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Bewerbung Anlagen: Auswahl, Reihenfolge, wie auflisten?


Die Anlagen in der Bewerbung werden gerne unterschätzt. Dabei lauern hier vermeidbare Fehler – und für Personaler haben Zeugnisse und Zertifikate – neben Anschreiben und Lebenslauf – immer noch einen hohen Stellenwert. Damit Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen nicht wie eine Loseblattsammlung wirken, finden Sie im Folgenden alle wichtigen Tipps und Regeln für die Reihenfolge und Auswahl professioneller Anlagen oder einem Anlagenverzeichnis und wie diese aufgelistet werden…


Bewerbung Anlagen: Auswahl, Reihenfolge, wie auflisten?

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Was sind die Anlagen in der Bewerbung?

Neben Anschreiben und Lebenslauf sind die Anlagen das dritte wichtige Element einer vollständigen Bewerbung. Sie dienen als neutraler Nachweis von Qualifikationen und Beleg der Berufserfahrungen durch Dritte. Die Anlagen sollten stets mit Bedacht und Blick auf das jeweilige Anforderungsprofil des angestrebten Jobs ausgewählt und aufgelistet werden. Eine günstige Auswahl und Struktur kann Ihre Bewerbungschancen nochmal deutlich erhöhen.

Werden in der Stellenanzeige „vollständige Bewerbungsunterlagen explizit verlangt, sind Anlagen zur Bewerbung Pflicht und Sie dürfen diese nicht weglassen. Anders sieht es bei der sogenannten Kurzbewerbung aus: Sie besteht aus maximal drei Seiten und nur aus Bewerbungsschreiben und Lebenslauf (kein Deckblatt). Das gilt für eine klassische, schriftliche Bewerbung auf Papier ebenso wie für eine Online-Bewerbung.

TIPP: Versenden Sie in Ihrer Bewerbung grundsätzlich nur Kopien der Dokumente in den Anlagen – nie Originale! Diese können Sie – auf Verlangen – immer noch zum Vorstellungsgespräch mitbringen.


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Welche Anlagen gehören zur Bewerbung?

Als Bewerbung Anlagen kommen zahlreiche Dokumente und Nachweise infrage. Diese haben wir im Folgenden ausführlich aufgelistet. Für Ihre Bewerbung sollten Sie jedoch immer eine Auswahl treffen, was davon für Personaler und die Stelle wirklich relevant ist.

Bewerbung Anlagen Reihenfolge Vollstaendige Unterlagen Muster

Grundsätzlich gilt: Eine zeitgemäße, moderne Bewerbung ist so aussagekräftig wie nötig und so kompakt und übersichtlich wie möglich. Widerstehen Sie dem Drang, alle Angaben im Lebenslauf vollständig nachzuweisen. Qualität schlägt Quantität – immer. Die Anlagen, Zeugnisse und Zertifikate unterstreichen wichtige Aussagen. Mehr nicht. Wesentliche Anlagen hierfür sind:

1. Arbeitszeugnisse

Das Arbeitszeugnis zählt in Deutschland zu den wichtigsten Anlagen. Sie dokumentieren bisherige Tätigkeiten und die Qualität der geleisteten Arbeit. In die Bewerbung gehören maximal drei, möglichst aktuelle Zeugnisse der letzten Jobs. Wichtig: Fügen Sie den Unterlagen möglichst nur qualifizierte Arbeitszeugnisse bei.

2. Bildungsabschluss

Für die Bewerbung relevant ist nur der jeweils höchste Bildungsabschluss. Also zum Beispiel Master oder Bachelor aus dem Hochschulstudium. Berufsanfänger können auch noch einen Nachweis Ihres Schulabschlusses (Abitur, Realschule) beifügen. Schulzeugnisse aus der Grundschule bitte weglassen!

3. Ausbildungszeugnis

Haben Sie eine Ausbildung absolviert, dann fügen Sie der Bewerbung immer eine Kopie des Ausbildungsabschlusses bei.

4. Praktikumszeugnisse

Nachweise über Praktika sind nur bei Berufseinsteigern und Studenten relevant und dienen oft als Ersatz für noch nicht vorhandene Arbeitszeugnisse. Erfahrene Arbeitnehmer können diese Zeugnisse getrost weglassen.

5. Zertifikate

Neben dem Arbeitszeugnis haben Teilnahmebescheinigungen und Nachweise über Fortbildungen und Seminare einen ähnlich hohen Stellenwert in der Bewerbung. Dazu gehören meist IT- und Sprachkurse. Sie belegen wichtige Zusatzqualifikationen im Lebenslauf sowie fachliches Spezialwissen. Achtung: In die Bewerbung kommen nur solche Anlagen, die für die Stelle relevant sind. Unwichtige Kurse bitte weggelassen.

6. Empfehlungsschreiben

Empfehlungsschreiben (auch Referenzen oder Testimonials) sind heute eine adäquate Alternative zum Arbeitszeugnis. Vor allem für Bewerber, die aus der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis wechseln wollen. Dabei handelt es sich um eine freiwillige, persönliche Empfehlungen von beruflichen Weggefährten, die Ihre Jobeignung oder einschlägige Erfahrungen bestätigen.

7. Projektlisten

Projektlisten lohnen sich insbesondere für ITler, Ingenieure und Architekten. Darin werden alle bisherigen (relevanten!) Arbeiten und Projekte übersichtlich aufgelistet. Diese gehen im klassischen Lebenslauf oft unter oder blähen diesen unnötig auf. Die in den verschieden Projekten angeeigneten Praxiserfahrungen und Fähigkeiten können hier detaillierte beschrieben werden und somit die Jobchancen steigern. Länger als eine DIN A4 Seite sollte die Projektliste aber nicht sein.

8. Arbeitsproben

Insbesondere in kreativen Berufen wird gerne eine Liste von Arbeitsproben oder Publikationen gesehen. Das können Artikel und Beiträge in Fachpublikationen sein, ebenso Zeichnungen, Grafiken, Entwürfe, Modelle, Prototypen, Fotomappen oder programmierte Apps und Websites. Diese kommen als Anhang aber nur infrage, wenn sie zuvor ausdrücklich verlangt wurden.

9. Führerschein, Führungszeugnis

In manchen Berufen und Stellenanzeigen werden zusätzlich zu den klassischen Anlagen offizielle, behördliche Nachweise verlangt, wie etwa ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Gesundheitszeugnis oder die Kopie des Führerscheins (oder Staplerführerschein, etc.). Diese Dokumente gehören nur in die Bewerbung, wenn sie ausdrücklich verlangt werden. Sonst: weglassen!

TIPP: Achten Sie darauf, dass die Bewerbung Anlagen einen Umfang von 10 DIN A4 Seiten nicht übersteigen. Besser sind sogar nur sechs Seiten. Die sollten besonders aussagekräftig sein – nachreichen können Sie weitere Unterlagen immer noch. Laden Sie sich hier zusätzlich eine vollständige Checkliste zu allen Bewerbungsunterlagen kostenlos als PDF herunter:

Download: Bewerbung Checkliste


Anlagen Auswahl: Wer braucht was?

  • Schüler
    Für Schüler sind bei der Bewerbung (für Praktikum oder Schülerjob) vor allem die Schulzeugnisse relevant. Auch Nachweise von früheren Nebenjobs können im Anhang nützlich sein. Ebenso Nachweise über außerschulisches Engagement oder Ehrenämter etwa als Schülersprecher.
  • Absolventen
    Hochschulabsolventen benötigen zur Bewerbung das jeweils letzte Hochschulzeugnis oder Zwischenzeugnis sowie Nachweise über bisherige Praktika. Auch hier gilt: auswählen! Relevant ist nur, was zur Stelle passt.
  • Berufseinsteiger
    Wer noch wenig Berufserfahrung vorweisen kann, sollte mit Nebenjobs und Praktika punkten. Auch Arbeitsproben und Empfehlungsschreiben können die Bewerbung aufwerten.
  • Berufserfahrene
    Bewerber mit mehrjähriger Berufserfahrung sollten unbedingt aktuelle, möglichst sogar lückenlose Arbeitszeugnisse, den höchsten Bildungsabschluss und ein paar passende Zertifikate oder Referenzen der Bewerbungsmappe hinzufügen. Entscheidend ist, dass diese Ihre Schlüsselqualifikationen belegen.
  • Jobwechsel
    Wer den Job wechselt oder sich gar als Quereinsteiger bewirbt, braucht unbedingt Anknüpfungspunkte zur angestrebten Position. Der Lebenslauf passt meist nicht perfekt, umso wichtiger sind jetzt die Anlagen, die dokumentieren, dass Sie generell geeignet sind oder wichtige Soft Skills besitzen.


FAUSTREGEL: Mit den Anlagen dokumentieren Sie im Wesentlichen die vergangenen zehn Berufsjahre. Was länger zurückliegt, ist kaum noch relevant und kann – tendenziell – gestrichen werden. Zum Beispiel das Abiturzeugnis bei einer erfahrenen Führungskraft.


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Wohin kommen die Anlagen in der Bewerbung?

Für die Anlagen in der Bewerbung gibt es nur zwei richtige Orte: das Anschreiben oder das Deckblatt. Im tabellarischen Lebenslauf gibt es weder Anlagenverzeichnis noch einen Hinweis auf die Zusätze. Ebensowenig benötigen Sie hierfür ein gesondertes Inhaltsverzeichnis, in dem Sie die Anlagen auflisten. Das wäre nur unnötiger Leseballast. Aber der Reihe nach…

Anlagenverzeichnis im Anschreiben

Der Anlagenvermerk im Bewerbungsschreiben orientiert sich hauptsächlich nach den Regeln der DIN 5008 für Geschäftsbriefe. Bedeutet: Die Anlagen stehen ganz am Ende des Anschreibens – eingeleitet mit dem Wirt „Anlagen“. Alternative Überschriften sind:

  • „Anlagenverzeichnis“
  • „Inhalt“
  • „Anhang“

Ob Sie den Anlagenvermerk rechtsbündig oder linksbündig setzen, ist eher Geschmacksache und abhängig von Ihrem Bewerbungsdesign. Standard ist aber heute die Bewerbung Anlagen linksbündig zu setzen, drei Zeilen unter der Grußformel. Zum Beispiel so:

Bewerbung Anlagen Muster Anlagenverszeichnis Anschreiben

Wer Platz sparen muss, kann auch nur das Wort „Anlagen“ schreiben.

Anlagen im Deckblatt

Falls Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen ein Deckblatt benutzen, können Sie auch dort die Anlagen erwähnen. Dies ist allerdings alternativ zu nutzen. Heißt: Entweder findet sich das Anlagenverzeichnis NUR im Anschreiben oder NUR auf dem Deckblatt, niemals doppelt. Das wäre redundant.

Da Sie auf dem Deckblatt in der Regel mehr Platz haben als am Anschreibenende, empfiehlt es sich, das die Anlagen ausführlicher aufgelistet werden. Wichtig: Erwähnen Sie diese aber stets in der Reihenfolge, wie Sie diese später auch in der Bewerbungsmappe sortieren. Das bedeutet aber nicht, dass Sie jedes Zeugnis einzeln auflisten müssen. Kurze Stichzeilen reichen. Beispiel:

Bewerbung Anlagen Muster Deckblatt Nicht Lebenslauf Beispiel Tipps

TIPP: Es ist übrigens falsch, wie manche im Internet schreiben, dass es nicht mehr üblich sei, Anlagen aufzulisten. Richtig ist vielmehr: Sie dürfen (aus Platzgründen) die Auflistung weglassen. Nützlich für den Empfänger bleibt das Anlagenverzeichnis weiterhin, weil es eine kurze Übersicht und prägnante Zusammenfassung gibt, woraus Ihre Bewerbungsunterlagen bestehen und an welcher Stelle welches Dokument zu finden ist.


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Anlagen auflisten: Die korrekte Reihenfolge

Wie werden die Bewerbungsanlagen richtig sortiert? Für die korrekte Reihenfolge haben Sie grundsätzlich zwei Optionen:

  1. Chronologisch
    Sie sortieren Zeugnisse, Zertifikate und Referenzen in der zeitlichen Reihenfolge, wie Sie diese erworben haben. Dann meist beginnend mit dem Schulzeugnis oder Ausbildungsnachweis.
  2. Synchron
    Vor allem Berufserfahrene schreiben ihren Lebenslauf heute „umgekehrt chronologisch“, im sogenannten amerikanischen Stil. Also mit der aktuellen Position zuerst. In dem Fall empfiehlt sich, den Anlagenverweis so zu sortieren, dass die Reihenfolge der Dokumente dem zeitlichen Ablauf der Stationen im Lebenslauf entspricht.

Üblich und durchgesetzt hat sich heute folgende Reihenfolge: Arbeitszeugnisse, höchster Bildungsabschluss, Zertifikate, danach Referenzen, Arbeitsproben und Behördenzeugnisse.

Die wichtigste Regel für die Reihenfolge der Anlagen lautet: Die Anlagen in der Bewerbung sollten IMMER eine logische und nachvollziehbare Sortierung aufweisen, damit die Bewerbung nicht zusammengewürfelt aussieht. Ein unsortierter Anhang sieht schlampig aus.

Reihenfolge der Zeugnisse

Für die Reihenfolge der Zeugnisse in der Bewerbung gilt ebenfalls: Idealerweise entspricht die Sortierung den Angaben im Lebenslauf. Heißt: Die erste Station und Berufserfahrung im Werdegang sollte durch das erste Zeugnis belegt werden; die zweite Station mit dem zweiten Zeugnis und so weiter.

Anhang: Was ist mit Zertifikaten, Urkunden, Referenzen?

Anlagen dienen Personalern als objektiver Beleg für die Angaben im Lebenslauf. Je näher sich Ihre Auswahl am künftigen Job orientiert, desto besser. Wer beispielsweise 30 Jahre alt ist und einige Berufserfahrung vorzuweisen hat, braucht kein Abiturzeugnis anfügen. Genauso wenig sollten Sie Nachweise branchenfremder Weiterbildungen oder Urkunden von irgendwelchen Webinaren dazu packen.

Umgekehrt gilt: Sollten Sie Auslandserfahrungen mitbringen und hierüber Nachweise besitzen, sollten Sie diese ins Deutsche übersetzen und beglaubigen lassen (gilt auch Hochschulzeugnisse). Nicht jeder Personaler kann englische Dokumente einordnen. Bei Chinesisch oder Spanisch geht das Verständnis in der Regel gegen Null.

Merken können Sie sich: Rund 87 Prozent der Personaler erwarten laut Umfragen, dass Bewerber Arbeitszeugnisse vollständig beifügen. Fehlende Zeugnisse wirken negativer als schlechte. Bewerbungen, denen gar kein Arbeitszeugnis oder Zertifikat beiliegt, haben kaum Erfolgsaussichten. Grund ist der Verdacht, der Bewerber wolle so schlechte Noten oder Beurteilungen verschleiern.

TIPP: Bleiben Sie bei der Auswahl der Unter- und Anlagen stets bei der Wahrheit. Eine schlechte Beurteilung aus dem aktuellen Job zu unterschlagen, funktioniert nicht. Das fällt jedem geschulten Personaler sofort auf und eine kritische Nachfrage kommt garantiert. Hier hilft nur, den Malus im Anschreiben, spätestens aber im Bewerbungsgespräch anzusprechen, zu erklären und zu relativieren.


Welche Anlagen in der Online-Bewerbung?

Sowohl bei der Online-Bewerbung wie E-Mail-Bewerbung kommen Anlagen ebenfalls zum Einsatz. In dem Fall werden alle Dokumente vorher eingescannt und der E-Mail angehängt beziehungsweise im Online-Formular hochgeladen.

Vor allem die E-Mail-Bewerbung hat sich inzwischen zur meistgenutzten Bewerbungsform etabliert. Sie spart Kosten für Porto und Papier und geht besonders einfach, komfortabel und schnell. Dennoch sollten Sie hierbei ein paar Punkte beachten:

1. Anlagen einzeln oder zusammen?

Anschreiben, Deckblatt, Lebenslauf sowie alle weiteren Anlagen werden nie einzeln versandt, sondern in eben dieser Reihenfolge in einem Gesamtdokument und EINER PDF-Datei zusammengefasst und dieses Dokument der E-Mail angehängt. Das fertige PDF sollte allerdings eine maximale Dateigröße von 4-5 MB nicht überschreiten. Größere Dateien können auch schon mal an der Firewall des Unternehmens scheitern.

TIPP: Bei einer Online-Bewerbung über ein firmeneigenes Bewerberportal sollten Sie sich stets an die Vorgaben des jeweiligen Arbeitgebers halten. In der Regel steht dort genau, ob und wo und welche Sie Ihre Bewerbungsunterlagen und Zeugnisse Sie einzeln oder zusammengefasst hochladen sollen. Es kann daher vorkommen, dass dort die Bestandteile Ihrer Bewerbung separat hochgeladen werden müssen.

2. Wie die Anlagen zusammenfassen?

Mehrere Einzeldokumente lassen sich heute schon bequem mit kostenlosen Online-Tools zusammenfügen. Falls Sie einen Mac (Apple) nutzen, ist diese Funktion bereits an Bord Ihres Computers. Eine ausführliche Anleitung dazu sowie Tipps für kostenlose Tools finden Sie auf Karrierebibel HIER.

Unser Extra-Tipp: Bearbeiten Sie vor dem Versandt der Bewerbung immer noch die Metadaten im PDF. Diese enthalten Informationen, wann, wo oder von wem das Dokument erstellt wurde. Daraus könnten Personaler lesen, dass die Bewerbungsunterlagen schon vor Monaten erstellt wurden und Sie bisher keinen Job gefunden haben… unschön! Prüfen oder bearbeiten lassen sich die Metadaten etwa mit den kostenlosen Tools „BeCyPDFMetaEdit“ oder „PDFCandy“.

TIPP: Auch wenn Sie Ihre Anlagen komprimieren müssen, versenden Sie keine ZIP-Datei! Diese kann nicht jeder Personaler öffnen und bearbeiten – außerdem macht das Entpacken die Bewerbung nur unnötig kompliziert. Versuchen Sie lieber MB zu sparen, indem Sie die Anhänge und Zeugnisse nur in Schwarz-Weiß einscannen.

3. Sinnvollen Dateinamen wählen

Der E-Mail-Anhang braucht vor dem Upload natürlich noch einen sinnvollen Dateinamen. Klingt trivial, tatsächlich werden hier aber regelmäßig Fehler gemacht. Faustregel: Ein guter Dateiname beschreibt immer den Inhalt der Anlage und zugleich den Namen des oder der Bewerberin. Der Sinn dahinter: Falls der Anhang später intern weitergeleitet wird (zum Beispiel an den Abteilungsleiter), können die Dokumente sofort vom Empfänger zugeordnet werden – ohne die Datei jedes Mal öffnen zu müssen.

🟢 Gute Dateinamen sind:

  • Bewerbung-Mia-Muster.pdf
  • Mia-Muster-Bewerbung-als-Aushilfe.pdf

🔴 Schlechte Dateinamen sind:

  • Bewerbung.pdf
  • Mia_Muster.pdf
  • Anschreiben-Lebenslauf-Anlagen.pdf
  • Bewerbung_Mia_Muster.pdf

Warum ist das letzte Beispiel schlecht? Der Unterstrich (_) wie er von vielen für Dateinamen verwendet wird, hat einen entscheidenden Nachteil: Er verbindet die einzelnen Wörter zu einem. Versuchen Sie mal mit einem Doppelklick oder den Tasten CMD + Shift + Pfeil links/rechts ein einziges Wort davon zu markieren… Geht nicht! Dieser verborgene Effekt sorgt dafür, dass die einzelnen Begriffe teils nicht mehr gesucht werden können. Verwenden Sie dagegen das Minuszeichen (-) zum Durchkoppeln, bleiben die einzelnen Begriffe für den Computer erkennbar. Effekt: Der Personaler, der beispielsweise in seinem Mail-Postfach nach „Bewerbung“ oder „Muster“ sucht, findet Sie so viel schneller.

TIPP: Schicken Sie die fertige Bewerbung zuerst an sich selbst – inklusive aller Anhänge. So können Sie kontrollieren, ob und wie alles beim Personalentscheider später ankommt. Unstimmigkeiten sollten Sie natürlich nachbessern. Eine der häufigsten Fehler bei der E-Mail-Bewerbung ist übrigens: Anlage vergessen.


Initiativbewerbung: Mit oder ohne Anlagen?

Mit der Initiativbewerbung bekommen Sie Zugang zum verdeckten Stellenmarkt. Sie bewerben sich bei Ihrem Wunscharbeitgeber, obwohl der gerade keine passende Stellenanzeige schaltet. Trotzdem werden rund 70 Prozent aller Jobs so vergeben. Ziel der initiativen Bewerbung ist, Neugier zu wecken und zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

An der Frage, wie aussagekräftig und umfangreich eine Initiativbewerbung sein muss, scheiden sich die Geister. Die einen empfehlen generell immer vollständige Unterlagen (also bis zu 10 Seiten) einzureichen; anderen reicht die Kurzbewerbung ohne Anlagen. Wir empfehlen, vollständige Unterlagen zu verschicken. So bekommt der Personaler ein maximal umfassenderes Bild von Ihnen. Das erhöht zugleich Chancen: Nicht nur auf den Traumjob, sondern vielleicht auch auf andere beim Wunscharbeitgeber, die Sie aber noch gar nicht auf dem Radar haben. Je mehr potenzielle Schnittstellen Sie in der Bewerbung erzeugen, desto Job! Und Nachliefern geht immer…

Anlagen nachreichen: Formulierung und Muster

Sollten sich Personaler für weitere Nachweise als die eingereichten interessieren, können Sie diese immer auf Wunsch nachreichen oder zum Vorstellungsgespräch mitbringen. Eine entsprechende Formulierung unter dem Anlageverzeichnis könnte lauten:

Sollten Sie an weiteren Zeugnissen und Nachweisen interessiert sein, reiche ich diese gerne nach oder bringe sie zum Vorstellungsgespräch mit. Eine kurze Rückmeldung dazu reicht.

Bewerbungsvorlagen: 120+ kostenlose Muster

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Häufige Fragen zu den Anlagen in der Bewerbung

Was gehört in die Anlagen einer Bewerbung?

Als „Anlagen“ werden in der Bewerbung alle Dokumente bezeichnet, die zusammen mit Anschreiben, Lebenslauf und Deckblatt versendet werden. Diese Anhänge bestehen meist aus Arbeitszeugnissen, Abschlusszeugnissen, Weiterbildungsnachweisen und Zertifikaten, Referenzen oder Empfehlungen sowie gegebenenfalls Arbeitsproben und offiziellen Behördenschreiben (Führerschein, Gesundheitszeugnis oder Führungszeugnis). Auch bei der Papierbewerbung werden die Anlagen immer als Kopie verschickt – nie die Originale.

Wo listet man die Anlagen auf?

Aufgelistet werden die Anlagen entweder im Anschreiben am Ende oder auf dem Deckblatt – nie im Lebenslauf! Aus Platzgründen dürfen Sie eine detaillierte Liste mit den Anhängen kürzen und nur „Anlagen“ schreiben. Ein kompaktes Anlagenverzeichnis ist für Personaler aber informativ, weil es eine prägnante Zusammenfassung gibt, woraus die Bewerbungsunterlagen bestehen und an welcher Stelle welches Dokument zu finden ist.

Wie Anlagen angeben?

Laut der DIN 5008 für Geschäftsbriefe können Sie am Ende des Anschreibens den Hinweis „Anlagen“ oder „Anhänge“ schreiben und durch Fettschrift hervorheben. Den Vermerk setzen Sie mit einem Abstand von drei Leerzeilen unter die Grußformel und Unterschrift. Wenn noch Platz ist, können Sie kurz erwähnen, welche Dokumente in der Bewerbungsmappe stecken – z.B. Arbeitszeugnisse, Zertifikate, Referenzen.

In welcher Reihenfolge kommen die Anlagen zur Bewerbung?

Die korrekte Reihenfolge für den Aufbau einer vollständigen Bewerbungsmappe (gedruckt oder online) lautet: Anschreiben, (Deckblatt), Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Zertifikate, Referenzen, (Arbeitsproben, Bescheinigungen). Letztere hängen Sie der Bewerbung nur an, wenn diese in der Stellenausschreibung explizit verlangt wurden. Die Zeugnisse – wie alle Anlagen – werden nach Aktualität sortiert, beginnend mit dem aktuellste Zeugnis. Die Sortierung muss der Reihenfolge der Erwähnung im Lebenslauf entsprechen.

Welche Anhänge dürfen auf keinen Fall fehlen?

Die wichtigsten Anlagen für eine erfolgreiche Bewerbung sind aktuelle Arbeitszeugnisse (maximal drei) sowie das Abschlusszeugnis des höchsten Bildungsabschlusses. Also beispielsweise das Master-Zeugnis bei Absolventen oder das Abitur bei Schülern. Praktikums- oder Schulzeugnisse werden irrelevanter, je mehr Berufserfahrung Bewerber mitbringen. Faustregel: Was länger als 10 Jahre zurückliegt, interessiert Personaler kaum noch.

Wie viele Anhänge in der Bewerbung?

Insgesamt sollte die vollständige Bewerbungsmappe 10 DIN A4 Seiten nicht übersteigen. Zieht man davon Anschreiben (1 Seite) und Lebenslauf (max. 3 Seiten) ab, bleiben für die Anlagen nur noch 6-7 Seiten übrig. Die sollten Sie entsprechend ihrer Aktualität, Aussagekraft und Relevanz für die Stelle auswählen. Bewährt haben sich: 3 Arbeitszeugnisse, 2-3 Zertifikate und 1-2 Empfehlungsschreiben. Bei der E-Mail-Bewerbung sollte der in einem PDF zusammengefasste Anhang eine maximale Größe von 5 MB nicht überschreiten.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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