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Schuhe Knigge: Tipps für Businessschuhe und Socken


Schuhe sind Verräter. Ausgelatschte, ungepflegte oder schmutzige Galoschen enttarnen jedes noch so perfekte Outfit als pure Verkleidung. Ungepflegtes Schuhwerk kann ein echter Stolperstein für die Karriere sein (bei der Partnerwahl übrigens auch – Frauen achten besonders darauf!). Das Beste ist natürlich ein Maßschuh aus Pferdeleder. Derlei Business-Schuhe kann sich allerdings nicht jeder leisten. Zur Standardausstattung, die gibt es auch als Konfektionsware, gehören zumindest aber: ein Paar schwarzer Schnürschuhe. Was Sie sonst noch bei Auswahl beachten sollten, erfahren Sie in unserem Schuh-Knigge…


Schuhe Knigge: Tipps für Businessschuhe und Socken

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Knigge für Business-Schuhe

Je nach Tätigkeit gehen wir bis zu 18.000 Schritte am Tag. Unsere Füße müssen also ziemlich viel aushalten. Die Schuhe auch. Welcher Schuh zu welchem Anzug beziehungsweise Outfit passt:

Herrenschuhe Knigge Budapester Brogue Derby Monk Loafer Oxford Socken Schuhfarbe

  • Oxford

    Besonders geeignet ist der Oxford, der geht im Büro zu Nadelstreifenanzug genauso wie zu Staatsempfängen, zu Cut oder Casual. Er ist glatt und hat eine schlichte lederne Kappe. In Braun passt er auch sehr gut zu Sportjacketts oder Tweedanzügen.

  • Semi-Brogue

    Der Semi-Brogue wiederum eignet sich gut zu gemusterten Anzügen oder weicheren Anzugstoffen. Auch er hat eine Kappe, die weist aber bereits dezente Lochmuster wie beim Brogue auf.

  • Full-Brogue (Budapester)

    Der Full-Brogue oder auch Budapester genannt, ist der Klassiker unter den Business-Schuhen. In Schwarz passt er ideal zu Anzügen aller Art, wirkt aber auch immer etwas konservativ. Das Typische an ihm ist das Lochmuster auf der geschwungenen Kappe und an den Seitenflügeln. In Braun passt er auch gut zu Sportanzügen, Tweed, Flanell, Cord und Moleskinhosen. Doch Vorsicht: In konservativen Kreisen wird Braun nur bis 18 Uhr getragen.

  • Derby

    Sportlicher ist der Derby: Er hat eine offene Schnürung, die Seitenteile sind auf das Vorderteil genäht, das Vorderblatt geht in die Zunge über. Er ist in Südeuropa sehr beliebt. Die jugendliche Variante des Derby ist der Norweger.

  • Loafer

    Ausschließlich in die Freizeit (Ausnahme: Casual Friday) dagegen gehört der Loafer. Das ist ein Halbschuh, in den man bequem hineinschlüpfen kann (wie Slipper oder Mokassin).

  • Monk

    Der Monk wiederum ist ein Schuh mit Schnallen. Er sollte konservativen Treffen möglichst fern bleiben. Im Büro aber ist er völlig okay.

Schuh-Knigge: Braune Schuhe am Abend?

„No brown after six“ und „No brown in town“ lauten zwei alte Regeln. Also: Nach sechs Uhr abends beziehungsweise in der Stadt sollten keine braunen Schuhe getragen werden. Diese Stilvorgaben stammen aus der englischen Upperclass. Dort zogen die Herren ab 18 Uhr einen dunklen Anzug mit schwarzen Schuhen an. Damit wollte sich die städtische Business- und Geschäftswelt von der Landbevölkerung abheben. Spätestens seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden diese Regeln zunehmend gebrochen.

Moderne Kleidungsgewohnheiten weichen zwar zunehmend von diesem Dresscode ab, aber bei besonders formellen Anlässen in Abendgarderobe gilt die Empfehlung immer noch. Kaum jemand wird einen Smoking mit braunen Schuhen tragen. Wichtig bei formellen Auftritten auch, dass es sich um Glattlederschuhe ohne Verzierungen handelt.

Farb-Kombinationen zum Anzug

Prinzipiell gilt: Für förmliche Anlässe und strenges Business Outfit sind Rauhlederschuhe oder aufwendige Verzierungen ungeeignet. So lassen sich die einzelnen Schuhe und Farben optimal zum Anzug kombinieren:

  • ⚫ Schwarze Schuhe
    Schwarze Schuhe sind besonders geeignet zum schwarzen und grauen Anzug. Letztlich harmoniert Schwarz aber zu jeder Anzugfarbe. Bei weißen und hellen Anzügen ist allerdings der Kontrast besonders stark, so dass andere Schuhfarben geeigneter sein können.
  • 🔵 Dunkelblaue Schuhe
    Eignen sich besonders zu dunkelblauen oder hellen Anzügen in Khaki oder Beige. Tipp für blaue Anzüge: Die Schuhe sollten etwas dunkler als der Anzug sein.
  • 🟤 Dunkelbraune Schuhe
    Diese Schuhfarbe eignet sich zu fast allen Anzügen. Besonders dunkelblaue Anzüge bilden einen schönen Kontrast dazu. Einzig schwarze und anthrazitfarbene Anzüge lassen sich nicht so gut damit kombinieren.
  • 🟠 Cognacfarbene Schuhe
    Der hellere Braunton sollte überwiegend zu helleren Anzügen getragen werden, also in Hellgrau, Weiß, Beige oder Khaki. Wer es auffälliger mag, wählt einen Anzug in hellbrauner oder blauer Farbe.
  • ⚪ Weiße Schuhe
    Wer weiße Schuhe anzieht, sollte sich vorher des gewünschten Dresscodes versichern: Die sind in Form von Sneakern oder Loafern eigentlich nur beim Casual Look beziehungsweise einem weißen Anzug angezeigt. Das Outfit ist dann eher sommertauglich.
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Schuhe Knigge: Schuhpflege bitte nicht vergessen!

Die richtige Schuhpflege gehört ebenfalls zum Standard-Repertoire eines Gentleman. Das Wichtigste sind dabei Schuhspanner – sowohl für Herren- wie für Damenschuhe. Jeder Schuh sollte nach dem Tragen sofort eingespannt werden, damit sich keine Falten bilden. Idealerweise sind die Spanner aus unbehandeltem Zedernholz. Dann nehmen sie unangenehme Gerüche und Feuchtigkeit auf. Gut ist auch, wenn sie eine Nummer kleiner sind als die Galoschen, damit sie diese beim Ausspannen nicht weiten.

Nach dem Tragen braucht jedes Paar Lederschuhe 48 Stunden Ruhe. Leder wird durch das Tragen immer etwas feucht. Jeder Fuß sondert Körperflüssigkeit ab, deshalb hat man noch lange keine Schweißfüße. Im Normalfall reicht dafür der hölzerne Spanner. Wer stärker geschwitzt hat, sollte die Puschen gründlich austrocknen lassen. Aber nicht auf der Heizung! Dann wird das Leder nachhaltig beschädigt. Am besten stopft man nasse Schuhe mit Zeitungspapier aus, Schuhe mit Ledersohle werden zum Trocknen schräg aufgestellt. Drei nützliche Tipps:

  • Schweißflecken am Außenleder lassen sich mit Zitronensaft entfernen. Bei hellem und empfindlichem Leder eignet sich stattdessen Trinkmilch.
  • Lackschuhe wiederum dürfen nicht mit Schuhcreme eingerieben werden, sonst werden sie blind. Auch hier hilft Milch. Glycerin hält das Lackleder zudem elastisch.
  • Abgestoßene Absätze und Schuhspitzen sind natürlich ein Fauxpas. Bei schwarzen Schuhen kann man diese Stellen zwar kurzfristig mit Schuhcreme einreiben, dauerhaft hilft aber nur ein sogenannter Ausputzer oder Farbcreme.

Extra-Tipp: Nylonstrumpf zum Polieren nehmen

Vorsicht: Gute Farbcremes haben es in sich: Sie färben so ziemlich alles dauerhaft, was damit in Berührung kommt: Hände, Böden, Textilien. Daher besser alte Kleidung und Latex-Handschuhe tragen. Kleinere Kratzer in schwarzen, glänzenden Highheel-Absätzen lassen sich auch mit schwarzem Nagellack kaschieren.

Ideal zum Polieren von Schuhen ist übrigens ein zusammengeknüllter Nylonstrumpf. Durch die Reibungshitze schmilzt die Oberfläche der Pflegemittelschicht leicht an – es entsteht ein besonders schimmernder Glanz.


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Knigge für Business-Socken

Von kleineren Ausnahmen abgesehen (Loafer, Mokassin), sollten in geschlossenen Schuhen stets Strümpfe getragen werden. Weniger aus ästhetischen, sondern vielmehr aus hygienischen Gründen. Ohne Strumpf schwitzt der Fuß allzu leicht, der Schuh wird dadurch rasch in Mitleidenschaft gezogen und beginnt irgendwann zu stinken. Und Socken – egal, ob in der Freizeit oder im Business – gehören ebenfalls täglich gewechselt. Alles andere wäre unhygienisch.

Das ist aber kein Freibrief für weiße Tennissocken. Die sind auch weiterhin abseits des Centercourts tabu. Ja, das muss noch immer gesagt werden. Denn deren anhaltende Präsenz sorgt leider bis heute dafür, dass der Stil des deutschen Mannes (im Ausland) – vorsichtig ausgedrückt – den Charme einer matten Zinnkanne versprüht. Allerdings gibt es auch für das Fußkleid ein paar erwähnenswerte Dresscodes – eine Art Socken Knigge:

Socken-Länge

Auch wenn viele Männer sie hassen: an Kniestrümpfen kommen Anzugträger nicht vorbei. Beim Sport oder in der Freizeit sind kurze Socken absolut okay – im Business aber nicht. Grund sind unterm Beinkleid hervorlugende Stoppelbeine. Die gelten als absolutes Tabu.

Socken-Farbe

Schwarz geht immer. Mehr Stil indes beweist, wer die Farbe der Strümpfe auf die Kleidung (insbesondere auf die Hose) abstimmt, wobei die Socken immer einfarbig und ein paar Farbtöne dunkler gewählt werden sollten als die Hose. Also: zum anthrazitfarbenen Anzug schwarze Strümpfe; zum marineblauen Anzug dunkelblaue Socken.

Socken-Extravaganzen

Sind in Maßen erlaubt. Heißt: Es können auch schon mal bunte Socken zu einem gedeckten Anzug getragen werden. Dann aber muss die Farbe in irgendeinem anderen Kleidungsstück wieder auftauchen – der Krawatte, dem Hemd, den Nadelstreifen. Allzu grell sollten die farbigen Akzente aber nicht ausfallen, sonst gilt Mann schnell als Geck. Durchweg tabu: weiße und Sport-Socken!

Socken-Stärke

Hier und da werden sehr dünne, angebliche Business-Socken aus Kunstfasern angeboten. Lassen Sie die Finger davon! Erstens sollte ein Strumpf immer blickdicht sein, Knöchel oder Bein dürfen nicht durchscheinen. Zweitens verursachen Kunstfasern unangenehmen Fußgeruch. Hochwertige Baumwolle ist die bessere und atmungsaktivere Wahl.

Socken-Löcher

Gehen gar nicht. Insbesondere wer sich auf internationalem Parkett bewegt, sollte seinen Sockenbestand stets auffrischen und löchrige Fußschlüpfer sofort entsorgen. Man weiß nie, ob man mit seinem Geschäftspartner nicht zufällig in einem Sushi-Restaurant oder etwas Vergleichbarem landet. Und dort gilt meist: Schuhe aus! Wäre doch peinlich, wenn dann ein paar Zehen zum Vorschein kämen…

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[Bildnachweis: BIELOUS NATALIIA, Vector by Shutterstock.com]

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