Bewerbung Betreff: Tipps, Beispiele & Formulierungen

Bei der Bewerbung liegt das Anschreiben immer obenauf. Der Empfänger sieht es zuerst. Und was dabei sofort ins Auge springt, ist die Betreffzeile. Der Betreff der Bewerbung gibt dieser – optisch und formal – einen Bezug: Worauf bewerben Sie sich? Als was? Gibt es eine Referenznummer? Es mögen nur ein bis maximal zwei Zeilen sein. Die sind aber durch die Schriftgröße oder Fettschrift besonders hervorgehoben und prägen so entscheidend den ersten Eindruck Ihrer Bewerbungsunterlagen.

Damit Sie sich von Anfang an perfekt präsentieren, zeigen wir Ihnen hier, worauf es bei einer gelungenen Betreffzeile ankommt, wie diese aufgebaut wird und was Sie unbedingt enthalten muss. Dazu gibt es – wie gewohnt – Tipps, konkrete Beispiele und Formulierungen…

Bewerbung Betreff: Tipps, Beispiele & Formulierungen

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Aufbau und Struktur: Die formale Gestaltung

Mit Ihrer Bewerbung wollen Sie einen potenziellen Arbeitgeber von sich und Ihren Fähigkeiten überzeugen. Hierfür ist natürlich in erster Linie der Inhalt entscheidend.

Der erste Eindruck, den ein Personaler von Ihrem Bewerbungsschreiben erhält, wird allerdings ebenso wesentlich durch dessen formale Gestaltung bestimmt.

Die beginnt bereits bei der Betreffzeile. Sie sollten diese daher in keinem Fall vernachlässigen, sondern dort, wo Ihr eigentliches Schreiben noch gar nicht begonnen hat, auf folgende Punkte achten:

  • Schriftart
    Die beiden häufigsten Schriftarten in Bewerbungen sind „Arial“ und „Times New Roman“. Mit diesen können Sie in der Regel nichts verkehrt machen. Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihre gesamte Bewerbung in einer (maximal zwei) einheitlichen Schriftarten verfassen. Heißt: Wenn Sie sich in der Betreffzeile für Arial entschieden haben, müssen Sie diese auch für alle anderen Textelemente Ihres Anschreibens nutzen.
  • Schriftgröße
    Diese sollte abhängig von der Schriftart gewählt werden. „Arial“ wirkt größer und wuchtiger. Deshalb sollte eine Betreffzeile in dieser Schrift etwas kleiner ausfallen und zwischen 13 pt und 14 pt liegen. „Times New Roman“ hingegen ist eine feinere Schriftart, die eine größere Schriftgröße verträgt, um aufzufallen. Normal sind in diesem Fall zwischen 14 pt und 16 pt in der Betreffzeile. Sollten Sie sich für eine andere Schriftart entscheiden, passen Sie Schriftgröße bitte entsprechend an. Achten Sie darauf, eine Größe zu wählen, die nicht dominant wirkt, aber auch nicht so klein, dass der Personaler den Betreff als solchen nicht mehr erkennt.
  • Hervorhebung
    Die Betreffzeile ist der Abschnitt Ihres Anschreibens, den Sie unbedingt fett schreiben sollten. Auf diese Weise schaffen Sie optisch mehr Struktur und zeigen, wo der Kopfteil Ihrer Bewerbung endet und der Hauptteil beginnt. Außerdem lenkt die Fettschrift das Auge des Personalers sofort auf die enthaltenen, wichtigen Informationen. Ein Tabu ist es hingegen, die Betreffzeile zu unterstreichen.
  • Aufbau
    Das Wort „Betreff“, oder schlimmer noch die Abkürzung „Betr.“ wird schon seit geraumer Zeit nicht mehr als erstes Wort in der Betreffzeile verwendet und vorweg gestellt. Trotzdem machen immer noch viele Bewerber diesen Fehler und zeigen damit, dass Sie nicht auf dem aktuellen Stand der geschäftlichen Kommunikation sind. In den Betreff Ihres Anschreibens gehören allein die genaue Position, auf die Sie sich bewerben und gegebenenfalls eine Kennziffer oder Referenznummer aus der Stellenanzeige.

    Achtung: Am Ende des Betreffs folgt keine Interpunktion, also kein Punkt und schon gar kein Ausrufezeichen! Beispiel:


    Bewerbung als Mediengestalter (IHK)
    Ihr Stellenangebot vom TT.MM.JJJJ, Referenznummer 98765-4
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Inhalt: Formulierungen und Tipps für die Betreffzeile

Nachdem die Rahmenbedingungen und formalen Anforderungen geklärt sind, geht es nun darum, die Betreffzeile mit dem richtigen Inhalt zu füllen.

Die Betreffzeile ist zwar optisch und verhältnismäßig nur ein kleiner Teil Ihrer Bewerbung. Sie ist aber zugleich der erste Teil, den ein Personaler liest. Da der erste Eindruck die Sympathien bleibend prägt, kann eine schlecht formulierte Betreffzeile bereits Ihre Chance auf den Job oder ein mögliches Vorstellungsgespräch reduzieren.

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Wie macht man im Betreff einen professionellen Eindruck?

Auch hierzu gibt es ein paar konkrete Tipps, wie Ihnen eine überzeugende Formulierung in der Betreffzeile gelingt:

Seien Sie konkret

Aus dem Betreff sollte klar hervorgehen, worum es im Anschreiben geht. Ein einfaches „Bewerbung“ ist keine geeignete Betreffzeile und viel zu allgemein.

Ungeeignete Betreffzeilen

„Bewerbung“
– Zu allgemein
– Keine Zuordnung

„Bewerbung als Aushilfe“
– Immer noch zu allgemein
– Aushilfe im Verkauf oder Büro?

„Bewerbung auf Ihre Anzeige“
– Keine Zuordnung
– Welche Anzeige? Wann? Welcher Job?



Wer derart allgemeine Floskeln in den Betreff setzt, erweckt schnell den Eindruck, er oder sie hätte sich beim Verfassen des Schreibens nur wenig Mühe gegeben. Nennen Sie stattdessen im Betreff immer explizit die Stelle, auf die Sie sich bewerben (siehe Beispiele unten).

Fassen Sie sich kurz

Der Platz einer Betreffzeile ist begrenzt. Es heißt nicht umsonst „Einzeiler“. Nennen Sie daher die wichtigsten Informationen, die der Personaler braucht, um Ihr Schreiben einzuordnen und sparen Sie sich weitere Anmerkungen für den Text. Die folgenden Formulierung dürften Ihre Erfolgschancen eher nicht steigern:

Ungeeignete Betreffzeilen

„Bewerbung als Assistentin auf die Stelle in Ihrem Hauptsitz, die Sie im Internet auf Jobportalen ausgeschrieben haben“
– Viel zu lang
– Trotz viel Text: unkonkret, unnötige Informationen

„+++👉 #BEWERBUNG als Social Media Manager 👈+++“
– Sonderzeichen und Emojis haben im Betreff nichts verloren
– Versalien sind ebenfalls tabu
– Wirkt unseriös bis verzweifelt

Nutzen Sie das Stellenangebot

Wenn Sie sich auf ein konkretes Stellenangebot bewerben, sollten Sie auch die Informationen nutzen, die Ihnen dabei zur Verfügung stehen. Sind Kennziffern oder Referenznummern angegeben, gehören diese unbedingt in den Betreff des Anschreibens. So kann Ihre Bewerbung der gewünschten Stelle eindeutig zugeordnet werden.

Geeignete Betreffzeile

„Bewerbung als Trainee im Vertrieb (Referenz: 1234-5)“
+ Konkreter Stellenbezug
+ Eindeutige Referenznummer



Auch wenn es offensichtlich erscheint: Nennen Sie immer die Berufsbezeichnung exakt wie in der Stellenanzeige. Wenn sich beispielsweise ein gelernter Einzelhandelskaufmann auf eine Stelle als „Shop Assistant“ bewirbt, steht im Betreff natürlich „Shop Assistant“ und nicht „Einzelhandelskaufmann“. Sollte die Bewerbung von einem Computer vorgefiltert werden, würde sie sonst sehr wahrscheinlich aussortiert.

Verwenden Sie eine Bezugszeile

Eine Bezugszeile ist eine Ergänzung zur normalen Betreffzeile. Sie ist kleiner und wird direkt darunter gesetzt. Wie der Name schon sagt, nehmen Sie hier Bezug auf das Stellenangebot. Genauer gesagt wird hier erwähnt, wo Sie die Stellenausschreibung gefunden haben. Das können beispielsweise Online- oder Printmedien sein. Nennen Sie in diesem Zusammenhang auch das Datum der Veröffentlichung, um eine Zuordnung zu erleichtern (siehe Beispiele unten).

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Beispiele für gelungene Betreffzeilen

Um Ihnen zu zeigen, wie die Umsetzung der oben genannten Tipps aussehen kann, haben wir hier einige positive Betreff-Beispiele aufgelistet:

Beispiel für eine einfache Betreffzeile

Bewerbung als Senior Controller, Kennziffer 1234/567

Betreffzeile mit Bezugzeile

Bewerbung als Grafikdesigner Referenznummer 112233
Ihre Stellenanzeige in der Neuen Muster Zeitung am TT.MM.JJJJ

Bewerbung um eine Stelle als Verkäufer
Ihr Stellenangebot auf karrieresprung.de, Referenznummer: 202X/178

Bewerbung als staatlich geprüfter Maschinenbautechniker
Ihr aktuelles Stellenangebot auf karrieresprung.de

Bewerbung als Reinigungskraft in Beispielstadt
Unser Telefonat am Montag, den TT.MM.JJJJ

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Beispiele für Betreffzeilen zur Initiativbewerbung

Bei der Initiativbewerbung oder Blindbewerbung fehlt in der Regel eine Stelle, auf die Sie sich beziehen könnten. Deswegen ja die Initiativbewerbung: Sie wollen einen Job, den es – offiziell – nicht gibt. Hierbei ändert sich auch die Betreffzeile:

Betreffzeilen-Beispiele für eine Initiativbewerbung

  • „Bewerbung für eine Position als Key Account Manager“
  • „Bewerbung um einen Praktikumsplatz als Steuerfachangestellte“
  • „Initiativbewerbung als Chefsekretärin“

Der Betreff ist zwar nur der Einstieg zur erfolgreichen Bewerbung. Kurz, prägnant und professionell formuliert, zeigt er aber bereits, dass der oder die Bewerber(in) mitgedacht und sich Mühe gegeben hat. Die Betreffzeile ist eine Art erste Arbeitsprobe. Wer hier hohe Sorgfalt beweist (oder Schlampigkeit) provoziert Rückschlüsse auf die Qualität seiner späteren Arbeit. Das können und sollten Sie positiv nutzen – mit einer aussagekräftigen Betreffzeile.

Checkliste zur Betreffzeile

  • Eine bis maximal 2 Zeilen
  • Enthält das Wort „Bewerbung“
  • Wiederholt exakte Berufsbezeichnung der Stellenanzeige
  • Nimmt Bezug zur Stellenanzeige (wo / wann gesehen?)
  • Nennt Referenznummer (falls vorhanden)
  • Verweist – falls zutreffend – auf Gespräch oder Telefonat (mit Datum)

Wir wünschen viel Erfolg bei der Bewerbung!

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

Weiterführende Quellen und Ratgeber

Tipps zur Bewerbung
Bewerbungsvorlagen
11 Bewerbungsformen
ABC der Bewerbungstipps
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25. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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