Downshifting: 7 einfache Tipps für den Karriere-Rückschritt

Höher, weiter, schneller – die meisten Beschäftigten kennen nur eine Richtung für die Karriere: nach oben. Dabei führt dieses Denken nicht selten in ein Hamsterrad oder gar den Burnout. Downshifting bietet hierzu eine wohltuende Alternative. Es ist der Abschied vom Aufstieg. „Downshifter“ verzichten freiwillig auf mehr Gehalt oder einen prestigeträchtigen Job und finden so zu einem neuen Leben: mit weniger Stress, weniger Arbeit, mehr Zeit für sich selbst. Statt im Job immer nur Vollgas zu geben, wählen sie den strategischen Rückschritt, schalten ein paar Gänge runter und bekommen zurück, was die zunehmende Arbeitsverdichtung beinahe erstickt hätte: Spaß, Gesundheit, Lebensbalance. Nicht wenige entdecken durch das Downshifting sogar eine ganz neue Karriere…

Downshifting: 7 einfache Tipps für den Karriere-Rückschritt

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Downshifting Beispiele: Work-Life-Balance statt Karriere

Der Begriff „Downshifting“ wurde bereits in den Neunzigerjahren von dem Wirtschaftsphilosophen und Mitbegründer der London Business School Charles B. Handy geprägt. Wörtlich übersetzt bedeutet „Downshifting“ soviel wie „Herunterschalten“. Und darum geht es auch: Downshifter entscheiden sich – freiwillig – dazu, beruflich kürzer zu treten. Sie verzichten auf die sprichwörtliche Karriere und nächste Hierarchiestufe, fangen lieber tiefer neu an und entscheiden sich für mehr Work-Life-Balance.

Den typischen Downshifter gibt es allerdings nicht. Die Laufbahnen sind auch dabei unterschiedlich:

  • Vom Vorgesetzten zurück zum Mitarbeiter im Team.
  • Von der Führungskraft zurück zur Fachkraft.
  • Von der Vollzeitbeschäftigung zurück in die Teilzeit.
  • Vom Bürojob zurück ins Homeoffice mit kleinerem Aufgabenbereich.

Einige suchen auch den Weg zurück in eine frühere Stelle oder Profession. Intern oder bei einem neuen Arbeitgeber. Oder sie werden gar zum sprichwörtlichen Aussteiger. Auch wenn das bedeutet, dass sie deutlich weniger Geld verdienen als bisher.

Mehr Sinn, mehr Leben, weniger Hamsterrad

Der Karriereschritt zurück hat viele Namen:

➠ Downshifting
Downgrading
➠ Downsizing
Rückschritt
Karriereknick

Allen gemein ist, dass es erst einmal nicht allzu positiv klingt. Wer einen Schritt zurück macht, kommt eben nicht vorwärts. Doch das ist ein Irrtum. Der Rückschritt bedeutet nicht automatisch, weniger zu arbeiten. Manchmal verschiebt sich nur der Fokus. Beim Downshifting beschäftigen sich die Betroffenen nur intensiver mit den Dingen, die ihnen wichtig sind oder in ihren Augen mehr Sinn haben oder gesellschaftlich relevanter sind. Das kann auch darin münden, dass ein Arbeitnehmer seinen Job kündigt, um sein Hobby zum Beruf zu machen.

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Downshifter setzen andere Prioritäten

Lange Zeit war Karriere geprägt von dem Bild der Karriereleiter – dem Klettern nach oben. Höher ist besser. Und je schneller man oben war, desto mehr konnte man sich etwas darauf einbilden. Oben sind die, die erfolgreich sind. Die anderen haben es scheinbar nicht geschafft, waren zu faul, zu dumm, sind gescheitert.

Eine Ansicht, in der sich viele Arbeitnehmer immer seltener wiedererkennen. Das zunehmende Interesse am Downshifting, nach Tipps und Möglichkeiten rund um flexibles Arbeiten, Sabbatical, Jobsharing oder Topsharing, zeigt, dass sich die Vorstellungen von Beruf und Laufbahnen gewandelt haben.

Downshifting ist damit auch eine Form des Minimalismus. Das Konzept eines einfachen Lebensstils. In Deutschland sprechen manche daher auch von einem „gewählten einfachen Leben“ oder einer „freiwilligen Einfachheit“. Natürlich gibt es immer noch jene, die eine möglichst steile Karriere im Sinn haben. Und das ist auch völlig okay so. Gleichzeitig wächst aber die Schar jener Arbeitnehmer, die ihr persönliches und berufliches Glück auf einem anderen Weg suchen. Jede Medaille hat eben zwei Seiten. Daher hier die wichtigsten Vorteile und Nachteile im Überblick. Diese gilt es jeweils abzuwägen:

Vorteile des Downshifting

(+) Lebensqualität
(+) Lebensbalance
(+) Freizeitgewinn
(+) Stressabbau
(+) Sinn & Relevanz der Arbeit
(+) Zufriedenheit

Nachteile des Downshifting

(-) Lebensstandard
(-) Einkommen
(-) Statusverlust
(-) Erwartungsdruck
(-) Karriereoptionen
(-) Rückhalt & Verständnis

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Die häufigsten Gründe für das Downshifting

Natürlich muss jeder für sich selbst abwägen, was das Beste für sie oder ihn ist. Statistisch gibt es aber doch zumindest ein paar Gemeinsamkeit. Das sind die häufigsten Gründe für das Downshifting:

Weniger Stress

Je höher die Position und je größer die damit verbundene Verantwortung, desto mehr Stress geht mit der täglichen Arbeit einher. Die Arbeitstage werden länger und der Druck und die Einsamkeit steigen mit jeder Hierarchieebene an.

Gesundheitliche Ursachen

Ständiger Erfolgsdruck kann krank machen. Gerade psychische Erkrankungen wie das Burnout-Syndrom oder eine Depression steigen seit Jahren bedenklich an. Auch weil sich die Arbeit immer mehr verdichtet, weil Chefs immer mehr erwarten – und selbst die eigenen Erwartungen ins Unermessliche steigen.

Wachsende Unzufriedenheit

Gut in seinem Job zu sein, heißt leider nicht, dass dieser auch glücklich macht. Wer den direkten Kundenkontakt liebt, ist nach einer Beförderung zwar immer noch ein Leistungsträger, macht allerdings etwas, das nicht seiner Leidenschaft oder seinen Talenten entspricht.

Veränderte Werte

Gerade in jungen Jahren ist es oft der eigene Ehrgeiz, der zunächst auf die Karriereleiter führt. Die Ambitionen sind groß. Mit steigender Lebens- und Berufserfahrung gelangen viele aber zu der Erkenntnis, dass Status und Geld nicht alles sind. Sie müssen sich (beruflich) nichts mehr beweisen. Stattdessen rücken soziale Kontakte und die Familie in den Blickpunkt.

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Der Rückschritt als Notbremse

Dem Downshifting voraus geht nicht selten eine akute Sinnkrise oder Lebenskrise: Die Betroffenen fühlen sich im Job nicht mehr wohl; die Aufgaben liegen Ihnen nicht mehr; sie arbeiten zu viel und erkennen kaum noch einen Sinn darin. Oder ihnen wachsen die Arbeit und Herausforderungen über den Kopf. Kurz: Sie sind bisher zwar aufgestiegen, aber längst über ihrem eigenen Limit. Das Peter-Prinzip lässt grüßen.

Tatsächlich gleicht das Downshifting einer beruflichen Notbremse. Jahrelang im Hamsterrad gefangen, ständiger Stress, Hektik, Konflikte und kaum noch Zeit für Freunde, Familie und sich selbst. Das sorgt zwar für ein hohes Einkommen und Ansehen, aber glücklich macht das nicht. Betroffene sehnen sich dann nach „Entschleunigung“ oder einer horizontalen Karriere. Das ist nichts Schlüpfriges, sondern vielmehr eine bewusste Entscheidung für eine Laufbahn ohne Spitzenpositionen, dafür mit mehr glücklichen Momenten.

Sind kürzere Arbeitstage eine Alternative?

In Schweden gibt es bereits Pilotprojekte mit einem 6-Stunden-Arbeitstag. Der Gedanke dahinter: In dieser Zeit arbeiten die Mitarbeiter wirklich produktiv und konzentriert, gleichzeitig sorgt die größere Freizeit für eine bessere Lebensbalance, für weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten und höhere Motivation. Inspiriert von amerikanischen Vorbildern führte wiederum die Bielefelder IT-Agentur von Lasse Rheingans den 5-Stunden-Tag für seine Mitarbeiter ein. Weniger Arbeit bei gleichem Gehalt durch Bündelung sämtlicher Ressourcen – so der Gedanke dahinter. Die Arbeitszeit wird so nur noch mit dem absolut notwendigen Dingen verbracht.

Kritiker wie der Wirtschaftswissenschaftler Enzo Weber halten dem allerdings entgegen, dass eine Reduzierung der Arbeitszeit nicht automatisch weniger Stress und mehr Lebensqualitätbedeuteten. Im Gegenteil: Unter Umständen können weniger Stunden sogar mehr Stress verursachen, weil der Druck zu höherer Produktivität in weniger Zeit wächst.

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Fortschritt durch Rückschritt: 7 Tipps fürs Downshifting

Downshifting ist kein Selbstläufer. Dem Karriererückschritt gehen eine Menge Überlegungen voraus. Zudem gilt es viel Skepsis von außen und eigene Ängste zu überwinden. Leicht wird das also nicht. Um Ihnen beim Downshifting zu helfen, haben wir die wichtigsten Tipps und Empfehlungen zusammengestellt, mit denen Sie sich Schritt für Schritt darauf vorbereiten und die etwaige Herausforderungen bei der späteren Bewerbung meistern können:

1. Reflektieren Sie Ihre Situation

Um den Rückschritt von Anfang an richtig anzugehen, sollten sich Downshifter ausreichend Zeit zur Selbstreflexion nehmen. Es ist wichtig, dass Sie selbst herausfinden, ob Downshifting wirklich der Weg für Sie ist. Oder ob hinter der aktuellen Unzufriedenheit vielleicht etwas anderes steckt. Dieser Schritt erfordert Ehrlichkeit und Mut. Es wird Sie nicht weiterbringen, wenn Sie sich selbst belügen. Analysiere Sie daher aufrichtig wo Sie aktuell stehen und wo Sie in den kommenden Jahren hinwollen.

Mit dieser Bestandsaufnahme können Sie dann weiterarbeiten und die nächsten Schritte planen (siehe auch unseren kostenlosen PDF-Leitfaden dazu).

2. Klären Sie Ihr Ziel

Manche fürchten trotz des selbstbestimmten Rückschritts einen Gesichtsverlust in ihrem Umfeld. Dabei bedeutet das Wort „Karriere“ wörtlich übersetzt nichts anderes als „Laufbahn“ oder „Fahrweg“. Die Richtung bleibt Ihnen völlig selbst überlassen. Ob Ihr geplanter Karriereschritt also einen (vermeintlichen) „Rückschritt“ oder vielmehr einen „Fortschritt“ darstellt, hängt von Ihrem Ziel ab. Daher hilft es, sich Gewissheit über die eigenen Lebens- und Berufsziele zu verschaffen. Folgende Fragen dienen dazu als Orientierung:

➠ Was will ich in meinem Leben erreichen?
➠ Was macht mich zutiefst glücklich?
➠ Was ist mir bisher besonders gut gelungen?
➠ Bringt mich meine Arbeit meinen Zielen näher?
➠ Woran bin ich bisher gescheitert?
➠ Was habe ich gelernt?
➠ Was sind meine persönlichen Stärken?
➠ Was will ich künftig anders machen?
➠ Was sollte ich öfter tun?
➠ Was kann ich (heute) unternehmen, um meinem Ziel näher zu kommen?

3. Überdenken Sie mögliche Folgen

Ein beruflicher Rückschritt wirkt sich auf verschiedene Bereiche aus: Ihr Einkommen wird sich voraussichtlich verringern. Der Lebensstandard ebenso. Sie gewinnen unter Umständen zwar mehr Freizeit und Freiheit, haben dafür aber weniger finanzielle Mittel diese so zu nutzen wie bisher. Der Zufriedenheit muss das kein Abbruch tun. Dennoch sollten Sie sich die Konsequenzen vorher schon bewusst machen.

4. Holen Sie sich Rückhalt

Wenn Sie nicht alleine leben, hat das Downshifting auch für Partner und Familie Konsequenzen. Wenn diese nicht mitziehen, sind Konflikte programmiert. Sprechen Sie daher von Anfang an mit den Menschen in Ihrem direkten Umfeld und erklären Sie Ihre Situation und Pläne, um sich deren Rückhalt zu sichern. Zu wissen, dass Freunde und Familie hinter einem stehen, kann eine Menge Kraft geben. Außerdem hilft es dabei, über Hindernisse und Rückschläge hinwegzukommen.

5. Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung

Wenn Sie sich auf eine Position unterhalb der bisherigen bewerben, müssen Sie darauf gefasst sein, dass Ihre Entscheidung kritisch hinterfragt wird. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern und aus dem Konzept bringen. Die Frage, warum Sie nicht in der vorigen Position verbleiben wollen, sollten Sie kurz und präzise beantworten können. Teilt jemand Ihre Ansicht nicht und hat kein Verständnis für den beruflichen Rückschritt, ist es schwer, mit Argumenten dagegen anzukommen. Wichtig ist dann, dass Sie sich von dieser Kritik keine Selbstzweifel einreden lassen. Schließen Sie lieber mit der Vergangenheit ab und konzentrieren Sie sich darauf, den richtigen Job zu finden.

6. Passen Sie Bewerbungsunterlagen an

Das Downshifting können Sie sich einfacher machen, wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen auf den neuen Job anpassen. Gegenüber einem neuen Arbeitgeber ist das meist einfacher. Aber auch in der eigenen Firma ist ein Schritt zurück nicht völlig ausgeschlossen. Bei der internen Bewerbung sollten Sie sich dieselbe Mühe geben wie nach außen: Fangen Sie beim Lebenslauf und beantragen Sie ein Zwischenzeugnis.

Sprechen Sie anschließend mit Vorgesetzten, Personalabteilung und Betriebsrat über mögliche interne Optionen für einen Wechsel. Immer mit dem Fokus darauf, was für diese Entwicklung spricht. Denken Sie daran, dass für die angestrebte Position möglicherweise andere Qualifikationen gefragt sind als bisher. Unter Umständen ist eine vorherige berufliche Weiterbildung erforderlich.


Tipps für die externe Bewerbung

Wenn Sie sich extern bewerben, sollten Sie Ihre Bewerbung an das Zielunternehmen anpassen, um den Rückschritt plausibler zu machen:
  • Art des Unternehmens.
    Wenn Sie vorher bei einem Großkonzern waren und in ein kleineres Unternehmen wechseln möchten, geben Sie zum Beispiel nicht die Mitarbeiterzahl des jetzigen Konzerns, sondern die Ihrer unmittelbaren Abteilung an. Also nicht: „Groß AG, 18.000 Mitarbeiter weltweit“, sondern „Gross AG Musterstadt, 150 Mitarbeiter am Standort“. In einer solchen Größe findet sich der mittelständische Firmeneigner leichter wieder.
  • Funktion.
    Wenn es unterschiedliche Bezeichnungen für Ihre Aufgabe gibt, wählen Sie die bescheidener klingende. Also lieber „Auftragssachbearbeiterin“ statt „Deal Handler“; lieber „Kaufmännischer Sachbearbeiter“ statt „Kredit- und Leasing-Spezialist“.
  • Verantwortung.
    Wenn Sie einen kleineren Verantwortungsbereich anstreben als Sie vorher hatten, lassen Sie bei Ihrer letzten Position die Zahl der Ihnen unterstellten Mitarbeiter und die Höhe des von Ihnen verantworteten Budgets weg. Dies sind wichtige Angaben für höhere Positionen, beim Downshifting aber werfen sie eher die Frage auf, ob Sie nicht überqualifiziert sind.

Und denken Sie bei der Überarbeitung Ihrer Bewerbungsunterlagen daran, wirklich alle Papiere zu bearbeiten, damit diese „wie aus einem Guss“ wirken.

7. Hinterlassen Sie keine verbrannte Erde

In Ihrer jetzigen Situation ist Downshifting genau das Richtige für Sie. Niemand weiß, ob das in fünf oder zehn Jahren auch noch zutrifft. Verbrennen Sie also keine Brücken, über die Sie zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht noch einmal gehen möchten. Gehen Sie im Guten und bleiben Sie mit den ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten in Kontakt. Womöglich verschieben sich Ihre Prioritäten oder Ihre Ansicht zu einer Führungsposition später noch einmal. Wenn diese Tür dann noch offen ist, können Sie einen neuen Start wagen.

Entscheidend ist, dass Sie selbst mit Herz und Verstand akzeptieren, warum Sie diesen Schritt gehen. Dann bleiben Sie authentisch beim Jobwechsel und in der Bewerbung. Auch wenn es dazu Mut braucht, um das Downshifting zu vollziehen – es lohnt sich, weil das Leben so wieder mehr Spielraum zur eigenen Gestaltung gewinnt.

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Downshifting begründen: So überzeugen Sie den Chef

„Downshifter passen nicht so recht in unsere Karrieremuster“, sagt die Düsseldorfer Outplacement-Expertin Cornelia Riechers. „Ein Karriererückschritt auf eine 70-Prozent-Stelle finde noch immer zu selten Verständnis. Das ist in unserer Arbeitswelt und Gesellschaft nicht vorgesehen. Die Erwartungen sind anders.“ Für Jobwechsler und Bewerber sei es schwierig, einen Rückschritt plausibel zu begründen und deutlich zu machen, dass auch der Schritt einer nach vorn und in die richtige Richtung sein kann.

Die Menschen entscheiden sich mit dem Downshifting schließlich ganz bewusst für eine höhere Lebensqualität. Sie wählen aber zugleich ein einfacheres Leben. Nicht gerade das, was Machertypen machen. Um der typischen Skepsis, die Downshiftern überall begegnet, etwas entgegen zu setzen, braucht es gar nicht mal viel Überzeugungsarbeit und harte Argumente FÜR das Downshifting. Oft reicht es schon, wenn Sie darstellen, warum das für SIE persönlich der richtige Schritt ist:

  • Hat sich Ihr berufliches Ziel aufgrund neuer Lebensumstände verändert? Dann erläutern Sie das kurz in einer Weise, die für Ihren Gesprächspartner nachvollziehbar ist.
  • Hat die vorige Position Ihren Erwartungen nicht entsprochen? Dann geben Sie Ihre Enttäuschung offen zu. Jeder Versuch einer Beschönigung würde bei Ihrem Gegenüber nur Misstrauen wecken und Nachfragen provozieren.

Jeder kann beruflich in eine Situation geraten, in der er sich nicht wohl fühlt. Wer etwas riskiert und Neues ausprobiert, dem können auch Fehler passieren. Wichtig ist, dass Sie zeigen, wie und was Sie aus dem Misserfolg gelernt haben und nun die richtigen Konsequenzen ziehen. Ein Arbeitgeber, der von neuen Mitarbeitern verlangt, dass ihnen niemals Fehler unterlaufen und dass die Karriere immer aufwärts geht – Motto: „up or out“ – der ist vielleicht auch nicht der Richtige für Sie.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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17. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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