Lebenslauf Farben: Wie bunt darf es sein?

Lebensläufe ähneln sich auf den ersten Blick oft wie ein Ei dem anderen. Schwarz auf weiß kommen Sie daher, listen die Stationen des bisherigen Werdegangs auf, wirken wenig inspirierend und laden nur selten wirklich zum Lesen ein. Trotzdem hat es sich als Norm durchgesetzt und so sucht man Farbe in Lebensläufen meist vergeblich. Spielt ein Bewerber doch mal mit dem Gedanken, seine Unterlagen anders zu gestalten, hält ihn oft die Angst zurück, sich damit ins Aus zu katapultieren. Farben im Lebenslauf können aber durchaus eine Berechtigung haben und sogar positiv wirken, wenn es richtig umgesetzt wird. Aber wie bunt darf es sein?

Lebenslauf Farben: Wie bunt darf es sein?

Lebenslauf Farben: Lohnt sich das?

Die Idee, den eigenen Lebenslauf farblich aufzuhübschen, trifft in der Regel auf zwei mögliche Reaktionen: Die einen halten es für vollkommen abwegig und begründen ihren Standpunkt damit, dass Unternehmen konkrete Vorstellungen davon haben, wie die Bewerbungsunterlagen auszusehen haben – und Farbe scheint in diesem Konzept keine Rolle zu spielen.

Andere stehen der farblichen Gestaltung im Lebenslauf etwas offener gegenüber, halten ihn aber trotzdem nur in Ausnahmefällen für sinnvoll, etwa wenn man sich für eine künstlerische Position bewirbt oder im späteren Job große Kreativität gefragt ist.

Hinter dem Zögern steht meist die Befürchtung, die eigenen Chancen auf den Job zu ruinieren, wenn der Lebenslauf farblich gestaltet wird. Natürlich ist dies ein Risiko, allerdings ein deutlich kleineres, als die meisten vermuten. Richtig umgesetzt, haben Farben im Lebenslauf sogar einen positiven Effekt und können Ihnen dabei helfen, den Personaler von sich zu überzeugen.

  • Farben schaffen Aufmerksamkeit. Nicht selten befasst sich ein Personaler gleich mit einem ganzen Stapel an Lebensläufen und zugehörigen Bewerbungsschreiben. Ein farblich gestalteter Lebenslauf kann Sie aus dieser Masse hervorheben und den Blick auf Ihre Unterlagen lenken.

    Dadurch werden Sie natürlich nicht gleich eingestellt, doch erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Lebenslauf zur Hand genommen und aufmerksam studiert wird.
  • Farben können die Wirkung beeinflussen. Verschiedene Farben können einen entscheidenden Einfluss darauf haben, wie Ihr Lebenslauf vom Personaler wahrgenommen wird. Rot steht beispielsweise für Kreativität, Leidenschaft und gilt aus aufregend. Blau wirkt beruhigend, strahlt aber gleichzeitig Professionalität, Selbstbewusstsein und Empathie aus.

    Passt die Farbauswahl des eigenen Lebenslauf zu Branche, Unternehmen und angestrebter Stelle, kann unterbewusst und subtil vermittelt werden, dass Sie das passende Profil mitbringen.

Lebenslauf Farben: Worauf Sie dabei achten sollten

Bevor Sie gleich loslegen und Ihren Lebenslauf von oben bis unten in Farbe tunken, sollten Sie sich noch ein paar Minuten gedulden und sich Gedanken über die Umsetzung machen. Manch einer hat zwar ein Händchen für die kreative Gestaltung, doch sollten dabei einige Regeln beachtet werden, um auch wirklich positiv anzukommen.

Wir haben drei wichtige Grundsätze zusammengefasst, die Ihnen dabei helfen können, Farben im Lebenslauf richtig einzusetzen, sich von anderen Kandidaten abzuheben und den Personaler von Ihren Fähigkeiten zu überzeugen:

  1. Passen Sie den Lebenslauf an das Unternehmen an

    Wie Sie den Lebenslauf farblich anpassen können, lässt sich oft bereits durch die Stellenausschreibung oder das allgemeine Design des möglichen Arbeitgebers herausfinden. Hier soll nicht munter drauf los kopiert werden, allerdings lässt sich ein guter Eindruck und erste Inspiration erhalten.

    Passen Sie Ihren Lebenslauf auch farblich an das Unternehmen an, zeigen Sie nicht nur, dass Sie sich ausgiebig vorbereitet und informiert haben, sondern beweisen auch, dass es sich nicht um eine Standardbewerbung handelt, die bereits unzählige andere Arbeitgeber von ihnen erhalten haben.

  2. Übertreiben Sie es nicht

    Viel hilft viel? Nicht bei Farben im Lebenslauf! Eine knallbunte Vita garantiert Ihnen zwar, dass der Personaler auf Ihre Unterlagen aufmerksam wird, doch überzeugen werden Sie ihn damit höchstwahrscheinlich nicht.

    An erster Stelle sollte immer die Übersichtlichkeit und Professionalität des Lebenslaufs stehen. Personaler wollen schnell die wichtigsten Informationen zu Ihrer Person erfahren, farbliche Elemente sollten deshalb der Verdeutlichung dienen, beispielsweise um Abschnitte zu unterteilen oder Überschriften hervorzuheben.

    Wenig begeistert sind viele Personalverantwortliche auch von buntem Papier. Hier wird trotz farblichen Hervorhebungen innerhalb des Lebenslaufs weithin ein klassisches weißes Blatt bevorzugt.

  3. Wählen Sie die Farben mit Bedacht

    Bei der Wahl einer Farbe sollten Sie immer bedenken, welche Wirkung diese auf einen fremden Betrachter haben kann. Nur weil es sich um Ihre Lieblingsfarbe handelt, muss sie noch lange nicht für den Lebenslauf geeignet sein.

    Gute Chancen haben Sie beispielsweise mit bewährten Tönen wie Blau. Nicht zu ausgefallen, aber dennoch etwas Besonderes, das gleichzeitig für Kompetenz und Erfolg steht. Sie können auch Freunde und Familie fragen, wie eine Farbe wirkt, wenn Sie sich selbst unsicher sind.

[Bildnachweis: nito by Shutterstock.com]

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2. Februar 2016 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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