jedoch nicht zu aufdringlich sein oder in Spam ausarten – und achten Sie auf die Vorschriften der DSGVO. Um die Abonnentenzahl zu steigern, kann es sinnvoll sein, kleine Zusatznutzen im Newsletter anzubieten, beispielsweise weitere Tipps oder ein zusätzlicher Download.

  • Nutzen Sie Social Media für Aufmerksamkeit

    Um Ihr Blog – und sich selbst – wirklich bekannt zu machen, sollten Sie Ihre Aktivitäten nicht allein auf das Schreiben von Artikeln und Newslettern konzentrieren. Werden Sie auch auf und Facebook, Twitter und anderen Social-Media-Kanälen aktiv, richten Sie automatische Suchen nach den Schlagworten Ihrer Themen ein und beteiligen Sie sich an Diskussionen, die Ihr Themengebiet betreffen. Werben Sie ruhig für Ihr Blog und Ihre Artikel! Weisen Sie bei Twitter und Facebook auf Ihre – neuen und alten – Artikel hin und machen Sie es Lesern leicht, diese auch zu finden.

  • Auswertung

    Um mehr Blogleser zu gewinnen, müssen Sie die Aktivitäten auf Ihrem Blog auswerten und für die Zukunft nutzen. Schauen Sie sich Ihre Blogstatistik an, analysieren Sie Gefällt-Mir-Klicks und Reaktionen auf Ihre Artikel. Welche Themen kamen besonders gut an? Gab es dazu Kommentare die neue, verwandte Themen betreffen? Nutzen Sie diese Daten als Grundlage für neue Artikel und Themen. Diesen Prozess sollten Sie natürlich regelmäßig wiederholen.

  • Kommunikation

    Mit steigender Leserzahl werden Sie vermutlich auch deutlich mehr Kommentare erhalten. Der Wert von Kommentaren geht weit über Inspiration für neue Themen hinaus: Sie bieten Ihnen die Chance, mit Ihren Lesern in den Dialog zu treten. Gehen Sie also auf Kommentare ein, antworten und diskutieren Sie. Es spricht absolut nichts dagegen, gute Hinweise von Lesern auch in Artikeln zu ergänzen. Ganz wichtig: Bedanken Sie sich für besonders gute und informative Kommentare, so zeigen Sie Wertschätzung für die Arbeit Ihrer Leser. Ein aktiver Umgang mit Kommentaren bietet Ihnen die optimale Möglichkeit, eine Vertrauensbasis aufzubauen.

Bessere Besucherzahlen durch gute Blog-Überschriften

Einen neuen Leser für Ihr Blog zu gewinnen, ist alles andere als einfach – vor allem durch die enorme Konkurrenz im Internet. Zahlreiche Seiten buhlen um die Aufmerksamkeit (und natürlich auch Klicks) potenzieller Leser. Die Überschrift ist dabei das wichtigste Aushängeschild, um mehr Blogleser gewinnen und die Reichweite steigern zu können. Der simple Grund: In den Suchmaschinen wird lediglich die Überschrift und vielleicht noch ein kurzer Teasertext angezeigt – wenn das nicht überzeugt, ist selbst der beste Inhalts nicht viel wert.

Aber welche Überschriften können die Besucherzahlen verbessern? Eine Grundregel lautet: Das Keyword muss in die Überschrift! Nur so haben Sie überhaupt eine Chance, in den Rankings der Suchmaschinen aufzutauchen und geklickt zu werden.

Das ist jedoch noch nicht alles, denn es gibt viele Faktoren, die eine Blog-Überschrift erfolgreicher machen und so für höhere Klickzahlen sorgen können:

  • Formulieren Sie Fragen

    In Studien konnte gezeigt werden, dass Fragen als Überschrift häufiger angeklickt werden – sie wecken mehr Interesse und bringen Leser dazu, die Antwort wissen zu wollen. Durch die Fragen fühlen wir uns angesprochen, auch wenn die Frage nicht direkt an uns gerichtet war. Für mehr Blogleser und Aufmerksamkeit sollten Sie auf jeden Fall Fragen als Überschriften in Ihr Repertoire aufnehmen.

  • Liefern Sie viele Beispiele

    Als Leser wollen Sie wissen, was Sie in einem Beitrag erwartet und welchen Wert dieser bietet. Überschriften sollten deshalb einen Nutzen versprechen, um geklickt zu werden. Das kann etwa so aussehen: 10 gute Beispiele für… oder 15 erprobte Methoden des… So zeigen Sie von Anfang an, dass es sich lohnt, Ihren Beitrag zu lesen.

  • Beziehen Sie sich auf Vorbilder

    Erfolgreiche und berühmte Persönlichkeiten eignen sich sehr gut, um interessante Überschriften zu formulieren. Wer würde schließlich nicht gerne etwas von den erfolgreichsten Managern lernen? Durch Titel wie Was Sie von Warren Buffett lernen können fühlen sich viele Leser angesprochen und hoffen, zumindest einen kleinen Teil des Erfolgs abbekommen zu können.

  • Verdeutlichen Sie die Relevanz

    33 Tricks, die wirklich jeder kennen sollte – Solche Überschriften wecken nicht nur Neugier, sondern richten sich auch ein klein wenig an das Ego der Leser. Denn wenn „jeder“ die Tricks kennen sollte – und vielleicht schon kennt – können Sie doch nicht außen vor bleiben, oder? Außerdem verspricht die Überschrift implizit auch, dass es sich hier um 33 lesenswerte Tricks handelt.

  • Sprechen Sie Emotionen an

    Je mehr Emotionen Ihre Überschrift weckt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie geklickt wird. Das können neben Neugier auch Angst, Frust oder Begeisterung sein. Achten Sie jedoch darauf, dass die Überschriften nicht ins Clickbaiting abrutschen – auch diese werden zwar geklickt, kommen jedoch bei vielen Lesern nicht gut an und Sie laufen Gefahr, sich viel Kritik einzuhandeln.

Regelmäßigkeit steigert die Reichweite und Klickzahlen

Gerade am Anfang werden Blogs häufig nebenbei aufgebaut. Es gibt somit noch andere Verpflichtungen, denen Sie nachkommen müssen, was es schwer macht, einen festen Rhythmus einzuhalten. Genau dieser ist jedoch ein wichtiger Faktor, um mehr Blogleser zu bekommen und eine Fanbasis aufzubauen. Stellen Sie sich einfach selbst vor, Sie stoßen auf ein bisher unbekanntes Blog, doch der aktuellste Artikel ist bereits drei Monate alt.

Was denken Sie dann? Eben. Lange Blog-Pausen und Funkstille wirken sich negativ auf die Wahrnehmung von Lesern und damit auf die Reichweite aus. Dass bedeutet nicht, dass Sie unbedingt täglich bloggen müssen – verwechseln Sie Regelmäßigkeit nicht mit der Frequenz. Besser, Sie bloggen nur einmal pro Woche und halten diesen Rhythmus durch, als mit einer viel zu hohen Frequenz zu starten und diese dann drastisch reduzieren zu müssen.

Zwar ist regelmäßiges Veröffentlichen kein Allheilmittel, schon gar nicht, wenn die Inhalte schwächeln, doch hat ein fester Rhythmus einige Vorteile, die sich positiv auf Leserzahlen auswirken:

  • Aktualität

    Ein Blog lebt von frischen Inhalten. Daher ja auch sein Ursprung und Name: Web-Logbuch (oder Tagebuch), kurz: Blog. Ein Blog, das nur sporadisch gefüllt wird und damit die meiste Zeit inaktuell bleibt, lockt keinen an und weckt kein Interesse.

  • Gewohnheit

    Mithilfe des festen Taktes haben insbesondere neue Leser die Chance, sich an das Blog zu gewöhnen und diesen Rhythmus wiederum in ihre Lesegewohnheiten fest einzuplanen. Wer weiß, dass jeden Montag ein neuer Artikel online ist, schaut irgendwann ganz automatisch vorbei.

  • Erwartung

    Mit einem erkennbaren Rhythmus entsteht zugleich so etwas wie eine Erwartungshaltung, gespeist durch Neugier, Motto: Über was die wohl nächsten Mittwoch wieder schreiben? Das funktioniert freilich nur, wenn die Inhalte auch wirklich jedes Mal spannend und zum Teil überraschend sind sowie Mehrwert bieten, auf den man sich freuen kann. Dann aber ist es letztlich derselbe Psychoeffekt, den Sie vielleicht als Kind kannten, wenn Sie auf das nächste YPS-Heft hingefiebert haben.

  • Disziplin

    Eine feste Erscheinungsweise diszipliniert nicht zuletzt auch den oder die Blogautoren. Zugegeben, hierin liegt zugleich eine Gefahr: Wer trotz fehlenden Inhalts bloggt, nur weil mal wieder Dienstag ist, vergrault irgendwann seine Leserschaft und schadet der Markenbildung nachhaltig. Das Gegenmittel: ein gut gepflegter Redaktionsplan mit knackigen Themen.

[Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]
26. September 2018 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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