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Gastbeitrag schreiben: Checklisten für Autoren & Publisher

Einen Gastbeitrag schreiben, hat zahlreiche Vorteile – für Gastautoren und Publisher. Die Verfasser können damit Sichtbarkeit und Backlinks gewinnen; die Website-Betreiber kostenlosen Content mit Mehrwert für die Leser… Im Idealfall! Bewährte Checklisten, worauf beide Seiten bei einem Gastbeitrag unbedingt achten sollten…



Gastbeitrag schreiben: Checklisten für Autoren & Publisher

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Bedeutung: Was ist ein Gastbeitrag?

Ein Gastbeitrag (auch: Gastartikel, engl: Guest Post) ist ein Artikel oder Text, der auf einer externen Website oder einem Blog veröffentlicht wird. Gastautoren und Verfasser von Gastartikeln verfolgen meist fünf Ziele…

Gastartikel Vorteile

  1. Hochwertige Backlinks generieren
  2. Reichweite steigern
  3. Online-Reputation stärken
  4. Positionierung als Experte (Personal Branding)
  5. Werbung für das eigene Buch

Hinzu kommt eine Art Ritterschlag-Effekt: Zwar wird ein Gastautor nicht mit der veröffentlichenden Seite identifiziert. Deren Reputation strahlt aber trotzdem auf die Gastautoren ab, wenn es sich um eine namhafte Publikation handelt.

Aber auch die Publisher können von Gastbeiträgen proftieren: Sie bekommen kostenlosen Content, der den Leserinnen und Lesern (idealerweise) einen Mehrwert bietet und die Sichtbarkeit bei Google, Bing & Co. steigert.

Was sind die Gefahren von Gastbeiträgen?

Damit beide Seiten von einem Gastbeitrag profitieren, ist es zwingend erforderlich, Themen und Inhalt vor der Veröffentlichung abzusprechen. 0815-Texte und minderwertige Artikel sind eine SEO-Katastrophe. Erst recht, wenn Sie von woanders abgeschrieben (Achtung: Urheberrechtsverletzung!) oder nur minimal umgeschrieben wurden.

Im Zweifel handelt sich der Publisher sogenannten Duplicate Content ein. Bedeutet: Dasselbe Manuskript ist auf einer anderen Webseite schon mal erschienen. Oder er kanibalisiert durch den Gastartikel seinen eigenen Content, weil der Gastbeitrag nur wiederholt, was dort schon steht. Ein Gastbeitrag sollte daher immer „exklusiv“ und nur für die Gastseite geschrieben werden (sog. Unique Content).

Murks von Rudis Resterampe

Genau das ist eine der Kardinalsünden vieler Gastautoren: Sie sehen nur die Vorteile – wollen aber nichts dafür investieren. So entstehen dann lieblos runtergeschriebene Zeilen oder aus dem eigenen Buch zusammenkopierte Passagen. Fehlende Qualität überzeugt aber niemanden. Der Reputationseffekt verpufft.

Im schlimmsten Fall ist der publizierte Gastartikel so schlecht, dass die Leserinnen und Leser den Murks von Rudis Resterampe mit einem Shitstorm goutieren. Was also ist bei einem Gastbeitrag zu beachten?

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Checkliste für Gastautoren

Sie wollen einen Gastbeitrag schreiben und veröffentlichen? Dann sollten Sie die Tipps dieser Checkliste beherzigen:

  • Webseite auswählen
    Prüfen Sie, ob die thematische Ausrichtung und die Reputation des potenziellen Publishers zu Ihrer Ausrichtung und Ihren Zielen passt.
  • Expertise nutzen
    Schreiben Sie Gastbeiträge immer über Ihre Kernthemen und Kernkompetenzen. Einerseits hält sich der Aufwand für Sie dann in Grenzen, andererseits schärfen Sie so auch Ihr Profil und verwässern es im umgekehrten Fall nicht.
  • Regeln beachten
    Klären Sie im Vorfeld ab, welche Erwartungen die Betreiber der Seite an Gastbeiträge haben. Manche – wie wir auch – veröffentlichen dazu im Vorfeld feste Regeln.
  • Aufwand abschätzen
    Prüfen Sie, ob der absehbare Aufwand für Sie in Relation zum möglichen Ertrag steht. Was erwarten Sie genau?
  • Backlinks anfragen
    Klären Sie im Vorfeld ab, ob Verlinkungen zu Ihrem Blog oder einem Social Media Profil im Gastbeitrag erwünscht oder erlaubt sind. Bei strenger Auslegung der Google-Richtlinien sind bei Gastbeiträgen nur „nofollow“-Links erlaubt.
  • Korrekturen einplanen
    Rechnen Sie bitte damit, den Gastbeitrag mehrfach überarbeiten zu müssen. Die erste Version wird nur selten unverändert angenommen.
  • Zielgruppe beachten
    Schreiben Sie den Gastbeitrag im Blick auf die Zielgruppe und Leserschaft des Publishers – nicht für Ihre Zielgruppe (die allerdings übereinstimmen kann). Das kann auch bedeuten, für Sie ungewohnte Beispiele und einen etwas anderen Stil zu nutzen.
  • Version prüfen
    Je nach Blog kann es sinnvoll sein, sich eine Kontrolle des fertigen Artikels vor dessen Veröffentlichung zusichern zu lassen. Stellen Sie sicher, dass Sie im Gastbeitrag als Autor genannt werden.
  • Zeitpunkt abstimmen
    Klären Sie, wann der Artikel online gehen wird und koordinieren Sie das Teilen des Links in den verschiedenen sozialen Netzwerken.
  • Kommentare beantworten
    Mit dem Veröffentlichen allein ist es nicht getan: Lesen Sie auch die Kommentare zu Ihrem Artikel und beantworten Sie aufkommende Fragen oder Anmerkungen.
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Checkliste für Gastbeitrag Publisher

Falls Sie auf Ihrer Webseite oder Ihrem Blog Gastbeiträge zulassen, empfehlen wir Ihnen – aus eigener Erfahrung – folgende Tipps:

  • Gastbeitrag-Regeln aufstellen
    Stellen Sie schon im Vorfeld klare Regeln und Anforderungen für Gastbeiträge auf und kommunizieren Sie diese öffentlich – zum Beispiel auf einer eigenen Unterseite.
  • Kriterien festlegen
    Legen Sie klare und strenge Kriterien an Gastbeiträge an und wählen Sie diese kritisch aus. Ihre Seite soll dadurch besser werden – nicht voller. Andernfalls lehnen Sie den Gastartikel höflich ab.
  • Expertise prüfen
    Dank KI und Chat GPT kann heute jeder binnen Sekunden einen Text schreiben lassen, der irgendwie kompetent klingt. Prüfen daher Sie, ob der oder die Autorin, auch wirklich die Expertise für das Thema besitzt oder nur einen kostenlosen Backlink abstauben will.
  • Feedback geben
    Geben Sie Gastautoren ein ehrliches und konstruktives Feedback zum Gastbeitrag und sagen Sie klar, welche Veränderungen Sie sich im Gastartikel wünschen.
  • Werbung ausschließen
    Machen Sie von Anfang an deutlich, dass werbliche Artikel bei Ihnen keinen Platz haben. Sie sind Betrug am Leser: Das sind keine Gastartikel, sondern „Anzeigen“!
  • Bildrechte klären
    Manche Gastautoren liefern die Bilder zu Ihren Gastartikeln gleich mit. Achtung: Als Publisher haften Sie immer zuerst für etwaige Urheberrechtsverletzungen! Lassen Sie sich daher schriftlich (!) versichern, dass die Bilder frei von Rechten Dritter sind – oder nutzen Sie eigene Bilder.
  • Links absprechen
    Klären Sie im Vorfeld, wie viele externe Verlinkungen Sie im Gastartikel zulassen und mit welchen Attributen (dofollow oder nofollow).
  • Aufwand beschränken
    Prüfen Sie, ob sich der zeitliche Aufwand für Sie im Verhältnis zum möglichen Nutzen lohnt. Die Erfahrung lehrt: Wird der Artikel nach der zweiten Schleife nicht besser, sollten Sie dem Gastautor absagen.
  • Gastartikel kennzeichnen
    Markieren Sie alle Gastbeiträge eindeutig als solche und geben Sie immer eine kurze Vita des Autors – die dieser idealerweise selbst liefert – an.
  • Beteiligung einfordern
    Stellen Sie im Vorfeld sicher, dass der Gastautor auch mitkommentiert und sich aktiv an der Diskussion beteiligt. Sonst bleibt das an Ihnen hängen – und Sie sind im Zweifel nicht der Experte!

Sind alle Punkte der Checklisten positiv erfüllt, können Gastbeiträge ein hervorragendes Tool zum Reputationsaufbau für Autoren und Publisher sein. Für das Schreiben von Gastartikeln gilt aber trotzdem die Faustregel: Weniger ist mehr. Gehen Sie damit sparsam um und platzieren Sie diese nur gezielt.


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