Bewerbungsmarathon: So halten Sie motiviert durch

Sport kann so anstrengend sein. Es bedarf der Übung, damit es nicht schwer fällt. Ähnlich verhält es sich beim Bewerbungsmarathon: Sie schreiben Bewerbung um Bewerbung, recherchieren Tag für Tag, um am Ende möglicherweise nur eine kleine Ausbeute in den Händen zu halten. Auf die bewerben Sie sich. Sie machen sich Hoffnungen, warten und dann flattert doch wieder nur eine Absage ins Haus. Wie Sie an diesem Punkt nicht aufgeben, sondern motiviert weitermachen: So halten Sie den Bewerbungsmarathon durch!

Bewerbungsmarathon: So halten Sie motiviert durch

Bewerbungsmarathon nach Studium: Ist das alles?

Sie haben sich Gedanken gemacht, wo es einmal hingehen soll. Nun haben Sie Ihr Studium mit einem guten Abschluss beendet, sind hochmotiviert und wollen endlich in die reale Arbeitswelt einsteigen. Doch man lässt Sie nicht – irgendwie ist der Wurm drin.

Da nicht in große Frustration zu verfallen oder gar aufzugeben, ist nicht leicht. Ablehnungen kratzen am Selbstbewusstsein, hat man schließlich nicht nur Zeit und Geld, sondern womöglich sein ganzes Herzblut in die Bewerbung gesteckt.

Gerade für Berufsanfänger ist es schwierig, da sie zumeist über nur wenig praktische Erfahrung verfügen, sich also noch nicht beweisen konnten. Zum anderen fehlt auch ein Stück weit die Lebenserfahrung, die dabei hilft, sich verorten und sein Vorgehen analysieren zu können.

Wir zeigen Ihnen daher, wie Sie mit Enttäuschungen umgehen können. Damit Sie nicht Gefahr laufen, nach der nächsten Absage alles in die Ecke zu werfen, sondern den Bewerbungsmarathon meistern, haben wir nachfolgend einige Tipps zusammengetragen.

Bewerbungsmarathon: Reden Sie darüber!

Bewerbungsmarathon: Reden Sie darüber!Sie haben die x-te Bewerbung geschrieben, noch immer erfolglos, Ihre Nerven liegen blank. Eine Begleiterscheinung könnte sein: Sie gehen Familie und Freunden damit gehörig auf die Nerven. Die müssen sich Ihr Gejammer schließlich Tag für Tag anhören. „Warum antworten die denn nicht?“ „Könnt ihr euch vorstellen, wie pampig die Frau am Telefon zu mir war?“ „Vielleicht sollte ich einfach einen Ghostwriter für die Bewerbung anheuern.“

Wenn dem so sein sollte, haben wir eine gute Nachricht: Sie machen alles richtig!

US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Bewerber, die ständig und ausgiebig über ihre Bewerbungs-Odyssee reden, länger durchhalten. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass es positive Verhaltensweisen auslösen könnte, wenn man verstärkt über die eigene Jobsuche redet“, schrieben die Forscher Ende 2017 im Fachjournal Career Development International.

Die Quasselstrippen würden demnach häufiger ihren Lebenslauf überarbeiten, mehr Bewerbungen abschicken und ihr Netzwerk für die Stellensuche aktivieren. Bei den Probanden dagegen, die sich über ihren Bewerbungsmarathon ausschwiegen, sei die Gefahr der Prokrastination deutlich erhöht.

Woran das liegen könnte? Die wissenschaftler spekulieren, dass die Konversationen ein Gefühl der Dringlichkeit auslösen oder neue Ideen für die Jobsuche generieren könnten. Denn je mehr man mit anderen darüber spreche, desto mehr Erfahrungswerte lerne man kennen. Die könne man gewinnbringend nutzen.

Die Studie ist im Übrigen auch interessant für Karriereberater aller Couleur, für Arbeitsagentur oder Karriere-Services an den Universitäten. Es müssen nicht immer die ausgefuchsten Profi-Tipps sein. Einfach nur reden – das hilft schon. „In der Tat scheint es so, dass es hilft, ein Intensitätslevel für die Jobsuche aufrechtzuhalten, wenn man einfach nur über sie redet“.

Ihr Bewerbungsmarathon – ein verdammt gutes Gesprächsthema


Bewerbungsmarathon: 12 Tipps, wie Sie motiviert durchhalten

Zunächst noch eine gute Nachricht: Auch wenn so ein Bewerbungsmarathon sich endlich anfühlt und Sie zwischenzeitlich am Erfolg zweifeln: Es wird alles gut. Wir können natürlich nicht den zeitlichen Rahmen bestimmen, aber die Statistik ist auf Ihrer Seite.

Seit Jahrzehnten lässt sich ungeachtet irgendwelcher Weltwirtschaftskrisen beobachten, dass Akademiker das geringste Risiko tragen, arbeitslos zu werden. Aktuell sieht es konjunkturell in Deutschland sehr gut aus, die Arbeitslosenquote von Akademikern liegt bei etwa 2,3 Prozent – ein wahrer Traumwert verglichen mit Arbeitslosenzahlen anderer Branchen und Länder.

Die Wahrscheinlichkeit, dass also auch Ihre Bewerbungsbemühungen vom Erfolg gekrönt sein werden, ist hoch.

  1. Vorbereitung

    Jetzt heißt es die Ärmel hochzukrempeln und das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Das bedeutet, dass Sie Ihre Energie auf die Bewerbungen konzentrieren und ausreichend Zeit dafür einplanen sollten. Als nächstes entwickeln Sie eine Strategie. Zu Beginn dieser Strategie erstellen Sie eine Liste mit Punkten, die Ihnen an einer Stelle wichtig sind.

    Fragen Sie sich: Was muss eine Stelle für mich mitbringen, damit ich mich darauf bewerbe? Stimmen die Anforderungen? Werden Aufstiegsmöglichkeiten in Aussicht gestellt? Wo wird diese Stelle angeboten? An diesem Punkt ist es wichtig, nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun.

    Vielleicht wollen Sie gar nicht umziehen, dummerweise wird aber eine Stelle in einem ganz anderen Bundesland ausgeschrieben: Bewerben Sie sich trotzdem. Absagen können Sie immer noch, aber erst einmal bewerben, ein mögliches Vorstellungsgespräch wahrnehmen und dann entscheiden.

    Sie profitieren in jedem Fall von den neuen Erfahrungen und es gibt immer die Möglichkeit, dass bei einem Job, der nur ein Kriterium nicht erfüllt, einige andere zuvor gar nicht beachtet wurden, die die Stelle plötzlich sehr attraktiv erscheinen lassen.


  2. Denkweise

    Stellen Sie negative Gedanken wie „Das klappt nie. Wieso hatte ich noch keine Zusage?“ und dergleichen ab. Dazu gehört auch, sich von Leuten nicht herunterziehen zu lassen, die den Bewerbungsprozess zwangsläufig begleiten: Freunde, Familie.

    Machen Sie diesen Menschen klar, dass Sie ihre Meinung schätzen, jetzt aber Unterstützung brauchenBedenkenträger sollen Sie meiden. Positives Denken ist hier das Stichwort. Malen Sie sich aus, wie Ihre berufliche Zukunft aussehen könnte, was Sie alles erreichen wollen, wie Sie sich Ihren Arbeitsplatz und Ihre Kollegen vorstellen und Ähnliches.

    Positiv denken - im Bewerbungsmarathon

    Das kann Ihnen helfen, die Selbstmotivation hochzuhalten, wenn mal wieder eine Absage gekommen ist. Machen Sie sich auch klar, dass eine Absage nicht gegen Sie persönlich gerichtet ist: Oftmals kommen Hunderte Bewerber auf eine Stelle – da sind zwangsläufig viele Absagen die Folge. Doch Vorsicht: Positives Denken im Bewerbungsmarathon allein hilft nicht weiter – Sie müssen aktiv bleiben und Bewerbungen schreiben.


  3. Überblick

    Führen Sie Buch über Ihre Bewerbungsunterlagen. Heften Sie Absagen ab, dokumentieren Sie, wen Sie angeschrieben haben, welches Unternehmen sich gemeldet hat. Das ist einerseits wichtig, falls Sie für das Jobcenter Eigenbemühungen nachweisen müssen.

    Zum anderen hilft es Ihnen, den Überblick zu behalten. So können Sie sich selbst beweisen, was Sie bisher alles geleistet haben und bleiben motiviert.


  4. Routine

    Sie sollten nicht nur eine feste Zeit für Ihre Bewerbungen einplanen, sondern auch andere Aktivitäten miteinbeziehen. Dazu gehört unbedingt Sport. Wie Sie die körperliche Ertüchtigung einplanen, hängt von Ihrem Typus ab; manche brauchen das morgens nach dem Aufstehen, um in die Gänge zu kommen.

    Ebenfalls hilfreich kann es sein, beispielsweise nach einer Bewerbung joggen zu gehen, um Adrenalin abzubauen. Auch wenn Sie mal wieder einen totalen Hänger haben und Ihnen einfach kein kreativer Satz für ein Anschreiben einfällt, kann Sport Wunder wirken, weil er dafür sorgt, dass Sie den Kopf wieder frei kriegen. Und Sie brauchen einen Ausgleich; es muss immer Zeit für schöne Dinge, etwa Treffen mit Freunden, Partys oder Kino sein.


  5. Zeitpunkt

    Es gibt eine Zeit für alles. Natürlich verbinden Sie mit Ihrem Traumjob bestimmte Hoffnungen, Wünsche und Vorstellungen. Es gibt womöglich den einen Arbeitgeber, bei dem Sie gerne eine Stelle hätten – vielleicht, weil das Renommee sehr hoch, die beruflichen Perspektiven sehr gut oder das Gehalt sehr verlockend erscheint.

    Sie sollten sich dennoch nicht darauf fixieren und dort die erste Bewerbung hinschicken. Zum einen demotiviert eine Absage von diesem Arbeitgeber ungleich mehr als bei einem anderen Unternehmen. Zum anderen geben Sie sich die Chance, Erfahrungen zu sammeln, an Ihrer Bewerbung zu feilen und schließlich mit dem neu gewonnenen Wissen eine richtig gute Bewerbung zum Wunscharbeitgeber zu schreiben.

    Lesen Sie hierzu auch: Perfektes Timing: Die Gunst der Stunde nutzen


  6. Kontakte

    Im Bewerbungsmarathon spielen Freunde und andere soziale Kontakte eine wichtige Rolle. Zum einen geben Sie emotionalen Halt und Unterstützung (wenn nicht: siehe Punkt zwei), zum anderen sollten Sie Feedback einholen: Was können Sie vielleicht noch bei Bewerbungen verbessern? Was haben Sie bei bisherigen Bewerbungen nicht beachtet oder vielleicht falsch gemacht?

    Bauen Sie auch Ihr persönliches Netzwerk aus, besuchen Sie Jobmessen, knüpfen Sie Kontakte in Foren. Recherchieren Sie Angestellte aus Unternehmen, die für Sie interessant sein können, beispielsweise bei Xing oder Linkedin. Sie profitieren von anderen Denkweisen und möglicherweise ergibt sich aus solchen Bekanntschaften der Hinweis für eine in Kürze ausgeschriebene Stelle oder gar nützliche Tipps für die Bewerbung darauf.

    Kontakte pflegen - im Bewerbungsmarathon


  7. Qualität

    Die Gefahr bei längeren Bewerbungsprozessen ist, dass Sie wahllos auf irgendwelche Stellen zurückgreifen, die annähernd infrage kommen. Vermeiden Sie 08/15-Bewerbungen. Es kann nicht oft genug betont werden, dass erfahrene Personaler sofort merken, ob eine Bewerbung beispielsweise auf andere Anschreiben aufbaut oder individuell für dieses Unternehmen erstellt wurde.

    Niemand mag die Vorstellung, dass er nur zweite Wahl ist, auch Unternehmen nicht. Es reicht also nicht, für die nächste Bewerbung einfach nur den Ansprechpartner zu ändern, da Sie so eine Absage geradezu provozieren.


  8. Ansprüche

    Es ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des Selbstwertgefühls: Wer länger arbeitslos beziehungsweise arbeitssuchend ist, fühlt oftmals Druck durch die Gesellschaft, Familie und Freunde, womöglich auch Behörden wie das Jobcenter.

    Es kann sinnvoll sein, vorübergehend Stellen in Betracht zu ziehen, die nicht auf Anhieb Ihrem Traumjob entsprechen. Für manche Menschen ist das wichtig, da Sie so einen routinierten Tagesablauf erhalten, den sie sich selbst nur schwer erstellen können.

    Zum anderen vermeiden Sie so längere Lücken im Lebenslauf – sich aus einer Stelle heraus zu bewerben sieht immer besser aus. Dennoch sollten Sie auch hier besondere Mühe auf das Anschreiben verwenden (siehe oben).


  9. Bewerbungsmarathon: Gibt’s auch auf der Gegenseite

    Bewerbungsmarathon: Gibt's auch auf der GegenseiteNicht nur Bewerber müssen bisweilen auf die Marathonstrecke. Auch Unternehmen kennen das: einen Bewerbungsmarathon. Bestes Beispiel: Die Deutsche Bahn, die im November 2017 das nach eigenen Angaben „größte Bewerbungsgespräch Deutschlands“ abhielt.

    Innerhalb von sieben Tagen bewarben sich über 6.000 Menschen bei den Events in Hamburg, München, Nürnberg, Köln, Berlin, Mannheim und Frankfurt. Vor Ort konnten die Interessenten persönlich mit einem Mitarbeiter reden – und bekamen schnell eine Zu- oder Absage. 1.500 Bewerber hatte die Bahn schon vorab zu Bewerbungsgesprächen eingeladen. Vor allem Lokführer, Fahrdienstleiter, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Elektroniker und Mechatroniker wurden gesucht.

    Ergebnis des Bewerbungsmarathons: 700 neue Mitarbeiter erhielten sofort eine Zusage.


  10. Reflexion

    So ein Bewerbungsmarathon ist anstrengend und kann sich über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten in die Länge ziehen. Wenn Sie tatsächlich an so einen Punkt gekommen sein sollten, an dem sich nichts mehr bewegt, Sie bereits Dutzende von Bewerbungen geschrieben haben und kein Vorstellungsgespräch die Aussicht auf ein baldiges Ende bietet, dann sollten Sie vielleicht pausieren.

    Geben Sie sich eine neue Chance, nachdem Sie beispielsweise einen Tapetenwechsel gemacht und ein paar Tage Auszeit genommen haben. Reflektieren Sie die Situation neu: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was haben Sie gelernt? Wo gibt es vielleicht noch Nachholbedarf?

    Fragen Sie sich auch, ob Ihre Prioritäten noch dieselben sind: Sind Sie bereit, Abstriche bei der Entfernung zum Wohnort, beim Gehalt oder dergleichen zu machen? Kommt vielleicht auch eine Selbständigkeit oder eine andere Branche infrage?


  11. Feiern

    Motivieren Sie sich für den Bewerbungsmarathon, indem Sie feiern – und zwar sowohl, wenn Sie beispielsweise eine Runde weiter sind und dann dennoch eine Absage erhalten haben, als auch, wenn direkt eine Absage im Briefkasten liegt. Was auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt, ist in Wahrheit ein kleiner psychologischer Trick.

    Bei Teilerfolgen wie einer Einladung ins Assessment Center können Sie sich immer noch sagen: Ich bin genauso gut wie jemand anderer, aber es gibt halt nur eine Stelle zu besetzen. Das zeigt Ihnen dennoch, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

    Bei einer sofortigen Absage können Sie sich sagen: „Gut, dass das nichts geworden ist – ich hätte umziehen müssen.“ Oder: „Das Gehalt war eh mickrig und der Personaler unsympathisch.“


  12. Emotionen

    Den Bewerbungsmarathon meistern Sie aber vor allem dann, wenn Sie sich und Ihre Gefühlslage akzeptieren. Nicht jeder Tag ist gleich und Sie werden in dieser Phase einige Rückschläge erleben. Versuchen Sie erst gar nicht so zu tun, als ob immer alles eitel Sonnenschein wäre.

    Natürlich ist es wichtig, auch die positiven Dinge im Blick zu behalten. Aber wenn Sie wütend sind, dann lassen Sie es zu – genauso, wenn Sie traurig sind. Selbstannahme ist ein wichtiger Bestandteil Ihres Lebens und hilft Ihnen dabei, diese Zeit zu meistern.


  13. Volition

    Gerade, wenn Sie eine Reihe von Niederschlägen einstecken mussten, kann es schwer sein, sich erneut aufzuraffen. Genau das müssen Sie jedoch, wenn Sie zum Ziel kommen wollen. Trainieren Sie Ihre Willenskraft (Fachjargon: Volition), sie ist wie ein Muskel. Dazu gehören beispielsweise die oben genannten Tipps wie Routine und eine entsprechend positive Denkweise.

    Zielstrebigkeit im Bewerbungsmarathon

    Aber Sie sollten auch Visionen entwickeln, um sich zu motivieren: Was können Sie alles tun, wenn die Bewerbung erfolgreich ist? Wie stellen Sie sich Ihr Arbeitsumfeld, Ihre Aufgaben und die daraus resultierende Karriere vor? Ideen für die Zukunft zu entwickeln hilft dabei, Ziele umzusetzen.

Bewerbungsmarathon für Migranten wahrscheinlicher

Bewerbungsmarathon für Migranten wahrscheinlicherDass Deutschland ein Einwanderungsland ist, ist ein Fakt und durch Zahlen belegbar. Ebenso allerdings, dass Menschen mit Migrationshintergrund hier verschiedene Formen der Diskriminierung erfahren. Migrationshintergrund bedeutet, dass entweder sie selbst oder ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.

Den aktuellen Zahlen (Stand Dezember 2016) der Bundesagentur für Arbeit zufolge haben 43,1 Prozent der Arbeitslosen einen Migrationshintergrund. Blickt man ausschließlich auf die westdeutschen Bundesländer, so sind nahezu exakt die Hälfte aller Arbeitslosen Migranten: 49,5 Prozent.

Es werden im Wesentlichen zwei Gründe dafür verantwortlich gemacht, dass die Arbeitslosenzahlen unter Migranten so hoch sind:

  • Bildung

    Nach wie vor zeigen sich die Auswirkungen der Anwerbung von Arbeitskräften bis in die 1970er Jahre: Damals kamen überwiegend gering bis gar nicht qualifizierte Arbeitskräfte nach Deutschland. Wie erfolgreich die Nachkommen dieser Arbeitskräfte sind, hängt nicht unwesentlich davon ab, welche Rolle Bildung im Elternhaus zugeschrieben wird.

  • Vorurteile

    Die Nachkommen haben mit Vorurteilen und Fremdzuschreibungen zu kämpfen. Dies schlägt sich auf die Leistungsfähigkeit aus. Wer wenig bis gar keine Wertschätzung aufgrund seiner ethnischen oder religiösen Herkunft erfährt, hat größere Schwierigkeiten in der Schule und später im Berufsleben.

Das bedeutet auch, dass Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund deutlich häufiger einen Bewerbungsmarathon hinter sich bringen müssen, als Arbeitnehmer ohne.

Schon länger verweisen Studien darauf, dass es Bewerber mit ausländischen Wurzeln schwerer haben als etwa solche mit typisch deutschem Namen. Eine im September 2016 veröffentlichte Studie (PDF) untermauert diese Erkenntnisse:

So haben es muslimische Frauen deutlich schwerer, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden als deutsche – vor allem dann, wenn sie ein Kopftuch trugen.

Für die Untersuchung wurden ein typisch deutscher beziehungsweise typisch türkischer Name gewählt, unter dem Bewerbungen verschickt wurden. Dabei zeigten sich folgende Ergebnisse:

  • Bewerbungen von Sandra Bauer waren in 18,8 Prozent aller Fälle erfolgreich, das heißt, sie resultierten in einem Vorstellungsgespräch.
  • Bewerbungen von Meryem Öztürk waren nur zu 13,5 Prozent erfolgreich.
  • War die Bewerberin mit Kopftuch auf dem Bewerbungsfoto mit Kopftuch abgebildet, fiel die Quote sogar auf 4,2 Prozent.

Bewerbungsmarathon durchhalten: Motivationstipps zum Download

BewerbungsmarathonWir haben für Sie 12 Tipps zum kostenlosen Download zusammengetragen.

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19. Januar 2018 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.

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