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Immer nur Absagen. Irgendwie will das mit der Bewerbung partout nicht klappen. Das kann verschiedene Gründe haben. Der eine: Sie bewerben sich auf die falschen Jobs, sind dafür nicht qualifiziert genug oder deutlich schlechter gegenüber den anderen Kandidaten. Hier gilt es an der Jobsuche selbst zu arbeiten. Der andere Grund: Ihre Bewerbungsunterlagen sind nicht gut. Genau genommen wäre das der bessere Fall, denn die Bewerbungsoptimierung ist viel leichter möglich - und auch keine Raketenwissenschaft. Tipps, wie Sie Ihre selbst Bewerbung optimieren können...

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Bewerbung optimieren: Darauf sollten Sie achten

Die meisten Bewerbungsoptimierer, Gutachten, Unterlagen-Checks, 150-Euro-Analysen und Ratgeber konzentrieren sich auf Kosmetik: Lebenslauf-Design und Bewerbungs-Layout.

Sicher, das ist nicht verkehrt. Schließlich sollte eine gute Bewerbung auch ansprechend aussehen. Und hierzu gibt es in der Tat schon viele Tipps und Tricks - auch auf der Karrierebibel.

Hier eine Auswahl:

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Professionelle Bewerbung schreiben: So optimieren Sie den Inhalt

Funktional, einfach, übersichtlich, unverwechselbar - das alles sind zwar nicht unwichtige Details - aber Formalia. Die Verpackung, wenn man so will. Und die kann noch so hübsch sein: Wenn der Inhalt nicht stimmt, kauft der Kunde nicht. Und der ist im Fall einer Bewerbung der Personalentscheider.

Daher ist wichtig - wenn Sie schon Ihre Bewerbung optimieren -, sich neben solchen Formalia vor allem auf Ihre Fundamentaldaten zu konzentrieren:

  • Qualifikationen

    Sind Ihre Qualifikationen (und zwar die Muss-Qualifikationen für die ausgeschriebene Stelle) sofort ersichtlich.

    Wenn in der Stellenanzeige steht, Kandidaten müssen mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mitbringen, sollten Sie das im Anschreiben aber auch im Lebenslauf deutlich herausarbeiten.

    Die sogenannten Kann-Qualifikationen können auch am Ende des Lebenslaufs auftauchen: Sie sind gewünscht, aber eben kein Muss.

  • Bildungsabschluss

    Gerade die neueren Masterstudiengänge haben teils Namen, die mancher Personaler nicht kennt und einordnen kann. Doof, wenn er sie deshalb aussortiert.

    Schreiben Sie also nicht nur die meist englische Bezeichnung in den Lebenslauf, sondern erklären Sie diese mit ein, zwei Zeilen. Vielleicht gibt es ein ehemaliges Äquivalent in Form eines Diploms? Hinschreiben: "Vergleichbar mit..."! Schaden kann das nicht.

  • Erfolge

    Die meisten Bewerber listen im Lebenslauf nur Stationen und Aufgaben auf, Motto: Was ich alles gemacht habe... Nicht schlecht.

    Überzeugender aber wirkt, wenn Sie dabei auch echte Erfolge realisiert haben, denn das zeichnet den wahren Leistungsträger und das Top-Talent aus. Schreiben Sie also auch, was Sie bisher bewirkt, verändert, optimiert, erweitert, verbessert haben - idealerweise unterfüttert mit ein paar Zahlen.

  • Argumente

    Zwar checken Personaler zuerst gerne den tabellarischen Lebenslauf, weil sie hier am schnellsten erfassen können, ob alle Muss-Qualifikationen erfüllt sind und der Kandidat grundsätzlich einen passenden Eindruck macht. Dann aber kommt schon das Anschreiben.

    Im Gegensatz zum Lebenslauf, der das Profil des Bewerbers schärft, spiegelt das Bewerbungsanschreiben seine Motivation. Es ist die Kür - ein flammendes Plädoyer mit Argumenten für Sie. Wiederholen Sie daher nicht einfach nur die Höhepunkte Ihrer Biografie oder das, was schon im Lebenslauf steht. Das wäre redundant und verschwendet die Zeit des Personalers.

    Zeigen Sie dem Adressaten vielmehr, warum Sie sich auf die Stelle bewerben und warum Sie der beste Kandidat sind, den er dafür bekommen kann - und zwar belegt durch harte Fakten: Wofür stehen Sie? Zahlreiche Tipps und Gratis-Mustervorlagen dazu finden Sie HIER.

Vergessen Sie nicht die Erfolgskontrolle

Extra-Tipp-IconWenn Sie Ihre Bewerbung optimieren (was ein stetiger Prozess ist), dann sollten Sie im Falle von Absagen zunächst versuchen, ein Feedback zu bekommen. Das ist nicht leicht, weil Arbeitgeber panische Angst davor haben, Sie könnten sich wegen des AGG und einer Diskriminierung einklagen. Aber manchmal gibt es zumindest am Telefon ein paar Hinweise - oder zwischen den Zeilen.

Ansonsten hören Sie bitte im Vorstellungsgespräch genau zu, was die Personaler angesprochen hat oder wo sie nachbohren oder gar Zweifel haben. Sollten Sie dann die Stelle nicht bekommen, könnten das weitere Punkte sein, die Sie optimieren.

Regelrecht Pflicht ist die Erfolgskontrolle, wenn Sie mit externen Bewerbungsberatern oder Outplacement-Beratern zusammenarbeiten. Die bekommen dafür schließlich Geld. Entsprechend dürfen und sollten Sie Fragen stellen: Wie viele Einladungen pro zehn Bewerbungen gab es vor der Optimierung, wie viele danach? Wie viele Zweitgespräche auf Erstgespräche folgten? Wie viele Angebote auf Zweitgespräche? Und so weiter...

Bewerbung optimieren: Das sind typische Fehler

bewerbung-optimieren-fehler-vermeidenNatürlich gibt es auch ein paar Punkte, die regelmäßig falsch gemacht oder nicht beachtet werden. Kleinere Schlampereien, die, wenn sie sich summieren, ebenfalls zur Absage und damit zum Bewerbungskiller mutieren.

Achten Sie bei der klassischen Bewerbungsoptimierung also bitte auch darauf:

  • Persönliche Daten

    Man muss schon ziemlich zerstreut sein, um die Angaben zu Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und -ort zu vergessen. Was aber öfter falsch gemacht wird: Diese sind nicht exponiert dargestellt, also sofort und ohne langes Suchen ersichtlich. Diese Angaben gehören unbedingt gefettet in die Kopfzeile eines Dokuments.

  • Monatsangaben

    Dass der Lebenslauf lückenlos sein muss, wissen Sie schon. Ebenso, wie Sie etwaige Lücken schließen.

    Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Bewerber bei Ihren Stationen nur Jahreszahlen angeben. Riesenfehler! Denn das ist der naivste Weg, Lücken zu verschleiern. Und weil Personaler das wissen, sieht es natürlich auch prompt so aus - und Sie sind möglicherweise gleich raus. Daher bitte immer Monate mit angeben (Beispiel: 04/2013 bis 08/2015). Tage interessieren dagegen keinen.

  • Reihenfolge

    Gemeint ist hier nicht, ob Sie den Lebenslauf chronologisch oder amerikanisch (die aktuelle Position zuerst - derzeit Standard) aufbauen, sondern vielmehr in welcher Reihenfolge Sie den Ausbildungs- und/oder akademischen Werdegang auflisten.

    Viele Bewerber nennen zuerst den Studiengang, vielleicht noch Zusatzkurse und dann den Abschluss. Falsch. Andersrum wird ein Schuh draus, denn das interessiert Personaler zuerst: Welchen Abschluss haben Sie wo gemacht und wie lange dafür gebraucht?

  • Hobbys

    Immerhin 82 Prozent der Personaler in unserem regelmäßigen Arbeitgeber-Check sagen, sie lesen die Hobbys im Lebenslauf gern, weil die das Profil des Bewerbers abrunden.

    Aber: Geben Sie nicht einfach "Lesen, Laufen, Kino" an. Langweilig! Wählen Sie die Hobbys und Interessen also mit Bedacht und im Hinblick auf ihren Subtext aus. Die damit assoziierten Eigenschaften sollten zum angestrebten Job passen: Ein Callcenter-Agent, der nebenbei funkt oder podcastet; ein Projektmanager, der in der Freizeit einen Chor leitet, ... Den Rest weglassen. Weniger ist mehr.

    Und Vorsicht bei Extremsportarten. Sie lassen bei Personalern die Alarmglocken klingeln - der Neuzugang könnte einen Großteil seiner Beschäftigung in Krankenhäusern verbringen oder gar dauerhaften Schaden nehmen. Auch spricht übertriebene Risikofreude nicht gerade für Berufe wie Controller, Qualitätsmanager, Sicherheitsbeauftragter oder Manager mit hoher Budgetverantwortung. Sie können dem Hobby ja auch weiterhin nachgehen - nur erwähnen sollten Sie es vielleicht nicht.

Beachten Sie stets den Bewerbungsweg

Extra-Tipp-IconUm einen (neuen) Job zu finden gibt es unterschiedliche Wege:

Welchen Weg Sie am Ende auch wählen: Es sollte derjenige sein, den das Unternehmen präferiert.

Solche Informationen sind heute viel leichter zu finden und zu recherchieren als früher: Hinweise dazu finden Sie auf den Karriereseiten der Unternehmen im Internet, sie lassen sich googeln oder aber Sie fragen auf den Social Media Kanälen der Arbeitgeber gezielt nach - dafür betreiben die schließlich ihre Fanseiten und Twitter-Accounts.

Wer den bevorzugten Bewerbungsweg nicht einhält, kassiert meist den ersten Minuspunkt. Denn so jemand hat ganz offenbar seine Hausaufgaben nicht gemacht - oder ist ein Querulant.

Solange Sie mehr vom Unternehmen wollen als umgekehrt, sollten Sie es Ihrem Kunden so angenehm und einfach wie möglich machen... Auch das ist eine Form, seine Bewerbung zu optimieren!

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