Rückwärtssuche: Funktion, Anbieter, Tipps zur Suche

Wem gehört die Nummer? Die Rückwärtssuche hilft Ihnen bei der Antwort auf die Frage, wenn eine unbekannte Nummer auf Ihrem Display erscheint. Über „Das Telefonbuch“, „Das Örtliche“ oder andere Anbieter wie 11880.com finden Sie heraus, wer sich hinter der Nummer verbirgt. Im Falle eines Rückrufs sehr praktisch. Aber: Bei welchen Telefonnummern sollte man nicht zurückrufen? Wir zeigen Ihnen, wie die Rückwärtssuche (auch „Inverssuche“) funktioniert, welche Informationen Sie noch herausfinden können und welche Telefonnummern Sie auf gar keine Fall zurückrufen sollten…

Rückwärtssuche: Funktion, Anbieter, Tipps zur Suche

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Wie funktioniert die Rückwärtssuche?

Für die Rückwärtssuche haben Sie mehrere Möglichkeiten. Die zuverlässigste ist über die Seite eines Online-Services. Dort müssen Sie lediglich die Telefonnummer in die jeweilige Suchmaske eingeben, um die Rückwärtssuche zu starten. Die größten Anbieter sind folgende:

  • dasoertliche.de/rueckwaertssuche
  • dastelefonbuch.de/R%C3%BCckw%C3%A4rts-Suche
  • 11880.com/rueckwaertssuche

Diese Anbieter suchen zuverlässig, einfach und schnell nach einer Person oder Firma, die sich mit der angegebenen Telefonnummer in Verbindung bringen lässt. Übrigens ist das in Deutschland auch in Zeiten der Datenschutzgrundverordnung völlig legal, denn die Rückwärtssuche bedient sich nur öffentlich zugänglicher Register und Einträge. Es ist jedoch möglich, die eigene Telefonnummer nicht in ein solches Verzeichnis aufnehmen zu lassen und zu widersprechen, dass andere Ihren Namen über eine Rückwärtssuche ausfindig machen können.

Rueckwaertssuche Inverssuche Handy Vorwahl

Ihre Möglichkeiten im Detail:

Rückwärtssuche Google

Einfach per copy & paste die Telefonnummer bei Google (oder dem Browser Ihrer Wahl) einzugeben, ist vermutlich der bequemste Weg. Handelt es sich um Firmen, Behörden, Ärzte oder Personen, die anderweitig ihre Daten im Netz zur Verfügung stellen (beispielsweise auf einer eigenen Homepage), werden Sie Erfolg haben. Aber die Rückwärtssuche via Google funktioniert nicht immer: Bei Privatpersonen stehen die Chancen deutlich schlechter.

Rückwärtssuche Das Örtliche

Einer der großen Onlinedienste ist Das Örtliche. Die Rückwärtssuche umfasst nicht nur Festnetznummern, sondern auch Mobilfunk- und Sonderrufnummern. Nebendem ermöglicht die Seite auch Suchen nach Vorwahl, Postleitzahlen oder Personen.

Rückwärtssuche Telefonbuch

Mit dem guten alten Telefonbuch können Sie bei einer Rückwärtssuche nichts anfangen – dieses funktioniert nur anders herum, wenn Sie den Namen kennen und die zugehörige Telefonnummer suchen. Aber die Seite dastelefonbuch.de bietet die Inverssuche und diverse andere Dienste (wie Suche nach der Vorwahl einer bestimmten Stadt) an.

Rückwärtssuche Klicktel

Für diejenigen, die den Anbieter „Klicktel“ in obiger Liste vermissen: Dieser firmiert nun unter dem Namen 11880.com, bietet aber nach wie vor die Inverssuche an. Nach eigenen Angaben greifen Nutzer hier auf 12 Millionen Datensätze zurück.

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Vorwahl: Rückwärtssuche im Ausland

Eine fremde Vorwahl erscheint auf Ihrem Handy und Sie fragen sich, woher die Nummer stammt. Häufig lässt sich bereits auf den ersten Blick erkennen, ob es sich um einen inländischen Anruf handelt oder der Anruf aus dem Ausland stammt. Beginnt die angezeigte Nummer mit „00“, liegt eine Auslandsvorwahl vor. Teilweise findet sich auch eine Schreibweise mit „+“ anstelle der Nullen.

Mit einer deutschen Rückwärtssuche kommen Sie bei ausländischen Vorwahlen nicht weiter. Der einfachste Weg ist auch hier Google – dafür müssen Sie lediglich die Nummer in das Suchfeld eingeben. Kommen Sie damit jedoch nicht weiter, können Sie folgendermaßen vorgehen:

  1. Ländervorwahl ermitteln
    Identifizieren zunächst die Vorwahl des Landes (zum Beispiel +41 für die Schweiz). Dies geht über jede Suchmaschine, aber auch über diverse Länderguides oder Wikipedia.
  2. Anbieter finden
    Suchen Sie bei der Rückwärtssuche des entsprechenden Landes nach der Telefonnummer. Diese finden Sie, in dem Sie in eine Suchmaschine die Begriffe Online-Telefonbuch und den Namen des Landes eingeben.
  3. Alternative probieren
    Falls Sie auf diesem Weg nichts finden, benutzen Sie eine entsprechende internationale Rückwärtssuche. Ein Beispiel ist thisnumber.com

Bei welchen Telefonnummern sollte man nicht zurückrufen?

Wer nicht gerade Verwandtschaft oder Freunde im Ausland hat, sollte bei internationalen Vorwahlen vorsichtig sein: Meist handelt es sich bei internationalen Vorwahlen um sogenannte Ping-Anrufe. Diese Anrufe werden von dubiosen Firmen getätigt, um die Anrufer abzuzocken: Die Nummer taucht im Display auf, es klingelt aber nicht oder wenn, dann nur sehr kurz. Bei Rückruf ist man bei der nächsten Telefonrechnung ein kleines Vermögen los.

Vor allem Vorwahlen wie 00261 (Madagaskar) oder 00257 (Burundi) sind dafür bekannt. Das Problem: Sie erinnern flüchtig an deutsche Ortsvorwahlen wie 0261 (Koblenz) oder 0257 an Orte wie Saerbeck (02574) oder Emsdetten (02572). Um zu wissen, bei welchen Telefonnummern man nicht zurückrufen sollte, ist es nützlich, sich bestimmte Merkmale von Vorwahlen zu vergegenwärtigen:

Beispielsweise beginnen sämtliche Mobilfunknummern mit „01“. Aber Vorsicht: Folgt als nächstes eine „8“, dann haben Sie es meist mit einem kostenpflichtigen Service zu tun. Aufpassen sollten Sie ebenfalls bei Nummern, die mit 0900 beginnen: Dahinter verbergen sich kostenpflichtige Dienstleistungen. Beginnt die Vorwahl hingegen mit 02 bis 09, handelt es sich um Ortsnetze in Deutschland.

Rufnummern sperren

Fühlen Sie sich häufig von fremden Anrufern belästigt (meist stecken Werbeanrufe oder Marktforschungsunternehmen dahinter), können Sie die Nummer auch sperren, so dass Sie nicht mehr von ihnen genervt werden. Dies geht ganz einfach in den Einstellungen Ihres Mobiltelefons oder Ihrer Fritz-Box. Wenn Sie die Telefoneinstellungen aufrufen, sehen Sie die entsprechende Nummer. Wählen Sie nun den Menüpunkt „Nummer sperren“ aus. Ebenso können Sie auch alle unbekannten Anrufer blockieren. Zudem können Sie unseriöse Anbieter auch der Bundesnetzagentur melden.

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Wie können Sie der Rückwärtssuche widersprechen?

Die private Telefonnummer gehört zu den personenbezogenen Daten und fällt unter den Datenschutz und die Datenschutzgrundverordnung. Somit dürfen Informationen zu Ihrer Telefonnummer nicht einfach weitergegeben werden, auch nicht bei einer Rückwärtssuche. Wie kann es dann sein, dass sich fremde Nummern inklusive weiterer personenbezogener Daten wie Name oder Anschrift per Rückwärtssuche ausfindig machen lassen?

Grund ist eine Regelung seit Einführung der Rückwärtssuche vor inzwischen fast 15 Jahren. Diese legt fest, dass eine Rückwärtssuche möglich ist, solange der Inhaber der Telefonnummer (und damit derjenige, der ein Recht an seinen personenbezogenen Daten hat) keinen Widerspruch gegen die Möglichkeit der Inverssuche einlegt.

Diese Widerspruchsmöglichkeit steht meist im Kleingedruckten auf Telefonrechnungen oder dem Telefonvertrag – nur wer liest diese schon aufmerksam durch? Wenn Sie nicht wollen, dass persönliche Informationen über eine Rückwärtssuche Ihrer Telefonnummer zu erhalten sind, gibt es mehrere einfache Wege, um zu widersprechen. Wenden Sie sich dafür an Ihren Telefonanbieter und erklären Sie entweder schriftlich den Widerspruch oder reichen Sie diesen telefonisch ein. Ein solcher Widerspruch gegen die Verwendung Ihrer Nummer und die Rückwärtssuche ist jederzeit möglich, nicht nur bei Vertragsabschluss.

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Rückwärtssuche für Bilder

Eine Rückwärtssuche wird vor allem für eine Telefonnummer, einen Namen und eine Adresse genutzt. Dies ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, wie eine solch umgedrehte Suche genutzt werden kann. Beliebt ist beispielsweise auch die umgekehrte Bildersuche. Dabei suchen Sie nicht nach einem Bild selbst, sondern nach Homepages, auf denen die Bilder gezeigt werden, nach anderen Größen des Bildes sowie nach anderen Bildern, die dem vorgegebenen ähnlich sind. Eine Plattform dafür ist TinEye.com. Hier können Sie die Bild-URL angeben oder direkt ein Bild hochladen und das Internet nach passenden Ergebnissen durchsuchen lassen.

Weitere Möglichkeiten zur Rückwärtssuche von Nummern

Neben den oben genannten Anbietern gibt es verschiedene Wege, eine Rückwärtssuche zu einer Telefonnummer durchzuführen. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Ihre Suche erfolglos blieb. Beispielsweise lassen sich Handynummern nur schwer über die Rückwärtssuche ermitteln, da sich diese oftmals nicht in Verzeichnissen befinden.

Rückruf

Sie haben immer die Option eines Rückrufs – aber bei einer gänzlich unbekannten Telefonnummer wollen die meisten vorher wissen, wen sie anrufen. So lassen sich unerwünschte Werbetelefonate vermeiden. Sollten Sie Sicherheitsbedenken haben, können Sie beim Rückruf Ihre Nummer unterdrücken, um keine eigenen Informationen preiszugeben.

Netzwerke

Abhängig davon, wie viel der noch unbekannte Anrufer im Internet über sich preisgibt, können auch Facebook oder Linkedin eine Möglichkeit der Rückwärtssuche sein. Hier kann bei den persönlichen Informationen ebenfalls eine Mobilfunknummer hinterlegt werden. Über die Suchfunktion können Sie nicht nur Namen, sondern eben auch Telefonnummern suchen. Die Chance ist zwar eher klein, aber einen Versuch wert, da es nur wenige Augenblicke dauert.

Rückwärtssuche von Handynummern

Bei Handynummern gibt es einen anderen Trick, der Ihnen helfen kann, den Anrufer zu identifizieren: Speichern Sie die unbekannte Nummer in Ihrem digitalen Telefonbuch ab und schauen Sie, ob der neue Kontakt in WhatsApp auftaucht. Durch die Profilinformationen oder ein Bild können Sie so vielleicht erkennen, um wen es sich handelt.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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