Rückwärtssuche: So funktioniert es

Die Gameshow Jeopardy hat das Konzept klassischer Quizsendungen auf den Kopf gestellt. Statt wie gewohnt Antworten auf Fragen zu geben, wird eine Lösung vorgegeben, zu der eine passende Frage formuliert werden muss. Ähnlich funktioniert das Prinzip der Rückwärtssuche. Vor allem bei Telefonnummern wird diese häufig eingesetzt. Schluss mit Anrufen unbekannter Nummern, mit einer Rückwärtssuche (auch Inverssuche) können Sie im besten Fall einen Namen ausfindig machen und wissen endlich, wer bei Ihnen angerufen hat. Allerdings können andere die Rückwärtssuche auch nutzen, um Informationen zu Ihrer privaten Telefonnummer zu suchen. Wir stellen Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Rückwärtssuche vor und erklären, wie Sie widersprechen können, um Ihre personenbezogenen Daten zu schützen…

Rückwärtssuche: So funktioniert es

Rückwärtssuche: Warum überhaupt?

Jeder kennt die Situation: Sie wollen einen Kollegen, einen Freund oder auch jemanden aus Ihrer Familie anrufen – und haben keine Ahnung, wie dessen Telefonnummer lautet. Dank eingespeicherter Nummern im Smartphone, Visitenkarten oder dem guten, alten Telefonbuch lässt sich dieses Problem glücklicherweise meist recht unkompliziert lösen.

Doch warum sollten Sie eine Rückwärtssuche durchführen? Tatsächlich haben Sie wahrscheinlicher häufiger einen Grund dazu, als Sie glauben. Sie kommen nach Hause und auf Ihrem Telefon ist ein verpasster Anruf von einer Nummer, die Sie noch nie gesehen haben oder zumindest nicht zu ordnen können. Oder auf Ihrem Smartphone ruft wiederholt eine Nummer an, die Sie nicht kennen. Verständlicherweise wollen Sie wissen, wer da versucht, Sie zu erreichen.

Mit einer Rückwärtssuche können Sie genau das tun und einen Namen zu einer unbekannten Telefonnummer herausfinden. Meist stellt sich dabei heraus, dass es sich um einen Freund oder anderen Kontakt handelt, dessen Nummer Sie nur nicht sofort identifizieren konnten, doch vielleicht versucht auch jemand, den Sie überhaupt nicht kennen – oder von dem Sie es nicht wollen – Sie anzurufen.

Rückwärtssuche über die größten Anbieter

Mit Ihren Telefonbuch können Sie bei einer Rückwärtssuche nichts anfangen – dieses funktioniert nur anders herum, wenn Sie den Namen kennen und die zugehörige Telefonnummer suchen. Für die Rückwärtssuche gibt es mittlerweile aber diverse Online-Dienste und Services, die einfach und schnell nach einer Person oder Firma suchen, die mit der angegebenen Telefonnummer in Kontakt gebracht werden kann.

Das ist in Deutschland übrigens auch in Zeiten von Datenschutzgrundverordnung legal, denn die Rückwärtssuche bedient sich nur öffentlich zugänglichen Registern und Einträgen. Es ist jedoch möglich, die eigene Telefonnummer nicht in ein solches Verzeichnis aufnehmen zu lassen und zu widersprechen, dass andere den eigenen Namen über eine Rückwärtssuche ausfindig machen können.

Ist das nicht der Fall, müssen Sie lediglich die Telefonnummer in die jeweilige Suchmaske eingeben, um die Rückwärtssuche zu starten: Dies sind die größten Anbieter:

Wie können Sie der Rückwärtssuche widersprechen?

Die private Telefonnummer gehört zu den personenbezogenen Daten und ist somit zunächst vom Datenschutz und der Datenschutzgrundverordnung geschützt. Heißt erst einmal: Informationen zu Ihrer Telefonnummer dürfen nicht einfach so weitergegeben werden, auch nicht bei einer Rückwärtssuche. Wie kann es dann sein, dass so viele Nummern inklusive weiterer personenbezogener Daten wie Name oder sogar der Anschrift über eine Rückwärtssuche ausfindig gemacht werden können?

Grund ist eine Regelung seit der Einführung der Rückwärtssuche vor inzwischen fast 15 Jahren. Es wurde festgelegt, dass eine Rückwärtssuche möglich ist, solange der Inhaber der Telefonnummer (und damit derjenige, der ein Recht an seinen personenbezogenen Daten hat) keinen Widerspruch gegen die Möglichkeit der Inverssuche einlegt. Auf diese Widerspruchsmöglichkeit wird meist im Kleingedruckten auf Telefonrechnungen oder auf dem abgeschlossenen Telefonvertrag hingewiesen – nur wer liest diese schon aufmerksam durch?

Wenn Sie nicht wollen, dass persönliche Informationen über eine Rückwärtssuche Ihrer Telefonnummer zu erhalten sind, gibt es mehrere einfache Wege, um zu widersprechen. Wenden Sie sich dafür an Ihren Telefonanbieter und erklären Sie entweder schriftlich den Widerspruch oder reichen Sie diesen telefonisch ein. Ein solcher Widerspruch gegen die Verwendung Ihrer Nummer und die Rückwärtssuche ist jederzeit möglich, nicht nur bei Vertragsabschluss.

Rückwärtssuche gibt es nicht nur für Telefonnummern

Rückwärtssuche Klicktel Vorwahl Handy Anruf Örtliche HandynummerEine Rückwärtssuche wird vor allem für Telefonnumern und Namen genutzt, dies ist jedoch nicht die Einzige Möglichkeit, wie eine solch umgedrehte Suche genutzt werden kann. Beliebt ist beispielsweise auch die umgekehrte Bildersuche. Dabei suchen Sie nicht nach einem Bild selbst, sondern nach Homepages, auf denen ein Bild gezeigt wird, nach anderen Größen des Bildes sowie nach anderen Bildern, die dem vorgegebenen ähnlich sind.

Eine Plattform dafür ist TinEye. Hier können Sie die Bild-URL angeben oder direkt ein Bild hochladen und das Internet nach passenden Ergebnissen durchzuchen lassen.

Andere Möglichkeiten zur Rückwärtssuche einer Telefonnummer

Neben den oben genannten Anbietern gibt es verschiedene Wege, eine Rückwärtssuche zu einer Telefonnummer durchzuführen. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Sie über die Services kein Ergebnis gefunden werden konnte. So ist es oftmals schwierig, Handynummern über eine solche Rückwärtssuche zu finden, da sich diese oftmals nicht in Verzeichnissen befinden.

Natürlich können Sie auch zurückrufen, doch sind viele bei einer gänzlich unbekannten Telefonnummer erst einmal skeptisch und würden gerne wissen, mit wem sie es zu tun haben. Vielleicht wollen Sie auch gar nicht mit der Person am anderen Ende sprechen, wenn es sich um nervige Werbetelefonate handelt, die nur Zeit und Nerven rauben. Sollten Sie sich für einen klassischen Rückruf entscheiden, können Sie Ihre eigene Nummer unterdrücken, um keine eigenen Informationen preiszugeben.

Eine einfache Möglichkeit zur Rückwärtssuche ist es, die unbekannte Telefonnummer kurzerhand in Google einzugeben und zu schauen, ob möglicherweise ein passender Treffer dabei ist. Gerade wenn es sich um ein Unternehmen handelt, das Sie erreichen wollte, stehen die Chancen hierfür recht gut.

Abhängig davon, wie viel der noch unbekannte Anrufer im Internet über sich preisgibt, kann auch Facebook eine Möglichkeit der Rückwärtssuche sein. Hier kann bei den persönlichen Informationen ebenfalls eine Mobilfunknummer hinterlegt werden. Über die Suchfunktion können Sie nicht nur Namen, sondern eben auch Telefonnummern suchen. Die Chance ist hier zwar eher klein, einen Versuch ist diese Variante aber trotzdem wert, da es nur wenige Augenblicke dauert.

Bei Handynummern gibt es einen anderen Trick, der Ihnen helfen kann, den Anrufer zu identifizieren: Speichern Sie die unbekannte Nummer in Ihrem digitalen Telefonbuch ab und schauen Sie, ob der neue Kontakt in WhatsApp auftaucht. Durch die Profilinformationen oder ein Bild können Sie so vielleicht erkennen, um wen es sich handelt.

[Bildnachweis: Stock-Asso by Shutterstock.com]
20. November 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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